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Diskutiere im Thema ADS bei Erwachsenen: Behandlung mit Medikinet - Alternative Therapiemöglichkeit? im Forum Angehörige von Erwachsenen mit ADS/ADHS
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 5

    Frage ADS bei Erwachsenen: Behandlung mit Medikinet - Alternative Therapiemöglichkeit?

    Hallo Zusammen,

    also zu allererst:
    Ich bin neu hier, also noch nicht ganz so vertraut mit dem System und was es alles so kann. Seid mir deshalb nicht böse, wenn ich nicht direkt auf eure Antworten antworte...

    Okay, dann leg ich mal los:
    Mein Freund (30 Jahre) leidet unter einer mittelstarken, Tendenz zur starken, Form von ADS.
    Er hat vor ein paar Tagen angefangen Medikinet zu nehmen (20 mg). Weil dieses Medikament natürlich akut wirkt, ist er jetzt, erstmal ja auch zurecht, sehr begeistert von dem Zeug.

    Ich weiß nicht, wie ich damit umgehen soll, wie ich mit ihm reden soll, geschweige denn, was ich fühlen soll, wenn ich weiß, dass er es genommen hat, jetzt gerade mitten in der Wirkungsphase ist und wir eine Konversation führen.

    Verändert es die Persönlichkeit?
    Er sagt nein.
    Und es ist ja auch kein Mittel, was physisch abhängig macht. Trotzdem ist es doch so, dass man gedanklich eine bestimmt Abhängigkeit verspürt oder?

    "Ich kann nicht leisten, muss es aber jetzt, also kann ich ja noch schnell die 3 Tablette am Tag um 18 Uhr nehmen"

    Könnte nicht so der Gedankengang sein?
    Ich bitte Diejenigen unter euch, die dieses Medikament nehmen, mir ihre Erfahrungen über genau diesen Gedanken zu schildern.
    Das wäre sehr hilfsbereit!

    Eine ganz andere Sache ist: Ich habe nicht das Gefühl, dass er sich in irgendeiner Weise nach Alternativen umschaut. Eigentlich ist er ein Mensch, der es solange wie möglich hinauszögert auch nur eine Kopfschmerztablette zu nehmen.
    So kenne ich ihn garnicht.
    Aber wer kann es ihm verübeln? Ich meine, es zeigt ja SOFORT Wirkung und ihm eine ganz neue und produktive Art des Seins.
    Ich habe von einigen Verhaltenstherapien gelesen, Choatchings, die LANGZEITIG helfen. Auch nach Pflanzlichen Mitteln habe ich gesucht und gesucht.
    Könntet ihr mir, wenn ihr auch nur im Ansatz etwas davon wisst, darüber berichten?

    DAS ist nämlich mein Hauptpunkt: Medikinet wirkt nur akut und nicht langzeitig.
    Könnt ihr mir vielleicht auch hier Erfahrungen eurerseits mit mir teilen? Nebenwirkungen, "Entzugserscheinungen", etc.?

    Oder habt ihr vielleicht ähnliche "Probleme" im Bekannten-/Verwanntenkreis?
    Ich danke euch erstmal für eure Aufmerksamkeit!

    Liebe Grüße,

    Claire28

  2. #2
    Iam


    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 214

    AW: ADS bei Erwachsenen: Behandlung mit Medikinet - Alternative Therapiemöglichk

    Claire28 schreibt:
    Hallo Zusammen,

    also zu allererst:
    Ich bin neu hier, also noch nicht ganz so vertraut mit dem System und was es alles so kann. Seid mir deshalb nicht böse, wenn ich nicht direkt auf eure Antworten antworte...

    Okay, dann leg ich mal los:
    Mein Freund (30 Jahre) leidet unter einer mittelstarken, Tendenz zur starken, Form von ADS.
    Er hat vor ein paar Tagen angefangen Medikinet zu nehmen (20 mg). Weil dieses Medikament natürlich akut wirkt, ist er jetzt, erstmal ja auch zurecht, sehr begeistert von dem Zeug.

