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Diskutiere im Thema Wir wissen nicht mehr weiter, Hilfe Bitte im Forum Angehörige von Erwachsenen mit ADS/ADHS
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 3

    Wir wissen nicht mehr weiter, Hilfe Bitte

    Ich habe einen Sohn der 21 Jahre alt ist und adhs hat. Er hat sehr starke Wutausbrüche so sehr das wir Angst um die Gesundheit von anderen und seiner eigenen fürchten müssen. In seiner Wut hat er sich nicht mehr unter Kontrolle so das er Möbel und Türen kurz und klein schlägt. Er Schreit und Droht sein gegenüber ihn abzustechen. Ich habe solche Angst das er das mal irgendwann tut.

    Wir waren schon bei vielen Ärzte,aber mein Sohn will das nicht und so arbeitet er auch nicht mit.

    Eine Therapie will er nicht machen, ich weis das eine Therapie nur helfen kann wenn er es auch möchte.Was kann ich tun um ihn zubewegen eine zumachen

  2. #2


    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 20.803
    Blog-Einträge: 40

    AW: Wir wissen nicht mehr weiter, Hilfe Bitte

    Hallo

    Naja, jemanden, der sich nicht therapieren lassen will, kann man oft erst dann dazu bewegen, wenn es ihm gefühlsmßig schlecht geht, er also einen gewissen Leidensdruck verspürt.

    Ob das bei deinem Sohn so ist, kann ich natürlich nicht beurteilen.

    Es hat sich bei ihm auf jeden Fall die letzten 15 oder 16 Jahre ganz erheblich viel angesammelt.

    21 Jahre ist ein ganz typisches Alter an der Grenze zum Erwachsen-werden, zu dem diese ganze Trauer und Wut und der ganze Frust ans Tageslicht kommt und sich dann auch mehr oder weniger unkontrolliert entladen kann.

    Die Gründen dafür sind verschiedene, aber speziell bei Vorhandensein einer AD(H)S ist es vor allem der Zusammenbruch der bis dahin immer von außen vorgegebenen Strukturen, die bis dahin immer von außen vorgegeben waren.

    Man merkt also, dass man das, was man als Erwachsener leisten muss (eben ein eigenverantwortliches Leben), nicht schaffen kann.

    Ob es tatsächlich soweit geht, dass jemand in dieser Lage wirklich körperlich gewalttätig wird, hängt von vielen Faktoren ab.

    In der Regel bleibt sowas aber eher bei verbalen Drohungen, denn die Schwelle ist sehr hoch, so etwas dann auch tatsächlich umzusetzen und vorher ist ein kompletter Zusammenbruch eher wahrscheinlicher.

    Dir in dem Fall was zu raten, ist sehr schwierig, denn wie du selbst bemerkt hast, kannst du ihn kaum zu was zwingen, das er nicht selbst will.

    Ganz insbesondere eine Psychotherapie funktioniert da auf keinen Fall.

    Aggressionen dieses Ausmaßes sind auch nicht direkt die AD(H)S, sondern es sind die möglichen (zum Glück aber selteneren) Folgen.

    AD(H)S kommt im Alter von 19 Jahren selten alleine vor, sondern es haben sich meist weitere Erkrankungen psychischer oder psychosomatischer Art dazu gesellt.

    So eine zugespitzte Lage lässt sich oft auch vorerst nur noch mit Medikamenten wieder einregeln.

    Hier denk ich aber ausdrücklich nicht an Methylphenidat (Ritalin und co.), sondern dafür gibt es andere Möglichkeiten.

    Vielleicht macht es Sinn und klappt eher, wenn du es vorerst mal über diese Schiene versuchst.

    Die Hemmschwelle, ein Medikament einzunehmen, ist manchmal niedriger, als in einer Psychotherapie sein Inneres nach außen zu kehren.

    Oft genug ist es auch erst unter Medikamentenwirkung überhaupt erst möglich, eine Psychotherapie anzufangen und dann erfolgreich zu absolvieren.

    Ansprechpartner wäre in erster Linie mal der psychosoziale Dienst in deiner Heimat. Dort gibt es immer Adressen, die in solchen Situationen weiter helfen können.

    Für den Notfall muss das auch kein Arzt sein, der sich irgendwie speziell mit AD(H)S auskennt, sondern eben einer, zu dem er überhaupt hingeht und zu dem er Vertrauen fassen kann.

    Ein AD(H)S-Spezialist wäre dann der nächste Schritt, den man auf längere Zeit auf jeden Fall ins Auge fassen muss.

    Auf jeden Fall aber gehört so etwas direkt in die Hände von Fachleuten und hier im Forum sind keine tätig.

    Daher können wird da auch nur beschränkt weiter helfen.



    Viele Grüße,
    Alex
    Geändert von Alex ( 5.08.2010 um 00:09 Uhr)

  3. #3
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 26
    Forum-Beiträge: 91

    AW: Wir wissen nicht mehr weiter, Hilfe Bitte

    Ich habe genau die gleichen Probleme gehabt und hatte damals einen Boxsack auf den ich draufgeschlagen habe und der ist kapput gegangen ....

    ( aus meiner erfahrung)
    Er fühlt sich von dir noch viel zu stark umsorgt und will gerne sein eigenes ding machen und gerne mal in ruhe gelassen werden

  4. #4
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 3.524

    AW: Wir wissen nicht mehr weiter, Hilfe Bitte

    Darf ich fragen wie lange ihr davon schon wisst?
    War Euer Sohn schonmal in "Behandlung" in irgendeiner Form? Wie Alex schon schrieb denke ich auch, dass nicht ADHS allein sondern auch viele "Begleiterscheinungen" in diesem Alter das Problem sein können. Grade mit 21 ist ja so ein Alter wo man viel Umbruch hat (ich wurde damals schwanger... irgendwie auch eine Flucht nach vorn muss ich sagen....) was macht er beruflich (macht er was?) ?

    Ich denke es ist schwer jemanden in eine Therapie "zu reden" aber er muss doch selber merken, dass sein Verhalten und seine Situation nicht gut ist oder? Fühlt er sich denn wohl so wie es ist? Vielleicht sollte man versuchen über Freunde an ihn ranzukommen, wenn es als Eltern nicht geht.

    Wünsch Euch alles Gute!

    LG

    Rose

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