Seite 1 von 4 1234 Letzte
Zeige Ergebnis 1 bis 10 von 32

Diskutiere im Thema wie weit verändert sich der mensch mit medikamenteneinnahme?? im Forum Angehörige von Erwachsenen mit ADS/ADHS
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 33

    wie weit verändert sich der mensch mit medikamenteneinnahme??

    hallo ihr lieben,


    ich wüsste zu gern inwiefern sich bald das leben mit meinem partner ändern wird.
    er bekommt bald medikamente und hat selber angst nicht mehr der selbe zu sein.
    ich habe nur die hoffnung das diese stimmungsschwankungen und die abweisungen und verbalen ausbrüche und verletzungen aufhören.
    ist das so?
    ich möchte ja nicht seinen charakter verändert sehen...nur ohne diese dinge würde es sicher noch toller laufen oder besser gesagt dauerhaft.
    dieses einen tag so und den anderen so setzt mir sehr oft arg zu.

    aber die positiven dinge sind weitaus mehr vorhanden aber zur zeit vergraben unter seiner selbst.
    ich weiß nicht ob ich diese on off beziehung ewig durchstehe


    bitte sagt was dazu

  2. #2
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 26
    Forum-Beiträge: 91

    AW: wie weit verändert sich der mensch mit medikamenteneinnahme??

    Du änderst dich nicht komplett!!!!!! Es ist manchmal so das man gereizt ist oder aggressiv, oder auch schnell genervt.. Aber das ist von Mensch zu Mensch anders.. Man wird jetzt kein "Mutant",
    Jedoch größtenteils wird man ruhig, ändert sein Tagesrhytmus usw.
    Gruß Victor

  3. #3
    Heinzeline

    Gast

    AW: wie weit verändert sich der mensch mit medikamenteneinnahme??

    hallo feinemilde,

    der mensch verändert sich vom naturell her nicht, was sich aber starkt verbessert ist, dass die konzentrationsfähigkeit wesentlich höher ist. dieses hat natürlich eine positive auswirkung (einem ein gutes selbstwertgefühl).

    damit die medis eine optimal wirkung haben, wäre es super, wenn der konsument parallelaufend eine therapie macht. hier kann an der
    impulsverlustkontrolle bzw dem starken temperament gearbeitet werden.
    wichtig ist, dass der patient diese auch selber wünscht !!!

    dann ist da noch was, jeder reagiert anders, es kann sein dass dein partner nicht auf die medis reagiert. die wirkung ist definitiv individuell !!!

    so nun wünsche ich dir noch einen schoenen tag mit viel sun und fun.

    lg
    heinzi



  4. #4
    xia


    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 69

    Lächeln AW: wie weit verändert sich der mensch mit medikamenteneinnahme??

    Hallo!
    Bei mir ist die "Veränderung" häufig nur positiv.
    Dadurch das ich mich besser konzentrieren kann,
    bin ich weniger agressiv.
    Ich bin nicht so schnell überfordert
    und habe dadurch weniger Spannungskopfschmerzen.
    Meistens bin ich auch nicht so geräuchempfindlich.
    Ich finde es aber enorm wichtig(hat mir auch geholfen),
    das neben der Tabletteneinnahme eine Verhaltenstherapie gemacht wird.
    Die Tabletteneinnahme verändert nur die Symtomatik von AD(H)S,
    aber nicht die angewöhnten Verhaltensstrukturen der Person.
    LG Xia!

  5. #5
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 33

    AW: wie weit verändert sich der mensch mit medikamenteneinnahme??

    super dann habe ich ja große hoffnung das unsere beziehung etwas harmonischer wird und ich nicht mehr ständig beleidigt und angefahren werde.
    auch wenn er sich nachher immer sofort entschuldigt tut es mir doch weh und schlägt sich auf mein bewusstsein nieder.

    ich hoffe es kommen noch mehrere antworten..

    vielen dank eure feinemilde

  6. #6
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsener
    Alter: 36
    Forum-Beiträge: 17

    AW: wie weit verändert sich der mensch mit medikamenteneinnahme??

    Die gute Nachricht ist: ist kann meine Freundin jetzt auch mal 3 Stunden beim Shoppen zu den berliner Stoßzeiten begleiten und bin nicht gleich schon nach einer halben Stunde völlig ausgepowered

    Wenn abends die "Reboundphase" kommt, solltest Du ihn evtl. einfach ein bisschen in Ruhe lassen. Da fängt man sich auch schnell wieder.

    Wenn dann aber solche Sachen kommen wie: Du wolltest doch noch abwaschen, den Müll runterbringen, dieses und jenes machen, kann selbst die ruhigste Seele mal ein wenig aus der Haut fahren.

