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Diskutiere im Thema Kein Anspruch auf Nix, obwohl ich Nix besitze - was läuft da falsch? im Forum Hilfe durch Behörden/Institutionen
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #1
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 828

    Kein Anspruch auf Nix, obwohl ich Nix besitze - was läuft da falsch?

    Liebe Mitchaoten,

    ich habe gerade vor 1,5 Wochen meine Bachelorarbeit abgegeben und damit (hoffentlich) mein Zweitstudium abgeschlossen. Exmatrikuliert werde ich erst ab Ende September sein. Nun hab ich ein paar finanzielle Schwierigkeiten, ich fasse es mal kurz: Zweitstudium, daher kein Anspruch auf Bafög, ebenso kein Anspruch auf Wohngeld, da Einkommen zu gering, aber auch kein Anspruch auf ALG II, da noch immatrikuliert. Kein Anspruch auf Erwerbsunfähigkeitsrente, da in den letzten 5 Jahren keine 3 Jahre gearbeitet - allerdings 10 Jahre studiert (2 Studien) und da auf jeden Fall mindestens 3 Jahre im Nebenjob gearbeitet, allerdings ist das nicht alles in den letzten 5 Jahren passiert.

    Ich hab also Anspruch auf Nichts, ich hab aber auch so gut wie nichts - ich verdiene im Nebenjob 135 Euro und bekomme in einer ehrenamtlichen Tätigkeit nochmal 120 Aufwandsentschädigung. Das sind 255 Euro, wovon nochmal 80 für Krankenkasse abgehen, wodurch mir 175 Euro bleiben. Ich hatte bisher noch ein bisschen Restgeld und geliehendes Geld, weswegen ich meine Miete für noch einen Monat bezahlen kann - also für Juni krieg ich das Geld noch zusammen. Aber ab Juli hab ich nur noch die 175 Euro, wovon ich Miete und Essen bezahlen soll.


    Naja, nun müsste ich, um innerhalb des Monats Juni genug Geld zusammenkratzen zu können, um für Juli Miete bezahlen zu können, bis Anfang Juni zumindest einen Nebenjob finden - das ist noch grob ne Woche Zeit. Also, um Anfang Juli Geld für Miete haben zu können, muss ich ja wohl mindestens nen Monat gearbeitet haben, so meine ich das. Und die Jobs fangen ja wohl meistens am 1sten des Monats an. Ich denke, es ist relativ unwahrscheinlich, innerhalb einer Woche einen Job zu ergattern.

    Insofern gibt es noch die Möglichkeit, zu meiner Mutter zurückzuziehen und ihr als Dank für ihre Obhut als Gehilfin beiseite zu stehen. Oder aber etwas ähnliches bei meinem Freund. Also, das ginge schon, ich werd also wahrscheinlich nicht verhungern, bis ich einen richtigen, meiner Ausbildung angemessenen Job finde. Ich frag mich nur, wie das sein kann, dass ich keinen Anspruch auf rein Garnichts habe, obwohl ich nichts von Wert besitze und ob ich da was übersehen hab oder ob da ein Fehler im System ist - weiß hier jemand, ob ich nicht vielleicht doch Anspruch auf irgendetwas habe oder was man da tun könnte?

    Könnte mich zB vielleicht irgendeine gesetzliche Betreuung beraten? Und bei welchem Amt würde ich eine solche Betreuung anfinden können? Sozialamt? Arbeitsamt? Gibt es da nicht irgendwen, der mich in meiner speziellen Lage berät? Wer wäre da für mich zuständig?

    Vielen Dank und liebe Grüße
    Chamaeleon

  2. #2
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: Kein Anspruch auf Nix, obwohl ich Nix besitze - was läuft da falsch?

    Ich sehe leider keine Möglichkeit, ich hoffe es meldet sich noch jemand, der vielleicht einen brauchbaren Tip hat.


