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Diskutiere im Thema Mit 26 Jahren noch bei Mama im Forum Angehörige von Erwachsenen mit ADS/ADHS
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #11
    mar


    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Alter: 60
    Forum-Beiträge: 14

    AW: Mit 26 Jahren noch bei Mama

    Ich sehe es ganz genau so.

    Nachdem wir erfuhren dass er das Jahr noch mal machen muss wollte ich dass er abbricht und versucht in seinen alten Beruf zurück zu gehen, denn dann hätte er ja auch endlich aussziehen können (entweder durch Verdienst öim Job, oder Hartz 4).

    Leider stoss mein Vorschlag auf keinerlei Gegenliebe, weder von ihm, noch meinem Mann noch meine Mutter. Er muss es sogar in der Schule erwähnt haben, so dass mich seine Klassenlehrerin anrief und meinte er müsste unbedingt wiederholen, da sie der Meinung sei der Beruf wäre das Richtige für ihn.

    Mein Sohn ist ein sehr liebenswerter Mensch. Alle Leute die ihn kennen sind von seinem
    Charme beeindruckt.

    Aber was nützt es alles, wenn er es sonst nicht geraffelt bekommt. Er ist jetzt schon seit Freitag Mittag weg. -nicht erreichbar -Morgen früh müsste er eigentlich um 5.30 Uhr aufstehen um zum Blockunterricht zu fahren.

    Auch wenn ich mir tausendmal sage -denke nicht daran - es geht irgendwie nicht.
    Liebe grüße mar

  2. #12
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 99

    AW: Mit 26 Jahren noch bei Mama

    Ich kann dich so gut verstehen.
    Ich bekomme auch keine Unterstützung von Mann und Schwiegermutter.
    Seit mein Sohn woanders lebt hat sich alles entspannt.
    Als er neulich bei uns war , konnte er seine Geldbörse nicht finden, ich war arbeiten. Als ich wieder kam waren mein Mann und meine Schwiegermutter mit den Nerven fertig. Die Wohnung stand Kopf. Er hatte auch dort gesucht wo Die Börse nicht sein konnte, hat sogar Matratzen aus den Betten gerissen. Als ich kam sagte ich, manchmal hilft es wenn man aufhört zu suchen. 60 Sekunden später fand er die Börse in der Jeans , die er unter das Bügelbrett geworfen hatte.
    Ich hatte kein Mitleid mit Mann und Oma.
    Oma hibbelt immer hinter ihm her und geht davon noch kaputt.
    Ich sage immer, wenn er alleine ist, kannst du ihm auch nicht helfen. Also umdrehen und Tür zu.
    Ich werde dann sehr bestimmend. RUHE IM BAU! HINSETZEN UND PLAn B RAUS HOLEN: OMA HÄLT DEN MUND UND PAPA GEHT SPAZIEREN. Und..... Wunder geschehn!

    Leider mußte ich beim aufräumen helfen.

    Wenn die Lehrerin sagt, dass Altenpflege das richtige für ihn ist, hat sie sicher recht.

    Du mußt dir sagen: Mein Sohn macht die Ausbildung, nicht ich. Ich kümmere mich nicht darum. Wenn er rausfliegt, dann auch hier.
    Ich habe immer viel gemeckert und auf den Sohn eingeredte. Ich dachte immer ich müßte ihm alles beibringen
    Heute weiß ich, dass das gar nicht geht.
    Laß den Jungen laufen.

    Du kannst nur darauf bestehen, dass eure Räume für ihn tabu sind.
    "Kein Chaos in meiner Küche!" z.B.
    Mein Sohn war drei Tage da. Abends bestand ich darauf dass er gebrauchtes Geschirr, seine Handtücher Klamotten und Schuhe einsammelte. Er hat es gemacht.
    Ich habe auch keine Lust dauernd zu meckern, wenn er da ist.

    Als er weg fuhr habe ich Oma verbannt (das ist viel zu aufregend für dich)
    Er hat nichts vergessen und ist pünktlich los gekommen.

    Ich sag ja,es geschehen Wunder.