    Ich ziehe mich dann meißtens von alleine zurück und daddel ein bisschen am PC rum, bis die Phase vorbei ist.
    Meine Freundin legt in dieser Zeit dann auch nicht alles auf die Goldwaage, was ich sage. Oftmals guckt sie auch auf die Uhr, wenn ich genervt reagiere und grinst mich verschmitzt an, da ich den Übergang in die "Reboundphase" aufgrund meines "leicht" chaotischen Zeitgefühls nicht immer sofort bemerke. Ich werde dann allmählich etwas "grummelig", realisiere das aber noch nicht richtig.
    Ich muss dann aber auch immer lachen und gehe zu seichterer Unterhaltung und Medienberieselung über.

    Man sollte dann also besser nicht versuchen, sich mit Gedulsspielen oder filigraner Handarbeit die Zeit zu vertreiben.
    Habe mal versucht, in der Phase nen Knopf anzunähen... das Einfädeln des Garns hat mich schon zum HB-Männchen gemacht, obwohl ich eigentlich die Ruhe selbst bin. Wichtig ist nur, dass man, wenn man bemerkt wie man sich aufregt, auch über sich selbst lachen kann

    Meine Freundin hatte anfangs auch Angst, dass ich mich irgendwie zu sehr verändern könnte. Ich "kaspere" nicht mehr ganz so viel herum, wenn ich die lustigen Lilapillen genommen habe, bin aber immer noch noch fröhlich und habe jederzeit nen dummen Spruch auf den Lippen. Dafür bin ich jetzt auch schneller beim kochen, so multitasking-fähig, dass ich nebenher gleich schon die Küche aufräume und sogar daran denke, die Herdplatten auszustellen, wenn ich nen Topf von der Platte nehme. ^^

    Wenn Du Dich als Partnerin also auf ein paar Kleinigkeiten einstellst, überwiegen bestimmt die positiven Effekte.

    Und was Abweisungen und Gefühlsausbrüche angehen: Das kann ganz einfach am "Kopfchaos" liegen. Ich kenne dass, wenn man mit Gefühlen konfrontiert wird und die Partnerin ein "Beziehungsgespräch" führen möchte, dann schwirren einem soviele verschieden Gefühle durch den Kopf, die man aber selber nicht in Worte fassen kann. Dann fühlt man sich total unter Druck gesetzt und ist nicht in der Lage, vernünftig zu antworten. Dann reagiert man einfach mit Schweigen, was die Lage natürlich noch mehr anspannt, da die Partnerin nicht versteht, warum man nicht antworten "will".
    Wenn dann weiter gebohrt wird und der Druck immer stärker wird, kommt dann schnell "der große Knall".

    Meine Erfahrung ist aber, dass es einem mit Methylphenidat um Einiges leichter fällt, seine Gefühle in klare Gedanken zu fassen und besser reflektieren zu können. Es ist auf jeden Fall wichtig, dass Du Dir klarmachst, dass er die verbalen Verletzungen bestimmt nicht wirklich ernsthaft so meint und er sich schon kurze Zeit später sicherlich hundeelend fühlt...
    Wenn Du also merkst, dass er völlig gestresst und überfordert durch bestimmte soziale Situationen ist, gib ihm etwas Zeit sich zu fangen, auch wenn Du wichtige Dinge vielleicht gerne an Ort und Stelle geklärt haben möchtest.

    Gruß
    keko

  7. #7
    piccolin@

    Gast

    AW: wie weit verändert sich der mensch mit medikamenteneinnahme??

    hallo feinemilde,

    erst mal möchte ich dir sagen das ich es ganz toll finde das du interesse zeigst und dich informierst....leider kommt das nicht heufig genug vor...(spreche aus erfahrung)

    ich kann dir meine erfahrungen erzählen, nehme die medis seit april.....

    ich nehme methyphenie TAD
    und ich komme gut damit zurecht.....meine launen sind besser und meine konzentration,
    ich schaffe mehr und kann viele dinge gleichzeitig tun, die dann auch klappen und das gibt mir ein sehr gutes gefühl....

    ich habe mehr gedult und ausdauer und vorallem ist diese ständige innerliche unruhe erträglicher. zumindestens meistens, klar gibt es auch tage wo es nicht ganz so gut läuft aber die sind viel weniger geworden und da versuche ich einen besseren weg zufinden (mit hilfe meiner thera. die jeder machen sollte begleitetnd zu den medis).....

    und natürlich die unterstützung aller um mich rum...
    aber im endefekt, steht und fällt alles mit mir, tag scheiße.....alles schwer....tag gut....es läuft besser und einfacher....

    ich habe auch meinen mann gefragt was er für eine beobachtung gemacht hat, in der zeit wo ich sie nehme und die zeit als medis noch nicht zu meinem leben gehört haben....

