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Diskutiere im Thema Puffbesuche im Forum Angehörige von Erwachsenen mit ADS/ADHS
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #31
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 98

    AW: Puffbesuche

    solange man in einer beziehung ist, gibt es eh nicht den einen bösewicht...es gehören ja immer 2 dazu. aber es geht auch gar nicht um "bösewicht" oder nicht und schön gar nicht um verwerflichkeit, ich finde eher es geht darum das man ein liebevolles umfeld für sich selbst schafft/hat
    - und ich finde kränkungen (und dann noch so tiefe) sind gift dafür.
    außerdem wenn einer unter der sache leidet, sollte man doch einen gemeinsamen nenner finden. ich mag keinen partner der dann einfach sagt, nö, kann ich nicht. da swingt nix.
    bewerten tue ich damit nicht und einmischen ist eh quark...deswegen ist das hier eh´nur mein senf den ich dazu gebe...
    lieben gruß!

  2. #32
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: Puffbesuche

    Aber hat sie es denn auch kommuniziert das sie das so doch nicht kann oder will?

    Das meinte ich, sie hat es nirgends gesagt, es wird aber automatisch davon ausgegangen, das er das alles weiss und "fröhlich" weiter macht. Ich habe nirgends gelesen das sie ihm gesagt hat das es für sie so nicht geht.

    Wenn mir jemand sagt das er es nicht toll findet, aber trotzdem akzeptiert das ich es will und mache, dann gehe ich nicht unbedingt davon aus, das ich denjenigen verletze oder ich rücksichtslos bin. Meine Eltern mögen auch nicht das ich rauch(t)e/ dampfe, akzeptieren es aber zähneknirschend, verletze ich sie deswegen oder habe eine schlechte Beziehung zu ihnen? Bin ich deswegen rücksichtslos? Sie haben mir übrigens von Geld bis Haustiere oder Sachwerte auch sämtliche Kompromisse angeboten, die ich dankend abgelehnt habe. Das ist ein Bereich, den sie nicht ändern werden, der auch nichts mit ihnen zu tun hat, das könnte auch der Bereich Sexualität sein. Es gibt nun mal DInge die andere nicht toll finden, trotzdem können sie es aber akzeptieren.

    Solange sie nicht kommuniziert, das sie es nicht akzeptabel findet, und da keinen Kompromiss für sich findet, geht er nicht bewusst über ihre Grenze.

    "Könnten wir es vielleicht auch so machen" ist nicht das Gleiche wie "ich möchte das so nicht, es verletzt mich".
    "Ich würde lieber das grüne Sofa haben, aber wenn du unbedingt das rote haben willst, dann nimm wenigstens die Metallfüsse" wäre für mich nicht so ausschlaggebend wenn ich unbedingt das rote haben will, wie "Das rote geht gar nicht, will ich nicht in meiner Bude haben".

    Kompromisse betreffen für mein Verständnis einer Beziehung nicht immer beide Seiten, sie sollten so sein, das beide Seiten damit leben können, und nicht jedes Thema benötigt ein gleiches Entgegenkommen von beiden Seiten. Ich finde man sollte in einer Beziehung weder positive noch negative Dinge gegeneinander aufwiegen (gleiches mit gleichem), jeder so wie er kann und will. Ein Kompromiss muss sich nicht in der Mitte treffen, es kann auch heissen, das man etwas mit Unmut hinnimmt, ohne daran kaputt zu gehen. Geht man daran kaputt muss man dem Gegenüber aber auch sagen das es so ist.

    Sie ist doch diejenige, die das Go aufrecht erhält. SIe hat mit ihm ausgemacht was er dabei machen und nicht machen darf. Sie sagt sie findet es nicht gut, STIMMT ABER ZU. Ist er da jetzt wirklich so bewusst rücksichtslos?

  3. #33
    Pepperpence

    Gast

    AW: Puffbesuche

    creatrice schreibt:
    Aber hat sie es denn auch kommuniziert das sie das so doch nicht kann oder will?