  3. #13
    mar


    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Alter: 60
    Forum-Beiträge: 14

    AW: Mit 26 Jahren noch bei Mama

    Es ist enorm wieviele Dinge sich bei uns ähneln.

    Letzte Nacht hörte ich meinen Sohn gegen 0.30 Uhr wie er bei meiner Mutter die Treppe hochschlich, ich war sehr erstaunt wie leise er doch sein kann, wenn er nur will, im Normalfall wird dabei das ganze Haus wach.

    Mein Mann sagte Heute zu mir "wenn Du willst dass er geht, dann muss er eben gehen".
    Toller Satz, man bekommt sofort das schlechte Gewissen.

    Meine Mutter verwöhnte natürlich ihren Enkel mit einem Frühstück, er erhielt selbstverständlich auch seine, wie sie meinte benötigte Standpauke. Er war war ja so einsichtig wie sie mir später dann berichtete.

    Aber vom Auszug will sie nichts wissen, schließlich wohnt er doch bei ihr. Weil er ja so müffelte (nach ca. 60 Std. in den gleichen Sachen) zog sie auch gleich sein Bett ab, hat es geswaschen, gebügelt und eben wieder aufgezogen. Mir fehlten dazu nur die Worte.

    Wenn er nachher nach Hause kommt werde ich ihm mit aller Deutlichkeit klarmachen, dass ER zum nächsten 1. auszieht. Er soll sich sofort um eine Wohnung bemühen. Wir könnten, wenn er möchte, ihm dabei behilflich sein. Wir würden ihn auch in einem gewissen Rahmen bei der Finanzierung der Wohnung unterstützen.

    Drück mir die Daumen dass ich das alles nachher in einem ruhigen sachlichen Tonfall hinbekommen werde und nicht gleich wieder aufbrause.

    Liebe Grüße Mar
    Geändert von mar (16.08.2010 um 17:04 Uhr)

  4. #14
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 99

    AW: Mit 26 Jahren noch bei Mama

    Ich hoffe dass du es geschafft hast. Oder steht es dir noch bevor?
    Er macht dich und deinen Mann kaputt.
    Wenn euer Sohn seine Eltern behalten will muß er gehen. Komischer Gegensatz.
    Die Oma wird es auch noch schaffen.
    Früher gingen die Jungs doch mit 14 aus dem Haus. Sie muß ihm auch was zutraun.
    Ich kenne eine Alte Dame, deren einzige Tochter lebt in Amerika, klar vermißt sie die.
    Aber sie hat sich immer gesagt, die Jugend muß raus, die muß was erleben, die Welt sehen.
    Dein Soh ist doch recht selbstständig, wenn er drei Tage alleine zuecht kommt. Der schafft das.

  5. #15
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 31

    AW: Mit 26 Jahren noch bei Mama

    Hallo,ich war auch noch mit 26 Jahren bei meinen Eltern,halte zu deinem Sohn,unbedingt,er braucht Halt,sonst stürzt er ab,so schwer es auch ist,bloß nicht ihn fallen lassen,seine Medis muß er nehmen,sonst is Chaos,ich nehme sie auch,bin vernünftig mit 44,ich kenne ADS im EFF EFF,

  6. #16
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 99

    AW: Mit 26 Jahren noch bei Mama

    Dass der Sohn von mar sein eigenes leben leben soll heißt doch nicht, dass sie ihn fallen läßt!
    Es ist so wie mar es erzählt und so wie ich es erlebt habe kein zusammen leben möglich.
    Mit etwas Abstand kann man sich viel entspannter wieder näher kommen.
    Wir lieben unseren Sohn sehr, und sind inzwischen richtig stolz auf ihn. Er kann uns seine Mißgeschicke erzählen und Rat holen. Wir sind immer für ihn da , auch mit Geld, wenn es sein muß. Aber das tun andere Eltern von Kindern ohne ADSH doch auch.

