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Diskutiere im Thema Unsicher im Umgang mit ADHSler im Forum Angehörige von Erwachsenen mit ADS/ADHS
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #11
    Bin hier neu, seid lieb zu mir

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 8

    AW: Unsicher im Umgang mit ADHSler

    Hallo

    Kurz zu mir ich habe einen partner mit dem ich seid knapp 3 jahren durch höhen und tiefen gegangen.

    Ich kann dich gut verstehen
    Ich rate dir eines gehe in dich und denke für dich nach ob du es für dich schaffst und wenn du zum entschluss kommst ja dann rede offen mit ihm dsrüber und kämpfe wenn er dir zeigt das er dich liebt

  2. #12
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 9

    AW: Unsicher im Umgang mit ADHSler

    Hallo Black Rose88,

    vielen Dank für Deinen Beitrag.
    In den letzten Wochen habe ich für mich einen guten Weg gefunden.
    Ich lasse ihn gewähren und nehme mir selbst das Recht heraus, nicht ständig "verfügbar" zu sein.
    Am Anfang war es schwer für mich, mittlerweile tut es mir gut. Auch merke ich dass er sich um mich bemüht.
    Seine Krankheit ist nach wie vor kein Thema, über welches er (mit mir) spricht, wir schweigen es quasi tot.

    Ich habe gemerkt dass er ein grundgütiger und sehr herzlicher Mensch ist.
    Das macht es mir leichter, gewisse Verhaltensmuster (die ich oft nicht nachvollziehen kann) besser zu ertragen.
    Was nicht heißt, dass ich alles runterschlucke.

    Herzlich Zwuggel

  3. #13
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 5.704

    AW: Unsicher im Umgang mit ADHSler

    Dieses "Kämpfen-Ding" halte ich auch nicht unbedingt für richtig. Was kommt ggf für einen Menschen (und ich sage ausdrücklich nicht AD(H)Sler!) nach dem Kampf? Oft ist das Erreichte damit doch nicht mehr so wichtig ...

    Ausserdem wäre es eine Erwartung von dir - und es ist zweifelhaft mit einem offenbar so raumgreifendem Job, dass er die so erfüllt, wie du es dir erhoffst.


    Versuche vielleicht immer mal mit ihm zu reden, wenn ihr nicht gerade im Clinch liegt. UU geht es besser zB beim Spazieren gehen, falls er so was macht.
    Ansonsten:
    - kleine "Portionen"
    - nicht mehrere Sachen mischen
    - eher sagen, wie es auf dich wirkt / wie du dich dabei fühlst
    - positive Bestätigung benutzen und möglichst nicht abwerten
    - wenn sich die Sache zu sehr hochschaukelt, lieber vertagen und notfalls nicht nur aus der Situation, sondern auch aus dem Raum gehen
    - versuche dich daran zu erinnern, was du genau möchtest und wie das geschehen kann (Zuhören erreicht man zB nicht mit lautem (An)Schreien )
    - immer daran denken, das es ggf auch einfach "nur" deine Erwartungen sind - was gerade nicht klappt


    Letztlich hilft in jeder Beziehung, die längerfristig halten sollte nur Kommunikation. Aber manchmal muss man den Weg dazu auch erst finden ...

  4. #14
    Bin hier neu, seid lieb zu mir

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 8

    AW: Unsicher im Umgang mit ADHSler

    Hallöchen Zwuggel,

    dieses ständig Verfügbar sein ist immer so eine Sache. Mein Partner weiß wenn er mich braucht bin ich da aber wir verbringen auch getrennt von einander Zeit was uns beiden gut tut wenn jeder mal sein Ding machen kann. Und je mehr freuen wir uns dann auf das wiedersehen. Klar man genießt die gemeinsame Zeit sehr.

    Wir schweigen seine Krankheit nicht tot wor reden darüber aber es ist nicht hauptteil unseres Leben wenn er oder ich darüber reden wollen dann tun wir das.

