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Diskutiere im Thema Beziehungschaos ADHS + Normalo - war ich ihm einfach nicht wichtig genug? im Forum Angehörige von Erwachsenen mit ADS/ADHS
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #11
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 324

    AW: Beziehungschaos ADHS + Normalo - war ich ihm einfach nicht wichtig genug?

    Hallo HunkyDory

    Ich habe jetzt die anderen Beiträge nur überflogen, also nicht wundern wenn was doppelt ist.

    Ich sage dir jetzt mal meine ganz persönliche Einschätzung dazu ( es ist nur meine eigene Meinung zu dem gesagten und muss nicht mit deinem Erlebten kongruent sein)

    Ich denke er könnte durchaus ADHS haben, dennoch (!) ist das nicht die alleinige Erklärung für ein solches Verhalten.

    Also erstmal denke Ich, dass nach 7 Beziehungen man schon innerlich sehr abgeklärt mit dem Thema Liebe ist und das man da als Partner schon ein ziemliches Selbstbewusstsein haben oder entwickeln muss, um sich in seinen Fokus zu rücken und ihn auch ein bisschen " an die Hand zu nehmen".

    Du hattest von deinen Minderwertigkeitsgefühlen gesprochen und anhand deines Textes hatte ich schon das Gefühl, dass du emotional sehr abhängig von ihm warst oder dich gemacht hast, was für ihn vielleicht unbehaglich war, da er schon viel Erfahrung mit diesem Thema hatte.

    Außerdem ist es immer von Vorteil, wenn man als ADHSler einen selbstbewussten und emotional stabilen Partner an seiner Seite hat.

    In einer ungleichen Beziehung wie eurer, hat immer die Person am meisten "Macht" die am wenigsten für die Beziehung empfindet. Das klingt jetzt erstmal super hart ( glaub mir ich musste das auch erstmal schmerzhaft lernen) aber das kann man auch für sich nutzen um eben die Beziehung in das gewünschte Gleichgewicht zu bringen.(also das ihr beide auf einer Augenhöhe miteinander agiert) So fern es wirklich Liebe seinerseits war.

    Denn der Aspekt mit dem Tod deines Vaters wäre auch für mich ein Argument um Schluss zu machen und schließt ebenso auf eine ziemliche Gleichgültigkeit. Fast so als wärst du eine Art emotionales Auffangkissen für seine vorherige Beziehung. Falls du vielleicht auch so einen Eindruck davon hattest, dann solltest du ihn wirklich vergessen. Leider machen viele Männer mit Bindungsproblemen so etwas und man sollte da auch gar nicht sich die große Illusion machen, man könnte sie ändern. Dann lieber einen neuen Mann suchen, der weiß was er will.

    Ich würde an deiner Stelle nicht zu viele Gedanken in diese Beziehung stecken, besonders wenn er sich nicht allzu getroffen gezeigt hat seitdem Schluss ist.

    Du hast doch für dich rausgefunden, dass du gar nicht so unnormal bist, wie du immer dachtest. Also gehe mit diesem Wissen in die Welt und nutze deine Freiheit um dich zu finden. Und um einen gleichberechtigten Partner zu finden.

  2. #12
    Bin hier neu, seid lieb zu mir

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 13

    AW: Beziehungschaos ADHS + Normalo - war ich ihm einfach nicht wichtig genug?

    Eiselein schreibt:
    Nach 7 Frauen ist der Mann verbrannt. Das heisst er möchte weitere Verletzungen dadurch vermeiden, dass er künftig die Frauen auf Distanz hält. Er will zwar eine Beziehung, weiß aber, dass Beziehungen bei ihm in die Hose gehen; deshalb möchte er es diesmal möglichst so hinkriegen, dass es nicht wieder in die Hose geht, und zwar eben dadurch, dass er sich so verhält, dass es auf jeden Fall in die Hosen geht.
    So hab ich das noch nie gesehen. Danke für diesen neuen Blickwinkel.
    Eiselein schreibt:
    Ich weiß, was Du sagen willst, das klingt doch völlig antilogisch. Richtig. Es ist ADHS-Logik.
    So wie du das erklärst, kann ich das schon nachvollziehen. Auch, wenns doch eine etwas eigenartige Denkweise ist. Aber auf gewisse Weise folgt das auch wieder einer Logik.

    Eiselein schreibt:
    Ich schlage vor, Du liest erstmal das Buch "Lass mich, doch verlass mich nicht" von Cordula Neuhaus durch. Vielleicht erhellt sich die ADHS-Logik, die in diesem Titel programmatisch schon ausgedrückt ist, dann ein bißchen mehr.
    Ich hab das Buch vor kurzem gelesen. Aber ehlich gesagt fand ich es nicht so erhellend. Die Beispiele von Betroffenen fand ich z.B. sogar schlecht ausgewählt, bzw. nicht nur spezifisch für ADHS-Beziehungen. Da helfen mir solche Beiträge wie von euch hundert Mal mehr, um die Situation besser zu verstehen!

    Eiselein schreibt:
    Deine Festellung "eigentlich bin ich ihm egal", taugt leider auch nichts. Da er darauf angewiesen ist, je mehr er in Dich verknallt ist, dieses umso weniger zu zeigen, oder anders ausgedrückt, je mehr er emotional bereits von dir abhängig geworden ist, desto mehr seine Eigenständigkeit von Dir herauskehren muss, um vor sich selbst sein Gesicht wahren zu können. Er darf auf jeden Fall nicht, in seine Kleinkindrolle zurückfallen, von jemandem unmittelbar emotional abhängig zu sein.
    Wieder ein hilfreicher Gedanke, den ich alleine nie verstanden hätte. Danke!

