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Diskutiere im Thema Leben mit einem ADHSler im Forum Angehörige von Erwachsenen mit ADS/ADHS
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #1
    Bin hier neu, seid lieb zu mir

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 7

    Unglücklich Leben mit einem ADHSler

    Hallo Ihr Lieben,

    ich hoffe hier kann mir jemand weiterhelfen, ich bin mit meinem Latein und auch mit meiner Kraft am Ende.

    Ich bin mit meinem Partner seit 1,5 Jahren zusammen und er hat ADHS. Anfangs konnte ich keine Anzeichen hierfür erkennen, weil er sich am Anfang der Beziehung sehr bemüht hat. Mittlerweile aber rasseln wir immer öfters aneinander und dann immer mit den selben Themen. Ich sage ihm oft nimm mich doch bitte öfter mal in den Arm, sag mir was nettes oder zeig mir dass du mich gern hast, es fällt ihm unwahrscheinlich schwer Nähe zu zeigen oder sie auch zuzulassen. Zudem bin ich auch ein sehr emotionaler Mensch er wirkt oft abgebrüht.

    Mein Problem ist es einfach wenn wir streiten, erreiche ich ihn nicht er fühlt sich mit Vorwürfen überworfen und sagt mir ständig es regt ihn auf immer wieder diese Vorwürfe von mir zu hören. Ich versuche ihm ruhig und mit Engelszungen bei einem Streit meinen Standpunkt klar zu machen, aber es endet fast jedes Mal in einem Chaos. Grundsätzlich macht er alles immer richtig ...... und die Fehler liegen bei mir, was nicht immer so ist. Plötzlich bekommt er einen Wutausbruch und wirft entweder Dinge durch die Gegend (nicht nach mir) oder springt wie von der Biene gestochen auf und zappelt herum. Ich sagte ihm oft, dass mir dies Angst macht und für mich befremdlich ist, aber in seiner Wutphase interessiert ihn dass nicht er will mich dann immer von sich weg stoßen. Ich soll immer meine Tasche packen und fahren. Und er bestraft mich dann mit Ignoranz die nächsten Tage und möchte seine Ruhe. Ich bin ein Mensch den eine solche Ignoranz wirklich krank macht, klar nach einem Streit braucht jeder seine Ruhe aber ich muss immer auf ihn zugehen um nochmal ein Gespräch zu führen, meistens ist er dann wie ausgewechselt er ist nett und lieb aber versucht mit Unternehmungen oder Plänen die Aussprache zu umgehen.Oder er ignoriert mich weiterhin und will gar nichts mehr von Thema hören. Dieser Stress ist leider für meine Gesundheit auch nicht sonderlich förderlich, da ich Rheuma habe und diese Stresssituation des öfteren schon einen Schub ausgelöst hat.

    Wie kann ich ihm mein Standpunkt klar machen ohne dass er so sehr austickt ?
    Ich will doch nur Harmonie und auch ihn verstehen lernen, sodass ich weiß wie ich ihn zu nehmen habe und auch seine Erkrankung verstehen lerne.
    Aber ohne Aussprache gibt es keine Harmonie man rollt die Themen immer und immer wieder auf.

    Er kann sich in der Zeit der Ignoranz und des Streites sehr gut ablenken, es scheint alles wichtiger zu sein ,als sich wieder zu Versöhnen oder Klarheit zu schaffen.

    Ich sagte ihm auch, dass es sehr belastend für mich ist immer gehen zu müssen,aber er sagt es ist besser wenn wir uns dann nicht sehen sonst würde die Situation nur noch mehr eskalieren.
    Er ist ein Chaot aber ich weiß ihn auch zu schätzen er ist super hilfsbereit und ich liebe dies Person auch (es gibt natürlich auch schöne Momente) , aber seine Wutausbrüche hat er kaum noch unter Kontrolle.

    Er nimmt keine Medikamente und weigert sich auch strickt diese zu nehmen.

  2. #2
    N o r d f r a u

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 62
    Forum-Beiträge: 8.214

    AW: Leben mit einem ADHSler

    Liebe grübellise,

    jetzt bist du an der passenden Stelle angekommen.

    Ich habe dir gesagt, ich würde dir was schreiben, aber jetzt fällt mir gar nicht richtig was ein.

    Als mein Mann und ich zusammen gekommen sind, da wussten wir noch nicht, dass wir beide die Veranlagung
    zu ADHS haben. Wir waren sehr jung, das Leben spielte sich noch etwas anders ab, viel langsamer, wir hatten
    erst eine der 70-er Jahre einen Telefonanschluss, also musste man einen Brief schreiben, wenn man Kontakt
    zu Eltern, Geschwistern und Freunden haben wollte.