    Ich weiß nicht, wie ich damit umgehen soll, wie ich mit ihm reden soll, geschweige denn, was ich fühlen soll, wenn ich weiß, dass er es genommen hat, jetzt gerade mitten in der Wirkungsphase ist und wir eine Konversation führen.

    Verändert es die Persönlichkeit?
    Er sagt nein.
    Und es ist ja auch kein Mittel, was physisch abhängig macht. Trotzdem ist es doch so, dass man gedanklich eine bestimmt Abhängigkeit verspürt oder?

    "Ich kann nicht leisten, muss es aber jetzt, also kann ich ja noch schnell die 3 Tablette am Tag um 18 Uhr nehmen"

    Könnte nicht so der Gedankengang sein?
    Ich bitte Diejenigen unter euch, die dieses Medikament nehmen, mir ihre Erfahrungen über genau diesen Gedanken zu schildern.
    Das wäre sehr hilfsbereit!

    Eine ganz andere Sache ist: Ich habe nicht das Gefühl, dass er sich in irgendeiner Weise nach Alternativen umschaut. Eigentlich ist er ein Mensch, der es solange wie möglich hinauszögert auch nur eine Kopfschmerztablette zu nehmen.
    So kenne ich ihn garnicht.
    Aber wer kann es ihm verübeln? Ich meine, es zeigt ja SOFORT Wirkung und ihm eine ganz neue und produktive Art des Seins.
    Ich habe von einigen Verhaltenstherapien gelesen, Choatchings, die LANGZEITIG helfen. Auch nach Pflanzlichen Mitteln habe ich gesucht und gesucht.
    Könntet ihr mir, wenn ihr auch nur im Ansatz etwas davon wisst, darüber berichten?

    DAS ist nämlich mein Hauptpunkt: Medikinet wirkt nur akut und nicht langzeitig.
    Könnt ihr mir vielleicht auch hier Erfahrungen eurerseits mit mir teilen? Nebenwirkungen, "Entzugserscheinungen", etc.?

    Oder habt ihr vielleicht ähnliche "Probleme" im Bekannten-/Verwanntenkreis?
    Ich danke euch erstmal für eure Aufmerksamkeit!

    Liebe Grüße,

    Claire28
    Hallo Claire28,

    Ich versuche mal als selbst Betroffene zu antworten.

    Zuerst einmal Glückwunsch, dass dein Freund die Diagnose bekommen konnte und auch gleich noch die medikamentöse Behandlung. Das ist nämlich noch lange keine Selbstverständlichkeit.

    Dass "das Zeug" akut wirkt, ist Sinn und Zweck des Ganzen. Es hilft zum Glück. Ich weiß nicht, ob du dir vorstellen kannst, wie es im Kopf eines Menschen zugeht, der ADHSler ist? Lass es dir am Besten von deinem Partner erzählen, wie er es empfindet.

    Meine Beschreibung für Neueinsteiger in dasThema: stell dir vor, du kommst gerade auf einen Rummelplatz. Die ersten Minuten, wo alle Geräusche, Farben, Lichter und Gerüche über dich herein brechen. Das haben wir immer, jeden Tag, jede Stunde, Minute, Sekunde in unserem Kopf. Und plötzlich gibt es da ein Medikament, das dieses Chaos in etwas geordneter Bahnen lenkt. Es ist ein so gewaltiger Unterschied, den kann man kaum beschreiben. Um nochmal den Rummelplatz zu nutzen, du gehst von dem Platz weg in eine ruhige Seitengasse.

    Du fragst, wie du mit ihm umgehen sollst, wenn er seine Medikamente genommen hat. Ganz einfach, so wie immer.

    Ich weiß nicht, was du denkst, dass das Medikament mit ihm macht. Ganz vereinfacht gesagt, es behebt den Dopaminmangel. Das ist aber wirklich eine ganz grobe Vereinfachung. Da gibt es hier gute Threads im Forum, die es ganz genau und korrekt erklären, wie das genau funktioniert. Aber zum Anfang, denke ich, reicht das erst, mal. Bei Menschen ohne ADHS wirkt es natürlich anders. Liege ich richtig mit meiner Vermutung, dass du da entsprechende Berichte kennst und einige Horrorgeschichten gehört hast?