    Das hier hilft mir auch in noch besser zu verstehen und dadurch das ich ihn besser verstehe geht es ihm auch besser da er es nicht verstecken muss wie in anderen Beziehungen da konnte er nicht so offen damit umgehen das er ADS hat und das er seine Macken hat.

    Ich habe für mich den weg gewählt das ich Ihm Freiraum lasse zur Enfaltung und er sagt mir und zeigt mir auch wenn er mich braucht und mich bei sich haben will das finden wir beide sehr wichtig.

    Aber reden ist egal ob ADS oder nicht wichtig denn ohne Reden hällt keine Beziehung das habe ich oft genug erfahren.

    Mein Partner ist das beste was mir im Leben passieren konnte denn eine Leben ohne ihn gibt es für mich nicht mehr und er sieht das andersrum auch nicht anders.

    Wir beginnen jetzt uns gemeinsam etwas aufzubauen sprich Wohnung und Familie aber alles langsam da Veränderungen nicht immer einfach sind.

    Bis Bald

    Eure Black Rose88

  5. #15
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 9

    AW: Unsicher im Umgang mit ADHSler

    Hallo,

    ich habe länger hier nichts mehr geschrieben.

    Eine Frage vorab, gibt es bei ADHS ein Medikament, welches die Nebenwirkung der starken Gewichtsabnahme hat und wie heißt es?
    Vielleicht kann mir da jemand weiterhelfen. Vielen Dank vorab.

    So, die letzten Wochen waren im Großen und Ganzen sehr harmonisch.
    Letzte Woche war er sehr neben der Spur, dies passiert immer dann, wenn etwas in seinem privaten Umfeld ihn belastet oder zu viele Termine anstehen.
    Beruflich ist er da sehr gefestigt.
    Wir haben auch über seine Krankheit gesprochen, was er so gut wie nie tut. Er nimmt aktuell keine Medikamente und ist auch nicht in Behandlung.
    Er ist der Meinung er kann das durch ständiges hören von Musik oder stundenlangem schauen von Serien / viel Sport selbst im Griff haben bzw. bekommen.
    Das kann ich natürlich nicht beantworten und ich würde es gut finden, wenn er sich in Behandlung begeben würde. Wenn er sich mal richtig einstellen lassen würde oder eine Gesprächstherapie besuchen würde. Er hat so viel schlechtes (bedingt durch seinen Job) gesehen dass ich es mir wirklich wünschen würde. Es ist für mich unbegreiflich wie er sich da selbst therapieren möchte. Selbst für einen Menschen ohne ADHS, wäre das wirklich eine Herausforderung.
    Er jammer immer dass ihm die Zeit davon läuft und der Tag so wenig Stunden hat für das was er alles tun möchte / muss.
    Klar, er verbringt ja auch unglaublich viel Freizeit vor seinem PC und ich denke er braucht das auch wirklich. Er flüchtet sich dann komplett in seine eigene Welt.
    Es fällt mir schwer, da die richtigen Worte zu finden und ihn darauf Aufmerksam zu machen da er da eine komplett andere Sichtweise der Dinge hat.

    Er sagte mir, dass er in Situationen wo viel auf ihn zukommt, einfach dicht macht und Panik bekommt jeden in seiner Umgebung zu verletzen.
    Daher macht er einfach gar nichts. Was am Ende dann natürlich auf Unverständnis stößt.
    Selbst ein Geburtstag (den er weder ausrichten muss, noch einen ganzen Tag in Anspruch nimmt) ist für ihn manchmal so, als ob er vor einem riesen Berg steht den es zu besteigen gilt. Das macht mich traurig und ich würde ihm da so gerne helfen.