    Eine gesetzliche Betreuung kann dir nicht weiterhelfen, denn die muss auch erst beantragt werden und dann von einem Gericht angeordnet werden. Auch die Einzelfallhilfe würde allein mit der Antragstellung viel zu lange dauern. Ich glaube auch nicht, das du auf solche Dinge Anspruch hast, denn mit einem 2.-Studium, einem Nebenjob und einem Ehrenamt, einer intakten Beziehung etc sehe ich ehrlich gesagt schwarz.

    Gibt es an deiner Uni keine Beratungsmöglichkeiten? Oder andere studentische Hilfsangebote? Wie sieht es mit ein oder 2 Nebenjobs aus die dir erstmal etwas Luft verschaffen? Zur Not würde ich mich beim Sozialamt melden. Vielleicht können die dir zumindest etwas raten.

  3. #3
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.439

    AW: Kein Anspruch auf Nix, obwohl ich Nix besitze - was läuft da falsch?

    Leider ist es tatsächlich so, dass du erstmal keinen Anspruch auf nix hast. Ein ähnliches Problem habe ich auch gerade, da interessiert es auch nicht die Bohne, dass ich vor dem Studium bereits 10 Jahre Sozialversicherungsabgaben geleistet habe...
    Als Student geht man davon aus, dass du Vollzeit beschäftigt bist und so dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung stehst. Zudem ist ein Studium dem Grunde nach nach dem BaföG förderfähig. Ob man es tatsächlich bekommt, spielt keine Rolle.
    Das Sozialamt ist nur zuständig, wenn man Rentner oder erwerbsunfähig ist. Also interessiert auch da niemanden, ob man seine Miete zahlen kann.

    Warum bist du noch bis September immatrikuliert? Sobald du exmatrikuliert bist, hast du Anspruch auf Arbeitslosengeld 2!

    Bei der Sozialberatung meiner Uni empfahl man mir, mich in Teilzeit umschreiben zu lassen, da bei mir eine Exmatrikulation noch nicht möglich ist. Ein Teilzeitstudium ist nicht durch das BaföG förderfähig. So besteht bzgl. ALG 2 zumindest irgendeine Diskussionsgrundlage. Also falls du noch Studienleistungen offen hast, lass dich in Teilzeit umschreiben.

    Falls das alles nicht geht, kannst du versuchen, über das Studentenwerk Gelder zu bekommen. Zwar als Darlehen, aber immerhin. Ansprechpartner da die Sozialberatung des Studentenwerks.
    Ebenfalls kannst du vom Jobcenter als Vollzeitstudent zwar kein ALG 2 erhalten, aber ein Darlehen. Musst du nur gut begründen. Eine existenzielle Notlage beispielsweise. Da du die Bachelorarbeit schon abegeben hast, kann man vermutlich nicht mit Gefährdung des fast erreichten Studienabschlusses argumentieren. Grundlage ist § 27 Absatz 4 SGB II (Besondere Härte des Leistungsausschlusses nach § 7 Absatz 5 SGB II. Das ist der Paragraph, nach dem Studenten keine Leistungen erhalten).

    Lesenswert sind auch § 139 Absätze 2 und 4 SGB III sowie § 138 Absatz 5 SGB III und folgende Links
    http://www.studentenwerke.de/de/cont...2%A7-27-sgb-ii
    Härtefall - Wikipedia
    SG-BERLIN - 23.11.2005, S 94 AS 10647/05 ER - JuraForum.de
    Ratgeber: Teilzeitstudium und ALG2 (“Hartz4&#8243 | Nebenbei studieren

  4. #4
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.439

    AW: Kein Anspruch auf Nix, obwohl ich Nix besitze - was läuft da falsch?

    Letztlich kannst du natürlich auch einen Studienkredit bei der KfW oder ähnlichem aufnehmen. Aber der ist natürlich verzinst...

