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Diskutiere im Thema Vom Kleinkind zum eingeschnappten Ehemann im Forum Angehörige von Erwachsenen mit ADS/ADHS
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #11
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.728

    AW: Vom Kleinkind zum eingeschnappten Ehemann

    Antidepressiva sind kurzfristig zur akuten Behandlung der Depression sicher nicht schlecht, reichen aber zur Behandlung der ADHS nicht aus. Bekam er nie oder jedenfalls nicht als Erwachsener Stimulanzien?

    Meine Frau sagte kürzlich: Du bist nicht nachtragend. Du vergisst ja immer alles.

    Von daher ist Verdrängung möglicherweise das unzutreffende Wort. Er weiß am nächsten Tag vermutlich wirklich nicht mehr, worüber ihr euch gestritten habt. Das ist für einen Nicht-ADHS-ler sicher schwer nachzuvollziehen, ist aber so.

    Übrigens, seid ihr fromme Christen? Wegen der frühen Heirat meine ich.

  2. #12
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 770

    AW: Vom Kleinkind zum eingeschnappten Ehemann

    Das mit dem später reifen würde ich nicht unterschreiben.

    Was anderes:
    Bei so einer hohen Arbeitsbelastung würde ich es auch nicht schaffen, noch irgendwas zu organisieren. Ich kann sowas zwar durchhalten, es zehrt aber auf Dauer sehr viel Kraft und ich werde extrem leicht reizbar und fange an, bei jedem Mist auszuticken.
    Und wenn dann noch ne Depression dazu kommt, dann geht gleich gar nichts mehr.

    Gibt es denn keine andere Option? Weniger arbeiten? Du arbeitest auch?


    Aber: Wenn du merkst, du kannst nicht mehr, dann höre auch darauf!

  3. #13
    DaveR

    Gast

    AW: Vom Kleinkind zum eingeschnappten Ehemann

    La Bruja...oje,

    das hört sich sehr ungut an.

    Was Du da beschreibst ergibt schon ein einigermaßen klares Bild.

    Bewusst oder unbewusst lebt man in Paarbeziehungen auch das nach, was man aus Ursprungsfamilie kennt.

    Aber die Rollen wechselt man schon wenn es klappen soll.....

    Bei Deinem Mann hat das wohl noch nicht so gut funktioniert.


    Wie jetzt in diesem Fall alles miteinander zusammenhängt kann man aus der Ferne nicht sagen.

    Es könnte sein, dass Dein Mann einfach nicht in seine Erwachsenen-Rolle findet und deshalb depressiv geworden ist.

    Es könnte auch sein, dass die unbewusste Strategie ist, Dir zu nachdrücklich vorzuleben, dass er wirklich nicht anders kann und Du deshalb die Bemutterungs-Rolle zu übernehmen hast.

    Dazu würde auch das Abblocken und Schweigen passen.

    Sehr passive / abhängige Menschen tragen Beziehungskonflikte gerne durch Strafschweigen und Schuldgefühle-machen aus.

    Nach dem Motto: "Rate mal was Du schon wieder falsch gemacht hast....und bessere Dich"


    Es könnte auch was völlig anderes sein....aber es is auf jeden Fall ne Beziehungsproblematik, ADHS macht´s bestimmt nicht leichter, aber die alleinige Ursache ist es nicht. Bin ich sehr sicher.

    Jetzt versteh ich jedenfalls den Thread-Titel und auch, dass Dein Mann manchmal solche Aggressionen in Dir weckt.

    Außerdem frage ich mich, ob es wirklich so ist, dass Du seine Dankbarkeit vermisst,oder ob es Dich stört, dass Dir das Gefühl gegeben wird, dass Du nicht genug tust.


    Ich glaub (so wie Du es beschreibst) Du marschierst stramm Richtung Burn-Out.

    Und ohne Umschweife gesagt, denke ich nicht, dass Du das alleine geregelt bekommst.


    Ich finde es sehr gesund, dass Du es wahrnimmst, dass es Dir weh tut und/oder Dich erschöpft.



    Die übliche (und üble) Situation bei einem Beziehungspartner mit psychischen Problemen ist, dass von allen Beteiligten (beide Partner, Familie,Freunde etc) alle Aufmerksamkeit auf "den Kranken" gerichtet wird - und die Illusion besteht, dass alles wieder gut würde, sobald er "geheilt" ist.

    (Illusion deshalb,weil es dazu ja v.a. der "Erkrankte" wäre, der was verändern müsste was natürlich eher nicht passiert, solange alle Beteiligten ihm alle Verantwortung abnehmen)

    Dabei wird, wiederum von allen, erwartet, dass der/ die gesunde Partner/in nach Möglichkeit keine eigenen Bedürfnisse oder Leistungsgrenzen hat.

    Das ist aber -ab einem gewissen Grad- ein Irrweg der den unerwünschten Zustand nur stabilisiert und dadurch verschärft.

    Nicht das ich Dir eine Trennung nahelegen will - aber Eure Beziehung kann auf Dauer nur funktionieren, wenn Du dabei nicht "unter die Räder" kommst.


    Deswegen ist es wichtig für die Angehörigen zu erkennen, dass ihr Problem nicht heißt "meinem Mann geht es so schlecht",

    sondern "Mir geht es nicht gut in meiner Beziehung mit..." - ein guter Ansatz erleichtert die Lösungsfindung.

    Ich hoffe, das ist nachvollziehbar.(?)


    Was Dir wirklich helfen könnte ist abgesehen davon, dass Du wohl ziemlich clever bist und ein Gespür für Dich selber hast,

    dass Du Dich beraten lässt.

    Jeder Landkreis hat psycho-soziale Beratungs- oder Familienberatungsstellen die seriös sind und nichts kosten. Du kannst dort alleine hingehen oder Deinen Mann mitnehmen (spannend wird, wie er reagiert: will er, will er nicht,sagt er erst zu aber dann kommt was dazwischen,schau es Dir an...)


    In jedem Fall..viel Erfolg!
    Geändert von DaveR ( 7.02.2016 um 04:29 Uhr)

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