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Diskutiere im Thema Massive Beziehungsprobleme im Forum Angehörige von Erwachsenen mit ADS/ADHS
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #41
    zümrüt

    Gast

    AW: Massive Beziehungsprobleme

    hallo Nadine
    Und habt ihr mittlerweile schon einen Termin?
    berichte hin und wieder-schau hier immer wieder rein
    stell dich mal vor

  2. #42
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 40

    AW: Massive Beziehungsprobleme

    Hallo Zümrüt

    Ja, mach' ich gerne. Ich bin sehr positiv überrascht, was das Forum angeht (das ist nicht speziell auf dieses Forum bezogen, sondern allgemein auf Internetforen, da ich sonst eigentlich keine "Forenschreiberin" bin und das auch nie zuvor getan habe). Ich finde es toll, wie viele mir auch gleich geantwortet und sich Gedanken über mein Problem gemacht haben... danke nochmal für deine vielen Denkanstösse, ich fand das für mich wirklich sehr hilfreich.

    Termin haben wir noch keinen vereinbart, werden das aber wohl in den nächsten Tagen machen (haben zur Zeit beide viel zu tun).

    Ich bin froh, dass meine Frau bereit ist, das mal abklären zu lassen - auch, wenn ich im Moment nicht sagen kann, ob es für uns viel bringen wird, wir haben im Augenblick eine ziemliche Krise und ich weiß nicht genau, wie es weitergehen wird, ich gehe gerade ziemlich auf Abstand.

    Ich halte dich auf dem Laufenden.

    Liebe Grüße, Nadine

  3. #43
    zümrüt

    Gast

    AW: Massive Beziehungsprobleme

    Hallo Nadine
    meistens dauert bis zum ersten Termin.Damit ihr euch nicht ewig zeitlässt.
    Ich bin auch eher leserin als schreiberin,wobei ich schreiben einfach lässtig empfinde
    Das ist gut das es dir geholfen hat.Verlass uns nicht.
    Abstand halten ist eine gute Entscheidung,gerade wenn es um das Emotionale geht,wenn du das für dich selber schaffen solltest denke ich das sowieso einiger eurer probleme wegfallen werden.Werde sicherer im Umgang mit deinen Gefühlen und ängsten.
    Ich glaube das durch die medi eine bessere selbst reflektion hat und man auch gesprächsbereiter wird.Könnte mir vorstellen,solltet ihr die Krise überstehen-das alles sich zum guten Wenden kann.Nimm dir nicht selbst die Hoffnung.
    Liebe grüsse Zümrüt

  4. #44
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 50
    Forum-Beiträge: 165

    AW: Massive Beziehungsprobleme

    Liebe Nadine,

    gelingende Kommunikation ist ein Wunder.

    Gibt es gelingende Kommunikation in einer Paarbeziehung mit ADHS? Womöglich wenn es auch noch um GEFÜHLE geht?

    Deine Schilderungen zeigen deutlich, wie komplex Eure Schwierigkeiten sind. Ein dickes Wollknäul, bei dem man nicht weiß, wo man mit dem Auflösen anfangen soll.

    Vielleicht legst Du das Wollknäul erst mal beiseite und besorgst Dir neues Material?
    Zum Beispiel Infomationen von Deiner Frau darüber, was ihr bei Eurer Kommunikation gefällt und ihr dabei hilft, Informationen aufzunehmen und zu verarbeiten und ihre eigenen Bedürfnisse zu formulieren.

    Wenn die Liste fertig ist und Ihr noch Lust dazu habt, könntet Ihr auch noch eine Liste der "ekligen" Kommunikation machen. Was erschwert Deiner Frau das Zuhören und macht es ihr unmöglich, weiter zu reden.

    Dabei nicht vergessen: einen Großteil der Informationen transportieren wir über Mimik, Gestik, Stimme (Tonfall, Lautstärke) und Körperhaltung! - Worte werden vollkommen überschätzt!

    Liebe Grüße von Muriel

    Geduld ist das Schwerste und das Einzige, was zu lernen sich lohnt.
    H. Hesse

  5. #45
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 40

    AW: Massive Beziehungsprobleme

    Hallo Zümrüt,

    jetzt finde ich doch mal wieder die Zeit, dir kurz zu schreiben...
    Wir haben im Moment nur so wahnsinnig viel zu tun (Wohnung einrichten, etc.), auch an der Uni ist ziemlich viel los...