    Auch sind wir beide zum Glück wenig impulsiv, da wir als Mittelkinder aus kinderreichen Familien schon früh gelernt
    haben, uns mit den anderen zu arrangieren.

    Nun zu dir:
    Hat dein Partner die Diagnose schon als Kind erhalten und warum denkst, will er partout keine Medikamente nehmen.
    Wie geht es ihm eigentlich im Beruf?
    Was weißt du schon alles über ADHS?

    Ich habe ziemlich viel drüber gelernt durch unsere Kinder. Damals gab es dieses Forum noch nicht,
    aber ich war in einer Selbsthilfegruppe, habe Vorträge besucht und viele Bücher gelesen.
    Ich schreibe mal ein paar auf, vielleicht kennst du sie schon, du kannst auch im Bücherthread mehr darüber lesen.

    ADS - Das kreative Chaos Walther Beerwerth
    Such dir Menschen, die dir gut tun Christine Beerwerth
    Lass mich, doch verlass mich nicht Cordula Neuhaus
    myadhs.com ADHS-Zentrum München
    Die kleine ADHS Sprechstunde Gerrit Scherf

    Diese kann man schnell lesen, und m. M. gewinnt man einen Überblick, wie ADHS-Betroffene ticken.

    Zu dem was du schreibst, - es ist sinnlos, mit ADHS-lern diskutieren zu wollen, sie haben immer das
    letzte Wort. Auch mögen sie Anweisungen gar nicht gerne, und etwas in Ruhe noch mal besprechen zu wollen,
    ..........

    Mich bringt es auf etwas, was ich in einem anderen Buch gelesen habe, -
    das Buch heißt "Das glückliche Gehirn" und ist von Daniel Amen, einem amerikanischen Arzt.
    Es kommt da eine Story drin vor, wo er mit seinem Sohn bei einer Pinguin-Schau ist.
    Er fragt die Trainerin, wie sie es geschafft hat, den Pinguinen Tricks beizubringen und sie
    antwortet, sie schenke dem Tier jedes Mal, wenn es tut, was sie von ihm will, Anerkennung.
    Sie streichle es und gebe ihm einen Fisch.

    Leider habe ich dieses Buch nicht schon gelesen, als meine Kinder noch jünger waren, aber
    seit Jahren versuche ich mit meinem Mann und meinen Kindern und anderen Menschen
    so umzugehen. Das Positive hervorzuheben und das Negative möglichst zu ignorieren.

    Ich hoffe, dass ich dir ein bisschen Anregung geben konnte, ist natürlich nicht einfach,
    wenn man sich nicht kennt und nicht weiß, wie die Gegebenheiten beim anderen sind.

    Und versuche viel für dich selbst zu tun.
    Ich z. B. singe in einem Chor, der ganze besondere Projekte macht, mit viel Bewegung.
    Die "tiefe Bauchatmung" ist das A und O für die Stressbewältigung und für ein angenehmes Leben.

    Liebe Grüße
    Gretchen

  3. #3
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 68

    AW: Leben mit einem ADHSler

    Gretchen schreibt:
    Mich bringt es auf etwas, was ich in einem anderen Buch gelesen habe, -
    das Buch heißt "Das glückliche Gehirn" und ist von Daniel Amen, einem amerikanischen Arzt.
    Es kommt da eine Story drin vor, wo er mit seinem Sohn bei einer Pinguin-Schau ist.
    Er fragt die Trainerin, wie sie es geschafft hat, den Pinguinen Tricks beizubringen und sie
    antwortet, sie schenke dem Tier jedes Mal, wenn es tut, was sie von ihm will, Anerkennung.
    Sie streichle es und gebe ihm einen Fisch.

    Leider habe ich dieses Buch nicht schon gelesen, als meine Kinder noch jünger waren, aber
    seit Jahren versuche ich mit meinem Mann und meinen Kindern und anderen Menschen
    so umzugehen. Das Positive hervorzuheben und das Negative möglichst zu ignorieren.
    Ich bin nicht sicher, was die Beziehung an sich angeht, weil es jetzt schon nicht wirklich schön klingt und ich aus eigener Erfahrung mutmaßen muss, es wird nicht besser. An solch einer Konstellation scheitert innigste Liebe und kein Partner kann wirklich was dafür. Es passt einfach nicht, trotz tiefster Zuneigung. Vielleicht auch nur nicht in einer Beziehung. Mal über getrennte Wohnungen nachgedacht? Ich leider erst zu spät. Bei mir ist grad die Beziehung dran gescheitert. Die ersten fünf Jahre waren perfekt, trotz widriger Umstände (arm, kleine Wohnung, ständig zusammen). Wir waren vorher aber schließlich auch beste Freunde. Wir waren wirklich lange verliebt. Dann schwächte sich das ab, in was Warmes. Wir beschlossen, das muss Liebe sein. Diese richtige, lange, Familie und alles. War ok, aber wir stritten auch schon häufiger. Aber es war Liebe.