  7. #17
    Wills wissen ;-)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 45
    Forum-Beiträge: 1.122

    Lächeln AW: Mit 26 Jahren noch bei Mama

    Also meine Eltern hatten es mit mir auch nicht so einfach. Meine Schule nach der 8. Klasse geschmissen (ging in der DDR), danach die erste Ausbildung während der Prüfungen geschmissen, mal hier und mal da gejobt. Dann erst durch die Mutter eines ehemaligen Klassenkameradens die bei der Berufsberatung in meiner Heimatstadt gearbeitet hat, mich um eine andere Ausbildung bemüht (bin Ihr heute noch sehr dankbar).
    Habe es aber auch nie lange in den Stellen als Hauswirtschafterin ausgehalten, jetzt weiss ich ja warum es passt nicht zu meiner ADHS ich muss Strukturen vorgeben was ich nicht kann, naja. Aber da ich jetzt weiss wo meine Stärken liegen hoffe ich das ich meiner Begabung folgen kann.
    Habe viel Jahre und vor allem viel Ärger gehabt um zu erkennen wo Sie liegen, hoffe für Euch und Euren Sohn das ihr als Familie eine Lösung findet.
    Aber erst mal würde ich Ihn wirklich seinen Weg gehen lassen, da wir meisstens erst unseren weg erkennen, wenn wir in das Loch fallen um Aufzuwachen.
    Seit einfach da um ihm rauszuhelfen.

    Es gibt eine alte Geschichte in der wird von einem Sohn berichtet, der sich sein Erbe zu Lebzeiten des Vaters hat auszahlen hat lassen. Das hat er natürlich durchgebracht und war daher ganz unten angekommen erst da bemerkte Er wie gut es Ihm im hause seines Vater´s ergangen war und wollte als einfacher Knecht bei seinem Vater dienen.
    Was Er nicht wußte, der Vater wartete von dem Tage seines Wegganges an das sein Sohn zurückkehren würde und schaute nach ihm aus.
    Als der Vater seinen Sohn kommen sah lief Er Ihm sehr schnell entgegen umarmte und küßte Ihn obwohl er wohl wie ein Penner gestunken haben musste, liess Ihm neue kleider, Schuhe und seinen Siegelring anziehen und nahm Ihn wieder so auf wie es vorher gewesen war. Sein anderer Sohn konnte dies nicht verstehen und sagte nur dazu, was habe ich nicht alles für Dich getan, habe ich nicht mitgearbeitet, nie habe ich mir ein Lamm geschlachtet.
    Er bringt das Erbe durch und Du lässt Ihm zu Ehren ein Fest los und schlachtest Tiere um zu feiern. Der Vater aber meinte zu seinem Erstgeborenen, dieser Sohn den ich glaubte verloren zu haben, ist doch wiedergekommen und war Tod und Lebt jetzt wieder.
    Du bist wirklich immer hier bei mir geblieben,deshalb alles was Mein ist ist auch Dein. (Nachweis Die Bibel Lukas 15, 11 - 32)

    Ich denke so sollten Eltern mit Ihren Kindern umgehen, seIbst wenn die Kinder der Meinung sind Iren Weg gehen zu müssen, Sie gehen zu lassen, aber da zu sein wenn Sie wieder kommen um Sie in den Arm zu nehmen, wenn SIe einsehen das es doch besser gewesen wäre diesen Lernprozess doch nicht zu benötigen.


    Will hier niemanden zutexten, es war mir aber wichtig, den auch wenn mein Vater es nie so gesehen hatte, meine Mutter war immer mit offenen Armen dagestanden und ich konnte kommen. Und das war gut für mich zu wissen meine Mutter liebt mich so wie ich bin.

    mar schreibt:
    Dein letzter Satz spricht mir aus der Seele. Wie oft habe ich gesagt es wäre besser wenn er mindestens 100 km von zu Hause weg arbeiten würde.

    Das mit dem Hallenbad wurde schon alles von ihm versucht (Thermalbad). Aber seine
    Krankheit stand ihm einfach im Wege.

    Den Pflegehelfer haben wir ihm auch schon vorgeschlagen, lehnt er jedoch ab, ER will eine richtige Ausbildung. Ich bin mir aber nicht sicher ob das auch was wird. (Kein Blick in die Bücher im letzten Jahr nicht und jetzt auch nicht).

