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Diskutiere im Thema Tod nach Ritalinabhängigkeit und Überdosis im Forum Angehörige von Erwachsenen mit ADS/ADHS
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #11
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 40
    Forum-Beiträge: 316

    AW: Tod nach Ritalinabhängigkeit und Überdosis

    Hell o Andrea71!

    Ja das mit den Hormonen habe ich noch gar nicht durchdacht oder mich darüber erstmal informiert,... Scheinbar weil da bei mir keinerlei Troubles sind.

    Wegen der Sucht und dem Vergleich mit Insulin, das hinkt für mich ein wenig . Ich kann sagen das ich mittlerweile vom Ritalin (schwer, vor allem Psychisch!) Abhängig bin . Nehme es nun seit ca. Oktober 2009, Anfangs nur die 10er 3 mal am Tag, dann 1 LA 30mg und abends 10er, dann war die Zeit 2 30er LA morgens und 3 10er unter Tags noch dazu, jetzt eben wieder nur 1 LA30 und die 10 Nachmittags und Abends halt. Nehme ich in der Früh keines (einmal probiert vor kurzem) --> Tschack, volle Entzugs-Feelings im kommen gewesen.

    Bei deiner Dosierung und Einnahme-Weise fällt mir auf das du morgens und frühen Nachmittag mehr brauchst. Warum mischt du die Retartierden und HC so? Also ich finde dein Einnahmeschema nicht gut (unlogisch für mich), aber das ist ja deine und deinem Arzt seine Sache.... War jetzt keine Kritik im bösen ich verstehe die spätere Einnahme von Retardiert nicht, weil es für mich zu lange in die Nacht wirken würde bezogen auf Munterheit und Interesse. Wenn ich nach Mittag n 30er LA nehmen würde, würde ich bis 3 Uhr Nachts am Computer sitzen oder an mir rumtättoowieren,.... zum Glück ist mir grad Schwarz ausgegangen und habe kein Geld für neues, eh besser so, momentan könnt ich den ganzen Tag inken,...


    Schönen Tag noch, in A scheint toll die Sonne!!!
    lg noid

  2. #12
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 2

    AW: Tod nach Ritalinabhängigkeit und Überdosis

    Hallo!
    Erstmal Danke für die doch schnellen und zahlreichen Antworten.
    Ich habe gemerkt, dass man den Fall wohl nicht in paar Zeilen ausreichend beschreiben kann. Ist insgesamt sehr komplex.

    @Eiselein: Mit Psychosenerscheinungen sah es so aus, dass er seit 2000 in Behandlung war. Auch stationär. Den letzten Aufenthalt hatte er von Sept.08-Ende Dez.08 (durch Zwangseinweisung). Davor litt er über ein halbes Jahr unter einer starken Psychose. Meinte er wäre Top-Manager und kennt sonst welche Politiker...
    Grundsätzlich zu den Ärzten: Da sind sicher auch schwarze Schafe dabei. So wie wir das rauslesen konnten, hat er pro Arzt eine Dosierung von 4 Tabletten am Tag erhalten. Heisst also alle 25 Tage 2 Packungen a 50 Tbl pro Arzt.
    Wie er dass denen klargemacht hat, keine Ahnung. Man muss dazusagen, dass er ein sehr intelligenter Mensch war. Hatte Jura studiert bis zum 1. Staatsexamen. Abitur mit 1er Schnitt. War sehr wortgewandt. Die Organisation des ganzen kostete ihn wohl auch viel Kraft. Körperlich ging es ihm nicht mehr besonders gut. Konnte nach seinen Aufzeichnunen erst nach Einnahme von 2 Tbl Ritalin eine Stunde später aufstehen. Ich gehe mal als Laie davon aus, dass da auch viel Placebo-Effekt und EInbildung dranhing. Nach seiner Meinung war ein Leben ohne Ritalin nicht möglich. Auf der anderen Seite, war das aber natürlich auch kein "Leben" mehr. Aber wirklich wahrgenommen hat er das wohl nicht mehr.