    Wo wohnst du denn? Je nach Wohnort kann es sogar möglich sein, innerhalb einer Woche wenigstens einen Minijob aufzutreiben.

  5. #5
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 828

    AW: Kein Anspruch auf Nix, obwohl ich Nix besitze - was läuft da falsch?

    creatrice schreibt:
    Ich sehe leider keine Möglichkeit, ich hoffe es meldet sich noch jemand, der vielleicht einen brauchbaren Tip hat.


    Eine gesetzliche Betreuung kann dir nicht weiterhelfen, denn die muss auch erst beantragt werden und dann von einem Gericht angeordnet werden. Auch die Einzelfallhilfe würde allein mit der Antragstellung viel zu lange dauern. Ich glaube auch nicht, das du auf solche Dinge Anspruch hast, denn mit einem 2.-Studium, einem Nebenjob und einem Ehrenamt, einer intakten Beziehung etc sehe ich ehrlich gesagt schwarz.

    Gibt es an deiner Uni keine Beratungsmöglichkeiten? Oder andere studentische Hilfsangebote? Wie sieht es mit ein oder 2 Nebenjobs aus die dir erstmal etwas Luft verschaffen? Zur Not würde ich mich beim Sozialamt melden. Vielleicht können die dir zumindest etwas raten.

    Naja, ist zwar nicht optimal, aber wie gesagt, kann ich ja vorübergehend zu meiner Mutter oder zu meinem Freund ziehen, ich dachte nur, ob es nicht vielleicht irgendwo noch eine andere Möglichkeit gibt als jmd. auf der Tasche zu liegen. Das mit den Anträgen für Einzelfallhilfe usw. kann ich ja vergessen, das dauert alles zu lange, da hast du schon Recht. Ich wollte aber generell wissen, wo ich mich beraten lassen kann von staatlicher Seite, weil ich einfach allein nicht durchblicke und mich immer mehr verstricke. Eine kompetente Beratung wie zB Einzelfallhilfe wäre etwas, das mir weiterhelfen würde, mal Fuß zu fassen und nicht immer nur herumzueiern. Auch das Studium war nur Herumgeeiere (die Details erspar ich euch).

    Ich bräuchte so generell mal eine Beratung - von außen mag mein Leben vlt. recht erfolgreich aussehen, aber ohne präventive Hilfe werde ich wahrscheinlich irgendwann wirklich nicht mehr zurechtkommen. Jetzt geht das noch, aber ich kann so nicht mehr lange weitermachen, ich kompensiere nur noch. Aber auf dem Papier müsste ich wahrscheinlich erstmal richtig zusammenbrechen und schon halb auf der Straße leben, um irgendeinen Anspruch auf Hilfe zu haben. Wie kann jemand, der 175 Euro im Monat verdient, keinen Anspruch auf Einzelfallhilfe haben? Ich habe zwar eine Beziehung, aber keine Freunde...ich weiß nicht, was muss man alles vorweisen, um Anspruch auf eine solche Beratung zu haben? Schulden?GAR keine Arbeit?
    Ich bin im Laufe der letzten Jahre sozial und finanziell immer weiter abgestiegen und würde einen Komplettabsturz gerne präventiv durch Beratung verhindern...aber naja, hm, scheint schwierig zu sein.

    An meiner Uni gibt es mehrere Beratungsstellen, aber irgendwie...ich war bereits bei der Behindertenberatung und bei der Finanzberatung..sind deren Tipps immer auf durchschnittliche Fälle abgeschnitten, mein Fall ist da zu ungewöhnlich - ich mein, wie kann jemand zwei Studien "durchziehen" und trotzdem Hilfe in "normalen" Dingen brauchen? Das ist schwer nachvollziehbar, denk ich. Ich denke, dass ich mich auch nicht so gut verständlich machen kann.

