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Diskutiere im Thema GdB beantragen oder nicht - verzweifelt :( im Forum Hilfe durch Behörden/Institutionen
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #21
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 190

    AW: GdB beantragen oder nicht - verzweifelt :(

    Felis schreibt:
    Es ist nicht ausgeglichen, ich darf z. B kein Führerschein haben, was meine Berufswahl viel stärker beeinträchtigte als ADS, es sidn mir schon einige gute Jobs entgangen, wo ich in den engen Auswahl kam und nur dadurch ebgeleht wurde.
    Auch wäre ich gerne in Speckgurtel gezogen (Geesthacht, Launeburg), da dort die Wohnungen preiswerter sind, aber ohne Führerschein ist es nicht machtbar
    Dann hast du aber nicht "nur" eine Kurzsichtigkeit, sondern noch andere Beeinträchtigungen an den Augen.

  2. #22
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 466

    AW: GdB beantragen oder nicht - verzweifelt :(

    oracle.kid schreibt:
    @summerset: Sie abzulehnen wäre (bei gleicher fachlicher Eignung) unzulässig und der AG kann dann verklagt werden. Daher: Nein, man hat bei gleicher Eignung sogar bessere Karten als ein anderer Bewerber.
    Jetzt zeigst du mir noch den AG, der so doof ist, den SB-Bewerber mit Hinweis auf die SB abzulehnen. (Ok, gibt es vielleicht.) Aber im Zweifelsfalls war dann eben ein anderer Bewerber besser geeignet. Selbst bei gleichen Zeugnissen könnte sich im Bewerbungsgespräch theoretisch herausstellen, dass der andere Bewerber besser geeignet wäre. Das gilt natürlich nicht nur für Schwerbehinderung, sondern auch für andere Dinge (zu alt, zu fett, zu krank, könnte schwanger werden, trägt Kopftuch...)

    Ich will's keinem ausreden. Soll jeder machen, was er will. Aber für gewöhnlich hat die Medaille zwei Seiten.

  3. #23
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 761

    AW: GdB beantragen oder nicht - verzweifelt :(

    Natürlich. Meistens wissen AGs auch nicht, welche Vorteile sie haben/bekommen können, wenn sie einen Menschen mit Behinderung einstellen. Das Integrationsamt kann da ziemlich weitreichende Zuschüsse gewähren.

    Man muss letztlich den SBA im Bewerbungsgespräch nicht vorzeigen, das kann man auch noch bei erfolgter Anstellung

    Als ich meinen letzten Beitrag geschrieben hab, gings mir nicht sonderlich gut. Der ist daher nicht so differenziert wie er sein sollte, da hast du recht

  4. #24
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 466

    AW: GdB beantragen oder nicht - verzweifelt :(

    oracle.kid schreibt:
    Man muss letztlich den SBA im Bewerbungsgespräch nicht vorzeigen, das kann man auch noch bei erfolgter Anstellung
    Da würde ich mir als AG ziemlich verarscht vorkommen, wenn mir nach Anstellung jemand damit kommt. Ob das strategisch so sinnvoll ist?

    Das, was ich jetzt schreibe, hat vermutlich reichlich Konfliktpotential, aber es ist was, was mir von Anfang an bei diesem Thread (und auch bei anderen) irgendwie eigenwillig aufgestoßen ist:

    Der OP studiert Medizin und will nach Abschluss des Studiums vermutlich auch als Arzt arbeiten. Gleichzeitig soll aber ein GdB von 50% vorliegen, weil die Einschränkungen im Alltag durch psychische Erkrankungen inkl. ADHS derart gravierend sind, dass das gerechtfertigt ist. Das passt für mich nicht zusammen. Jemand, der im Alltag durch ADHS und/oder andere psychische Erkrankungen derart eingeschränkt ist, dass ein entsprechender GdB vorliegt, sollte sich überlegen, ob er/sie den Anforderungen des Arztberufes tatsächlich gewachsen ist, da der Job einen reichlich hohen Stresslevel mit sich bringt, was sicherlich jeder Arzt, der in diesem Forum aktiv ist, so bestätigen kann. Die Personaldecken sind dünn, die Arbeit wird immer mehr.