    Aber wie gesagt, hier steht auch eine jahrelange Entwicklung dahinter. Mit pesönlichen Enttäuschungen im privaten Bereich, und auch im beruflichen. Eine Entfremdung mit der Gesellschaft, undundund.... schwer das zusammenzufassen

  3. #13
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 770

    AW: Tod nach Ritalinabhängigkeit und Überdosis

    hi noid

    tut mir echt leid das du die medis nicht mehr pausiern kannst und ein psyhische abhängikeit entwickelt hast.

    ich kanns leider nicht nachvollziehen da es mir net so geht.
    meine letzte pause hatte ich gemacht im mai diesen jahres auf grund meines damaligen arztes.
    ich hatte keinerlei enzug in eglicher hinsicht.
    was ich an meiner beobachtet habe das ich wieder im schleier des nebels gefangen war und den lärm nicht mehr ausgehalten habe.
    ich war desorentiert.

    meine dosierung mag für dich nicht logisch sein aber sie läßt sich ganz einfach wie folgt erklären.
    führe hatte ich morgens 30mg retadiert und wirkunkseintritt erst eine bins einerhalb stunden danach.und dann ist die wirkung hoch geschossen und des tat mir nicht gut.
    jetzt durch diese morgendlichen 10mg unretadierten ,schnellerer wirkungseintritt und kein so schnelles hoch schießen mehr.
    die 5mg vormittags verlängert die wirkung des retadierten morgens und fängt den rebond effkt ab.
    mittags 20mg retadiert und 5mg unretadiert.
    schnellerer wirkungseintritt und verhinderung den rebonds.
    die 10mg unretadiert hält den retadierten efeckt länger und verhindert den rebond efeckt und das ich runter fahre.
    die 5mg unretadierte ist für meich ein schlafmittelchen um besser ein und durchschlafen zu können.

    so ich hoffe habs dir einigermaßen verständlich erklärt.
    auch noch einen schönen tag

    LG Andrea

  4. #14
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 49
    Forum-Beiträge: 171

    AW: Tod nach Ritalinabhängigkeit und Überdosis

    @noid

    hallo noid,

    das du entzugserscheinungen hast erscheint mir sehr bedenklich.
    wie machen sich die bemerkbar? was fühlst du dann?
    hast du früher schon mal einen entzug gehabt?
    stehst du momentan unter beruflicher oder sonstiger anspannung?
    und welche wirkung spürst du nach der einnahme von mph?
    wirst du dann fitter und leistungsfähiger?
    bist du auf diese leistungsfähigkeit angewiesen?

    ich nehm ungefähr die gleiche menge wie du und merke eigentlich keine direkte wirkung.
    das heist, die veränderung meines zustands ist eher ein ausbleiben von unangenehmen ads symptomen.
    manchmal vergess ich auch einfach die nächste pille zu nehmen.
    nach 2-3 tagen ohne mph bemerke ich dann aber doch daß es mir irgentwie nicht mehr so gut geht.
    ich mach jetzt einen tag pause in der woche und diesen tag kann ich auch geniesen.
    ads hat ja nicht nur negative auswirkungen.

  5. #15
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 40
    Forum-Beiträge: 316

    AW: Tod nach Ritalinabhängigkeit und Überdosis

    Hell o Paul!

    Naja es äußert sich Psyisch so das Kalt/warm Entzugsfeeling. Knochen haben 10 Gr Ce. und die Haut hat 40 gr. c. Vor allem komme ich Psychisch in mein altes Verhaltensmuster zurück. Würde ich länger pausieren, würde es unangenehm werden denke ich. Vielleicht habe ich auch Körperlich gar nicht auf das fehlende MPH reagiert, da ich ja auch auf Benzos und Zyprexa und Subutex eingestellt bin, vielleicht ein Fehler bei den anderen Medis gwesen, hatte sich auch eher Benzoentzug angefühlt. Letzteres nehme ich seit ca.7 Jahren sicher, und das erzeugt bei auch bei mir Opsitpation bis zu (Rekord) 10 Tage kein Stuhl. Beim letzten mal mit so langer Verstopfung hatt mir der Arzt ne halbe Stunde Zeit 2 X-Preb und einlauf gegeben und gesagt, wenn nix kommt in ner stunde schneide ich es raus. Da studierst Jahrelang als Chirurg und dann kannst in die Kacke von 10 Tagen aus nem Junkie rausholen... Super ich habe nen neuen Freund Was ich damit sagen wollte, in dem Moment wo das Ritalin wirkt in der Früh, gehe ich sofort aufs Wc, da Amphetamine und auch Koks das positiv beeinträchtigen.
    Leider bin ich mittlerweile Arbeitsunfähig und muß auch Frühpensi oder Invalidenpension einreichen (mit 33! ), andererseits kann ich dann endlich mal meinen Kopf in Ordnung bringen, vielleicht schafft ich es dann doch noch mal am Arbeitsmarkt, aber wer will nen Ex-Junkie, Adhs, Hep. C. noch, Privatkonkurs und die daraus folgende doppelte Buchhaltung deswegen, stark Tättoowiert (auch Hals und Hände, meiste selber gemacht), <Vorstrafe und kein Füherschein mehr. Ich würde mir auch keinen Verantwortungsposten oder Kloputzerjob geben, Ausfälle vorprogrammiert und außerdem steht im Lebenslauf ja auch drinnen das ich in Pension war. Ich konzentriere mich nur mehr auf mich und was mich interessiert, die Gesellschaft hat mich jetzt als Nüchternen verstoßen, unter Drogen war ich akzeptiert und hatte Arbeit. Seit ich "Clean" bin, keine Freunde und Kontakte mehr, scha.. Warum mag mich niemand als normaler mehr? Oder waren es immer nur meine Kontakte an denen die "Freunde" interessiert waren, leider habe ich egal um was es ging, IMMER die besten Connects.