    so einige dinge hat er angesprochen aber was wohl sehr auffällig ist , ist wohl die tatsache das ich nicht mehr so viel lache und ruhiger wirke....auch die aussage einer bekannten... :du lacht so wenig.....
    kann auch daran liegen das im moment nicht viel zu lachen gibt......aber das ist ein anderes thema....

    ja ich lache weniger, schreie und schimpfe aber auch weniger....
    die medis unterdrücken impulse und nicht nur die die nicht gut sind sondern bremmsen auch die gut sind....wenn man hier von gut und schlecht reden kann???!!!

    dies ist mir schon bei meinem sohn aufgefallen (11 jahre adhs)
    als er angefangen hat sie zu nehmen und auch heute bemerke ich es und finde es sehr traurig das ihm die leichtig keit fehlt, die kindlicheleichtigkeit....

    wie gesagt nicht alles impulse oder gefühle werden unterdrückt aber so einiges....

    aber ich schließe mich meinen vorrednern an....nicht jeder reagiert gleich und eine thera. begleitent ist umungänglich....meine meinung...

    sry etwas lang geworden....

    noch mal daumen hoch das du dich so informierst und und hinter him stehst...

    P.S. bin immer noch die verrückte, liebenswerte chaos picco die die leute zum lachen und weinen bringen kann


    lg eure chaos picco

  8. #8
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 33

    AW: wie weit verändert sich der mensch mit medikamenteneinnahme??

    hey keko,hey piccolin@


    ich danke euch für eure antworten das hilft ein großes stück weiter.
    da habe ich wieder ein wenig hoffnung.
    ich habe noch keinen guten trick für mich gefunden mit diesem ich liebe diesen menschen und ich kenne diesen menschen gar nicht gefühl umzugehen.
    habt ihr dafür noch einen guten rat ich bin dann immer sehr verzweifelt und verletzt.
    Geändert von feinemilde (26.05.2010 um 18:09 Uhr)

  9. #9
    piccolin@

    Gast

    AW: wie weit verändert sich der mensch mit medikamenteneinnahme??

    hallo feinemilde.....

    was meinst du mit diesem "ich liebe diesen menschen und ich kenne diesen menschen gar nicht gefühl umzugehen." ??

    kannst du es genauer erklären???

    lg picco

  10. #10
    fox


    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 61

    AW: wie weit verändert sich der mensch mit medikamenteneinnahme??

    "ich liebe diesen menschen und ich kenne diesen menschen gar nicht gefühl umzugehen."
    ich musste diesen satz auch 3x lesen aber ich kenne dieses gefühl. ich sage dazu immer
    ZWEI GESICHTER:
    das eine, dass mir vertraut ist, das lieb, fürsorglich, sanft ist und dann
    das andere, das gemein, aggressiv, beleidigend ist, nur weil es wieder irgendeinen auslöser gab, den ich nicht erkennen konnte, weil er sich mir nicht mitgeteilt hat.

    es ist wirklich so, den einen teil liebt man und der andere teil scheint ein anderer mensch zu sein, dessen verhalten man nicht versteht, man weiß nicht, was man falsch gemacht hat, dass es dieses verhalten auslöst, man weiß nicht, was man ändern kann. dieser andere mensch blockt einen ab, lässt nicht zu, scheint keinerlei liebe mehr empfindenzu können. zu so einem menschen würde man ja nie eine beziehung eingehen, wenn da nicht die andere seite wäre, in der man ihn kennengelernt hat.

    ich weiß, dass es verdammt schwierig ist und ich habe keine ahnung, wie man sich so ein dickes fell zulegen kann, dass man schafft, diese sehr persönlich und scharf formulierten verbalen attacken nicht persönlich zu nehmen. mir ist das nie wirklich gelungen, wir stecken jetzt in der trennung. jeder muss für sich selbst herausfinden, wie weit man gehen möchte oder kann.
    vielleicht ein trick: stell dir wirklich einfach vor, es sei ein anderer mensch gewesen. aber ER muss trotz allem daran arbeiten, diese launen besser unter kontrolle zu halten.

    LG fox

Seite 1 von 4 1234 Letzte

Ähnliche Themen

  1. "Anderer Mensch" durch ADHS-Medikamente?
    Von XPFchaot im Forum ADS ADHS Erwachsene: Umfragen
    Antworten: 13
    Letzter Beitrag: 9.09.2011, 09:22
  2. Für alle, die Probleme mit regelmäßiger Medikamenteneinnahme haben
    Von nachteule im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
    Antworten: 3
    Letzter Beitrag: 4.04.2010, 21:51
  3. Antworten: 7
    Letzter Beitrag: 22.07.2009, 00:56

Stichworte

Thema: wie weit verändert sich der mensch mit medikamenteneinnahme?? im Forum Angehörige von Erwachsenen mit ADS/ADHS bei ADHS bei Erwachsenen Forum
©2017 ADHS bei Erwachsenen Forum