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Diskutiere im Thema Kann ADHS zu Unfähigkeit zum Empfinden von Liebe führen? im Forum Angehörige von Erwachsenen mit ADS/ADHS
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #11
    Bin hier neu, seid lieb zu mir

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 6

    AW: Kann ADHS zu Unfähigkeit zum Empfinden von Liebe führen?

    Hey,
    Ich hoffe du liest diese Antwort noch. Also ich habe AD(H)S (seit Kindheit diagnostiziert) und studiere auch derzeit wie dein Freund. Und ich kann deinen Freund in manchen Hinsicht verstehen, da mir etwas ähnliches passiert ist. (Liebe wurde nicht erwiedert etc.)
    Mich hat das damals sehr stark mitgenommen. Doch auch oh bin jetzt in einer Beziehung seit 5 Monaten und sehr glücklich und meine Freundin hilft mir sehr. Und auch ich muss sagen, dass mir anfangs dieses Gefühl von liebe wie ich es kannte fehlte. Schließlich hat sie mich gefragt , ob ich ihr Freund sein will. Und sie bedeutet mir sehr viel und ist für mich auch die beste Person auf Erden. Anfangs hatte ich Angst eine Beziehung mit einer Person eingegangen zu sein die ich nicht "wirklich" liebe. Doch das stellte sich später als falsch heraus.
    Ich habe festgestellt, dass ich mich in die Sache damals sehr hineingesteigert habe. Ich habe viel aufgeopfert. Und vorallem wertvolle Lebenszeit meiner Jugend für nichts. Und es war so fast wie liebe auf dem ersten Blick. Also was heißt fast...
    Und sowas war mir noch nie zuvor und auch danach passiert. Für mich wurde dieser ( ich nenne es mal "Flash") zu dem Gefühl von wahrer liebe zugeordnet. Doch diesen Flash würde ich immer zu der Person assoziieren, die mich damals so sehr fertig machte. Und so denke ich mal ist es auch ein Schutzmechanismus der Psyche, dass dieses Gefühl nur bei dieser einen Person entstand. Es lässt Sicht kaum in Worte fassen wie das ist. Nun zurück wieder zum Thema.
    Bei meiner Freundin hatte ich diesen "Flash" nicht, wodurch ich dachte ich würde sie nicht wirklich lieben. Obwohl sie echt toll ist und in allem der Person von damals überlegen und mir alles bedeutet. Aber dadurch, dass ich nicht dieses "Boom das ist sie!" hatte, dachte ich so: das ist ja keine wahre Liebe.
    Doch wenn man so etwas sehr schmerzhaftes, fast traumatisches erlebt hat, dann wird die Psyche versuchen es zu isolieren.
    Ich habe sehr viel im ersten Monat der Beziehung drüber nachgedacht. Und hatte Angst sie deswegen zu verlieren.
    Doch dann änderte sich vieles.
    Meine Freundin (2jahre jünger), war für 2 Wochen auf Studienfahrt und wir könnten fast nie schreiben oder telefonieren. Und obwohl manchmal nur 1-2tage Pause war, merkte ich dann erst, wieviel sie mir bedeutet und wie wichtig das ganze mir ist. Und für mich hat sich dadurch einfach dann die Definition von "was ist liebe" geändert. Es ist nicht dieser Flash der benötigt wird. Ich kann mit meiner Freundin auf einzigartige Weise mich unterhalten und mich ihr öffnen und es gibt so unendlich viele tolle Dinge. Es bedarf einfach nicht diesem Schlag wie damals mehr. Und desto mehr ich selbst akzeptiere, dass das was ich damals als "echte Liebe" definiert habe keine "echte Liebe" war, desto mehr fange ich an diese emotionale Bindung in meiner Beziehung zu merken. Ich dachte selbst, dass ich nach der Sache von damals nie wieder lieben könnte und war auch ewig Single. Und der einzig wirklich wirklich gute Rat den ich deinem Freund nur geben kann:
    Geb niemals auf an deine Beziehung zu glauben. Irgendwann wird vielleicht auch er merken, dass er das Gefühl der liebe empfindet ,es sich aber doch ganz anders zeigt als wir man es aus diesem "Trauma" kennt.
    Wir AD(H)S'ler neigen ja bekanntlich dazu immer in extreme auszuschlagen. Und so (zumindest meine Bewertung) ist das auch manchmal mit Gefühlen. Und manchmal bedarf es halt einfach einem kleinen Impuls der zum nachdenken anregt. Und zum Schluss wäre noch hinzuzufügen:
    Ich denke dein Freund liebt dich wirklich. 1,5 Jahre ohne liebe wäre für die meisten AD(H)S'let (meine Meinung) wahrscheinlich nicht tragbar. Dazu wird eine einzelne Person einfach viel zu schnell langweilig und die Beziehung an sich wird auch gewissermaßen anstrengend. Ich glaube dein Freund muss einfach für sich klar machen, was liebe für ihn ist.