    Zur Wirkung möchte ich noch sagen., das ich effektiv munterer darauf werde, ich es schaffe mich auf ein Thema zu Fokussieren ohne Ablenken zu lassen (nicht immer aber immer öfter) ich bin motivierter und geordneter und vor allem wieder Sauberkeitliebend. Wohnung und Hygiene war die letzten Jahre net so wie es sein hätte sollen was mich natürlich im Kopf immer mehr fertig machte. Denn ich wollte es sauber und geordnet haben und geduscht sein, nur früher hatte ich direkt ne Blockade, es ging einfach nicht, was mich weiter depp-remierte und den Konsum natürlich anstiegen lies von allen Substanzen. Nun unter MPH und einiger vergangener Zeit, kannst zwar keine OP durchführen bei mir zu Hause, aber wenn doch wäre es ungefährlicher als manch anderswo,..

    Auf meine Leistungsfähigkeit bin ich insofern angewiesen, weil ich es in der Wohnung alleine nicht mehr aushalte, Tv schauen KANN ich nicht mehr, warum weiss i net. Und rausgehen ist auch schwer, weil ich mich wegen meinen Zähnen geniere und momentan sowieso leichte Agoraphopische Züge spüre, aber mein Therap. meint das ist normal im moment,... Und wenn ich wirklich nur zu Hause bleibe wegen der Schlappheit u.a. geht in meinem Leben nix weiter, das halte ich auch nicht aus. Muss ja doch auch Administrative Termine und Therapie wahrnehmen,... Problem ist bei mir nur auch das ewige Schwarzfahren müssen. In A eine Fahrt in eine Richtung 1,80 €. Wahnsinn. Aber DE ist noch teurer, oder? Aber glücklicherweise hat mir meine Mom ne Monatskarte spendiert, sicher mit dem Hintergedanken, das ich so endlich meine Wege erledige und nicht sagen kann, konnte keine Fahrschein kaufen und Schwarzfahren kommt ma zu teuer, wenns mi dawischen. Da kommt dann immer intelligenter Weise ne Verwaltungstrafe von 35€. Wenn du die nicht zahlen kannst, kriegst freie Kost und Logie für 35 stunden im Häfen, eingentlich nett. Dort kommst auch mit den richtigen Leuten in Kontakt und "lernst" was neues vielleicht,... hahaha. Idiots.

    Mal wieder eine ewiglange Nachricht morgens von Noid!

    schönen Tag an euch!!

  6. #16
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 49
    Forum-Beiträge: 171

    AW: Tod nach Ritalinabhängigkeit und Überdosis

    high noid,

    dich hat das leben ja ganz schon zerlegt.
    deine story ist mir nicht völlig fremd und ich kann deinen frust gut verstehen.
    aber wenn die welt nichts von einem wissen will kann das auch vorteile haben.
    wenn du mal ein paar jahre abstand hast ergeben sich sozial wieder ganz neue perspektieven.

    bei der bunten mischung die sie dir verschrieben haben wundert mich auch nichst mehr.
    schätze mal gelegentlicher nebenkonsum kommt auch noch vor.
    deine entzugserscheinungen werden wahrscheinlich nicht uhrsächlich vom mph erzeugt.

    die nebenwirkungen von psychopharmaka sind oft schlimmer als die von harten drogen.
    das gemeinste aber ist, daß der entzug von diesen legalen helfern erheblich länger braucht.

    ich kann dir nur schwer empfehlen zu schauen das du schnell runterdosierst.
    aber das in benzos der teufel steckt brauch ich dir wohl nicht zu sagen.

    mein trick beim entzug war, das ich mir immer gesagt habe, daß das was die droge will nicht ich sondern die sucht ist.
    so hab ich wenigstens nicht das gefühl gehabt gegen mich selbst zu kämpfen.

    ich drück dir die daumen daß du es schaffst.
    es ist ein langer weg, aber du wärst nicht der erste der ihn bewältigt.

    was hep. c angeht hab ich einen link für dich.
    sieht so aus als könnten sie das mitlerweile doch in den griff bekommen.