    Chaotische Notfallambulanz im Krankenhaus. Eine Station mit 20 Patienten managen. Überstunden. Nachtdienste. Rufbereitschaft. Schichtsystem. Je nach Fachrichtung u. U. lange Phasen der Konzentration nötig. Schwierige Patientengespräche. Entscheidungen treffen (das wird schnell erwartet, v. a. im Dienst!). Später vielleicht selbst Assistenten anleiten. Zuverlässig arbeiten, auch wenn man wieder mal nur drei Stunden Schlaf wegen Rufbereitschaft hatte. Für die Facharztprüfung lernen neben dem Job.

    Tut mir leid, aber ich kann mir nicht vorstellen, wie man das schaffen will, ohne die bereits bestehenden Erkrankungen (die so ausgeprägt sind, dass sie einen nicht unerheblichen GdB rechtfertigen) noch zu verschlimmern und direkt in die (gesundheitliche) Katastrophe zu steuern.

  5. #25
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 761

    AW: GdB beantragen oder nicht - verzweifelt :(

    Mag sein, dass sich er AG dann erstmal doof vorkommt. Ob und wann es sinnvoll ist, hängt mE von der Situation ab: Wenn die Kündigung aufm Tisch liegt und ich sie durch Vorzeigen meines SBA abwenden kann, erscheint mir das bspw. sehr sinnvoll.
    Oder wenn sich Kollegen über "mangelnde Leistungsbereitschaft bzw. -fähigkeit" beschweren. Wenn man dann etwa mit dem Integrationsamt aushandelt, dass die einen Teil des Gehalts übernehmen, kann das garantiert auch Dampt aus dem Konflikt nehmen.

    Und genau das ist der Punkt: Mit anerkannter Schwerbehinderung muss man keine Überstunden, Rufbereitschaften und Schichtdienste machen. Außerdem besteht dann mehr Urlaubsanspruch.
    Es sei aber mal dahingestellt, ob die Aufnahme in der Notfallambulanz der richtige Ort für einen ADSler oder die betreffende Person ist. Der Arztberuf bietet eben mehr Bereiche als das: Man kann als angestellter Arzt in einer Praxis arbeiten, als Gutachter für Krankenkassen oder oder oder. Und da bin ich mir sicher, dass es auch für Menschen mit Einschränkungen eine Stelle gibt, die passt.

    Vielleicht nicht das erstbeste, aber das muss ja nicht sein. Auch während den Facharztprüfungen kann man Erleichterungen bekommen, die dann die Belastung wieder schaffbarer machen. Muss ja auch nicht alles in der "Regelzeit" vonstatten gehen. Und ob man die (akademisch gesehen!) Schmalspurpromotion der Mediziner ableisten muss, nur damit ein Dr. vorne am Klingelschild steht, finde ich fraglich.


    Was mir gerade ein bisschen aus dem Blick gerät: Wenn es jemand schafft, ein Arztstudium zu absolvieren, dann hat diese Person auch wahnsinnig viele Fähigkeiten in diesem Bereich.

  6. #26
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 466

    AW: GdB beantragen oder nicht - verzweifelt :(

    oracle.kid schreibt:
    Und genau das ist der Punkt: Mit anerkannter Schwerbehinderung muss man keine Überstunden, Rufbereitschaften und Schichtdienste machen. Außerdem besteht dann mehr Urlaubsanspruch.
    Dann wäre der SB-Bewerber von vornherein aber eigentlich nicht gleichwertig für diese Stellen geeignet? Auch in der Praxis muss man übrigens KV-Dienste machen (oder die Dienste teuer an Kollegen verkaufen). Keine Ahnung, ob man sich da befreien lassen könnte. Gibt aber durchaus (körperlich) behinderte Ärzte, die KV-Notdienste machen. Ich weiß aber nicht, ob das dann auf freiwilliger Basis ist oder nicht.