    Das meinte ich, sie hat es nirgends gesagt, es wird aber automatisch davon ausgegangen, das er das alles weiss und "fröhlich" weiter macht. Ich habe nirgends gelesen das sie ihm gesagt hat das es für sie so nicht geht.
    Sehe ich nicht so. Sie schreibt ja, dass sie viel darüber reden und beide über Alternativen nachgedacht haben. Ihr Vorschlag: Swingerclub. Sein Vorschlag: ohne Geld in den Puff.

    Wenn sie es hier so klar und lapidar kommuniziert mit: "Natürlich kränkt es mich" gehe ich davon aus, dass auch er sich dessen bewusst ist, dass es sie kränkt.

    Es geht m.E. auch gar nicht darum ob er nun Grenzen überschreitet oder zurecht so handelt oder nicht - es geht doch darum was das Ganze mit ihr anstellt. Und dass diese Situation gesund für den ihr Selbstwertgefühl ist kann ich mir nicht vorstellen. Dazu müsste ihr der Puffbesuch tatsächlich nichts ausmachen, das ist aber doch nicht so. Nenn mich altmodisch, aber so etwas sollte meiner Meinung nach für den Partner auch von Bedeutung sein.

    Natürlich muss das Entgegenkommen in einer Beziehung nicht immer gleich und ausgewogen sein - (habe ich das etwa behauptet? ) aber wenn es so weit auseinanderdriftet, dass der Partner ein Verhalten aktzeptieren muss oder eben sich trennen muss, dann fände ich das für mich nicht okay. Zumal es ja andere Möglichkeiten gäbe und der Swingerclub eine - in diesem Fall - sehr faire Möglichkeit wäre damit umzugehen. Dass ein solcher Vorschlag mit (für mich) fadenscheinigen Argumenten abgelehnt wird, spricht für mich dafür, dass es gar nicht wirklich um den Puffbesuch geht, sondern um ganz andere Konflikte und Machtspielchen innerhalb der Beziehung.

    Ich meine: im Ernst? Er hat keine Hemmungen mit der Begrüdung dass jeder seines Glückes Schmied ist in den Puff zu gehen, obwohl er weiß dass er sie damit verletzt ... aber ein gemeinsamer Swingerclubbesuch überschreitet seine Schamgrenze. Da komme ich nicht mehr mit, sorry!

    Den Vergleich mit dem Rauchen finde ich nicht schlüssig. Zum Einen ist das Verhältnis zwischen Eltern und Kind etwas anderes als eine Paarbeziehung, zum anderen geht es beim Rauchen um rationale Einwände (Rauchen ist ungesund) während es beim Gang in den Puff doch hochemotionale Bereiche und beide Partner betrifft.
    Geändert von Pepperpence (21.02.2016 um 23:35 Uhr)

  4. #34
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: Puffbesuche

    Naja, also ich habe ja den einen Mann auch geteilt, hatte nebenher selbst auch mal einen, aber Swinger wäre für mich auch nicht drin gewesen. Glaube das hätte ihn auch nicht gereizt, er hat es nie erwähnt, und wir waren sehr offen und "probierfreudig". In anderen Partnerschaften hätte ich es sogar sehr reizvoll gefunden. Es klingt blöd, aber manchmal kommt es wirklich auf die Partnerschaft an, wie das Sexualleben ist. Ohne Wertung der Partnerschaft oder des Sexuallebens, es ist typbedingt was genau geht und was nicht.

    Ein Kompromiss kann (für mich) selbstverständlich auch etwas wiederum völlig anderes inakzeptables beinhalten. Von daher finde ich seine Reaktion jetzt nicht generell unfair. Zumal er ja sogar den Vorschlag selbst machte, das er nur zum Appetit holen da hin geht, ohne Geld.

    Ich finde eben wenn sie mit ihm redet, was er dabei machen darf und nicht, dann erlaubt sie es ihm ja auch. Sie ist nicht eindeutig in der Kommunikation.