    Hepatitis C: Neuer Wirkstoff bremst Viren-Vermehrung - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wissenschaft

    halt durch

    paul

  7. #17
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 40
    Forum-Beiträge: 316

    AW: Tod nach Ritalinabhängigkeit und Überdosis

    Hell o Paul!
    Danke für deine Worte, man merkt du verstehst.... Danke für den Link!!! Freue mich immer über neue Infos!
    aber ich habe mich eigentlich selber zerlegt, nicht das Leben mich, denn die Entscheidungen damals die jeweiligen Drogen zu verschlingen war ja meine. Gut, hätten die Ärzte nicht, Schizo, Depriss Labil etc. die Jahre lang behandelt, sondern gleich ADHS erkannt hätten wäre so einiges anders verlaufen denke ich. Denn die Drogen die ich während des Arbeitens (EDV-Techniker damals im Spital) wählte waren eher koka und speed, weniger H. Denn jetzt im nachhinein weiß ich ich habe mich selber zherapiert, denn z.b. Koka hemmt auch den Dopaminspegel.
    Nebenkonsum ist seit 3 Jahren gleich null. EHRLICH ich nehme nur was mir verscbrieben wird mal mehr maö weniger, und ich glaube den Turkey habe ich von den Benzos, da ich da gerne mal weniger nehm. Und sonstige illegale Drogen passieren meine Leber nie wieder. Sicher nicht, ich habe gelernt daraus. Kürzlich in der Gesprästherapie fragte ich warum ich kein "glücklichsein" erleben kann. Freuen und so kann ich mich schon, klar, aber richtig glücksgefühle bin ich an Substanzen gebunden weil ich schon sooo lange Psychopharmaka war. Wie soll ich mich belohnen für was gutes, wenn ich innen nix spüre, nur wenn ich irgendeine Substanz zuführe damit ich chemisch Glücklich bin? Naja selber schuld.

    ICh kämpfe gerade das ich zunehme für die Interferon. Dabei habe ich endlich über 50 Kg. Kurz davor nur 44 und Spitalseinweisung. Jetzt muß ich mich mit kaputten Zähnen mit Brei auf 65 raufbringen damit ich Interferon-tauglich werde, denn bei dem Gewicht wäre es mein Tod lt. Arzt. Ich will die C. aber endlich los werden.

    Danke noch einmal für dein Post, und ich sehe das es anderen in manchen Dingen auch so geht, wenn auch nicht so bled wie bei mir,..

    Schönen Tag noch, bei mir in Wien regnets,...

    Lg Noid
    Geändert von Noid (14.08.2010 um 08:53 Uhr) Grund: danke wegen link

  8. #18
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf AD(H)S
    Forum-Beiträge: 129

    AW: Tod nach Ritalinabhängigkeit und Überdosis

    Hallo ,Christian
    Als erstes möchte ich Dir mein Beileid aussprechen .
    Es tut mir wirklich leid ,und ich kann bis zu einem Punlkt es sogar ein Wenig nachvollziehen ,was Ihr (Du und Familie)durchmacht ,und durchgemacht habt .

    Ich habe meine Schwester nach langer Zeit wieder gefunden .Sie hat Krämpfe ,bekommt ganz viele Arzneien ,hat Alkohol exesiv getrunken ,mit all den Mitteln wie Du beschrieben hast .
    Jetzt lebt sie aber noch ,und ich kann da noch helfen .Das wie kenne ich nicht ,nur weiss ich ,wie ihr Weg die letzten 50 Jahre aussah.
    Und ich weiss ,ich wäre fast mit kaputtgegangen .
    Ich sage nocheinmal ,es tut mir sehr leid für Dich ,und hoffe von Herzen ,Du kannst Dir irgendwie Kraft holen ,um alles zu verarbeiten .
    Und ich denke auf alle Fälle ,Ihr habt alles getan ,was geht !