    Wenn die Kündigung aufm Tisch liegt und ich sie durch Vorzeigen meines SBA abwenden kann, erscheint mir das bspw. sehr sinnvoll.
    Ja, ganz dolle Wurst. Wenn ich jetzt schreibe, wie ich ein solches Verhalten einordnen würde, würde der Beitrag vermutlich editiert werden.


    Oder wenn sich Kollegen über "mangelnde Leistungsbereitschaft bzw. -fähigkeit" beschweren.

    Darüber werden sie sich auch weiterhin beschweren, denn sie machen weiterhin Teile deiner Arbeit mit. Vielleicht passiert das dann hinter deinem Rücken, vielleicht zeigt man dir auch so lange die kalte Schulter bis du freiwillig gehst. Oder vielleicht merkst du, dass du dann zwar "irgendwie" aber doch "nicht so richtig" dazu gehörst, auch wenn dir tatsächlich keiner was Böses will. Vielleicht wirst du von deinen Vorgesetzten nicht so richtig für voll genommen, weil du dieses und jenes nicht machen willst/kannst? Kommst in der FA-Ausbildung nicht recht voran, weil du ständig mit Leuten konkurrierst, die belastbarer sind? Wenn du Pech hast, gibt es noch jemanden mit GdB im Team (z. B. jemanden mit Typ 1 Diabetes), der "sich ja auch nicht so anstellt".


    Es sei aber mal dahingestellt, ob die Aufnahme in der Notfallambulanz der richtige Ort für einen ADSler oder die betreffende Person ist. Der Arztberuf bietet eben mehr Bereiche als das: Man kann als angestellter Arzt in einer Praxis arbeiten, als Gutachter für Krankenkassen oder oder oder. Und da bin ich mir sicher, dass es auch für Menschen mit Einschränkungen eine Stelle gibt, die passt.
    Dazu muss man sich aber über die Ausbildungswege eines Assistenzarztes mal im Klaren sein, dazu gehört u. a. auch die Arbeit im Dienst im Krankenhaus, wenn man z. B. Internist oder Allgemeinmediziner ("Hausarzt") werden möchte. Das schließt auch die Notaufnahme ein. Das geht nicht mal so einfach mit "Gutachter werden", "in Praxis anstellen lassen" etc. (glücklicherweise!!) - dann muss man sich auch überlegen, ob diese Stellen auch das eigene Interessengebiet abdecken oder nicht.

    "Möglichkeiten" gibt es sicherlich immer. Die Frage ist, ob die Ergebnisse dieser Möglichkeiten dann zufriedenstellend für einen selbst sind. Wenn man dort Abstriche macht, gibt es natürlich vieles, was man so machen kann. Aber wie schon gesagt, jede Medaille hat zwei Seiten.


    Auch während den Facharztprüfungen kann man Erleichterungen bekommen, die dann die Belastung wieder schaffbarer machen.
    Meinst du damit jetzt Teilzeitarbeit während der Prüfungsvorbereitungszeit? Oder von welchen Erleichterungen sprichst du?


    Was mir gerade ein bisschen aus dem Blick gerät: Wenn es jemand schafft, ein Arztstudium zu absolvieren, dann hat diese Person auch wahnsinnig viele Fähigkeiten in diesem Bereich.
    In welchem Bereich? Im sturen 'reinpauken? Das stimmt.

    ---

    Ich möchte betonen, das hat alles nichts damit zu tun, ob jemand ADHS oder eine andere psychische Erkrankung hat und so kompensiert ist, dass er im Alltag und im Job klar kommt. Aber wenn das so krass ist, dass ein GdB von 50% fällig wird, wie lange wird das gut gehen? Gerade hier im Forum liest man so viel von "Burnout" und "komme mit der Belastung im Job nicht klar", "keine Konzentration", "mache zu viele Fehler". Das sollte doch schon nachdenklich machen. Mich macht's jedenfalls manchmal schon nachdenklich, ob ich das noch 30 Jahre weiter machen kann.