    Du möchtest gern, dass er noch Therapien macht und hast nach pflanzlichen Alternativen gesucht. Das ist gut, dass du ihn unterstützt.

    Therapien bringen etwas, wenn er stabil medikamentös eingestellt ist, weil erst dann die Möglichkeit besteht, der Therpie die benötigte Aufmerksamkeit zu widmen und sie durchzuhalten. Was speziell für deinen Partner passend ist, das kommt darauf an, wo er Probleme hat. Eine Therapie um keine Medikamente mehr zu benötigen, die wird es dafür nicht geben. Es gibt sehr viele Tricks und Möglichkeiten, mit weniger Medikamenten hinzukommen, aber keine Therapie kann dieses andere funktionieren bestimmter Prozesse und den Dopaminmangel beheben.

    Ein pflanzliches Medikament, dass helfen kann ist leider noch nicht gefunden worden. Oder lass es mich so sagen, es gibt da kein legales. Bei vielen Betroffenen hilft eine Zeit lang Kaffee, schwarzer Tee oder Cola. Aber das eben in meist ungesunden Mengen. Daher kann man es leider nicht als hilfreiches Mittel empfehlen.

    Und sich mal eben schnell noch seine dritte Tablette "reinhauen" das kann vielleicht mal in der Einstellungsphase passieren, aber später dann nicht mehr. Erstens sind die Tabletten ja vom Doc für einen bestimmten Zeitraum und die bestimmungsgemäße Einnahme verschrieben und zweitens merkt man ganz schnell selbst, das man es nicht brauchen wird.

    Das ist nämlich das Wichtigste dabei. Das Medikament macht eben nicht abhängig, im Sinne von süchtig. Es hat Nebenwirkungen und ja, wenn die Wirkung nachlässt, ist das erstmal unangenehm. Aber das ist normal. Das kann man mit entsprechendem Verhalten minimieren. Aber das muss man lernen. Diese unangenehmen Begleiterscheinungen beim nachlassen der Wirkung sind einfach nur die Umstellung auf das übliche Chaos im Kopf, was man sonst immer Gatte. Da es aber durch das Medikament behoben wurde, kommt es einem dann besonders schlimm vor. Das ist auch nur wieder eine arg vereinfachte Erklärung. Genaueres zu den ganzen Themen findest du hier im Forum. Ich wollte dir nur nicht gleich am Anfang, die ganze "schwere Kost" vorsetzen, sonst wärst du vielleicht erschlagen von den Erkärungen.

    Ich hoffe, ich habe dir damit ein wenig weiter helfen können.

  3. #3
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.718

    AW: ADS bei Erwachsenen: Behandlung mit Medikinet - Alternative Therapiemöglichk

    Hallo Claire,

    du klingst, als suchest du nach Argumenten, um deinem Freund das Medikament madig zu machen. Warum denn das? Lass ihn doch zuerst seine optimale Dosis herausfinden, das dauert eine Weile, und lass ihn dann schauen, ob er es dauerhaft nimmt oder nicht.

    Trotzdem ist es doch so, dass man gedanklich eine bestimmt Abhängigkeit verspürt oder?

    "Ich kann nicht leisten, muss es aber jetzt, also kann ich ja noch schnell die 3 Tablette am Tag um 18 Uhr nehmen"

    Könnte nicht so der Gedankengang sein?
    Eigentlich nicht. Schließlich bekommt man das Medikament in einer bestimmten Dosis vom Arzt verordnet. Und kaum ein Arzt verordnet eine dritte Tablette am Abend.

    Medikinet wirkt nur akut und nicht langzeitig.
    Ja klar, aber das trifft ja auf Vieles im Leben zu. Die Straßenbahn musst du jeden Morgen neu besteigen. Solange man nicht umzieht, bleibt die Entfernung.

    es zeigt ja SOFORT Wirkung und ihm eine ganz neue und produktive Art des Seins.
    Nein, es geht um viel mehr als Produktivität, sondern um Wahrnehmung. Wir ADHS-ler haben eine verzerrte Wahrnehmung, und das verbessert das Medikament während seiner Wirkung. Es verbessert die Impulsivität und die emotionale Ausgeglichenheit.