    Wie geht es dir?

    Wollte dich kurz über den Stand der Dinge informieren: Meine Frau macht sich in den nächsten Tagen einen Termin aus - das Problem für mich ist, dass es Monate dauert, bis man einen bekommt. Ich weiß nicht, ob ich die Situation noch so lange aushalte und dann ist es ja nicht einmal sicher, dass sie ADS hat. Gut, man kann es schon annehmen, aber was, wenn nicht? Dann geht der Spuk von vorne los...

    Vergangenes Wochenende hat sie einen Ausraster der allerärgsten Sorte hingelegt, hat mit dem Kopf gegen die Wand geschlagen, etc. Sie reagiert oft so auf Überforderung, hinzu kommt, dass sie sich meines Erachtens recht "schnell" überfordert fühlt, aber das ist natürlich nur meine subjektive Wahrnehmung.

    In letzter Zeit passiert es immer häufiger, dass sie, wenn sie "sprachlich ansteht", auf eine Art und Weise reagiert, die mir das Gefühl gibt, es mit einem Kind in der Trotzphase zu tun zu haben, z.B. mit dem Fuß aufstapfen, "unangemessen" losheulen (sie weint überhaupt sehr viel und schnell), etc. Aber artikulieren kann sie sich nach wie vor nicht!

    Gibt es deines Wissens eine Möglichkeit, z.B. Medikinet früher (z.B.) vom Hausarzt verschrieben zu bekommen (wir wollen keinen Psychiater aufsuchen, abgesehen vom Charite)? Noch ein paar Monate halte ich so einen Zirkus nicht mehr aus und ich glaube, sie auch nicht...

    Liebe Grüße,
    Nadine

  6. #46
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 40

    AW: Massive Beziehungsprobleme

    Hallo Attamatajosa,

    jetzt komme ich endlich mal dazu, dir zu antworten...

    Das klingt echt alles sehr heftig, was du über deine erste Freundin, bzw. über eure Beziehung schreibst und trotzdem kann ich mir lebhaft vorstellen, wie das gelaufen ist... so etwas in der Art hatte ich schon zweimal - das macht einen schon nachdenklich, aber ich glaube, dass man seine Muster und (Beziehungs)systeme immer wieder und wieder gnadenlos wiederholt, bis man sie durchbricht.

    In Wahrheit ist es ja so, dass eine derartige Dynamik, bzw. Rollenverteilung sich schon sehr früh (man kann fast sagen am Anfang einer Beziehung) herauskristallisiert, nur verdrängt man da noch sehr gerne, obwohl man eigentlich das Weite suchen sollte, denn meistens wird es mit der Zeit nicht besser, sondern schlimmer.

    Die Erwartungshaltung sinkt, während die Ansprüche steigen, man verstrickt sich immer mehr und dann kommt es irgendwann zu einem Knall - laut oder leise spielt dabei keine Rolle.

    Dann bleibt man mit einem riesigen Fragezeichen im Kopf zurück, obwohl eigentlich von Anfang an alles vorprogrammiert war. Das Problem ist meistens nicht, dass man die Dinge nicht sieht, sondern, dass man sie nicht sehen will.

    Wenn du jetzt - im Nachhinein - ehrlich zu dir bist, dann war doch auch dir damals ziemlich schnell klar, wie die Beziehung enden wird, oder? Nicht nur, dass sie Schluss macht, sondern auch, wie sie es tut.
    Von jemandem, der sich wirklich die ganze Zeit über passiv verhält, kann man doch realistischerweise nicht erwarten, es dann gerade in einer Situation, die für fast jeden schwierig ist, anders zu machen (wer macht schon gerne Schluss?), Verantwortung zu übernehmen, Konsequenzen zu ziehen / zu tragen, sich zu "rechtfertigen", etc.

    Aber ich glaube, an der hast du nichts verloren (so blöd das jetzt klingt) und du bist ja mittlerweile auch schon darüber hinweg. Interessant finde ich nur, dass sie in regelmäßigen Abständen immer wieder in deinem Leben aufgetaucht ist und sich scheinbar kein bisschen weiterentwickelt hat... so oder so, denn selbst, wenn sie nicht mit dir Kaffee trinken gehen wollte, verstehe ich nicht, warum man das nicht einfach sagt. Erkennst du die Parallelen zwischen ihrer Art sich zu "trennen" und den Kartoffeln?