  7. #27
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 761

    AW: GdB beantragen oder nicht - verzweifelt :(

    summerset schreibt:
    Dann wäre der SB-Bewerber von vornherein aber eigentlich nicht gleichwertig für diese Stellen geeignet? Auch in der Praxis muss man übrigens KV-Dienste machen (oder die Dienste teuer an Kollegen verkaufen). Keine Ahnung, ob man sich da befreien lassen könnte. Gibt aber durchaus (körperlich) behinderte Ärzte, die KV-Notdienste machen. Ich weiß aber nicht, ob das dann auf freiwilliger Basis ist oder nicht.
    Meh, darüber könnten wir uns jetzt vermutlich trefflich streiten wenn ich von mir ausgehe: ich habe einen Nachteilsausgleich im Studium, den ich sogar noch erweitern lassen möchte (Mündliche Prüfungen statt Klausuren ist angestrebt und eine Woche Fristverlängerung für Hausarbeiten habe ich).
    Meines Erachtens (und auch in der Rückmeldung von Klienten und Kollegen) habe ich große Fähigkeiten im Umgang mit Klienten, Gremienarbeit und bin gerade dabei, noch mehr in der Rechtsauslegung zu lernen.
    Ob meine Kommilitonen da mithalten können wage ich eher zu bezweifeln - um das erreichen zu können, brauche ich aber nen gewissen Schutz. Bin ich jetzt also "geeignet" oder nicht?
    Schwierige Frage, finde ich.

    Ja, ganz dolle Wurst. Wenn ich jetzt schreibe, wie ich ein solches Verhalten einordnen würde, würde der Beitrag vermutlich editiert werden.
    Das mag sein, dass es nicht die feine Englische ist, nichtsdestotrotz mE legitim, um sich zu schützen. Man kann dann immer noch gekündigt werden, falls das Integrationsamt zustimmt. Und das wird es, wenn es keine andere Möglichkeit gibt.

    [/FONT][/COLOR]Darüber werden sie sich auch weiterhin beschweren, denn sie machen weiterhin Teile deiner Arbeit mit. Vielleicht passiert das dann hinter deinem Rücken, vielleicht zeigt man dir auch so lange die kalte Schulter bis du freiwillig gehst. Oder vielleicht merkst du, dass du dann zwar "irgendwie" aber doch "nicht so richtig" dazu gehörst, auch wenn dir tatsächlich keiner was Böses will. Vielleicht wirst du von deinen Vorgesetzten nicht so richtig für voll genommen, weil du dieses und jenes nicht machen willst/kannst? Kommst in der FA-Ausbildung nicht recht voran, weil du ständig mit Leuten konkurrierst, die belastbarer sind? Wenn du Pech hast, gibt es noch jemanden mit GdB im Team (z. B. jemanden mit Typ 1 Diabetes), der "sich ja auch nicht so anstellt".
    Von den Kollegen vom Integrationsfachdienst weiß ich, dass die Unterstützungen oft die Lage in der Belegschaft entspannen ob das empirisch auch so ist, weiß ich aber nicht - würde aber mal davon ausgehen.

    Dazu muss man sich aber über die Ausbildungswege eines Assistenzarztes mal im Klaren sein, dazu gehört u. a. auch die Arbeit im Dienst im Krankenhaus, wenn man z. B. Internist oder Allgemeinmediziner ("Hausarzt") werden möchte. Das schließt auch die Notaufnahme ein. Das geht nicht mal so einfach mit "Gutachter werden", "in Praxis anstellen lassen" etc. (glücklicherweise!!) - dann muss man sich auch überlegen, ob diese Stellen auch das eigene Interessengebiet abdecken oder nicht.

    "Möglichkeiten" gibt es sicherlich immer. Die Frage ist, ob die Ergebnisse dieser Möglichkeiten dann zufriedenstellend für einen selbst sind. Wenn man dort Abstriche macht, gibt es natürlich vieles, was man so machen kann. Aber wie schon gesagt, jede Medaille hat zwei Seiten.
    Mir ist klar, dass das die Arbeit im Krankenhaus mit einschließt. Eine "Möglichkeit" wäre vielleicht, eben nicht auf die Notaufnahme, aber dafür vertiefend woanders hinzugehen. Aber ob und inwiefern das realistisch ist, weiß ich natürlich nicht - kenn natürlich nicht die Zulassungsordnungen. Aber irgendeine Form von Nachteilsausgleich müsste da schon drin stehen.