    Wie sieht es mit ein oder 2 Nebenjobs aus die dir erstmal etwas Luft verschaffen?
    Naja, das war ja auch erst meine Idee, aber dann hab ich mich mal auf dem Arbeitsmarkt umgeschaut und alles in mir hat sich gewehrt...ich hab während meines Studiums viele Nebenjobs gehabt, ich weiß nicht, was das ist, es ist so eine Art Übersättigung eingetreten, mich herumschubsen zu lassen, eine innere Verweigerung. Ich könnte das wohl machen und ich wollte das auch machen, aber ich wurde so frustriert, als ich die Anzeigen sah, dass alles in mir blockiert hat und ich erstmal eine paar Tage nicht weitergesucht habe und nun ist es doch ein bisschen spät dafür und außerdem bin ich immer noch blockiert und verweigert. Ich bin nicht verwöhnt oder faul, ich kann nur meinen inneren Schweinehund nicht überwinden. Ich kann aber wahrscheinlich bei meiner Mutter im Laden aushelfen und dafür darf ich dann bei ihr wohnen, das geht aber auch nicht ewig, weil wir uns dann gegenseitig auf die Nerven gehen. Aber immer noch lieber da arbeiten als mich von einem Fremden mobben zu lassen und immer so tun zu müssen als würd ich das alles supertoll finden.

    Naja, zumindest werde ich tatsächlich in nächster Zeit wohl mal zum Sozialamt gehen und außerdem nochmal zu den Beratern der Uni, meine Situation hat sich ja auch geändert, vlt. wissen die ja doch etwas. Auch, wenn ich gerne eine Einzelfallhilfe hätte - wenn das das ist, was ich mir darunter vorstelle.

    Sorry, dass es so ausschweifend geworden ist.

  6. #6
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 828

    AW: Kein Anspruch auf Nix, obwohl ich Nix besitze - was läuft da falsch?

    mel. schreibt:

    Warum bist du noch bis September immatrikuliert? Sobald du exmatrikuliert bist, hast du Anspruch auf Arbeitslosengeld 2!

    Ich will ehrlich gesagt kein ALG II, da wird man angeblich nur schikaniert und darf 1000 Bewerbungen schreiben für Jobs, die nichtmal ansatzweise geeignet sind und dann darf man da überall hinfahren... und dann nehmen die dein gesamtes Leben auseinander und du darfst dich rechtfertigen, warum du 3 Mark fuffzig in der Hosentasche hast und außerdem komm ich mit Formularen nicht klar. Ich hätte mich exmatrikulieren können und kann es wohl noch, aber ich glaub, ich will wirklich kein ALG II, dann lieber irgendeine andere, unkonventionelle Lösung.

    Ich wollte mich zuerst exmatrikulieren und ALG II beantragen, aber dann haben meine Familienmitglieder gemeint, dass man da mitunter 3 Monate drauf wartet und das oben genannte ausgeführt und gemeint, ich solle lieber noch immatrikuliert bleiben, weil das zeitlich eh nicht hinhaut mit dem Anspruch und weil das Schikane ist und weil die KK Beiträge niedrig bleiben und dass ich mir lieber einen Job suchen soll.

    Letztlich kannst du natürlich auch einen Studienkredit bei der KfW oder ähnlichem aufnehmen. Aber der ist natürlich verzinst...

    Wo wohnst du denn? Je nach Wohnort kann es sogar möglich sein, innerhalb einer Woche wenigstens einen Minijob aufzutreiben.
    Ich habe bereits einen Bildungskredit aufgenommen, der aber schon ausgelaufen ist und den ich in 1,5 Jahren oder auch früher, keine Ahnung, zurückzahlen muss. Bis dahin muss ich einen vernünftigen Job haben. Nun noch einen Kredit aufnehmen...ich weiß ja nicht.