    Ich habe nicht das Gefühl, dass er sich in irgendeiner Weise nach Alternativen umschaut. Eigentlich ist er ein Mensch, der es solange wie möglich hinauszögert auch nur eine Kopfschmerztablette zu nehmen.
    Kopfschmerztabletten sind, wenn man sie öfter als ein paarmal im Monat nimmt, ja auch richtig gefährlich, für die Blutgerinnung, für die Nieren usw. Es gibt erstaunlich viele Menschen, die durch Paracetamol und Ähnliches gestorben sind. Von daher ist es richtig, mit Kopfschmerztabletten sehr vorsichtig zu sein.

    Das Wort Alternative impliziert Entweder/Oder, aber das ist zu einfach. Nichtmedikamentöse Maßnahmen ersetzen keine medikamentösen, und umgekehrt. Bei einer mittleren bis schweren ADHS haben Coaching oder Verhaltenstherapie erst Sinn, wenn man Medikamente nimmt.

    Und wenn dein Freund nicht so schwer betroffen ist, kommt er vielleicht mit Medikamenten und Psychoedukation, also Aufklärung über das Störungsbild, aus, und braucht keine weiteren Therapien. Dir ist ja sicher auch bewusst wie teuer nichtmedikamentöse Therapien sind?

    Entzugserscheinungen sind mir keine bekannt. Die ADHS ist halt genau so schlimm wie vorher, wenn man keine Medikamente nimmt; aber natürlich fällt es einem dann viel mehr auf!

    Ich nehme Methylphenidat seit 14 Jahren und denke, das bleibt mittelfristig auch so. Es wirkt sich auf meine Lebensqualität und auch meine Ehe und das Verhältnis zu meinen Kindern sehr positiv aus. Würde ich es absetzen wollen, wäre meine Frau ziemlich sauer.

    Anfangs bin ich zusätzlich auch zu einer Psychologin gegangen. Ein Coaching für ADHS-ler wird in meiner Gegend leider nicht angeboten.

  4. #4
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Forum-Beiträge: 193

    AW: ADS bei Erwachsenen: Behandlung mit Medikinet - Alternative Therapiemöglichk

    Ein Mensch mit Bluthochdruck, der immer mit rotem Kopf durch die Gegend läuft, sein ganzes Wesen hochgefahren wirkt, kann einfach sein Medikament nehmen und ist plötzlich viel "umgänglicher"... und keiner Stellt sich Fragen über die Medikation.

    ein Diabetiker der leicht in die Unterrzuckerunh kommt wir plötzlich etwas duseliger, schlapper gar verpeilter und nimmt sein Insulin.

    bei beiden gibt es eine " Wesenverändeung" und alle sind froh das es diese Medikamente gibt.

    ein ADHSler der gerade total hochgefahren ist wegen Kirmes im Kopf , dem eine Medikation Erleichterung bringt so das er auch nicht so unendlich viel Energie verbrät, weil er verzweifelt versucht sich anzupassen..... der soll nichts nehmen ????

    wo ist der Unetschied zwischen Dopamin und Insulinspielgel???

    So versuche ich mir gedanklich gerade selber die Medikation zu erlauben, weil all das was du so fürsorglich für deinen Mann denkst auch meine Sichtweise war und sich aber langsam ändert.

    Selbst meine Homöopathin hat gesagt ich soll es versuchen , weil es Sinn bringt wenn dies Medis helfen und die ist schon echt alternativ

    Ja und natürlich machen ich Therapie um das noch rauszuholen was ohne Medikation geht und auch um unter der Medikation alles besser Händeln zu können.

  5. #5
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 5

    AW: ADS bei Erwachsenen: Behandlung mit Medikinet - Alternative Therapiemöglichk

    Hallo Iam,

    erstmal danke für deine Antwort.
    Ich bin im kompletten Thema absolut neu, deshalb habe ich hier einfach meine Gedanken und Wahrnehmungen geschildert. Die sind erstmal so da.
    Und es geht hier um ADS, nicht um ADHS. Und er hat mir schon oft erzählt, wie er den Alltag wahrnimmt.
    Mein Problem ist auch nicht, dass mir dafür das Verständnis fehlt, sondern eher dafür, dass er nicht wenigstens etwas pflanzliches ausprobiert.
    Ich spreche auch in keinster Weise dem Medikament seine Wirkung ab.

