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Diskutiere im Thema ADHS-Kollege im Forum Angehörige von Erwachsenen mit ADS/ADHS
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 7

    ADHS-Kollege

    Hallo an alle ADHS-ler,

    ich brauche mal eure Hilfe.
    Ich habe einen langjährigen Kollegen mit ADHS.
    Chaos, ständig in Aktion, macht "die halbe Welt" verrrückt, verbale Aussetzer und und und.

    Es ist sehr anstrengend, mit ihm zu arbeiten.
    Problem: Wir haben beide durch einen Abteilungsverkauf zusammen vor 3 Jahren die Firma gewechselt (die Arbeit ist dabei aber diesselbe geblieben).
    AUf der alten Firma hatte er sich sehr viele Feinde gemacht, und - da er lange Zeit sogar unswer Chef war, aber auch einige wegen ihm gekündigt.
    Alles ne lange und komplizierte Geschichte.

    Ich möchte vermeiden, dass das alles auf der neuen Firma wieder so passiert.
    Wir sind wirklich ein tolles Team aus ca. 15 Kollegen, geht alles locker zu.

    Doch ich bin die einzige, die ihn so lange kennt.
    Deshalb steh ich bei den anderen ständig im Fokus, d.h. sie fragen mich, was denn mal wieder mit ihm los ist oder regen sich bei mir über ihn auf.
    Mir fällt die Zusammenarbeit natürlich auch oft schwer.

    Ich würde meinem Kollegen gerne helfen, jedoch haben wir noch nie offen über ADHS gesprochen.

    Was ist hilfreich? Offenheit und Ehrlichkeit, oder eher vorsichtiger Umgang?
    Da sein oder besser Abstand halten?

    Was würdet ihr wollen, bzw. womit fühlt ihr euch wohl.
    habe mal den Spruch gelesen: LAss mich, aber verlass mich nicht!
    Was ist da dran?

    Wer hilft mir?
    Eigentlich ist er ein lieber Kerl und ich mag ihn.
    Aber die Zusammenarbeit ist oft sehr anstrengend

    Liebe Grüße

    die treue Seele

  2. #2
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Alter: 48
    Forum-Beiträge: 7

    AW: ADHS-Kollege

    Hallo treue Seele

    Danke für deine Grüße auf mein Schreiben.

    Nun zu deinem Kolegen Ich denke wenn Ihr euch schon so lange kennt, könntest
    du es mal versuchen mit ihm darüber zu sprechen.

    Es ist ja nicht böse von Dir gemeint sondern zu seinem besten.
    Vieleicht freut er sich ja das sich jemand um ihn kümmert und wenn nicht dann hast du es fersucht.

    Viel Erfolg und einen lieben Gruß
    Wünscht Dir kopflos

  3. #3
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 36
    Forum-Beiträge: 139

    AW: ADHS-Kollege

    hat der sich eigentlich geoutet oder vermutest du dass er ADHS hat?

  4. #4
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 7

    AW: ADHS-Kollege

    Hallo zusammen,

    danke für eure netten Antworten.

    Im Grunde genommen hat er sich geoutet, wewnn auch in Etappen.

    Über seinen Sohn (ADS) haben wir beide schon oft offen gesprochen.

    Über sich selbst waren es mehr Sprüche, z. B. " mein Sohn sieht nicht nur so aus wie ich, er hat auch die gleiche Macke.

    Oder als er letzten von seinem hohen Aktionismus am Wochenende sprach, fragte ich, so halb im Spaß: "Bißchen hyperaktiv, oder was?"
    Worauf er ganz ernst antwortete, er sei ja hyperaktiv.

    Nach den beiden Sprüchen war ich mir sehr sicher, vor allem, da es noch mehrere im Laufe der letzten Jahre in etwas abgeschwächter Form, aber ähnlich, gab.

    Da fällt mir eine Frage hierzu ein:
    Er bezeichnet mich immer als "mütterlichen Typen" und immer wieder Sätze, die in die gleiche Richtung gehen.

    Möglich, das er selbst genau das sucht, oder eher Zufall. Was denkt ihr?

    Viele liebe Grüße und tausend Dank für weiter Hilfe.

    Leider fehlt eine Art "Anleitung für Mitmenschen" in allen Seiten zu dem Thema, so dass ich auf euch angewiesen bin.

    Freu mich weiter auf euch

    Eure treue Seele

  5. #5
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 36
    Forum-Beiträge: 139

    AW: ADHS-Kollege

    ja sone Anleitung hätten wir glaub ich auch gern.

    Ich würd ihn nochmal auf adhs ansprechen wenn es passt und ersthaft frag, ob er es denn hat. Das könnte auch ne gute Überleitung sein, um die anderen Probleme zu sprechen.

  6. #6
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Forum-Beiträge: 3.146

    AW: ADHS-Kollege

    also für mich liest sich das auch, als würde er darauf warten, dass Du ihn auf das Thema ansprichst.

    Vielleicht fängst Du mal ganz allgemein an, dass Du gelesen hast oder gehört, dass es auch viele Erwachsene mitADHS gibt oder dass ADHS im Erwachsenenalter nicht plötzlich aufhört, also nicht direkt auf ihn bezogen. Du kannst sicher an seiner Reaktion erkennen, wie Du das Gespräch dann fortsetzen kannst. Es wäre schon vorstellbar, dass der Kollege jemanden zum reden brauch, weil es für ihn eher schwierig ist, wenn er befürchten muß, nicht verstanden zu werden.