    Tausend liebe Grüsse Siolram42

  9. #19
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 49
    Forum-Beiträge: 171

    AW: Tod nach Ritalinabhängigkeit und Überdosis

    @noid

    hallo noid,

    da du dich gesundheitlich gerade in einer extremsituation befindest kann ich dir nur die daumen drücken.
    sprich deinen artzt mal auf den artikel an.
    was im moment das beste für dich ist kann ich dir natürlich nicht sagen.
    solange akute gefahr besteht sollte man sich wohl besser an die anweisungen seines arztes halten.

    ansonsten wäre ich da vorsichtig.
    im gegensatz zu vielen anderen ist mein vertrauen in unser mediziensystem gering.
    nur weil einem der arzt etwas verschreibt heißt das noch lange nicht daß es einen nicht umbringen kann.
    bevor ich irgent etwas schlucke informier ich mich im internet.
    was ich dabei über psychopharmaka herausgefunden habe ist erschreckend.
    antidepressiva werden selbst von hausärtzten wie bonbons verteilt.
    außer bei wircklich schweren depressionen bringe sie zwar meist nicht mehr als ein placebo, aber für die pharmaindustrie ist das ein riesen geschäft.
    dementsprechend betreiben sie werbung und desinformation.
    benzo-diazepin hat bei längem gebrauch verherende nebenwirkungen.
    der entzug ist fürchterlich und dauert monate!
    die jährlich in deutschland verschriebene menge kann man nur als absolut unverantwortlich bezeichnen. aber wenigstens geben die patienten dann ruhe.
    die tatsache das die werbungskosten der pharmaindustrie doppelt (!) so hoch sind als ihre forschungskosten sollte auch dem letzten gutgläubigen klar machen worum es geht.

    Forum Gesundheitspolitik: Pharma-Industrie: Werbung und Marketing hat Vorrang vor Forschung und Entwicklung

    medizien ist ein geschäft und die gesundheit dabei nebensache.
    an gesunden menschen kann man nichts verdienen.

    mit therapien sieht es meiner meinung nach nicht viel besser aus.
    da wird jeweils ein eingeübtes konzept durchgezogen.
    wenn das zufällig für dich passt hast du glück gehabt.
    wenn es völlig verkehrt ist und du keinen schritt weiterkommst werden sie dir dafür die schuld geben.
    wenigstens sind die meisten menschen schon froh wenn sich überhaupt einer ihre probleme anhöhrt und ihnen gut zuredet.
    das hat zwar mit wissenschaft nichts zu tun, hilft aber meistens auch.

    klar werden jetzt viele sagen das ich eine negative einstellung habe.
    tatsache aber ist, daß jemand der im der gesundheitswesen arbeited sich überhaupt keine emotionale beziehung zu seinen patienten erlauben kann.
    außer deiner famielie und einen freunden ist es so ziemlich jedem egal ob du zur hölle fährst.
    die bist ein kostenabrechnungsposten und allenfalls für die erfolgsstatistik interesant.

    es ist eine harte, kalte welt und du mußt für dich selber kämpfen.
    glaube nichts ohne es vorher so gut wie möglich überprüft zu haben.

    mein rat ist, so schnell wie es halt möglich ist, von den benzos wieder runter zu kommen.
    ich vergleich zu diesem entzug würde ich einen heroinentzug mit kusshand auf mich nehmen.

    auch dir einen tag, der regen wird auch wieder vorübergehen

    paul

  10. #20
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 759

    AW: Tod nach Ritalinabhängigkeit und Überdosis

    hallo christian,

    erst einmal - es tut mir sehr leid für dich und deine familie.
    ich war sehr erschrocken über deinen bericht.

    ich wünsche euch viel kraft.

    habe kürzlich ein buch gelesen, dessen geschichte mich sehr ans herz gegangen ist.

    ADDICT
    süchtig

    von stephen smith

    dieses buch erzählt eine andere geschichte als die deines bruders.
    hat mich aber genauso nachdenklich gemacht.

    mein bruder konsumiert keine tabletten ( mehr, soviel ich weiss ...)

    hat aber an drogen alles durch, was es überhaupt gibt und nun besteht sein tag aus bier und joints.

    ausserdem ist er diabetiker und achtet überhaupt nicht auf sich.

    aber ich kann ihn nicht retten.

    ich kann nur für ihn da sein, wenn er es möchte.

    diese hilflosigkeit ist nicht auszuhalten.


    wie gesagt, es tut mir sehr leid für dich und deine familie.

    viel kraft und alles gute

    vom purzel



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