    Und irgendwann war es dann so, wie du es beschreibst. Später noch schlimmer. Wir haben einander gar nicht mehr gut getan. Und jetzt ist es vorbei und ich wünsche mir, ich hätte früher über getrennte Wohnungen nachgedacht, etwas, das ich zuvor irgendwie total abwegig fand. Aber es hätte helfen können. Ich bin ziemlich abgestumpft durch den ständigen Kontakt. Dinge nicht für selbstverständlich zu nehmen, erhält das Interesse. Und das ist wichtig, wenn der Partner ADHSler ist!

    UND: Der zitierte Teil ist megawichtig. Ich funktioniere auch so. Positive Kritik üben, loben, alles in Zucker verpacken. So bekloppt das vielleicht auf dich wirkt, aber positiv verpackte Kritik kann ich ziemlich gut aufnehmen. Sehr vernünftig. Negative Kritik nehme ich hingegen nicht gut auf. Das ist mir aber nicht bewusst. Ich halte mich durchaus für kritikfähig. Aber negative Kritik macht viel kaputt. Bin ich auch erst etwas spät drauf gekommen, aber ich will es zumindest weiter geben.

  4. #4
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 94

    AW: Leben mit einem ADHSler

    grübellise schreibt:
    Mein Problem ist es einfach wenn wir streiten, erreiche ich ihn nicht er fühlt sich mit Vorwürfen überworfen und sagt mir ständig es regt ihn auf immer wieder diese Vorwürfe von mir zu hören. Ich versuche ihm ruhig und mit Engelszungen bei einem Streit meinen Standpunkt klar zu machen, aber es endet fast jedes Mal in einem Chaos. Grundsätzlich macht er alles immer richtig ...... und die Fehler liegen bei mir, was nicht immer so ist. Plötzlich bekommt er einen Wutausbruch und wirft entweder Dinge durch die Gegend (nicht nach mir) oder springt wie von der Biene gestochen auf und zappelt herum. Ich sagte ihm oft, dass mir dies Angst macht und für mich befremdlich ist, aber in seiner Wutphase interessiert ihn dass nicht er will mich dann immer von sich weg stoßen. Ich soll immer meine Tasche packen und fahren. Und er bestraft mich dann mit Ignoranz die nächsten Tage und möchte seine Ruhe. Ich bin ein Mensch den eine solche Ignoranz wirklich krank macht, klar nach einem Streit braucht jeder seine Ruhe aber ich muss immer auf ihn zugehen um nochmal ein Gespräch zu führen, meistens ist er dann wie ausgewechselt er ist nett und lieb aber versucht mit Unternehmungen oder Plänen die Aussprache zu umgehen.Oder er ignoriert mich weiterhin und will gar nichts mehr von Thema hören. Dieser Stress ist leider für meine Gesundheit auch nicht sonderlich förderlich, da ich Rheuma habe und diese Stresssituation des öfteren schon einen Schub ausgelöst hat.

    Wie kann ich ihm mein Standpunkt klar machen ohne dass er so sehr austickt ?
    Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es besser ist, nach einem Streit in Ruhe zu reden und nicht, wenn der Streit gerade eskaliert.

    Im Streit keine Vorwürfe machen! Das heizt nur noch mehr ein.

    Aber wenn er ruhig ist, mal in Ruhe reden. So handhabe ich das meistens.

    Was auch hilft (bei meiner Erfahrung), sind Umarmungen während er einen Wutausbruch hat. Freundlich und gut zureden, dann umarmen. Dann beruhigt er sich auch wieder.

    In ruhigen Zeiten sag ihm auch, dass dich seine Ignoranz verletzt. Er versteht es besser, wenn er sich wieder beruhigt hat.

  5. #5
    Erklärbärchen

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 4.989

    AW: Leben mit einem ADHSler

    @umarmen während des Wutanfalls

    Da musst Du ihn sehr genau kennen und wissen,ob das geht! Vorsicht!

    Wenn jemand das bei mir machen würde,könnte ich für nichts mehr garantieren!

  6. #6
    Bin hier neu, seid lieb zu mir

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 7

    AW: Leben mit einem ADHSler

    Hallo Ihr lieben

    Vielen Vielen lieben Dank für die tollen Antworten.

    Soo:

    Wir wohnen noch nicht zusammen, jeder von uns hat noch sein eigenes. Ich möchte auch noch nicht mit ihm zusammenziehen, dass ist mir definitiv noch etwas zu früh.
    Mit vor die Tür setzen meinte ich , dass er möchte das ich in meine Wohnung fahre.