    Meinst du damit jetzt Teilzeitarbeit während der Prüfungsvorbereitungszeit? Oder von welchen Erleichterungen sprichst du?
    Das wäre eine Idee, oder eine verlängerte Ausbildungszeit (gibts da Vorschriften, wie lange ne FA-Ausbildung geht?) oder sonstige "normale" Nachteilsausgleiche wie im Studium auch.


    In welchem Bereich? Im sturen 'reinpauken? Das stimmt.
    Also ich hätte gedacht, dass man mehr können/verstehen/begreifen muss, um das Medizinstudium zu packen Falls das nicht der Fall ist, dann natürlich nur in dem Bereich.

    Ich möchte betonen, das hat alles nichts damit zu tun, ob jemand ADHS oder eine andere psychische Erkrankung hat und so kompensiert ist, dass er im Alltag und im Job klar kommt. Aber wenn das so krass ist, dass ein GdB von 50% fällig wird, wie lange wird das gut gehen? Gerade hier im Forum liest man so viel von "Burnout" und "komme mit der Belastung im Job nicht klar", "keine Konzentration", "mache zu viele Fehler". Das sollte doch schon nachdenklich machen. Mich macht's jedenfalls manchmal schon nachdenklich, ob ich das noch 30 Jahre weiter machen kann.
    Die Frage ist für mich, (wie auch bei der persönlichen Erzählung) ob man eben mit Unterstützung die Defizite so gut kompensieren kann, dass man da eine hohe Arbeitsfähigkeit erreicht.
    Das ist ja der Sinn von nem SBA/Nachteilsausgleich
    Geändert von oracle.kid (15.10.2016 um 16:46 Uhr)

  8. #28
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 43

    AW: GdB beantragen oder nicht - verzweifelt :(

    Ja das Thema ist komplex...

    Ärzte, Piloten, SEK-Beamten, Fluglotsen usw.... das sind harte Berufe mit hohen Scheidungsraten, Burnout-Quoten und eher sehr fitten Bewerbern und hoher Leistungsfähigkeit.

    Ich denke das ist nicht gerade das ideale Biotop für einen Anwärter mit ADS und stimme hier SUMMSET zu.

    ....und ich würde mir das Thema Arzt nicht zwingend zutrauen.

    Aber darum geht es hier nicht, denn entweder schafft es der Themenstarter oder eben nicht.

    Die Frage ist -- ob mit oder ohne "GdB"
    - und ob es "mit" einfacher ist (wahrscheinlich, ja) und zu anderen Ergebnissen führt (wahrscheinlich, ja)....

    Wenn der GdB hier verhindert, dass der TS in der Notaufnahme "verheizt" wird und sich gleich "weil ja alle wissen (Mehr Urlaub und keine Nachtschicht fällt auf) was mit dem neuen Kollegen los ist" in Fachgebiete orientieren kann die ein geeigneteres Anforderungsprofil aufweisen, dann wäre ja allen (dem TS, den Patienten und dem System) geholfen.

    In diesem Sinne - Viel Erfolg und "nur Mut"

