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Diskutiere im Thema Sind AD(H)S-Betroffene tendenziell krankheitseinsichtig oder eher uneinsichtig? im Forum Angehörige von Erwachsenen mit ADS/ADHS
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #11
    Neues vorgestelltes Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 24
    Forum-Beiträge: 169

    AW: Sind AD(H)S-Betroffene tendenziell krankheitseinsichtig oder eher uneinsicht

    Hirnsuppe schreibt:
    Ich glaube, ich bitte ihn einfach mal, sich in meine Lage zu versetzen und mir einen Rat zu geben, was ich mit ihm machen soll.

    Ich bin überzeugt davon, er wird mir sagen, dass er längst davongelaufen wäre. Vielleicht gibt ihm das ja einen Impuls?

    Hirnsuppe
    Möchtest du Ihn unterstützen? Oder willst du einfach, dass der Umgang mit ihm erträglicher wird?

    Weißtu.. ich denke er muss erst auf die Nase fallen und selber kapieren, dass etwas nicht stimmt.

    Ich habe eins gelernt in meinem Beruf und Leben.

    Wenn ein Mensch, etwas nicht einsehen will - nicht wahrhaben möchte, kann man ihn nicht zwingen (ich bitte ihn einfach mal, sich in meine Lage zu versetzen) diesen Schritt zu gehen.
    Du hast ihm ja schon öfters angesprochen aber mir scheints das es etwas "hinter her rennen" ist, weil du es gut meinst.. du willst helfen und verzweifelst weil er einfach nicht sich helfen lassen will.
    Dann lass Ihn doch einfach, wenn dir die Lage mit ihm zuviel ist dann musst du etwas Abstand nehmen. Wenn jemand was ändern will, dann sucht er sich Mittel und Wege.. und besonders ADHS sind solche Suchmaschinen, die Versuchen endlich heraus zu finden - warum und wieso das so ist (ich spreche aus erfahrung, mache ich selber auch).

    Es wäre wie, wenn du einem Menschen sagst, hör auf zu essen. Das wird der net machen, weil der Hunger siegt.
    Und wenn er an einem Punkt ist, wo es soweit ist, dass er nicht mehr kann. Dann sei da (wenn du das möchtest).

    Ich muss ehrlich sagen.. biete ihm an, dass du wenn er bereit ist, er dich braucht.. deine Hilfe an. Du bist für Ihn da.

    Und es tut mir leid, wegen meiner Wortwahl. Sie klingt vllt. etwas angreiflich bzw. verletzend, was nicht meine Absicht ist. Ich versuche nur das zu schreiben, was ich Denke.

    Viel Glück.

  2. #12
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 44

    AW: Sind AD(H)S-Betroffene tendenziell krankheitseinsichtig oder eher uneinsicht

    Möchtest du Ihn unterstützen? Oder willst du einfach, dass der Umgang mit ihm erträglicher wird?
    Am Umgang mit ihm ist mir nichts, aber auch gar nichts unerträglich, nicht falsch verstehen.
    Im Gegenteil, er ist für mich wie ein Glas Wasser in der Wüste, unsere Freundschaft ist mir sehr, sehr kostbar und ihm auch. Er ist einer der liebenswürdigsten, fairsten, hilfsbereitesten, humorvollsten, begabtesten, fähigsten, ehrlichsten und gerechtesten Menschen, die ich kenne. Wenn es nicht um ihn selber geht.
    Er hat mir auf den Kopf zugesagt, dass ich mit anderen Schwierigkeiten habe, weil ich hochbegabt sei. Er darf mir Dinge sagen, das darf kein anderer, er darf mich auch stundenlang zutexten, es langweilt mich nicht, er ist wie ein Lexikon, das zusätzlich die Zusammenhänge erklärt.
    Ein Schnelldenker wie ich, ich kenne auch ein hohes Emotions- und Impulslevel, ich stehe auch oft unter Strom und kann mir gut in Dinge reinsteigern. Die Qualität des Respekts, den wir voreinander haben, habe ich bisher nicht kennengelernt. Mit niemandem.

