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Diskutiere im Thema Eine Angehörige im Forum Angehörige von Erwachsenen mit ADS/ADHS
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #1
    Neues vorgestelltes Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 3

    Eine Angehörige

    Hallo
    Ich bin seit 10 Jahren mit meinem Mann zusammen.
    Es gab immer Höhen und Tiefen.
    Er bekam als Kind die Diagnose ADHS wurde aber nie behandelt.
    Er weigerte sich und das ist auch heute noch so.



    Er hat mittlerweile mehrere Stellen verloren und in der Ehe und Familie haben wir große Probleme.

    Ich habe mich hier angemeldet um ihn besser zu verstehen und Möglichkeiten zur Hilfe zu finden.

    Besonders der Bereich ehe und Partnerschaft wäre wichtig für mich.

    Gruß MiSaJu

  2. #2
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 147

    AW: Eine Angehörige

    Herzlich willkommen.
    Warum lehnt er denn eine Behandlung ab? Wenn er bereits als Kind diagnostiziert wurde, kann es sein, dass ihm da die Eltern bereits gesagt haben, dass eine Behandlung Humbug ist?
    Wäre vielleicht ein Seminar über ADHS etwas für euch? Da könntet ihr zusammen hin gehen.

  3. #3
    Neues vorgestelltes Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 3

    AW: Eine Angehörige

    Nein auch seine Eltern waren und sind immer dafür.

    Meine Schwiegermutter war oft mit ihm bei Ärzten
    Aber er setzt sich dann dahin und sagt nichts.

    Er sagt das ist alles Humbug
    Er braucht keine Hilfe weil alle anderen Probleme haben nur er nicht.

    Ich mache mir große Sorgen um ihn aber weiß nicht wie ich helfen kann.

    Wir haben zwei Kinder ich weiß nicht Wielange ich das noch aushalte.

  4. #4
    N o r d f r a u

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 61
    Forum-Beiträge: 7.102

    AW: Eine Angehörige

    Hallo och schreibe dir, so bald ich Zeit habe.. die

  5. #5
    N o r d f r a u

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 61
    Forum-Beiträge: 7.102

    AW: Eine Angehörige

    Liebe MiSaJu,

    ich habe ja geschrieben, dass ich mich noch einmal melde.

    Ich finde es sehr schwierig, hier im Netz Ratschläge zu geben, es tauchen so viele Fragen auf, und ich möchte dich
    wirklich nicht löchern.

    Angesichts der Tatsache, dass ihr zwei Kinder habt und dein Mann, wie du schreibst, schon mehrere Stellen verloren hat,
    ist es wirklich ratsam, die Probleme anzugehen. Außer ihr verfügt über Vermögen, hat es ja auch wirtschaftliche Folgen,
    sollte dann noch eine Trennung dazu kommen, wird's noch mal schlimmer.

    Ich kann wenig aus deinen Zeilen herauslesen, aber könnte mir vorstellen, dass bei deinem Mann auch ein bisschen
    Depression mitschwingt. Wenn er wenigstens zu bewegen wäre, mit dir zusammen zu einem Hausarzt zu gehen.
    Wie ist denn die Versorgung von Patienten mit Erwachsenen-ADHS in eurer Nähe?

    Hast du schon mal geschaut, ob es bei Euch eine Selbsthilfegruppe gibt?
    Auch wenn es eine für Eltern ist, meistens wissen die auch Bescheid, wo Erwachsene Hilfe bekommen.

    Und der ADHS Deutschland bietet auch eine Telefonberatung an, da kann man sich sicher auch durchfragen
    zu einem Berater, der sich mit Erwachsenen-ADHS auskennt.

    Natürlich gibt es auch jede Menge Bücher, wenn du magst, schau mal in den Bücherthread, meist ist auch
    noch ein bisschen was dazu geschrieben.

    Ich wünsche dir viel Glück, dass sich etwas bei Euch bewegt, vielleicht kann ein Dritter - also nicht du oder
    deine Schwiegermama in zur Einsicht bringen.

    Alles Gute!
    Gretchen

  6. #6
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.071

    AW: Eine Angehörige

    MiSaJu schreibt:
    Meine Schwiegermutter war oft mit ihm bei Ärzten
    Aber er setzt sich dann dahin und sagt nichts.

    Er sagt das ist alles Humbug
    Er braucht keine Hilfe weil alle anderen Probleme haben nur er nicht.

    Ich mache mir große Sorgen um ihn aber weiß nicht wie ich helfen kann.