    Hast du es denn auch mal genommen?/ Nimmst du es noch?
    Wie sind deine Erfahrungen damit?

    LG
    Claire28

  6. #6
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 5

    AW: ADS bei Erwachsenen: Behandlung mit Medikinet - Alternative Therapiemöglichk

    Hallo Elisa.beth,

    Danke für deine Antwort!
    Genau, die Fragen stelle ich mir auch, und im Grunde stimmt das, was du sagst; Solche Sorgen, zeigen nur Fürsorge.
    Danke für deinen Erfahrungsbericht mit deiner Homöopathin. Das werde ich nicht außer Acht lassen, in meinen Gedanken.
    Nochmal: Es geht hier um ADS.
    Darf ich dich bitten, vielleicht etwas von deiner Therapie zu berichten? Ablauf, Wirkung, etc.

    LG
    Claire28

  7. #7
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 5

    AW: ADS bei Erwachsenen: Behandlung mit Medikinet - Alternative Therapiemöglichk

    Hallo 4.Kl.konzert,

    ich danke auch dir für diene Antwort, und will mich in ein paar Punkten vielleicht verständlicher ausdrücken; Also nocheinmal; es geht hier um ADS ohne das H. Und Agressivität, wie sonst ähnliche, negative Verhältensweisen, die nach außengetragen werden, sind hier NICHT vorhanden.

    Und meine Recherche hat ergeben, dass es durchaus für ADS´ler (Nochmal; Ohne das H) verschiedene Verhaltenstherapien gibt, die langfristig anschlagen. OHNE Medikament.

    Danke für deine Schilderung mit Methypenidat im Zusammenhang mit deiner Familie.
    Ich finde es toll, dass du dich so der Verantwortung stellst und auch, dass deine Frau dich dort unterstützt!
    Könntest du mir vielleicht noch etwas genauer beschreiben, WO du die Veränderung auch im Umgang mit deiner Frau und deinen Kindern siehst?

    LG
    Claire28

  8. #8
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Forum-Beiträge: 193

    AW: ADS bei Erwachsenen: Behandlung mit Medikinet - Alternative Therapiemöglichk

    Hallo Claire!

    Ich glaube manchmal habe ich auch das ADHS ohne H....aber nun zu meinem aktuellen Stand.

    Therapie bei einem Therapeuten der AD(H)S mit im Schwerpunkt hat seid einigen Wochen
    Neurofeedback heut zum 2ten mal- kann noch nicht viel sagen- weil man erst ein paar Sitzungne benötigt - aber habe das Gefühl da es mir helfen könnte
    Medikinet Adult 5mg 5mg 0mg seid Samstag ab Freitag 10mg 0mg 0mg also noch in der Testphase , spüre händelbare Nebenwirkungne, das einschleichen, die hilfreiche Wirkung das auschschleichen und den Rebaound...
    Omega 3 und zusätzlich aktuell ein Mineralkomplex
    Homöopathisch Calcium Phosphorikum LM6
    und das Glück , das aufgrund meines BurnOuts sich etwas auf der Arbeit geändert hat, Kollegen eingestellt wurden und wir auch noch Supervision bekommen, um und vor "Überarbeitung" zu schützen

    Meine Homöopathin ist eigentlich eher ein MPH Gegener, hat abe auch einen Schüler wo Eltern, Schule Verhaltenstherapie im Sinne des Jungen zusammenarbeiten, Der selber sagt das es ihm mit den Medikamenten besser geht. Sie hilft nun ehr bei den nebenwirkungen.

    Sie sieht nur Sinn darin wenn das Gesamtpaket stimmt und vor allem das Leben insgesamt eine gute Basis hat, weil der Rebound sonst zu sehr "triggert" oder der Kopf über der Medikation Dinge plötzlich wahrnimmt , die verdrängt waren.