    Allerdings hab ich eine bessere Selbstwahrnehmung.Wenn ich seine Selbstwahrnehmung so beobachte, quietscht es für mich. Auch deshalb würde es mich echt mal interessieren, was er auf die Frage, was er an meiner Stelle mit ihm machen würde, antworten würde. Aber wahrscheinlich könnte er gar nicht wirklich drauf eingehen, sondern begänne sofort wieder, sich endlos ausschweifend zu rechtfertigen. Das ist das einzige, was für mich schwer auszuhalten ist, weil er mir dann fast leid tut. Aber Mitleid hat er nicht verdient. (Für mich ist Mitleid nichts gutes.)

    Ich unterstütze ihn schon und es ist nicht so, dass ich ihm ständig Hilfe aufdrängele oder ihm hinterherlaufe. Er spricht selber seine Probleme an und will Feedback. Allein, das Feedback zu verarbeiten, aufzunehmen, einzuordnen, dazu scheint er leider nicht in der Lage. Und für mich ist es ein Eiertanz, im Feedback zu geben, ohne darin zu verfallen, ihm schlaue Ratschläge zu geben, die ihm buchstäblich nicht passen (wie ein schlecht sitzender Anzug) und gegen die er eine Aversion hat, weil er sie alle schon dreissigmillionenmal gehört hat. Ich hab mich bereits für alle schlauen Ratschläge entschuldigt, die ich ihm in der Zeit unseres Kennenlernens erteilte :-)

    Ich sehe ihn aber in einer Spirale aus Frustration und Bemühen immer schlimmer straucheln und da würde ich gerne intervenieren. Notfalls durch Nicht-Hilfe.

    Ich bin seit fast zehn Jahren in der bipolaren Selbsthilfe, auch in einem Forum. Ich weiss schon, dass man niemanden zu nichts zwingen kann und ich komme durchaus mit deutlichen Worten klar.

    Hirnsuppe

  3. #13
    *schnüff*

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Forum-Beiträge: 2.168

    AW: Sind AD(H)S-Betroffene tendenziell krankheitseinsichtig oder eher uneinsicht

    Das ist wirklich rührend, wie du von ihm sprichst, seine guten Seiten aufzählst.
    Jeder kann sich nur wünschen, einen so lieben Menschen zu haben, wie du es zu sein scheinst!

    Wie du selbst schreibst, verfällt er oft in den Verteidigungsmodus. Er fühlt sich also angegriffen.
    Das tut niemand, der sich nicht verletztlich fühlt, nicht weiß, dass er Schwächen hat.

    Sei für ihn da. Wenn er von selbst mit der Thematik anfängt, versuche, ihm durch gezielte Fragestellungen sich entsprechende Antworten selbst zu geben.
    Wie du in deiner Psychotherapie sicherlich am eigenen Leib erfahren hast, bewirkt diese therapeutische Herangehensweise bei einem viel mehr, als würden zwei Menschen "einfach" ihre Meinung zu etwas austauschen.


    Ansonsten bleibt dir, wie gesagt, nur das Zusehen.
    Abwenden, um ihm damit indirekt zu helfen, würde ich mich nicht. Das kann in die Hose gehen, indem er sich lediglich abgelehnt fühlt.
    Wenn ich es richtig verstanden habe, hat er dir ja bisher keinen Ärger verschafft, was bedeuten würde, dass er generell schon in der Lage ist zu unterscheiden, wobei und bei wem es Grenzen gibt.

  4. #14
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: Sind AD(H)S-Betroffene tendenziell krankheitseinsichtig oder eher uneinsicht

    Ich muss schon sagen, dass ich ziemlich beeindruckt von Dir bin Hirnsuppe und ich ziehe meinen Hut vor Dir (sinnbildlich, ich trage ja keine Hüte).

    So wie Du ihn beschreibst, ist er sozusagen ein Paradebeispiel eines Lehrbuch-ADHS-Betroffenen .... eben diese Ambivalenz, diese Widersprüchlichkeit, die er nach Außen zeigt, die sein Umfeld irritiert und immer wieder für Gegenwehr sorgt, ist so typisch für ADHS, wie auch so ziemlich alles andere, was Du schilderst.