    Einen schönen Sonntag für euch
    Zwuggel

  6. #16
    Iam


    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 58

    AW: Unsicher im Umgang mit ADHSler

    Hallo Zwuggel,

    Dir auch einen schönen Sonntag. Das Verhalten deines Partners kenne ich nur zu gut, von mir selbst. Ich kann das, ich schaff das, ich kriege das hin. Zum runterkommen zocken bis die Tastatur glüht, Panik vor Familienfeiern , aber das ganze vielleicht auch noch selbst organisieren. Nur nicht drüber reden, wie es mir geht. Lieber was für andere tun, bloß nicht nachdenken. Das ging so lange gut, bis mir in den Jahren 2011 und 2012, aufgrund verschiedener Ereignisse, der Boden unter den Füßen weggerissen wurde. (Ich hatte bis dahin auch noch keine Diagnose,die kam offiziell erst voriges Jahr) Mir war bis dahin auch nicht klar, wie anders ich die Welt wahrnehme, nur das ich irgendwie anders bin. Seit mein Mann und ich das wissen, wird uns vieles klarer und wir können darüber reden. Ich kann mir vorstellen, dass es umgekehrt etwas schwieriger sein könnte. Männer sollen da ja etwas anders sein. Was ich damit sagen will, es ist schwierig, zu erkennen, wann man Hilfe braucht, als Betroffener. Und nicht nur das, mir fällt es unglaublich schwer, um diese zu bitten. "Die anderen müßten doch sehen, wie beschissen es mirgeht" Es ist verdammt kompliziert, meistens weiß ich ja selbst nicht, was mich grad so kaputt macht. Das innere Chaos macht es mir momentan ziemlich schwer. Ich habe inzwischen allerdings eingesehen, dass ich für den Neustart erstmal medikamentöse Hilfe benötige. Die Hoffnung, die ich habe ist, mit den Medikamenten wieder aufnahmefähig genug zu werden, um meine, oder neue Strategien zu haben um wieder klar zu kommen, und später ohne die Medis klar zu kommen.
    Ich gestehen mir inzwischen ein, dass ich arge Schwierigkeiten habe, meine Grenzen zu erkennen und nicht ständig über diese zu gehen. Ich fürchte, dies könnte auch bei deinem Partner der Fall sein. Er merkt es schlicht und einfach gar nicht. Ihm ist es nicht mal ansatzweise klar, das er Raubbau an sich selbst betreibt. Wurde mir auch erst klar, als mein Körper sagte: "Stopp! Bis hierher und nicht weiter!" Ergebnis: Ich hänge jetzt daheim rum und bin erwerbsunfähig bekomme Rente und bin mit mir selbst ziemlich unzufrieden.

    Die Medikamente können keine Wunder vollbringen, aber sie können helfen, etwas besser mit dem "Normalen?" Leben, dass du und die anderen führen klar zu kommen.

    Ich wünsche euch beiden viel Kraft und Mut.

  7. #17
    N o r d f r a u

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 61
    Forum-Beiträge: 7.312

    AW: Unsicher im Umgang mit ADHSler

    Hallo Zwuggel,

    danke für deinen neuen Bericht.
    Ich antworte dir mal zu dem Medikament:
    Ein Medikament erster Wahl bei ADHS ist Methylphenidat,
    ein Psychostimulans, in der Öffentlichkeit bekannt unter dem
    Markennamen "Ritalin" von Novartis, aber es gibt auch andere Hersteller.

    Warum interessierst du dich für "Nebenwirkung starke Gewichtsabnahme"?
    Über Einzelheiten findest du wahrscheinlich Informationen im Netz (z. B.
    Zentrales ADHS Netzwerk, ADHS Deutschland e. V.

    Unbehandelte ADHS führt leider immer wieder mal zu Burnout, also, dass gar nichts mehr geht.

    Alles Gute
    Gretchen

    P.S. @Iam - magst du doch ein paar Absätze in deinen Text machen?

  8. #18
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 9

    AW: Unsicher im Umgang mit ADHSler

    Hallo Gretchen,

    vielen Dank für die Info bezüglich des Medikaments.
    Ich frage deshalb, weil er mir sagte dass er ein Medikament genommen hat und es wieder abgesetzt
    hat weil die Nebenwirkung eben der Gewichtsverlust war.
    Es war nicht der richtige Zeitpunkt weiter bei ihm zu bohren und daher habe ich die Frage hier gestellt.