    Achso das mit dem Job, da hab ich was vergessen zu erwähnen: Ich würde halt den erstbesten Job nehmen müssen, den der Markt hergibt und selbst dann weiß ich nicht, ob die mich nehmen - und dann würde ich mit diesem Geld soviel haben, dass ich die Miete für eine Wohnung aufbringen würde, aus der ich jetzt schon immer flüchte, weil die Nachbarn so dermaßen laut trampeln. Ich will da also sowieso raus und nicht einen besch...nen Job annehmen, um dann mein Geld für eine besch...ne Wohnung auszugeben. Ich mein, das macht einfach keinen Sinn für mich und frustriert mich nur und wenn ich frustriert bin, dann bin ich gleich wieder blockiert und handlungsunfähig und es laugt mich auch aus. Ich weiß nicht, ob das jmd. verstehen kann. Ich funktioniere einfach nicht ohne Sinnhaftigkeit.

    Ist ok, diese Lösung, zu meiner Mutter oder zu meinem Freund zu ziehen und von dort aus dann in Ruhe nach einem vernünftigen Job zu suchen, ich dachte nur, evtl. gäbe es irgendwo noch eine andere Lösung oder irgendeine finanzielle Unterstützung. Auf jeden Fall danke für die Tipps an euch, nun weiß ich schonmal ein paar Anlaufstellen.

    Aber...wenn ich meine Mutter und die ihren Laden nicht hätte oder wenn ich meinen Freund nicht hätte, dann wäre ich echt ziemlich aufgeschmissen...ist irgendwie nicht besonders gut geregelt, so scheint mir. Ich hoffe, du hast auch irgendwen, der dir helfen kann, mel.
    Geändert von Chamaeleon (23.05.2015 um 01:00 Uhr)

  7. #7
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    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: Kein Anspruch auf Nix, obwohl ich Nix besitze - was läuft da falsch?

    Um eine Einzelfallhilfe zu erhalten musst du zum sozialpsychiatrischen Dienst. Dort wirst du einem Psychiater vorgestellt, der anhand deiner Beschreibungen und der deiner Ärzte den Hilfebedarf feststellt. Ja..... eine Prävention ist das nicht, es ist eine Hilfe für Menschen die allein bestimmte Dinge nicht können. Eine Prävention kannst du auch bei deiner Krankenkasse erfragen, z.B. über eine Kur. Machst du denn eine Therapie? Auch die ist präventiv. Eine Einzelfallhilfe ist keine Beratung. Das ist praktische Hilfe in bestimmten Dingen.

    Eine Beratung in Sachen Finanzen wirst du wohl nur an deiner Uni erhalten. Eine Beratung in Sachen Gesundheit kann dein Arzt machen, oder die Krankenkasse, oder die Schwerbehindertenvertretung deines Wohnortes.

    Trotz Einzelfallhilfe kann ich aber sagen, das mich eine Therapie erst wirklich weiter gebracht hat. Da lernt man mit seinen Ressourcen umzugehen, und auch alltägliche Dinge.

  8. #8
    Wohnt hier

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    Forum-Beiträge: 1.439

    AW: Kein Anspruch auf Nix, obwohl ich Nix besitze - was läuft da falsch?

    Naja, finanzielle Hilfe gäbe es ja in Form von ALG II. Wie hoch dann der Krankenkassenbeitrag ist, kann dir ja egal sein, weil du dafür ja Geld bekommst. Bzgl. der Bearbeitungsdauer, das stimmt schon, das dauert seine Zeit. Aber auch da kann man wieder Anträge stellen, damit der Antrag schneller bearbeitet wird. Keine Ahnung, wie der Antrag dann heißt und welcher Paragraph das ist, aber das kann man googlen. Im zweifel per einstweiliger Anordnung.
    Bewerbungen muss man pro Monat sechs Stück schreiben. Das finde ich nicht zu viel, wenn man tatsächlich gewillt ist, sich Arbeit zu suchen.
    Das Vermögen muss auch nicht gerechtfertigt werden. Man darf nur die Freibeträge nicht überschreiten.

    Was sein kann, ist, dass sie dich gleich in irgendwelche Maßnahmen a la Bewerbungstraining stecken...