    Auch seine Gegenwehrreaktion ist nur allzu verständlich, denn die meisten Betroffenen haben ihr Leben lang immer nur kritik und Gegenwind und Ablehnung und Vorwürfe erfahren und sie versuchen sich zu schützen.

    Aber wie auch immer .... wenn es am Ende besser werden soll, dann bleibt nichts anderes, als dass eine Form der Einsicht und Selbstwahrnehmung eintreten muss, die möglichst am Ende mit der Akzeptanz seiner selbst mit seiner ADHS belohnt wird.

    Nur wie schafft man das, ohne in die gleichen Fahrspuren zu geraten, die andere schon seit Jahren hinterlassen haben?

    Das ist wirklich schwer.
    Er muss das erstmal selbst erkennen.

    Mir hat geholfen, von außen reflektiert zu werden.
    Aber das setzt nun mal voraus, dass man das, was einem gesagt wird, auch wiederum auf sich selber reflektieren kann ... blöder Teufelskreis.

    Eine wirklich gute Sache ist eine Reha in einer Klinik mit ADHS-Spezialisierung.
    Dort bekommt man vieles erklärt und lernt zu verstehen und auch vieles an sich selbst zu beobachten und zudem bekommt man Kontakt zu anderen Betroffenen, was sehr viel wert sein kann (ist immer noch was anderes als Selbsthilfegruppen).
    Aber auch dafür muss man die Bereitschaft und Einsicht mitbringen ....

  5. #15
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 2.633

    AW: Sind AD(H)S-Betroffene tendenziell krankheitseinsichtig oder eher uneinsicht

    Kommt drauf an.

    Von sich aus kann ein ADHSler seine Defizite ab einem gewissen Alter (30 bis 35) relativ gut benennen.

    Werden ihm seine Defizite dagegen von aussen vorgehalten, werden ihm sozusagen die Leviten gelesen, wird er sofort in den Verteidigungsmodus springen und sich für ganz normal halten.

  6. #16
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 44

    AW: Sind AD(H)S-Betroffene tendenziell krankheitseinsichtig oder eher uneinsicht

    Mit Hilfe durch Nicht-Hilfe ist nicht gemeint, dass man sich abwendet. Es ist gemeint, dass man aufhört, die Löcher zu stopfen, die die Störung aufreisst. Denn so verhindert man, dass der andere, die Löcher überhaupt wahrnimmt. Mit fallen lassen oder abwenden hat das nichts zu tun. Es hat was damit zu tun, dem anderen seine Verantwortung zu lassen.

    Hirnsuppe

  7. #17
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 44

    AW: Sind AD(H)S-Betroffene tendenziell krankheitseinsichtig oder eher uneinsicht

    Ich hab meinen Kumpel nochmal auf ADHS angesprochen, keine gute Idee... er streitet es natürlich ab und als ich sagte, er habe mir das aber selber gesagt, behauptete er, das sei alles sein hoher IQ und er verkaufe das als ADHS... da muss man dann auch nicht weiter diskutieren und stochern, das bringt nichts. Er sei viel zu intelligent, einen ADHS-Test nicht zu umgehen... ja, das stimmt, aber gehen tut es darum ja nicht...

    Aber es gab noch ein klärendes Gespräch über seine Art, Feststellungen ("ich brauche was zu essen") als Forderung rüberzubringen. In seinen Augen sind das bloße Feststellungen, ich springe aber leider drauf an, weil ich das als Forderung verstehe und ärgere mich. Das wollte er überhaupt nicht verstehen. Aber ich habe ihm dann gezeigt, dass er manch bloße Feststellung von mir ("du rechtfertigst dich sehr ausschweifend, das sieht aus wie rausreden") als Vorwurf auffasst.

    Wir sind dann so verblieben, dass wir jeweils nachfragen. Damit hat er gar kein Problem.