    Bei einem Jugendlichen habe ich es selbst erlebt, das er mit Einsetzten der Wirkung komplett seinen alkoholisierten Vater nachgeahmt hat und mit abklingen war es wieder vorbei. Medikation wurde natürlich sofort abgesetzt.

    Bei mir sieht sie halt auch eine Chance durch die Medikation noch mehr Rückschlüsse ziehen zu können und auch auf homöopathischer Weise noch besser begleiten zu können. aktuell wird sie dann abe auch ehr für mögliche Nebwneirkungen zuständig sein.

    Von dem was ich bisher gespürt habe an Wirkung, faden ich es Luxus das meine Persönlichkeit nicht auf der Kirmes verloren ging, weil ich nämlich nicht auf Kirmes war.

    ich hab das Ziel ohne Medikation klarzukommen aber mittlerweile auch den Gedanken mir damit die Unterstützung zu gönnen, wenn Alternativen nicht greifen

    ich hoffe das meine Antwort dem ensgspricht was du so hören wolltest ??

    LG

    die Therapie selbst, war zunächst die Testung
    dann allgemein das THema ADHS und mein BurnOut
    schauen was ich privat und. Auf Der Arbeit anfangen kann zu ändern
    grundlegen erstemal Reflektion und Support bei dem Wiedereinstieg ins Arneitsleben
    sitzung wöchentliche
    Umgang Wirkung Medikation
    und mehr Sotzungen hatte ich noch nicht
    Geändert von Elisa.beth (16.08.2017 um 18:28 Uhr) Grund: Nachtrag

  9. #9
    Iam


    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 214

    AW: ADS bei Erwachsenen: Behandlung mit Medikinet - Alternative Therapiemöglichk

    Claire28 schreibt:
    Hallo Iam,

    erstmal danke für deine Antwort.
    Ich bin im kompletten Thema absolut neu, deshalb habe ich hier einfach meine Gedanken und Wahrnehmungen geschildert. Die sind erstmal so da.
    Und es geht hier um ADS, nicht um ADHS. Und er hat mir schon oft erzählt, wie er den Alltag wahrnimmt.
    Mein Problem ist auch nicht, dass mir dafür das Verständnis fehlt, sondern eher dafür, dass er nicht wenigstens etwas pflanzliches ausprobiert.
    Ich spreche auch in keinster Weise dem Medikament seine Wirkung ab.

    Hast du es denn auch mal genommen?/ Nimmst du es noch?
    Wie sind deine Erfahrungen damit?

    LG
    Claire28
    Hallo Claire,
    Ja ich nehme es. Und ich bin so unendlich dankbar, dass es das gibt. Bei ADS geht übrigens die Hyperaktivität nach innen, also da ist das Chaos im Kopf so richtig heftig.

    Ob es einen wirklichen Unterschied zwischen den hyperaktiven und den hypoaktiven (das was du ADS nennst) gibt, da streiten sich selbst die Fachleute. Die Ursachen sind bei beiden Typen die gleichen , nur die Ausprägung ist eben anders, allerdings gibt es auch die Typen, die mal so und mal so sind.

    Zu Therapien kann ich nicht viel sagen. Meine Psychotherapien und Klinikaufenthalte haben mich ja erst soweit runter gebracht, dass ich zur Diagnose ADHS gekommen bin und die Medikamente nehmen darf. Ich hatte nämlich meine ändere Art zu sein, zu denken, zu fühlen und zu handeln, 40 Jahre lang verhältnismäßig mal mehr, mal weniger gut im Griff.

    Ich bin jetzt erstmal dabei mich und meinen Alltag zu stabilisieren, so gut es eben noch geht und dann denke ich eventuell über weitere Therapien nach. Aktuell habe ich noch ambulante Therapie, bei der ich zusammen mit meinem Therapeuten versuche, die Schäden der Vergangenheit einigermaßen zu reparieren und nicht noch tiefer in die Komorbiditäten (aufgrund von nicht behandeltem ADHS aufgetretene zusätzliche Erkrankungen) hinein zu geraten.