    Aber so, wie du deine momentane Situation beschreibst, ist es vielleicht dennoch eine gute Entscheidung, bei deiner Mutter unterzukommen. Damit du etwas runterkommen kannst. Bzgl. allgemeiner Lebensberatung hat Creatrice ja schon geschrieben. Mehr fällt mir da auch nicht ein.

    Viel Erfolg dir, und danke, ja, glücklicherweise habe ich auch Familie, die mich gerade unterstützt, einen Minijob und zum Juni eben "richtige" Arbeit... Ohne die Familie wäre ich auch gerade richtig aufgeschmissen. Da sehe ich es wie du: ist nicht gut geregelt. Jedenfalls nicht, wenn man nicht die Situation des klassischen Studenten hat. Irgendwie sind die Gestze nur darauf ausgelegt. Auch schon davor sowas, wie, dass man ab 30 Lebensjahr sich nicht mehr studentisch krankenversichern kann, ganz egal, ob man da noch in der Regelstudienzeit ist...

  9. #9
    Kennt sich hier aus

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    Forum-Beiträge: 828

    AW: Kein Anspruch auf Nix, obwohl ich Nix besitze - was läuft da falsch?

    creatrice schreibt:
    Um eine Einzelfallhilfe zu erhalten musst du zum sozialpsychiatrischen Dienst. Dort wirst du einem Psychiater vorgestellt, der anhand deiner Beschreibungen und der deiner Ärzte den Hilfebedarf feststellt. Ja..... eine Prävention ist das nicht, es ist eine Hilfe für Menschen die allein bestimmte Dinge nicht können. Eine Prävention kannst du auch bei deiner Krankenkasse erfragen, z.B. über eine Kur. Machst du denn eine Therapie? Auch die ist präventiv. Eine Einzelfallhilfe ist keine Beratung. Das ist praktische Hilfe in bestimmten Dingen.

    Eine Beratung in Sachen Finanzen wirst du wohl nur an deiner Uni erhalten. Eine Beratung in Sachen Gesundheit kann dein Arzt machen, oder die Krankenkasse, oder die Schwerbehindertenvertretung deines Wohnortes.

    Trotz Einzelfallhilfe kann ich aber sagen, das mich eine Therapie erst wirklich weiter gebracht hat. Da lernt man mit seinen Ressourcen umzugehen, und auch alltägliche Dinge.
    Ich hab das mal gegoogelt und es gibt wohl verschiedene Gebrauchsweisen des Wortes "Einzelfallhilfe". Mir schien, dass Kindern mit ADS wohl öfters mal so eine Hilfe zusteht...praktische Hilfe könnte ich sehr gut gebrauchen, weil ich gerade im Praktischen ziemliche Probleme habe. Naja, ob damit das gemeint ist, was ich meine...zumindest hab ich auch das hier gefunden, was sich für mich ziemlich gut anhört:

    http://www.engagiert-in-deutschland....l#!entity.2534

    https://www.ah-ta.de/ah-ta.php

    Therapie mach immer noch nicht. Es kommt einfach immer wieder irgendwas dazwischen. Aber ich werd mir eine To-Do-Liste machen und das kommt dann da drauf. Was für eine Therapie machst du? Verhaltenstherapie?

    Kann ich eine Kur machen, wenn ich kein Einkommen habe? Werde ich in der Zeit dann von der Kur-Einrichtung versorgt? Woran erkenne ich, dass ich eine Kur brauche?
    Geändert von Chamaeleon (23.05.2015 um 02:39 Uhr)

  10. #10
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 828

    AW: Kein Anspruch auf Nix, obwohl ich Nix besitze - was läuft da falsch?