    LG
    Zwuggel

  9. #19
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 9

    AW: Unsicher im Umgang mit ADHSler

    Hallo Iam,

    vielen Dank für deinen Bericht.
    Ich finde es toll, wie du mit deiner Erkrankung umgehst und wünsche dir für deinen weiteren Weg alles Gute.

    Du bringt es auf den Punkt, er erkennt nicht wenn er Hilfe braucht und selbst wenn er es erkennen würde, habe ich meine Zweifel
    ob er wirklich darum Bitten würde.
    Er ist "Everybodys Darling" immer gut drauf, hilfsbereit, sagte nie nein, extrem schnell Begeisterungsfähig, möchte nichts verpassen...
    wenn man ihn nur oberflächlich kennt, würde keiner auf die Diagnose ADHS kommen.
    Äußerlichkeiten sind sehr wichtig für ihn, er saugt jedes Kompliment auf wie ein nasser Schwamm.

    Gestern hat er sich den ganzen Tag über zuhause eingeigelt und mehr oder weniger non-stop Serien angeschaut.
    Auf der anderen Seite ist er aber total im Stress und kommt zu nichts.
    Am Anfang, als ich noch gar nichts über ADHS wusste, dachte ich das ist eine blöde Ausrede, er hat keine Lust mit mir etwas zu unternehmen, etc.
    aber er glaubt das wirklich!

    Mein Bauchgefühl sagt mir, dass dies alles eine tickende Zeitbombe ist.
    Selbst wenn er es unbedingt ohne Medikament schaffen möchte, wäre das mindeste eine begleitende Gesprächstherapie was ich mir
    für ihn wünschen würde.

    Einen schönen Tag
    Zwuggel

  10. #20
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 48

    AW: Unsicher im Umgang mit ADHSler

    Gestern hat er sich den ganzen Tag über zuhause eingeigelt und mehr oder weniger non-stop Serien angeschaut.
    Auf der anderen Seite ist er aber total im Stress und kommt zu nichts.
    Am Anfang, als ich noch gar nichts über ADHS wusste, dachte ich das ist eine blöde Ausrede, er hat keine Lust mit mir etwas zu unternehmen, etc.
    aber er glaubt das wirklich!

    Mein Bauchgefühl sagt mir, dass dies alles eine tickende Zeitbombe ist.
    Selbst wenn er es unbedingt ohne Medikament schaffen möchte, wäre das mindeste eine begleitende Gesprächstherapie was ich mir
    für ihn wünschen würde.
    Das kenn ich auch von mir. Wenn der Stress zu groß wird, dann verfall ich in eine sehr nihilistische Stimmung und mache komplett dicht. Sogar eine gewisse Lebensmüdigkeit kann bei mir dann durchkommen.
    Aber was ich sagen will: Wir Deutschen sind die Meister im Stress machen. Egal ob provat oder beruflich. Exportweltmeister und das beste Deutschand ever? Pustekuchen - das Land der Magengeschwüre und Alkoholiger...so seh ich das!
    Mein Psychologe hat mir zum Beipspiel geraten, ganz genau zu hinterfragen, ob bestimmter Stress notwendig ist und vlt. lieber mein Leben auf meine Bedürfnisse anzupassen als mit selbst an Bedürfnisse, die das Leben so wie ich es lebe an mich stellt - welche mich aber weder weiter bringen noch glücklich machen. Und mir hilft das sehr gut... ;-)

    Ansonsten noch meine Gedanken zu Beziehungen allgemein (hat nichts mit ADHS zu tun). Wir gehen in Beziehungen immer mit bestimmten Erwartungshaltungen. Werden diese nicht erfüllt, sind wir enttäuscht. Ware Liebe oder Freundschaft sollte jedoch ohne Erwartungshaltung und bedingungslos sein. Dies hast du ja bereits erkannt und dadurch läuft eure Beziehung harmonischer. (Ach ja mit ohne Erwartungshaltung mein ich nicht sich für den anderen aufzugeben oder rumschubsen zu lassen - sondern genau so, wie du deine Vorgehensweise beschrieben hast).

    Viel Grlück euch auf jeden Fall :-)

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