    Wir haben zwei Kinder ich weiß nicht Wielange ich das noch aushalte.
    Hallo Misaju,

    ist schon klar, wenn er sich nicht behandeln lässt, haben alle Anderen Probleme. Und wenn er selbst keine hat oder jedenfalls keine sieht, reicht die Motivation nicht aus, sich behandeln zu lassen.

    Natürlich kann man sich das auch so zurechtlegen. Er muss ja eine große Angst haben vor- ja was eigentlich? Vermutlich dass er seinen Standpunkt ändern muss, dass er die Wirkungen seiner Störung angucken muss. Verdrängen und verschieben ist erst einmal bequemer.

    Liegt der Ursprung vielleicht darin, dass die Eltern ihm viele Vorwürfe gemacht haben? Die Behandlung der ADHS wäre ja dann auch entlastend gewesen, aber er hätte sich darauf einlassen müssen. Wie alt war er denn? Ich denke es ist wichtig, mit ADHS-Diagnose und Behandlung nicht zu lange zu warten (das wäre eventuell auch ein wichtiger Hinweis für eure eigenen Kinder), denn in der Pubertät, wenn prinzipiell alles als unsinnig angesehen wird was die Eltern wollen, scheitert es oft an der mangelnden Kooperation.

    Ich muss zugeben, dass ich auch aus eher egoistischen Motiven zum Arzt gegangen bin damals. Ich wollte Chaos, Ablenkbarkeit und Flüchtigkeitsfehler im Beruf angehen. Mich behandeln lassen weil ich mit Frau und Kind sinnlos streite? Wer macht das denn, und außerdem habe ich das überhaupt nicht wahrgenommen (ich hielt mich für stets einfühlsam und geduldig ), bevor ich den Unterschied durch die medikamentöse Behandlung gesehen habe.

    Der Behandlungserfolg ist tatsächlich im Privatleben viel eindrucksvoller als im Beruf. Ich möchte darauf nicht mehr verzichten, und meine Frau erst recht nicht.

  7. #7
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 14

    AW: Eine Angehörige

    Hallo MiSaJu

    das was Du beschreibst kenne ich nur allzu gut. Bis auf das, dass wir (noch)keine Kinder haben.
    Ich muss zugeben, dass ich mich mit meinem Partner (Luftikuss, kann sich sehr schlecht konzentrieren, verliert eine Stelle nach der anderen und immer sind die andren Schuld...)
    in Esels Geduld üben muss. Er war früher in Behandlung, hat wohl auch Ritalin bekommen, er sagt er möchte jetzt keine Medikamente nehmen wegen den Nebenwirkungen.
    Kann ich auch verstehen.
    Ich habe gemerkt, dass ich bei Ihm mit Druck und Geschrei nicht wirklich weiterkommen.
    Am besten hilft wirklich hinsetzen und in Ruhe reden. Und dann bloß keine Vorwürfe an ihn, sonst kann man das gleich vergessen :-)
    Ich nehme an das hast Du versucht?
    Ich habe für mich entschieden, dass wenn es mit meinem Partner schlimmer werden sollte, was bis jetzt eher das Gegenteil ist, ich ihm auch eine Therapie vorschlagen werde.
    Wir haben hier eine sehr sehr gute Therapeutin und es gibt dort sogar Paar-Seminare.
    Als ich das mal angesprochen hatte war er natürlich nicht begeistert und hat sich sehr viel Mühe gegeben alles richtig zu machen (Schulden sind beseitigt, er hat gelernt sein Konto zu führen, aufzuräumen und all das) Auch wenn es manchmal schwer fällt.
    Ich kann Dir von meiner Seite aus auch noch folgenden Tipp geben:
    Kümmere dich um dich! Mach was worauf nur Du alleine Lust hast. Wellness, Massagen, Sport, tanzen etc...
    Das hilft mir ungemein in solchen Situationen.
    Und wenn es bei uns ganz heftig knallt, geht er oder ich mit dem Hund raus, das beruhigt auch immer etwas.
    Aber wirklich ganz wichtig ist: kümmere dich auch um dich selbst! Nur so kannst Du Kraft tanken.
    Ich denke das wir unsere Partner IMMER stützen müssen und wohl etwas mehr in die Beziehung investieren (nicht negativ gemeint)
    Aber dann gibt es ja auch sehr schöne Zeiten.
    Habt Ihr mal an einen Urlaub nur für euch beide gedacht?
    Ich weiß ja nicht wie alt eure Kinder sind, aber vielleicht können die 3-4 Tage zur Oma?
    Das wäre mal mein Beitrag dazu.
    Gib nicht auf, auch wenn es hart ist!
    Ich wünsche euch alles Gute und das es (in kleinen Schritten) bald wider gut ist!

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