    Deckname

  9. #29
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 466

    AW: GdB beantragen oder nicht - verzweifelt :(

    oracle.kid schreibt:
    Meh, darüber könnten wir uns jetzt vermutlich trefflich streiten wenn ich von mir ausgehe: ich habe einen Nachteilsausgleich im Studium, den ich sogar noch erweitern lassen möchte (Mündliche Prüfungen statt Klausuren ist angestrebt und eine Woche Fristverlängerung für Hausarbeiten habe ich).
    Meines Erachtens (und auch in der Rückmeldung von Klienten und Kollegen) habe ich große Fähigkeiten im Umgang mit Klienten, Gremienarbeit und bin gerade dabei, noch mehr in der Rechtsauslegung zu lernen.
    Ich meinte damit nicht die Fähigkeiten eines Bewerbers oder wie gut jemand seine Arbeit macht. Aber gerade in kleinen Häusern mit kleinen Teams ist die Dienstbelastung oft relativ hoch. Wenn ich mir da aussuchen könnte, ob der neue Kollege Dienste mitmacht oder nicht und dadurch das ganze Team entlastet und der andere nicht, wäre (bei sonst gleicher Eignung) derjenige, der Dienste mitmacht, für den Job doch geeigneter (gehen wir auch davon aus, dass beide von der Persönlichkeit her gleich gut ins Team passen würden), weil dadurch das ganze Team entlastet wird. Es gab bei uns Zeiten, da waren 8-9 Rufbereitschaften an der Tagesordnung. Das heißt, auch nachts raus, nachdem man davor einen normalen Arbeitstag hatte und danach wieder normal arbeiten geht. Dadurch, das neue Kollegen kamen (wir waren unterbesetzt), die Dienst mitmachen, hat jeder jetzt im Durchschnitt 6 Rufbereitschaften im Monat. Das stellt eine erhebliche Entlastung für das ganze Team dar. In größeren Teams, in denen die Dienstbelastung geringer ist, ist dieser Effekt sicherlich geringer.


    Das wäre eine Idee, oder eine verlängerte Ausbildungszeit (gibts da Vorschriften, wie lange ne FA-Ausbildung geht?)
    Es gibt Mindestzeiten, die sich dann verlängern, wenn man z. B. Teilzeit arbeitet. In der Radiologie z. B. dauert die FA-Ausbildung mindestens 60 Monate. Erst dann kann man (wenn man alle Anforderungen erfüllt hat) sich zur Prüfung melden.
    Würde man nur halbtags arbeiten, würde sich das auf 120 Monate verlängern. Es gibt da noch andere Rechenspiele, z. B. wenn jemand über einen Zeitraum von 2 Jahren eine 80%-Stelle hatte, dann verlängert sich die FA-Ausbildung auch entsprechend.


    Also ich hätte gedacht, dass man mehr können/verstehen/begreifen muss, um das Medizinstudium zu packen Falls das nicht der Fall ist, dann natürlich nur in dem Bereich.
    Ok, der Scherz kam nicht so wirklich an. Dieses "'reinpauken können" erschien mir im Studium eine der wichtigsten Eigenschaften zu sein, die man so haben kann. Dass zum erfolgreichen Abschluss eines Medizinstudiums mehr zu gehört, ist natürlich richtig - aber wer nicht schnell große Mengen an Lernstoff bewältigen kann (auch wenn's einen vielleicht mal nicht wirklich interessiert), wird große Probleme bekommen.


    Die Frage ist für mich, (wie auch bei der persönlichen Erzählung) ob man eben mit Unterstützung die Defizite so gut kompensieren kann, dass man da eine hohe Arbeitsfähigkeit erreicht.
    Das ist ja der Sinn von nem SBA/Nachteilsausgleich
    Das dürfte sehr davon abhängig sein, welche Fachrichtung man wählt (und ob das dann dem eigenen Interessengebiet entspricht). Ich fühle mich in meinem Fachgebiet bestens aufgehoben, weil ich z. B. diese (für mich) maximal ätzende Stationsarbeit nicht machen muss.

  10. #30
    Freilandneurose

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 158

    AW: GdB beantragen oder nicht - verzweifelt :(

    Moin,

    mach mal, Banane. Ich habe seit über 15 Jahren 30% und niemand hat es gemerkt.
    FALLS ich aber eine Gleichstellung oder ähnliches brauche, ist das ein Trumpf, den mir niemand nehmen kann.

    Und was das Studium angeht: Ich wünschte ich könnte das auch. Also weitermachen. Und spezialisieren.
    Wenn Du z.B. im Bereich Tourette, ADHS, Zwangsstörungen oder Depressionen anderen Menschen noch besser helfen kannst, weil Du sie VERSTEHST ist das doch Gold wert und wahre Heilkunst. Empathie UND Fachstudium, das ist doch der Burner!

    Viel Erfolg weiterhin!

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