    Eine gute Erfahrzung war es, dass wir streiten konnten. Ich hab ihm auch gesagt, dass ich ein Problem damit hab, mich differenziert abzugrenzen und das an ihm grade abarbeite.
    Er ist gut darin, die blinden Flecken bei anderen zu identifizieren, das kann einem, wenn man dafür offen ist, sehr nützen.
    Leider sehen das aber die wenigsten so und er macht sich damit äußerst unbeliebt - zumal er seinen blinden Fleck ja nicht sehen will.

    Als er wieder mal eine Anekdote erzählte, in der er der Held war und alle anderen doof, merkte ich an, da habe er jetzt aber schön ausgeschmückt. Überhaupt nicht, meinte er, was man schon daran erkennen könne, dass er mit der Geschichte innerhalb einer Minute fertig gewesen sei. Und da konnte ich nur sagen: In deinem speziellen Fall lass ich das Argument sogar gelten!

    Wenn ich mich besser abgrenze, kann ich auch drüber lachen.

    Hirnsuppe
    Geändert von Hirnsuppe (15.03.2016 um 16:52 Uhr)

  8. #18
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: Sind AD(H)S-Betroffene tendenziell krankheitseinsichtig oder eher uneinsicht

    Wenn ich kurz auf einen ganz speziellen Punkt eingehen darf:

    Hirnsuppe schreibt:
    Aber ich habe ihm dann gezeigt, dass er manch bloße Feststellung von mir ("du rechtfertigst dich sehr ausschweifend, das sieht aus wie rausreden") als Vorwurf auffasst.
    Wenn Du das so formuliert hast, wirst Du fast jeden ADHS-Betroffenen, mich eingeschlossen, triggern und einen Volltreffer landen.

    Das ist auch nicht nur bei ADHS-Betroffenen so, aber bei denen sehr viel stärker.

    Sätze, die mit "Du hast" oder "Du rechtfertigst Dich" etc anfangen, sind in unseren Augen, aufgrund der lebenslangen Erfahrungen, klare Angriffe.

    Uns wird damit etwas vorgehalten und ja, vorgeworfen.

    Auch wenn das von Dir, so wie ich Dich einschätze und verstehe, ganz gewiss nicht gemeint ist, es kommt bei uns ganz leicht so an.

    Das habe ich sogar mal, ganz unabhängig von ADHS, in einem Vorgesetztenlehrgang gelernt.
    Denn selbst bei Nichtbetroffenen stößt man mit solchen Formulierungen schnell Türen zu.

    Ganz anders kommt es dagegen an, wenn man z.B. sagt:
    "Bei mir kommt das gerade so und so an"
    oder
    "Weißt Du, wie das gerade auf mich wirkt"

    Zunächst mal ist es kein direktes Anreden gegen die Person im Sinne von "Du hast aber...", sondern es ist eine Frage, die zunächst mal nur einer Antwort und einer Klärung bedarf.
    Das nimmt den erhobenen Fingerzeig weg, auf den wir sehr empfindlich reagieren.
    Und dann setzt die Frage voraus, dass Dein Gegenüber sich aus seiner Perspektive löst und die seines Gesprächspartners einnimmt, um sich zu fragen, wie das aussieht und wirken kann.

    Das wird übrigens nicht auf Anhieb funktionieren, denn ADHS-Betroffene sind genau da ja nicht gerade die Größten, denn eine etwas beeinträchtigte Selbst- und Fremdwahrnehmung sind ja Bestandteile der Störung, ... aber man kommt dem immer näher.

    BTW:
    Ich habe den Teil:
    Hirnsuppe schreibt:
    Er sei viel zu intelligent, einen ADHS-Test nicht zu umgehen...
    nicht verstanden....
    er ist zu intelligent, den Test nicht zu umgehen?
    Das ist eine doppelte Verneinung.

    Aber davon abgesehen:
    ADHS ist keine Störung der Intelligenz, ... wenn er betroffen ist, wird man das erkennen .
    Und da sollte man nicht die Selbsttests im Internet als Maßstab nehmen ... das sind auch nur Screenings.