    Wie auch immer, ich nehme an, dass ihre "Beziehungen" (falls man das so nennen kann), die sie nach dir hatte, nicht anders verlaufen sind (deshalb musst du deine "Nachfolger" bestimmt nicht "beneiden").

    Mich erinnert diese Geschichte übrigens auch sehr an meine erste Freundin (teilweise tendenziell leider auch an meine Frau, aber nicht so extrem). Meine erste Freundin und ich kannten uns etwa 10 Jahre, waren 8 davon befreundet und 4 zusammen, wir haben uns in der Schule kennengelernt und waren, als wir zusammengekommen sind, beide etwa 17 Jahre alt.

    Wir hatten eine sehr intensive Zeit miteinander, aber es hat sich nach kurzer Zeit gezeigt, dass eigenlich immer alle Entscheidungen von mir ausgingen, sie eben alles mitgemacht hat, scheinbar keine eigene Meinung hatte, etc. Eines Tages hatten wir Streit und als wir uns verabschiedeten, sagte ich ihr, sie solle mal nachdenken. Sie ging - und ich habe sie nie wieder gesehen, sie hat sich nicht mehr gemeldet, war nicht erreichbar, wie vom Erdboden verschluckt. Ihre Eltern und ihre Schwester sagten mir damals, dass unsere Beziehung vorbei ist und in diesem Moment erinnerte ích mich daran, dass ich mit so etwas eigentlich schon seit Jahren gerechnet hatte.

    Was danach so schmerzt, ist glaube ich nicht einmal der Verlust, sondern mit dem Gefühl, unnötige Zeit und Energie verschwendet zu haben, zurückzubleiben - und die lange ersehnten Erklärungen bleiben aus. Wenn man doch nur manchmal bereit dazu wäre, die Menschen so zu sehen wie sie sind - und nicht so, wie man sie haben will.

    In diesem Sinne wünsche ich dir alles Gute!

    Gruß, Nadine

  7. #47
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 248

    AW: Massive Beziehungsprobleme

    Wenn man doch nur manchmal bereit dazu wäre, die Menschen so zu sehen wie sie sind - und nicht so, wie man sie haben will.

    Tja das Problem ist das Gegenstück:
    Wenn man doch nur nicht verwechseln würde wie man ist damit wie man gerne wäre


    lg attamattajosa( huch die dicke schrift geht nicht weg)


  8. #48
    zümrüt

    Gast

    AW: Massive Beziehungsprobleme

    hallo Nadine,schön dich zu lesen
    Vergangenes Wochenende hat sie einen Ausraster der allerärgsten Sorte hingelegt, hat mit dem Kopf gegen die Wand geschlagen, etc. Sie reagiert oft so auf Überforderung, hinzu kommt, dass sie sich meines Erachtens recht "schnell" überfordert fühlt, aber das ist natürlich nur meine subjektive Wahrnehmung.
    das überfordert mich auch.
    ich habe das aber von männern gehört die das machen um ihre Partnerin unter druck zu setzen-gewöhnlich bei unreifen und labilen persönlichkeiten,die nicht zuschlagen und sich eher selbst verletzen.Mit Selbstmord drohen.Bei Frauen kenne ich nicht solch eine aktion(das mit dem kopf an die Wand meine ich)
    ohh herjemine,ich glaube das mit dem reden kannst du dir abschminken.hmmm aber du liebst sie.
    nimm es mal mit ner kamera auf-und spiel es ihr ab,könnte sein das ihr das hilft wenn sie sich selber mal von aussen betrachtet.
    In letzter Zeit passiert es immer häufiger, dass sie, wenn sie "sprachlich ansteht", auf eine Art und Weise reagiert, die mir das Gefühl gibt, es mit einem Kind in der Trotzphase zu tun zu haben, z.B. mit dem Fuß aufstapfen, "unangemessen" losheulen (sie weint überhaupt sehr viel und schnell), etc. Aber artikulieren kann sie sich nach wie vor nicht!
    na die Reaktion ist eher typisch für eine Frau.
    Ich muss ehrlich sagen da läuft was schief,sie muss ein anderes problem haben,was sie nicht erzählt.Seit wann ist es denn so?Ich meine wenn es von anfang an wäre,hättest du dich dadrann gewöhnt oder?
    Gibt es deines Wissens eine Möglichkeit, z.B. Medikinet früher (z.B.) vom Hausarzt verschrieben zu bekommen (wir wollen keinen Psychiater aufsuchen, abgesehen vom Charite)? Noch ein paar Monate halte ich so einen Zirkus nicht mehr aus und ich glaube, sie auch nicht...
    Ich bin nicht aus Berlin-kenne da niemanden und auch keinen arzt.Ich glaube auch nicht das es ein allgemein mediziner einfach so mal verschreibt,da es ein BTM rezept ist.
    Arbeitest du an der Uni oder studierst du?
    Ich weiss das viele studenten daran ohne grosse probleme kommen,hör dich mal rum.
    Aber ehrlich gesagt wenn nicht psychiater dann wenigsten ein psychologe
    Ich meine es ist jetzt kein gängiges Verhalten was du mir schilderst.Oder vielleicht ist es mir bis jetzt verwehrt geblieben.Ich kenne einige psychospiele aber das gehört nicht dazu.
    aber ich glaube, dass man seine Muster und (Beziehungs)systeme immer wieder und wieder gnadenlos wiederholt, bis man sie durchbricht.
    da kann ich dir zustimmen.Durchbrochen habe ich es nicht-aber angeknackst,jetzt reagiere ich schneller.
    Wobei ich liebe ja nicht mehr,sondern es bleibt beim mögen,dann geht alles besser.........