    Bücher habe ich noch keine gelesen, aber für alles gibt es einen Anfang .

    Ich habe mich hier auf der Seite angemeldet um mehr zu lernen und auch von betroffen lernen zu können.
    Diese Seite ist so informativ.

    Ich habe schon zum Beispiel gelernt, dass mein Freund kein Muffel ist wenn wir unter Menschenmassen gehen, sondern da die Reizüberflutung für ihn viel zu groß ist.
    Und ich habe ihn immer mitgeschleppt und er hat es auch immer nur für mich gemacht. Da habe ich nun ein richtig schlechtes Gewissen.

    Mein Freund weiß seit er 23 Jahre alt ist das er ADHS hat.
    Er arbeite in der intensiv Pädagogik und hat auch mit Kindern zu tun, die selbst Adhs haben. Ich zitiere ihn er findet die Medikamente machen Matsch in der Birne.
    Ich finde, dass nicht. Ich nehme ja auch gegen mein Rheuma ein hartes Medikament, klar es hat seine Schattenseiten, aber es macht mein Leben wieder lebenswerter und ich habe keine Schmerzen mehr. Er ist da ziemlich verbohrt.....


    Er ist aber auch sehr hilfsbereit, er kann mich nie etwas alleine machen sehen, er eilt dann ständig zur Hilfe. Wir sind beide absolut tierlieb und er ist sehr fürsorglich und kümmert sich um seine Haustiere wunderbar. Er will mich auch sehr sehr oft sehen was aber nicht immer zu machen ist, neben meinem Vollzeitjob studiere ich noch, ich mache ein Abendstudium und dass muss er verstehen.

    Er hat Einschlafprobleme, laut seiner Aussage schläft er besser wenn ich bei ihm bin. Ich kann immer schlafen, auch durch mein Medikament,manchmal kommt er mit 2 Stunden Schlaf aus, ich wäre dann quasi ein wandelnder Zombie. Aber auch hier hat er Verständnis gezeigt, er meckerte oft warum ich soviel Schlaf brauche, ich sagte ihm ich habe Rheuma, ich breche sonst zusammen.... daraufhin nimmt er auch Rücksicht und weckt mich auch nicht mehr.

    Ich hoffe ich konnte euch noch etwas Input geben

    und nochmals vielen vielen Dank, ihr seid so super hilfsbereit.



    ich wünsche euch einen super Sonntag

  7. #7
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 94

    AW: Leben mit einem ADHSler

    luftkopf33 schreibt:
    @umarmen während des Wutanfalls

    Da musst Du ihn sehr genau kennen und wissen,ob das geht! Vorsicht!

    Wenn jemand das bei mir machen würde,könnte ich für nichts mehr garantieren!
    Deswegen habe ich auch geschrieben, freundlich und ruhig auf ihn einreden.

    Oder hilft das bei dir auch nicht?

    Dann wollte ich nichts Falsches schreiben. Aber bei meinem Chaot hilft das.

  8. #8
    Erklärbärchen

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 4.989

    AW: Leben mit einem ADHSler

    Nee,mich darfst Du dann nicht anpacken-egal wie freundlich Du bist.
    Aber wir sind ja alle unterschiedlich und bei grübellises Chaot kann das funktionieren. Ich wollte an der Stelle bloß zur Vorsicht mahnen.

  9. #9
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: Leben mit einem ADHSler

    Das erinnert mich an meinen Vater. Was der mich im Streit schon enterbt hat, ich sollte gehen, meine Mutter sollte gehen, Scheidung etc pp. Bei mir hat er es bis zu dem Zeitpunkt gemacht, an dem ich wirklich mal gleich nachdem er mich mal wieder in einem "Anfall" verbal rausschmiss, gegangen bin. Er hat 1 Woche gebraucht um sich einzukriegen und seit dem hat er es zu mir nie wieder gesagt. Meiner Mutter sag ich das auch immer wieder, sie macht es nicht, sagt aber es ist schon etwas besser und er beruhigt sich schneller, wenn sie ihn dann nur fragt, ob es wirklich das ist, was er will. Ewiges reden in dem Moment hilft bei meinen Vater nicht, nur ein kurzer Satz was er da gerade macht und dann in Ruhe lassen. Bei ihm hilft es, wenn er selbst drüber nachdenkt. Dieses Wegschicken ist bei meinem Vater mehr Überforderung, alles weg, ihn da zu umarmen wäre wirklich zu viel.

    Muss aber bei deinem Chaoten nicht so sein. Aber vielleicht auch ein Ansatz.

Thema: Leben mit einem ADHSler im Forum Angehörige von Erwachsenen mit ADS/ADHS bei ADHS bei Erwachsenen Forum
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