    Abschließend möchte ich Mich für die Länge des Textes entschuldigen. Ich habe ihn einfach mal frei raus geschrieben, wodurch er wahrscheinlich etwas unstrukturiert ist und ein wenig durcheinander wirkt. Auch können ein paar Rechtschreibfehler drin sein, denn es ist schon ziehmlich spät. Ich hoffe, dass die Autokorrektur da nicht all zu viel kaputt gemacht hat. Ich hoffe ich konnte dir etwas weiterhelfen. Bei weiteren Fragen oder persönlicheren Sachen zu dem wie es damals und jetzt bei mir war kannst du mich auch anschreiben

  2. #12
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Forum-Beiträge: 85

    AW: Kann ADHS zu Unfähigkeit zum Empfinden von Liebe führen?

    lena13 schreibt:
    Ich weiß nicht mehr weiter. Seit 1,5 Jahren bin ich mit meinem Freund zusammen (für uns beide die mit Abstand längste Beziehung), bei dem bereits in der Kindheit ADHS diagnostiziert wurde.
    Er war von Anfang an ehrlich zu mir, was das betrifft, und unsere Beziehung war lange Zeit glücklich, er hat immer wieder betont, wie gut es ihm geht und wie sehr im unsere Beziehung hilft.
    Allerdings empfindet er keine Liebe. Seitdem vor ca. 7 Jahren seine Gefühle einer anderen Frau gegenüber nicht erwidert wurden, hat er keine Liebe mehr empfunden, es ist, als würde er das Gefühl nicht mehr empfinden können. Er sagt zwar, dass ich ihm wichtig bin und er mich nicht verlieren will, gleichzeitig sagt er aber auch, dass ihm die Abwesenheit dieses Gefühls auf Dauer fehlt und er deshalb nicht mehr weiß, wie lange er diese Beziehung noch führen möchte.
    Er denkt allgemein sehr rational, man bemerkt die Krankheit bei ihm sonst nur, weil er sich im Studium ohne Medikamente nicht konzentrieren kann.
    Meine Frage ist, ob diese jetzt schon so lange andauernde Unfähigkeit, Liebe zu empfinden, mit ADHS zusammenhängen kann? Ich möchte nicht einfach aufgeben, wenn es krankheitsbedingt ist und beispielsweise mit Hilfe eines Psychologen verbessert werden kann.
    Ihr müsst euch bewusst sein,dass liebe nur ein chemischer prozess ist.es verflüchtigt sich.das haben elemente an sich.
    Bin seit 15 jahren verheiratet .luft ist schon seit 4 jahren raus und nur noch wg.😊😉so ist das mit uns.zudem muss für mich eine beziehung spannend bleiben.wenn der überraschungsmoment weg ist,ist auch die liebe vorbei.trenne sich wer noch kann.zügig und ohne verlustangst😊lg

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