    mel. schreibt:
    Naja, finanzielle Hilfe gäbe es ja in Form von ALG II. Wie hoch dann der Krankenkassenbeitrag ist, kann dir ja egal sein, weil du dafür ja Geld bekommst. Bzgl. der Bearbeitungsdauer, das stimmt schon, das dauert seine Zeit. Aber auch da kann man wieder Anträge stellen, damit der Antrag schneller bearbeitet wird. Keine Ahnung, wie der Antrag dann heißt und welcher Paragraph das ist, aber das kann man googlen. Im zweifel per einstweiliger Anordnung.
    Bewerbungen muss man pro Monat sechs Stück schreiben. Das finde ich nicht zu viel, wenn man tatsächlich gewillt ist, sich Arbeit zu suchen.
    Das Vermögen muss auch nicht gerechtfertigt werden. Man darf nur die Freibeträge nicht überschreiten.

    Was sein kann, ist, dass sie dich gleich in irgendwelche Maßnahmen a la Bewerbungstraining stecken...

    Aber so, wie du deine momentane Situation beschreibst, ist es vielleicht dennoch eine gute Entscheidung, bei deiner Mutter unterzukommen. Damit du etwas runterkommen kannst. Bzgl. allgemeiner Lebensberatung hat Creatrice ja schon geschrieben. Mehr fällt mir da auch nicht ein.

    Viel Erfolg dir, und danke, ja, glücklicherweise habe ich auch Familie, die mich gerade unterstützt, einen Minijob und zum Juni eben "richtige" Arbeit... Ohne die Familie wäre ich auch gerade richtig aufgeschmissen. Da sehe ich es wie du: ist nicht gut geregelt. Jedenfalls nicht, wenn man nicht die Situation des klassischen Studenten hat. Irgendwie sind die Gestze nur darauf ausgelegt. Auch schon davor sowas, wie, dass man ab 30 Lebensjahr sich nicht mehr studentisch krankenversichern kann, ganz egal, ob man da noch in der Regelstudienzeit ist...
    Ja, der KK-Beitrag wär tatsächlich egal, wenn ich ALG II bekäme. Aber irgendwie ist mir ALG II nicht ganz geheuer. Vielleicht bin ich da auch nur Vorurteilen erlegen. Ich krieg das aber auch nicht auf die Reihe, Antrag um Antrag zu stellen oder...einstweilige Anordnung...hört sich alles sehr kompliziert an. Ich verliere schnell den Überblick. Fühl mich da auch überfordert.
    Ich dachte, es wird individuell festgestellt, wieviele Bewerbungen man pro Monat schreiben muss. Ein Bekannter von mir meinte, er musste 3 Bewerbungen pro Woche schreiben. Naja, ist von mir auch naiv, irgendwelchen Aussagen von irgendwelchen Leuten zu glauben. Ich hätte mich da besser übers ALG II informieren müssen.

    Dir auch viel Erfolg und schön, dass du auch Unterstützung hast und auch bald richtige Arbeit.
    Ich habe mein gesamtes Studium nie den Fall des klassischen Studenten erfüllt, mir wurde immer wieder (von Dozenzen usw) gesagt, ich sei "ihr erster Fall".
    Das mit dem 30ten Lebensjahr ist mir genauso passiert, allerdings hat da ausnahmsweise mal wirklich ein Nachteilsausgleich stattgefunden: Die KK hat zuerst abgelehnt, mich weiterhin auf Studentenstatus zu belassen und wollte wissen, für welchen Zeitraum denn das ADS meine Leistungen beeinträchtigt hat, damit sie den Zeitraum bestimmen können, um den sich mein Studium verzögert hat. Mein Arzt hat mich dann selbst (!) einen Text schreiben lassen (den er unterschrieben hat), in dem ich erkläre, dass ADS über den gesamten Zeitraum des Studiums meine Leistungen beeinträchtigt hat, weil es seit Geburt besteht. Sie haben dann dementsprechend den Zeitraum des Studentenstatus um die gesamte Länge meines Studiums verlängert. Ich könnte noch bis 2017 weiterstudieren.

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