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Diskutiere im Thema Gefühl ausgeschlossen zu sein im Forum Angehörige von Erwachsenen mit ADS/ADHS
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #1
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 29

    Gefühl ausgeschlossen zu sein

    Mein Freund hat den Verdacht ADHS zu haben. Deshalb will er Donnerstag zu einer ADHS Selbsthilfegruppe gehen. Finde ich ja grundsätzlich gut, fühle mich bei dem Thema aber dadurch auch ausgeschlossen. Ist dieses Gefühl egoistisch oder was kann ich tun?

    Ich bin normalerweise diejenige, die alles für ihn macht, alles organisiert, privat wie beruflich und im wichtigsten Thema bin ich nun außen vor.
    Das belastet mich momentan sehr, denn sein Verhalten ist eh schon sehr anstrengend aber da ich ihn liebe will ich ihn ja in allem unterstützen.
    Geändert von nadyle (18.01.2016 um 22:22 Uhr)

  2. #2
    N o r d f r a u

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 62
    Forum-Beiträge: 8.212

    AW: Gefühl ausgeschlossen zu sein

    Hallo nadyle,

    So aus dem Bauch heraus - mach einen Luftsprung, dass er diesen Schritt unternimmt. Und ich bin seit über 20 Jahren in der Selbsthilfe.

    Ohne deine Unterstützung wäre er vielleicht noch nicht so weit, so etwas zu tun. Sicher wird er dir davon berichten. Adhs-Betroffene brauchen einen "Coach". Das kann der Partner sein, aber das kann manchmal schwierig sein.

    Magst du vielleicht mal den link in meiner Signatur lesen?

    Euch beiden alles Gute!
    Lg Gretchen

  3. #3
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: Gefühl ausgeschlossen zu sein

    Ich finde es ganz ehrlich gesagt schon egoistisch, oder eher es hat "komische" Züge.

    Es gibt in einer Selbsthilfegruppe auch keine anderen ANgehörigen.

    Was stört dich, das er nur einen Teil dieser Sache auch ohne dich macht? Er schliesst dich ja nicht komplett aus.

    Es ist wirklich wunderbar, das du so viel für ihn machst, aber du hast (dadurch) kein Anrecht darauf/ auf alles in seinem Leben.

    Du bist ja hier auch ohne ihn, ist er jetzt auch für dich gefühlt aussen vor?

  4. #4
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 29

    AW: Gefühl ausgeschlossen zu sein

    Es geht gar nicht darum, dass er mich mitnehmen soll. Aber er soll mit mir über seine Probleme reden. Zumal ich es für sinnvoller halten würde, erst ne Diagnose zu haben und dann ne Selbsthilfegruppe zu besuchen, aber das ist seine Entscheidung. Wenn es darum geht, Arzttermine für ihn zu machen, dann bin ich gut, aber über seine Gefühle und Probleme mit mir reden will er nicht. Das ist halt verletztend und ja es mag egoistisch sein aber als seine Partnerin wüsste ich schon gerne, was ihn bewegt.
    Denn nur so kann ich ihm helfen und bin seinen Launen nicht hilflos ausgeliefert.

  5. #5
    N o r d f r a u

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 62
    Forum-Beiträge: 8.212

    AW: Gefühl ausgeschlossen zu sein

    Liebe nadyle,

    ich kann es nachempfinden, aber fällt es schwer was dazu zu sagen. Ich weiß ja ziemlich wenig über dich und deinen Partner. Du kannst ihn nicht zwingen, sein Innersten nach außen zu kehren.

    Lass ihn ein bisschen los. Wenn er schlechte Laune hat, ist es nicht deine Verpflichtung ihn zu retten.

    Du kannst dich selbst über ADHS informieren. Wahrscheinlich kennst du das Buch "Lass mich, doch verlass mich nicht" von Cordula Neuhaus.

    Im Bücher Bereich gibt's eine Menge Tipps.

    Du kannst auch die Telefonberatung vom ADHS Deutschland anrufen.

    Aber letzendlich muss er selbst aktiv werden.
    Also versuche ruhig und geduldig zu sein. Lg Gretchen

  6. #6
    Zissy Stardust

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 2.576

    AW: Gefühl ausgeschlossen zu sein

    Sei mir nicht böse, aber - wenn ich etwas tun "soll", hat das bei mir den Effekt, dass ich es nicht mehr tun will .

    Ich verstehe Deinen Wunsch danach, dass Dein Freund seine Gedanken mit Dir teilt, vollkommen - ein ANRECHT darauf hast Du nicht.