  9. #19
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 44

    AW: Sind AD(H)S-Betroffene tendenziell krankheitseinsichtig oder eher uneinsicht

    Er meinte damit wohl, dass er jeden ADHS-Test so machen kann, dass eben kein ADHS rauskommt.
    Ich bin bipolar und könnte natürlich jeden Test so machen, dass nicht rauskommt, dass ich bipolar bin.
    Aber irgendwie beuhigt mich das ein bisschen, denn es kann ja nur heissen, dass er sehr wohl weiss, woran er ist, oder?

    Ich übe noch mit den Formulierungen. Mit "ich denke, ich habe das Gefühl, mir kommt es so vor..." hab ich meine Probleme. Irgendwie komme ich mir bei den dauernden Ich-Botschaften so vor, als gehe es mir nur um mich.
    Gut ist erstmal, dass ich es thematisiert habe und er mir bestätigt hat, dass ich jederzeit nachfragen kann, wenn ich was nicht verstehe. Ich hoffe, er fragt dann auch manchmal nach, wenn er einen Vorwurf raushört, wo keiner ist.

    Das mit der Perspektive hatten wir auch als Thema, weil ich jemand bin, der die Perspektive der anderen immer parallel denkt. Ob das hinhaut oder nicht, ich hab immer das Gefühl, ich weiss, was die jetzt denken und kann das nicht abschalten. Leider. Er meinte, das sei ihm völlig egal, was andere denken. Er könne sich das zwar schon denken, aber es sei ihm egal. Bei ihm weiss ich nie, was er denkt bzw. er hat mich schon oft überrascht, indem er ganz anders reagierte, als ich es erwartet hätte. Deshalb mag ich ihn auch so, er ist dabei immer authentisch.
    Mir tuts nur weh, dass er so als Lügenmaul verschrien ist, bei Leuten, die ihm nie richtig zuhören.

    Hirnsuppe

  10. #20
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: Sind AD(H)S-Betroffene tendenziell krankheitseinsichtig oder eher uneinsicht

    Hirnsuppe schreibt:
    Er meinte damit wohl, dass er jeden ADHS-Test so machen kann, dass eben kein ADHS rauskommt.
    Ich bin bipolar und könnte natürlich jeden Test so machen, dass nicht rauskommt, dass ich bipolar bin.
    Aber irgendwie beuhigt mich das ein bisschen, denn es kann ja nur heissen, dass er sehr wohl weiss, woran er ist, oder?
    Naja einen Fragebogen gezielt so auszufüllen, dass ein gewisses Ergebnis dabei rauskommt, das mag man können.


    Aber ganz so einfach läuft eine ADHS-Diagnsotik nicht ab.
    ADHS bedeutet gewisse Beeinträchtigungen zu haben, die sich eben nciht durch Intelligenz kompensieren lassen, das wäre ja zu einfach und die EF gehören nun mal dazu.

    KLar, selbst im strukturierten Interiew, welchses ebenfalls Bestandteil einer ordentlichen AHDS-Diagnostik ist, kann man natürlich falsche Angaben machen und wenn man gut genug ist, kann man das auch so machen, dass selbst durch Kontrollfragen, die es sowohl in den schriftlichen Tests, wie auch im strukturierten Interview gibt, konsequent bewusst falsch beantwortet werden.

    Aber was hat man davon?
    Was bringt einem das?

    Ist das nicht auch nur Selbstbetrug vom Feinsten?

    Ich weiß nicht, ob er wirklich weiß, woran er ist....
    Anscheindend verleugnet er sich, bzw, seine ADHS und ich frag mich wrum und was er davon hat oder zu haben glaubt.
    Welchen Sinn ergibt das, was sit da die Logik?

    Aber wie auch immer,...
    Solange jemand eine solche Einstellung dazu hat, fehlt ihm jede Einsicht und da kannste wohl machen, was Du willst, das wird nichts ...

    So traurig das ist, aber da rennst Du gegen Windmühlenflügel ... (oder so ähnlich )

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