Hallo Zusammen,

ich weiß nicht, ob ich hier so richtig bin, (und ich komme in die Elterngruppe noch nicht rein), aber vielleicht weiß ja doch jemand Rat.

Ich habe ADHS, rezidivierende Depression, Essstörung, Schlafstörung und Posttraumatische Belastungsstörung (Diagnosen in der Reha bekommen)

Da ich mit meinem Sohn (7), der durch seine ADHS Erkrankung immer schwierig war, und mit meinen eigenen Problemen total überfordert war,
habe ich letztes Jahr im Februar einen Antrag auf "Hilfe zur Erziehung" gestellt. Wollte damit eine Familienhilfe haben, die uns unterstützt.
Damals war es eigentlich auch eine Krisensituation, da ich einen Nervenzusammenbruch hatte und mein Sohn wegen mehrfacher körperlicher Angriffe
gegen andere Kinder und gegen seine Erzieherinnen aus der Kita ausgeschlossen wurde.

Dennoch habe ich bis heute keinen Familienhelfer, obwohl sich von damals bis heute schon die Kita, der Psychologe meines Sohnes, die Schule und die Tagesgruppe
beim Jugendamt gemeldet hatten und um Unterstützung baten. Unser Jugendamt ist extrem Beratungsresistent.
Da sich mit meinem Antritt in die Reha die Situation in der Schule weiter verschlimmert hat, (Suspendierung für 2 Tage aus dem Unterricht) weil mein Sohn sich jetzt neben seiner Problematik noch um mich Sorgen macht, haben Schule, Tagesgruppe und Psychologe noch eine Einzelfallhilfe beim Jugendamt beantragt.
Diese soll sowohl in der Schule, als auch in der Tagesgruppe und zu Hause agieren, um alle Lebensbereiche abzudecken.

Eigentlich bräuchte ich noch, auch laut Einschätzung von Freunden und der Bezugstherapeutin der Reha, eine Hilfe für mich, und eine Haushaltshilfe, da ich das
alles seit fast drei Jahren immer weniger im Griff habe und vor allem im letzten Jahr mein Haushalt total untergegangen ist und ich es gar nicht mehr hinbekam.

Wie ich dann beim Gespräch mit dem Psychologen meines Sohnes und dem Klassenlehrer erfahren habe, hat das Jugendamt uns auch über ganz viele Sachen nicht informiert, .B. das Mitbestimmungsrecht beim Träger, oder dass bei einer Krisenintervention in 2 Wochen gehandelt werden muss. Was bei uns ja nach einem Jahr noch nicht passiert ist, obwohl sich da von außen ja recht viele eingeschaltet haben und ich auch den Jugendamtsleiter, dessen Stellvertretung, die stellvertretende Bürgermeisterin und den Bürgermeister angeschrieben habe.
Damit das Jugendamt nun reagieren muss, hat der Psychologe meines Sohnes nun eine Kindeswohlgefährdung laut §8a raus gegeben, in Absprache mit uns. Darin geht es darum, dass das Kindeswohl gefährdet ist, wenn das Jugendamt die Beantragten Hilfen nicht endlich gewährt. Wohl war mir dabei nicht, aber wenn es hilft, dass die endlich mal was machen... Denn lange schaffe ich das nicht mehr.

Wollte jetzt mal eure Erfahrungen dazu hören.
Was habt ihr für Erfahrungen mit dem Jugendamt gemacht? Auch so eine endlos lange Farce? Oder ging es bei euch besser und schneller?
Wie sind eure Erfahrungen mit Familienhilfen und Einzelfallbetreuern?
Habt ihr vielleicht einen Rat???