  9. #49
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 40

    AW: Massive Beziehungsprobleme

    Tja das Problem ist das Gegenstück:
    Wenn man doch nur nicht verwechseln würde wie man ist damit wie man gerne wäre


    Damit hast du absolut Recht!

    LG, Nadine

  10. #50
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 40

    AW: Massive Beziehungsprobleme

    Hallo Zümrüt und danke für deine Antwort!

    Sie ist eigentlich schon immer ansatzweise so gewesen, laut ihren Erzählungen schon vor unserer Zeit. Daran "gewöhnen" will ich mich nicht, ich habe am Anfang eher noch darauf gehofft, dass es besser wird - hinzu kommt allerdings, dass es jetzt schlimmer ist, als früher, was meiner Meinung nach einerseits daran liegt, dass sie sich nun aktiv mit dem Gedanken, höchstwahrscheinlich ADS zu haben, auseinandersetzt und damit nicht so gut zurechtkommt, andererseits ist es auch umständebedingt, aber ich möchte diesbezüglich in einem Internet-Forum nicht so ins Detail gehen.

    Wie auch immer, ich finde dieses Verhalten ist keine angemessene Reaktion einer erwachsenen Frau.

    Übrigens habe ich ihre "hysterischen" Anfälle schon mal mit einer Handykamera aufgenommen und ihr gezeigt (sie war entsetzt, hat aber nichts geändert), aber ehrlichgesagt komme ich mir dabei selber blöd vor...

    Eine Frage: Was ist ein BTM Rezept und woher weißt du, dass man als Studentin an so etwas rankommt? Ist das nicht illegal, das einfach von jemandem zu "kaufen" (Drogendealerei???) bzw. gefährlich, ihr ein nicht verschriebenes Medikament zu geben? Ich weiß ja nicht einmal, wie viel sie davon nehmen müsste, bzw. wie oft und was ist, wenn sie gar kein ADS hat und etwas ganz anderes bräuchte?

    Soviel ich weiß, ist es riskant, Psychopharmaka selbst zu "verordnen"...

    Das Problem ist, dass ich gehört und gelesen habe, dass sich die wenigsten PsychiaterInnen mit AD(H)S im Erwachsenenalter auskennen, aus diesem Grund halte ich es nicht für sinnvoll, jetzt eine Fachärztin aufzusuchen, aber wie gesagt, auf einen Termin im Charite wartet man Monate und das ist einfach zu lange.

    Ein stationärer Aufenthalt kommt auch nicht in Frage. Ich habe selbst auch Psychologie studiert und weiß leider, wie viele inkompetente "Fachleute" so herumlaufen...

    Noch eine Frage: Was meinst du damit, dass "du nicht mehr liebst, sondern nur noch magst"?

    Viele Grüße,
    Nadine

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