    Personalzimmer gibt es dort im Heim nicht. Sein ehem. Klassenkamerad hatte hier bei uns im Ort ein Zimmer(WG), von seinem Vermieter weiß ich die Zimmerpreise, die Preise für die Wohnung habe ich aus der Tageszeitung.

    Mein Sohn bemüht sich leider überhaupt nicht um ein Zimmer oder eine Wohnung, ich kann das doch nicht auch noch für ihn machen.

    Wenn ich mal was günstiges gefunden habe, hat er immer etwas rum zu meckern, er schaut es sich noch nicht einmal an, sondern lehnt es gleich ab.

    Es tut richtig gut mal mit Leuten sich auszutauschen, die wissen wovon ich schreibe. Danke .

    Liebe Grüße Mar
    Nur das Du weisst, ich fühle mit Dir und wenn Du mal eine Schulter zu ausweinen benötigst bin ich gerne dafür da. Henrike

  8. #18
    mar


    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Alter: 60
    Forum-Beiträge: 14

    AW: Mit 26 Jahren noch bei Mama

    Hallo ihr Lieben, ich danke Euch allen für eure tollen Texte. Sie helfen mir schon beim Lesen.

    Also ich habe meinem Sohn heute gesagt dass er zum nächsten 1. ausziehen soll und dass wir ihm auch bei der Wohnungssuche behilflich sein werden, wenn er es wünscht.

    Er hat es tatsächlich geschafft sich aus dem Internet eine wohnung auszudrucken.
    - Ist leider zu teuer, aber der 1. kleine Schritt ist schon getan.

    Meine Mutter ist z.Zt. noch ganz ruhig, mal sehen was ich Morgen so alles zu hören bekomme. Aber diesmal hoffe ich durchzuhalten.

    Das Gespräch war übrigens ganz einfach, vollkommen ruhig und ohne hochkochende Emotionen. Mein Sohn selber sagte, vielleicht sei es auch besser in eine WG zu ziehen,
    ich sagte ihm, dass dies allein seine Entscheidung sei.

    Ich bin jetzt erst mal froh dass ich in Ruhe mit ihm reden konnte.

    Den Rest sehen wir dann in 2 Wochen.

    Liebe Grüße Eure Mar.

  9. #19
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 99

    AW: Mit 26 Jahren noch bei Mama

    Ich kann nicht schlafen.

    Ja Mensch super!

    Vielleicht ist der 1. zu kurzfristig, aber laß nicht locker. Bleib ruhig und zieh es durch.
    Ein WG Zimmer ist doch sicher zu finden.
    Das paßt doch viel besser zu seinem Lebensstil.
    Das wird ihm gefallen so mit anderen Chaoten zusammen

    Ich habe mal eine Woche bei meinem Sohn in einer WG übernachtet als ich eine Schulung machen mußte.
    Er wohnte mit einem Freund zusammen, aber die jeweiligen Freundinnen waren auch ständig da,
    Es war total anstrengend, aber echt cool, wie man heute sagt.
    Ich habe morgens Brötchen geholt, abends gekocht und die Küche sauber gemacht und Wäsche gewaschen. Dann saßen wir noch lange in der Küche, hatten tolle Gespräche.
    .....und dann schnell nach hause in mein eigenes Leben

  10. #20
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 99

    AW: Mit 26 Jahren noch bei Mama

    Ich wollte dir noch sagen, dass ich herausgefunden habe, dass ich selber ADS habe. Ich kann Ordnung halten, dazu zwinge ich mich. Leider sammel ich auch und kann alles gebrauchen, mag nichts wegwerfen, aber da bin ich zur Zeit auf einem guten Weg.
    Mein Problem ist meine Schusseligkeit und Vergesslichkeit.
    Ich lebe von Improvisationen und von meinem Talent sofort einen Plan B zu entwerfen.

    Seid ich mich mit den Symptomen von Ads beschäftigt habe , verstehe ich meinen Sohn viel besser und versuche nicht mehr ihn zu ändern.
    Ich merke, dass mein Verstehen ihm gut tut.

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