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Diskutiere im Thema Eltern die einen Verunsichern im Forum Angehörige von Erwachsenen mit ADS/ADHS
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #1
    Bin hier neu, seid lieb zu mir

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 11

    Eltern die einen Verunsichern

    Mein Freund schämt sich sehr und es fällt ihm schwer Hilfe anzunehmen. Eine Große Hilfe sind seine Eltern nicht gerade. Als bei ihm im Kindsalter eine Konzentrationsstörung diagnostiziert wurde, wollten sie keine Behandlung. Jetzt finden sie es immer noch nicht angebracht und versuchen es meinem Partner auszureden. Sie meinen das man wegen sowas doch nicht zum Psychologen muss. Ich habe das Gefühl sie sehen ein Psychologen als was schlechtes an, was eben von der Gesellschaft sehr negativ betrachtet wird. Sie sehen einfach nicht wie sehr er von Leuten die Ahnung davon haben, sprich Psychologen, Hilfe braucht. Mein Freund hat Angst sie zu enttäuschen und schämt sich. Sie verunsichern ihn damit sich Hilfe zu Suchen. Habt ihr Ideen was man da machen kann?

  2. #2
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 12.314

    AW: Eltern die einen Verunsichern

    Ihm zwingen kannst du sicher nicht... Es ist ehe für Männer etwa schwieriger sich eingestehen dass man Hilfe braucht.

    Aber wenn du schon eine Therapie machst, kannst du ihm davon erzählen... Wenn du in deine Umfeld Männer kennst mit ähnliche Problemen wie dein Freund (oder davon liest) kannst du davon erzählen wie es ihnen hilft.

    Du kannst auch dein Freund daran errinern dass seine Eltern aus ein andere Generation kommen, dass es früher anders war, aber heute ist nicht mehr so... Heute ist ehe so, dass man schätz wenn jemand für seine Problemen Hilfe holt, es ist auch akkzeptiert und gerne gesehen. War früher nicht so.

    Wenn er mal zu ein Psychologue geht, muss er es seine Eltern auch nicht sagen, da er es für ihm macht.

    Kurz gesagt: Ohne Druck, kannst du ihm die Sache etwa attraktiv machen und zeigen wie die Realitiät ist... Vielleicht kannst du ihm auch etwas zu lesen geben...

    Sonst, wenn du dich selber über ADS informiert, es selber verstehst, kannst du schon dann selber etwas tun. Wenn du ihm verstehst und ein Umgang mit ihm findest, ist auch mal wert.

    Ich bin selber betroffene und vermute mein Freund auch. Aber er weigert sich noch (Wie lange? Es geht ihm mit der Zeit nicht besser) irgendwas zu machen. Ich lasse ihm die Zeit, mache ihm die Sache schmackhaft, versuche gegen seine Ängsten zu argumentieren. Da ich selber immer mehr weiss über ADS (schon für mich) hilft es schon wenn ich mit ihm so umgehe, wenn er auch hätte... Keine Absicht sehen hinten seine Vergesslichkeit und seine Stimmungsschwankungen, aber als etwas dass er nun hat...

  3. #3
    Bin hier neu, seid lieb zu mir

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 11

    AW: Eltern die einen Verunsichern

    Danke für deine Antwort. Manchmal ist es schwer kein Druck zu machen, aber ich werde es versuchen. Ich habe Angst das er keine Hilfe annimmt. Es steht einiges auf dem Spiel und das alleine ist schon Druck für ihn als auch für mich. Eigentlich möchte ich ihm auch nur helfen. Ich werde versuchen ihn ohne Druck zu ermutigen.

  4. #4
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Forum-Beiträge: 202

    AW: Eltern die einen Verunsichern

    Guten Morgen Jorika,

    ich weiß leider nicht, wie alt Dein Freund ist, aber ich nehme an, er ist volljährig.

    Natürlich ist es schön, wenn man mit den Eltern einer Meinung ist.

    Aber wenn nicht, kann man nichts machen.

    Schade, dass die Ablösung von seinem Elternhaus nicht funktioniert hat.

    Ich hoffe aber auch, dass er nicht direkt von der Eltern-Abhängigkeit in die Abhängigkeit von Dir reinschliddert.

    Versteh mich bitte nicht falsch, ich weiß, Du möchtest das Beste für Deinen Freund. Aber zuviel Druck ist da kontraproduktiv.

    Viele Grüße, Korda

  5. #5
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.718

    AW: Eltern die einen Verunsichern

    Erwachsen werden.

    Dazu gehört, dass man guckt, was man von den Eltern übernehmen kann und was besser nicht. Und wenn man einen (Ehe-) Partner hat, teilt man mit diesem sein Leben und nicht mehr mit den Eltern. Das ist für viele junge Menschen und auch für viele Eltern schwer, aber es muss sein. Wenn das Verhältnis zu den Eltern zu eng ist (und damit meine ich nicht, dass man freundschaftlich miteinander umgeht), ist das für eine Ehe/Partnerschaft eine ganz große Gefahr.

  6. #6
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 113

    AW: Eltern die einen Verunsichern

    Hallo, ich erkenne mich ein wenig in Deinem Freund wieder, aber ich habe mich nicht vor einer Therapie gesträubt, weil meine Eltern dagegen waren, sondern weil ich glaubte, mich und mein Handeln gut reflektieren/mich wahrnehmen zu können. Heute weiß ich, dass ich mit meiner Annahme falsch lag. Bei mir war es die Behaarlichkeit meiner heutigen Ehefrau gepaart mit meinem beruflichen Versagen, was das Fass zum überlaufen brachte und ich mir - nach meinem heutigen Wissensstand viel zu spät - eingestehen musste, dass ich im Leben nicht weiterkomme, wenn ich mir keine professionelle Hilfe suche.