    Wenn es DInge gibt, die man partout an sich nicht ändern möchte, ja, dann muss der andere damit klar kommen, oder sich trennen. Bei manchen ist das eine Marotte die sie nicht ändern wollen, bei anderen das Aussehen, das Hobby, die Freunde, oder eben das Sexualleben. DIe Wichtigkeit dessen sagt doch nichts über die Wichtigkeit der Beziehung aus. Und die Individualität was man für sich als wichtig erachtet finde ich völlig ok und schützenswert für einen jeden selbst.
    Das ist manchmal traurig das es an solchen Dingen zu grundsätzlich anderen Meinungen und Verletzlichkeiten kommt, aber genau das ist ja auch ein wichtiger Aspekt bei der Wahl und auch beim Bestehen von Beziehungen jeglicher Art.



    Ich glaube nicht, so wie sie ihn beschreibt, das er grundsätzlich nicht zu Kompromissen bereit ist, oder ihr zu wenig entgegen kommt, es ist halt leider genau ein Punkt, der sehr hohe Wertigkeit für beide Seiten hat. Leider unterschiedliche Seiten.

    Natürlich geht es darum, ob nadyle damit auch wirklich klar kommt. Aber ich glaube dieses WIssen oder Wahrhaben wird sie nicht erlangen, wenn man den Partner als den Übeltäter hinstellt, und sagt es sei völlig verständlich das sie so empfindet. Denn das ist es nicht (für jeden), und sollte es bei ihr so nicht sein, dann drängt man sie vielleicht in eine SIchtweise, die nicht ihre eigene ist. Und selbst wenn es so ist, kann es auch sein, das sie in ihrem jetzigen Denken eher ein Wir-Gefühl entwickelt, weil sie ihn verteidigen muss, seine SIchtweise, die sie vielleicht sogar versteht, oder auch allgemein akzeptiert, nur eben nicht in dieser Partnerschaft.

    Ich finde einfach man sollte da jegliche Wertung rausnehmen, auch wie sehr es sie oder andere nun kränken müsste würde könnte, und sie ganz frei für sich das herausfinden und entscheiden lassen. AUch wenn es noch ein bisschen länger dauert, aber eine ganz aus sich selbst getroffene Wertung und Entscheidung finde ich langfristig immer besser.


    Ich finde dich übrigens 0 altmodisch, wir haben da lediglich auch verschiedene Wertigkeiten und Ansichten .

  5. #35
    Pepperpence

    Gast

    AW: Puffbesuche

    creatrice schreibt:

    Ich finde einfach man sollte da jegliche Wertung rausnehmen, auch wie sehr es sie oder andere nun kränken müsste würde könnte, und sie ganz frei für sich das herausfinden und entscheiden lassen. AUch wenn es noch ein bisschen länger dauert, aber eine ganz aus sich selbst getroffene Wertung und Entscheidung finde ich langfristig immer besser.


    Also zum einen sagt sie selbst dass es sie kränkt, das ist keine Wertung von aussen, sondern eine klare Aussage von ihr ... und zum Zweiten hat sie ja nun direkt gefragt was wir glauben, was hinter diesem Drang steckt und ob wir eine Erklärung haben.

    Meine Meinung: vermutlich nicht wirklich der Drang unbedingt in den Puff zu müssen, sondern möglicherweise etwas anderes was viel tiefer geht. Wissen kann man es nicht, aber nadyle ist ja in der Lage zu lesen und sich dann das herauszuziehen was ihr hilft. Ich schreibe meine Meinung das hat für mich nichts damit zu tun, dass ich nadyle irgendwohin drängen will. Sie kann ja auch jederzeit sagen: Pepperpence Deine Meinung entspircht in keiner Weise meinen Überzeugungen.

  6. #36
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: Puffbesuche

    STimmt, ich glaube ich habe da eigene Erfahrungen (in Sachen Manipulation der Partnerschaft von aussen) etwas zu sehr ernst genommen. Ich glaube ich sehe da wohl Gefahren, die gar nicht da sind oder für anderer eine wären.

    Danke

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