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Diskutiere im Thema Abhängigkeit und Selbstwertgefühl im Forum Angehörige von Erwachsenen mit ADS/ADHS
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #1
    Bin hier neu, seid lieb zu mir

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 11

    Abhängigkeit und Selbstwertgefühl

    Ich habe das Gefühl, dass neben dem Verdacht auf ADS meines Freundes, sein Selbstwertgefühl ihm bei vielem im Weg ist. Er vernachlässigt seine Hobbys, sein Äußeres sowie Freunde. Er holt sich Motivation immer von außen und nicht von sich selbst. Er tut nur etwas für sich, wenn man es ihm immer wieder aufträgt. Er hat kaum große oder kleine Ziele und ist nie mal richtig stolz auf sich oder überzeugt. Der Grund warum er sich überhaupt zu etwas motivieren lässt bin ich, unser Sohn und seine Familie. Es ist total abhängig von mir und seiner Familie. Ich vermute, dass vieles mit seinem Selbstwertgefühl zusammenhängt und weiß nicht, wie man es wieder stark bekommt und wie er außerdem selbständiger/unabhängiger wird. Ich habe auch das Gefühl, dass er dafür Hilfe braucht, weiß aber nicht was da in Betracht kommen würde. Habt ihr eine Idee? Bin ich zu sanft?Ich dache auch mal daran, dass er sich einfach mal in einer eigenen Wohnung behaupten muss, doch ich denke das wäre zum Scheitern verurteilt. Ich möchte ihm helfen und ich liebe ihn doch, aber ich kann nicht sein ganzes Leben managen.

  2. #2
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.715

    AW: Abhängigkeit und Selbstwertgefühl

    Hallo Jorika,

    ihr habt einen gemeinsamen Sohn, aber er wohnt noch bei seinen Eltern? Sorry, wenn ich jetzt nicht alle deine Beiträge noch einmal nachlese.

    Wie auch immer, das hängt ja alles zusammen. Eine unbehandelte AD(H)S ist keine gute Voraussetzung für das Selbstwertgefühl. Und eine zu starke Bindung an die Eltern ist ein potenzieller Sargnagel für eine Beziehung, wie ich schon mal geschrieben hatte.

    Also auf jeden Fall eine ganz schöne Baustelle. Auch wenn er keine großen oder kleinen Ziele, wie du schreibst, hat, stellt er sich doch irgendwie seine und eure Zukunft vor? Die Eltern sind dafür nicht zuständig jedenfalls.

    Du musst für ihn erst einmal die Rolle der Ersatzmama übernehmen, tut mir leid. Ihn wohlmeinend ins kalte Wasser werfen kann schief gehen. Aber in dieser Rollenverteilung müsst ihr nicht bleiben auf lange Sicht.

  3. #3
    Bin hier neu, seid lieb zu mir

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 11

    AW: Abhängigkeit und Selbstwertgefühl

    Hallo,
    tut mir Leid wenn ich so spät erst antworte. Ja, wir haben einen 9 Monate alten Sohn. Ich denke ich muss ADS einfach noch weiter verstehen. Manchmal erwarte ich zu viel auf einmal. Es braucht Zeit, nur bin ich oft zu ungeduldig. Er ist von der gemeinsamen Wohnung zurück zu seinen Eltern gezogen. Seine Schulden und sein Umgang mit Geld brachte uns zu dieser vorrübergehenden Entscheisung. Ich kann gut mit Geld haushalten doch bei ihm geht so schwierig, dass ich einfach Angst hatte diese ganze Verantwortung zu übernehmen. Das mit der eigenen Wohnung war eine Schnapsidee. Es wäre besser wenn er wieder zu mir kommt, nur manchmal ist es mir einfach zu viel Stress. Ich möchte ihn nicht in's Kalte Wasser werfen doch manchmal wird mit alles zu Viel. Ich denke ich muss einfacher stärker werden und mich mehr belesen, geduld mit ihm haben und viel verständnis.

    Vielen Dank für deine Antwort
    Jorika

  4. #4
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 16

    AW: Abhängigkeit und Selbstwertgefühl

    Hallo!
    Ich bin seit 7 Jahren in einer Beziehung mit einem Partner mit ADHS und kann dich sicher gut verstehen!
    Versuche wirklich möglichst viel darüber zu lesen, denn es betrifft einen wirklich sehr und wenn man sich nicht gut mit ADHS auskennt, nimmt man viele Dinge persönlich, die aber überhaupt nicht persönlich gemeint sind!
    Und vor allem wünsche ich dir, dass du vieles mit Humor nehmen kannst, auch wenn es oft schwierig ist! Man neigt als "Normalo" dazu, dann ständig "normalo" Normen anzulegen und zu grübeln, wie was wann man machen könnte, damit diese oder jenes besser funktioniert!
    Aber man muss den Partner wirklich so annehmen, wie er ist! Und lernen damit umzugehen! Natürlich sollte er sich auch bemühen, aber einen anderen Menschen wirst du aus ihm nicht machen können!
    Ich wünsch euch alles Gute,
    Eva

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