    Der Gedanke, dass dort jemand sitzt, der das beruflich macht und man zu dieser Person nie ein freundschaftliches Verhältnis aufbauen wird, hat mir geholfen, aber ich war - nachdem ich am Tiefpunkt angelangt bin - intrinsisch motiviert, jemanden aufzusuchen, dem ich erzählen konnte, wie verzwickt meine Lebenssituation ist, wie fertig ich bin und dass ich am liebsten die Flinte ins Korn werfen würde. Alles Dinge,die man seinem Partner nicht sagen sollte, weil man mit seiner AD(H)S schon für genug Unruhe zu Hause sorgt und man geliebte Personen nur noch zusätzlich belasten würde.

    Du schreibst, bei ihm wurde im Kindesalter eine ADS diagnostiziert und die Eltern Deines Freundes hätten eine Behandlung abgelehnt. Ich nehme an, Sie waren auch gegen eine medikamentöse Behandlung der Symptome, richtig? Wie alt ist Dein Freund jetzt und nimmt er jetzt Medikamente ein? Ich meine, es wird ein gewisser Leidensdruck bei ihm bestehen, der sich auch auf Dich negativ auswirkt, wenn Du Dich hier als Angehörige anmeldest und nach Ratschlägen fragst. Ich finde es bemerkenswert, dass Du Dich um Deinen Freund sorgst und nach Lösungen für seine Probleme suchst. Für Dich hoffe ich, dass er nicht so stur ist, wie ich es gewesen bin und nicht erstmal so richtig auf die Schnauze fallen muss, bis er endlich erkennt, dass er eine umfassende Behandlung seiner Symptome benötigt, um sich/Dich nicht dauerhaft unglücklich zu machen.

    Beste Grüße

    Schrottkopf

  7. #7
    Bin hier neu, seid lieb zu mir

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 11

    AW: Eltern die einen Verunsichern

    Danke für deine Antwort. Leider denke ich es ähnlich wie bei dir. Er hat Angst die Wahrheit zu sehen und zu akzeptieren. Er verdrängt alles. Ich selber war auch mal an so einen Punkt, hätte fast mein Leben bendet, habe dann jedoch endlich zu mir gefunden. So weit solle es natürlich nie kommen. Immer wenn er kurz davor ist auf die Nase zu fallen, fange ich ihn auf. Ich habe solche Angst, dass er es nicht schafft aufzustehen wenn ich ihn fallen lasse. Er war schon immer abhängig. Von seinen Eltern und jetzt von mir. Er schafft es nicht allein. Er ist labil. Wenn ich oder seine Eltern wegfallen, dann traue ich ihm zu, dass er sich total aufgibt oder sogar sein Leben zu benden versucht. Er hat mir anvertraut, dass er in Momenten wo wir uns gestritten haben, an Selbstmord gedacht hat.

    Ist Konzentrationsstörung und ADS das selbe? Er hat nie Medikamente bekommen weder eine Therapie. Alle habe es gekonnt ignoriert.

    Er ist unglücklich und ich finde in ihm ist ein großer Leidensdruck. Er denkt jedoch er ist Schuld und wenn er seine Schwäche eingesteht ist er ein Verlierer. Er versucht alles zu verdrängen und einfach so weiter zu machen. Nur wenn ich ihn leite, macht er etwas. Ich motiviere ihn sich um sein Äußeres zu kümmern, seine Finanzen in den Griff zu bekommen, seine Hobbies sowie Freundschaften zu pflegen und Struktur in sein Leben zu bekommen. Das ist jedoch zu viel für mich. Jetzt motiviere ich ihn sich Hilfe zu holen und das klappt solange ich ihn führe. Ich hoffe mir durch Unterstützung das er glücklicher, selbstbewusster und zufriedener wird und mich damit auch etwas entlastet. Natürlich werde ich ihn immer helfen, doch ich brauche auch mehr Eigeninitiative von ihm. Ich habe Angst das er nie etwas selbstständiger wird. Ich weiß er macht es nicht weil wer faul ist sondern einfach aus Angst.

    Mit freundlichen Grüßen Jorika

  8. #8
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 12.314

    AW: Eltern die einen Verunsichern

    Wenn es so weit kommt wird schwierig und ich finde, bei so eine Lage, ein bisschen Druck auch nicht mehr daneben...

    Er denkt jedoch er ist Schuld und wenn er seine Schwäche eingesteht ist er ein Verlierer.
    So was kann einem wirkliich blockieren und du kannst ihm sagen und zeigen, dass du eben ihm mit seine Schwächen liebst und dass seine Schwächen eingestehen etwas sehr mutig ist und eine Stärke ist.

    Ich finde gut dass du ihm motiviert so vieles zu tun... Aber es kann auch helfen, ihm zu zeigen dass du ihm zutraut aus seine Schwierigkeiten raus zu kommen und auch immer wieder um Unterstützung bittest... Dich unterstützen zu können (es kann ganz praktische Alltagdingen sein) kann ihm das Gefühl geben "nützlich" zu sein und etwas zu können. Wähle dafür wirklich etwas dass er schon gut kann...

    Mein Freund ist in ähnliche Situation, es zieht sich alles in der Länge und ich merke dass er sehr gerne etwas für mich macht.

    Wichtig ist auch dass du gut zu dich schaust... So eine Situation kann sehr belastend werden.

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