    Das ist nämlich der nächste Punkt. Man muss erst einmal Therapeuten finden, die sich mit ADHS im Erwachsenenalter auskennen. Mein Psychotherapeut ist auch gleich so ehrlich gewesen und hat gesagt, dass er sich mit dem Thema überhaupt nicht auskennt. Aber er hat mich bei dem ganzen unterstützt, so das ich in der Uniklinik zur Diagnostik könnte.

    Also was an natürlichen Mitteln bei mir am besten hilft, das ist eine reizarme Umgebung und kein Termindruck. Ansonsten versuche ich mich mit vitaminreicher Kost und Sporrt so gut es geht fit zu halten.

    Ach ja, trotz Diagnose ADHS bin ich nach außen keinesfalls aggressiv oder launisch. Das klappt aber nur durch eine, bereits in der Kindheit angeeignete, Selbstkontrolle. Das ist harte Arbeit.

    Wenn dein Freund also mit den Medikamenten gut zurechtkommt, dann schaut, was sich ändert, was ihm besser gelingt, wenn er die für ihn passende Dosis gefunden hat. Dann kann man schauen, wo er noch Verbesserungsbedarf sieht, was er für sich anders machen will und ob er dazu professionelle Hilfe benötigt, oder du ihn unterstützen kannst.

    Und wie gesagt, legale pflanzliche Alternativen sind mir bisher keine bekannt. Und die pflanzlichen Mittel, die eventuell helfen könnten, die sind nun mal verboten. Daher ist das MPH (MethylPhenidatHydroxid, so heißt der Wirkstoff im Medikinet und im Ritalin) momentan die einzig wirksame Alternative mit dem geringsten Risiko, bei bestimmungsgemäßer Anwendung.

    Ich kann verstehen, dass du lieber etwas harmloseres, pflanzliches suchst. Ich glaube, der überwiegende Teil der Betroffenen wäre froh, wenn es das gäbe. Aber das gibt es momentan eben leider noch nicht. Daher ist es eben wichtig zu testen, welches die geringstmögliche Dosierung ist, mit der man auskommt und die trotzdem ausreichend hilft.

    Ich habe nochmal in deinem Anfangspost gelesen. Eine Einstiegsmenge von 20 mg ist schon etwas heftig. Nimmt er die über den Tag verteilt, also 2x10mg oder 4x5mg, oder wie wurde das festgelegt?

  10. #10
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.718

    AW: ADS bei Erwachsenen: Behandlung mit Medikinet - Alternative Therapiemöglichk

    Claire28 schreibt:
    Also nocheinmal; es geht hier um ADS ohne das H. Und Agressivität, wie sonst ähnliche, negative Verhältensweisen, die nach außengetragen werden, sind hier NICHT vorhanden.

    (...)

    Könntest du mir vielleicht noch etwas genauer beschreiben, WO du die Veränderung auch im Umgang mit deiner Frau und deinen Kindern siehst?
    Hallo Claire,

    H oder nicht H macht keinen großen Unterschied, gerade bei Erwachsenen. Die Hyperaktivität ist nur ein Symptom der sonst gleichen Störung, und eines das bei vielen Betroffenen während der Pubertät stark nachlässt.

    Dass dein Freund nicht aggressiv ist, ist schon mal gut. Ich bin und war es auch nicht, aber sehr impulsiv und meine Wahrnehmung ist verzerrt, so dass ich etwas sage oder tue bevor ich nachdenke oder etwas fälschlicherweise auf mich beziehe und mich angegriffen fühle. Das führt in der Ehe natürlich zu häufigem Streit, der von außen betrachtet absurd verläuft. Das konnte ich tatsächlich erst sehen, als ich mich durch das Medikament anders erlebte.

    Und auch der Umgang mit meinem ebenfalls nicht einfachen großen Kind ist natürlich viel einfacher, wenn ich mehr Ruhe und Übersicht habe. Ich bin auch ausgeglichener und zufriedener und fahre sicherer Auto. Das kleine Kind kennt mich gar nicht anders. Genauer gesagt, den größten Teil des Tages immerhin, frühmorgens und spätabends wirkt das Medikament ja nicht.

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