    Also ich drücke Dir die Daumen und wenn der erste Schritt getan ist,dann geht es meistens leichter.

    Lieben Gruß
    Marvinkind

  7. #7
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 2.632

    Rotes Gesicht AW: ADHS-Kollege

    treue Seele schreibt:
    Er bezeichnet mich immer als "mütterlichen Typen" und immer wieder Sätze, die in die gleiche Richtung gehen.

    Möglich, das er selbst genau das sucht, oder eher Zufall. Was denkt ihr?

    Ich denke, dass Du da getrost von einem Nicht-Zufall ausgehen darfst.

    Jetzt ist bloss noch die Frage, wie er auf so gearteten "mütterlichen" "Zuspruch" reagiert...

    Jedenfalls sind die "mütterlichen Zusprecherinnen" im Umgang mit AD(H)S-Männern oft irritiert, wenn diese plötzlich aggressiv werden oder "bocken", obwohl man es ja eigentlich "nur gut" mit den Burschen meint...

  8. #8
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 7

    AW: ADHS-Kollege

    Hallo Ihr Lieben,

    vielen Dank für Eure Hilfe.
    Kommende Woche habe ich Urlaub, aber danach werde ich das Thema mal in Angriff nehmen. Hoffe, dass er auf meine Einladung eingeht, denn im Umfeld Firma finde ich das nicht gut.
    Drückt mir also mal die Daumen. Ich werde euch dann berichten, ob es gut oder schlecht gelaufen ist. Vielleicht hilft das dann auch einem von euch ein wenig.

    Also bis denne.

    LG treue Seele

  9. #9
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 61
    Forum-Beiträge: 767

    AW: ADHS-Kollege

    Ich hatte bis anhin immer guten Erfolg, wenn ich jemanden auf ADS ansprach.

    Das ist heute nicht mehr so ein Tabuthema, jedenfalls nicht bei uns.

    Einige konstruktive Links:

    chaos.pdf (application/pdf-Objekt)
    Selbsttest
    ADS

    Grundsätzlich wäre es wichtig ihn auf Verbesserungen anzusprechen, zu fragen ob er schon aktiv etwas unternimmt, zu unternehmen gedenke - ihm zu sagen, wie er bei anderen ankomme (oft hat der ADSler ja keine klare Vorstellung wie er wirkt, verzerrte Wahrnehmung).

    Sagen: Ich habe den Verdacht... ich empfinde... ich merke bei den anderen...
    Wozu wärst du denn bereit?

    Viel Erfolg... und ja.. du bist deines Bruders Hüter!

  10. #10


    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 20.807
    Blog-Einträge: 40

    AW: ADHS-Kollege

    Selenia schreibt:
    Viel Erfolg... und ja.. du bist deines Bruders Hüter!
    Da bin ich ja heilfroh, dass du den Hüter ohne "h" schreibst.

    @ treue seele: Es wär wirklich wichtig zu wissen, ob nun wirklich bei deinem Kollegen wirklich eine ADHS vorliegt, oder nicht.

    Ansonsten bringt die ganze Konversation hier leider nicht sehr viel.

    "Hyperaktiv" und emotional etwas instabil zu sein muss noch lange nicht bedeuten, dass man eine ADHS hat, zumal eben gerade die Hyperaktivität eher eines der Symptome ist, die sich im Erwachsenenalter gerne verlieren bzw. von einer recht quälenden, inneren (aber eben nur inneren) Unruhe abgelöst werden.

    Soweit bei deinem Kollegen im Kindes- und Jugendalter tatsächlich eine als solche diagnostizierte AD(H)S vorlag, muss auch das noch nicht zwingend bedeuten, dass die immer noch persistiert, sondern es kann genauso sein, dass er mittlerweile die diagnostischen Kriterien nicht mehr erfüllt.

    Nicht alle Kinder bzw, Jugendliche mit einer AD(H)S haben diese eben auch noch als Erwachsene.

    Ebenso bedeutet ein betroffenes Kind zu haben noch lange nicht, dass zwingend auch die Eltern oder ein Elternteil betroffen sein muss, da nach Stand der Wissenschaft (einfach ausgedrückt) zwar gewisse, prädisponierende genetische Konstellationen vererbt werden, man jedoch nicht von einer "richtigen" Erbkrankheit ausgehen kann. Hier spielen Umweltfaktoren und psycho-soziale Komponenten also ebenfalls eine Rolle.

    ADHS-Tests im Internet taugen meiner bescheidenen Ansicht nach vielleicht höchstens für den lustigen, nicht allzu ernst gemeinten Zeitvertreib in einer heiteren Runde, da die Diagnostik schon für langjährig erfahrene Fachärzte in Zusammenarbeit mit einem "realen" Patienten schwer genug ist.

    Also ab zum qualifizierten Facharzt, falls noch nicht geschehen.

    Die Psychiatrie bietet eine ziemliche Fülle an Erklärungsmöglichkeiten für alles, was du hier beschrieben hast und irgendwie auf eine AD(H)S schließen oder den Verdacht dafür bekommen kann zumindest ich daraus keineswegs.

    Bin jedenfalls mal interessiert, was du noch so zu berichten hast und werd das Thema hier mal abonnieren.





    Liebe Grüße,
    Alex

Thema: ADHS-Kollege im Forum Angehörige von Erwachsenen mit ADS/ADHS bei ADHS bei Erwachsenen Forum
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