  3. #13
    Bin hier neu, seid lieb zu mir

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 13

    AW: Beziehungschaos ADHS + Normalo - war ich ihm einfach nicht wichtig genug?

    @Anncath: Vielen lieben Dank für deine Einschätzung! War viel dabei, was beim Verständnis geholfen hat.

    Anncath schreibt:
    Also erstmal denke Ich, dass nach 7 Beziehungen man schon innerlich sehr abgeklärt mit dem Thema Liebe ist und das man da als Partner schon ein ziemliches Selbstbewusstsein haben oder entwickeln muss, um sich in seinen Fokus zu rücken und ihn auch ein bisschen " an die Hand zu nehmen".
    Das hat dein Vorredner auch geschrieben, ich hab daran nie gedacht, also danke dafür!

    Anncath schreibt:
    Du hattest von deinen Minderwertigkeitsgefühlen gesprochen und anhand deines Textes hatte ich schon das Gefühl, dass du emotional sehr abhängig von ihm warst oder dich gemacht hast, was für ihn vielleicht unbehaglich war, da er schon viel Erfahrung mit diesem Thema hatte.
    Ja, schon ein bisschen. Das hat sich natürlich verschlimmert, je weniger von ihm kam. Ich hab ihm das schon ein paar Mal in unseren Streitgesprächen gesagt, dass ich in Phasen seiner Distanz sehr verunsichert werde und ich dann eigentlich nur eine kleine Beschwichtigung von ihm brauche, dass zwischen uns noch alles ok ist, um das zermürbende Gedankenkarussell zu durchbrechen...weil es mir eben in der ganzen Beziehung schon an Klarheit und Stabilität gemangelt hat.

    Aber diese Geste wollte er mir nie entgegen bringen, weil er sich von mir keine Worte und Handlungen diktieren lässt. Er hat gesagt, dass er oft schon ganz genau weiß, was ich in bestimmten Streit-Situationen hören will, aber er macht dann aus Prinzip genau das Gegenteil. Was meinem Vertrauen und Glauben in unsere Beziehung ja noch umso mehr schadet. Es ist ja nicht so, dass ich mich nur einkriege, wenn er mir lächerliche Liebeszugeständnisse macht und irgendwelche Sätze nachplappert - gar nicht. Aber bei ihm hat mir so ein kleines bisschen auf mich zukommen extrem gefehlt, vor allem wenn man damit Dinge für den anderen viel leichter machen könnte. Eigentlich war der Kern allen Zweifelns meinerseits, dass ich auch nach 11 Monaten nie wusste, woran ich bei ihm bin...welchen Stellenwert ich für ihn habe. Mich hat das fertig gemacht. Aus jeder noch so kleine Situation, in der er damit konfrontiert war, Stellung zu mir zu beziehen, hat er sich geschickt rausgewunden.

    Er hat auch gesagt, dass es nicht mal so ist, dass er diese Dinge nicht fühlt/sagen will, aber sobald er merkt, dass ich es von ihm erwarte, macht er dicht.
    Er wusste ja, dass mich diese Situationen sehr verletzt haben, hat das aber anscheinend willentlich in Kauf genommen. Ihm war da sein Beharren auf seiner Position wichtiger, als einen Schritt auf mich zuzugehen. Dieses Verhalten verstehe ich bis heute noch nicht. Ich hab mir im Nachhinein auch gemerkt, ich hab bestimmte Reaktionen/Situationen von ihm unbewusst als keinen Test für die Ernsthaftigkeit seiner Gefühle angesehen - und durch alle dieser Tests ist er bei mir "durchgefallen".


    Anncath schreibt:
    Außerdem ist es immer von Vorteil, wenn man als ADHSler einen selbstbewussten und emotional stabilen Partner an seiner Seite hat.
    Ja, das Problem ist mir auch schon bewusst geworden. Ich bräuchte selbst genau diese Art von Partner

  4. #14
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 324

    AW: Beziehungschaos ADHS + Normalo - war ich ihm einfach nicht wichtig genug?

    HunkyDory schreibt:
    Ja, schon ein bisschen. Das hat sich natürlich verschlimmert, je weniger von ihm kam. Ich hab ihm das schon ein paar Mal in unseren Streitgesprächen gesagt, dass ich in Phasen seiner Distanz sehr verunsichert werde und ich dann eigentlich nur eine kleine Beschwichtigung von ihm brauche, dass zwischen uns noch alles ok ist, um das zermürbende Gedankenkarussell zu durchbrechen...weil es mir eben in der ganzen Beziehung schon an Klarheit und Stabilität gemangelt hat.
    Genau das ist wahrscheinlich der Grund für ihn gewesen sich noch noch mehr abzuschotten. Er hätte wahrscheinlich eine Leitlinie gebraucht und jemand mitnetwas mehr Erfahrung, aber ehrlich gesagt kann er nicht da drauf warten, dass die perfekte Frau kommt und alle seine Probleme regelt.

    Wenn man schon Beziehungstechnisch ausgebrannt ist und Defizite hat, dann sollte man vor allem selber an sich arbeiten. Was mich genau zu dem vorherigen Standpunkt bringt: mach dir nicht mehr allzu viele Gedanken um ihn. Öffne dich für neue, emotional stabilere Männer! Du sagst ja selber das du das gebrauchen könntest!

    LG

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