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Diskutiere im Thema Klinikauf. von ärztl. Dienst/AgenFArb empf. - Woher Bezusch. der Fahrtkosten? im Forum Hilfe durch Behörden/Institutionen
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #1
    OMMM-Beauftragte

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 5.742

    Klinikauf. von ärztl. Dienst/AgenFArb empf. - Woher Bezusch. der Fahrtkosten?

    Hallo zusammen,

    durch den ärztlichen Dienst des Jobcenters freigestellt für 1/2 Jahr, von selbigem wurde empfohlen, einen stationären Klinikaufenthalt in Erwägung zu ziehen.

    Das erfolgt und es steht 2 x eine Hin- und Rückreise an (1xVorgespräch, 1xeigentlicher Aufenthalt) - die Fahrtkosten sind irre hoch.

    Obwohl durch die Krankenkasse von den Rezeptgebühren befreit, gibt es von dort keine Übernahme der Fahrtkosten.
    Ebenfalls keine Übernahme durch das Jobcenter (könnte höchstens ein Darlehen beantragen, aber das fehlt dann ja später auch ...).

    An Fahrtkosten entsteht mir aber eine Summe, die 2/3 des Geldes beträgt, das in einem Monat das JobCenter als Regelsatz bezahlt ... auch wenn während des Klinikaufenthaltes keine Lebenshaltungskosten anfallen, gibt es trotzdem andere laufende Kosten ...

    Gibt es irgendeine Möglichkeit, die Fahrtkosten bezuschusst zu bekommen?

    Danke für jeden Rat,
    habit

  2. #2
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 32
    Forum-Beiträge: 405

    AW: Klinikauf. von ärztl. Dienst/AgenFArb empf. - Woher Bezusch. der Fahrtkosten

    Liebe habitbreaker,

    Fahrkosten im Zusammenhang mit stationärer Behandlung sind in der GKV Kassenleistung!


    Rechtliche Grundlage:

    SGB 5 - Einzelnorm


    Es könnten allenfalls folgende Probleme entstehen:

    1.)
    Von der Erstattung der Fahrkosten sind die gesetzlichen Zuzahlungen abzuziehen. Allerdings bist du ja befreit.

    2.)
    Erstattet werden die Kosten für öffentliche Verkehrsmittel (Zug, Bahn, Bus - Taxi jedoch nur in Ausnahmen) oder privatem PKW (jedoch nur bis zur Höhe der Kosten mit öffentlichen Verkehrsmitteln). Mögliche Fahrpreisermäßigungen (Bahn-Sparpreis etc.) müssen - jedenfalls laut Gesetzestext - ausgeschöpft werden. Kosten für Taxi, Krankentransport oder Begleitung werden i.d.R. nur anerkannt, wenn die Notwendigkeit bzw. Unmöglichkeit der Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel nachgewiesen ist.

    3.)
    Die Krankenkasse kann, wenn nicht das "nächstgelegene, geeignete Krankenhaus" sondern ein weiter entferntes aufgesucht wird die Übernahme der Mehrkosten ablehnen.

    Dem kann man vorbeugen indem auf der Krankenhauseinweisung vom Arzt ausdrücklich die aufzusuchende Fachklinik angegeben wird und man eine Kopie zusammen mit dem Fahrkosten-Erstattungsantrag einreicht. Sollte es dennoch Probleme geben, kann der einweisende oder der Krankenhausarzt noch einen Dreizeiler schreiben, dass aus diesen und jenen Gründen die gewählte Klinik die nächstgelegene geeignete (!!!) war.

    4.)
    Problematisch könnte die Fahrkostenerstattung für das Vorgespräch sein, sofern dies als ambulante Leistung angesehen wird und nicht als vorstationäre Leistung.

    Hier wäre es sinnvoll, zuvor eine Genehmigung der Krankenkasse zu beantragen. Die Fahrtkosten bei Aufnahme und Entlassung sind - mit den o.a. Besonderheiten - nicht genehmigungspflichtig, sondern müssen aufgrund Gesetz erbracht werden.


    Was das Vorstrecken der Fahrkosten betrifft - sofern nötig - könnte dir in der Tat das Jobcenter mit einem Darlehen aushelfen.


    Wo wir beim Thema Jobcenter sind:

    Das kürzen des Regelsatzes aufgrund Klinikaufenthalt (wegen der Verpflegung dort) ist im Übrigen nicht mehr zulässig gemäß höchstrichterlicher Rechtssprechung.

    Rein vorsorglich als Hinweis, falls dieses Thema aufkommt.

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