    Was Du für IHN tust, tust Du -hoffentlich- aus freien Stücken.

    Was er für DICH tun kann, auf eine Art und Weise, mit der er sich wohl fühlt, liegt bei ihm.

    Irgendeinen Grund wird er ja haben, dass er mit Dir noch nicht gesprochen hat.

    DRUCK hilft da meiner Erfahrung nach am wenigsten, wenn sich das ändern können soll.






  7. #7
    N o r d f r a u

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 62
    Forum-Beiträge: 8.212

    AW: Gefühl ausgeschlossen zu sein

    P.s. ich lebe seit über 40 Jahren in einer Beziehung und selbst bin nur "überwiegend unaufmerksam", Impulsivitaet wenig ausgepraegt....

  8. #8
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 5.933

    AW: Gefühl ausgeschlossen zu sein

    Mal eine andere Idee ...

    Manchmal kann man das Ganze auch nicht so in Worte fassen. Wenn er aber nun unter vermutlich Gleichgesinnten ist und sich dort erst einmal finden und orientieren könnte, könnte er vielleicht auch Worte für sich finden und sich dir anschliessend mitteilen.

    Aber wie gesagt, das ist nur so eine Idee.

    Generell halte ich Kommunikation zwar für wichtig, ich weiss aber auch, dass man niemanden dazu zwingen kann. Manchen fällt es schwer sich zu öffnen - gerade, wenn sie auch schlechte Erfahrungen hinter sich haben. Und andere Menschen sind eh nicht die grossen Redner. Und manchen fehlen einfach die Worte ...

    Aber Zwang oder Druck wird eher das Gegenteil erreichen.

    Viel mehr würde ich dazu raten, den Eindruck zu vermitteln, dass ich es gerne verstehen würde, dass ich da bin und auch zuhören möchte (möglichst ohne gleich in Vorwürfe o. ä. zu verfallen, Ratschläge zu geben usw., auch wenn es manchmal schwierig ist) und bereit bin, die Probleme auch gemeinsam zu lösen, da sie uns ja auch gemeinsam betreffen - wenn wir ein Paar sind.

    Gerade am Anfang ist es dabei oft so, dass man vielleicht schon mal unterstützend noch mehr eingreifen muss. Später - wenn er so weit ist - kann da eine entspechende Therapie z. B. weiterhelfen. Aber genau das kann er auch durchaus in der SHG erfahren, denn dort sitzen Betroffene, die das vermutlich zum Teil schon angegangen sind. Abgesehen davon, ist eine SHG auch ein wunderbarer Informationspool für Ärzte- und Therapeutenanschriften und Erfahrungen mit diesen. So wird er vielleicht doch vor einigen schlechten Erfahrungen bewahrt. So gesehen ist eine SHG vielleicht gar keine so schlechte Sache und auch für einen (noch) undiagnostizierten eine gute Anlaufstelle.

    Und letztlich kannst du nicht alles kontrollieren.

  9. #9
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 29

    AW: Gefühl ausgeschlossen zu sein

    Danke für die Tipps. Das Buch habe ich heute Nacht als eBook gekauft und zur Hälfte gelesen. Ist mir dadurch einiges klar geworden. Hoffe es hilft.
    Vielleicht hilft ihm die Gruppe wirklich aber da er sich schon im Vorhinein weigert ne Therapie zu machen halte ich es für schwierig. Aber ich werde ich einfach mal lassen. Wenn es ihm hilft gut und wenn nicht muss er nen anderen Weg finden. Trotzdem sollte er ne Diagnose machen lassen ich hoffe das tut er auch.
    Ich bin auf jeden Fall für ihn da und unterstütze ihn wo ich kann.

  10. #10
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 5.933

    AW: Gefühl ausgeschlossen zu sein

    Nun ja, manchmal braucht es auch Zeit, sich zu entwickeln. Diagnose, Medikamente, Therapie, das kann auch erst einmal alles Angst machen. Gerade auch im Internet kusieren darüber ja eine Menge "seltsamer" Dinge. - Auch da kann der Austausch mit anderen Betroffen helfen. Berichte von der "Front", sind u. U. auch Berichte aus erster Hand darüber, was einem selbst geholfen hat ...

    Im besten Fall ändert sich seine Meinung vielleicht also noch. Unbehandeltes AD(H)S, wenn es denn wirklich zu Problemen führt, was ja leider nicht so selten ist, ist nämlich wirklich kein Zuckerschlecken. Weder für ihn noch für die Angehörigen. Davon können viele Spätdiagnostzierte hier berichten und einige davon wollten erst einmal keine Therapie in irgendeiner Form und sich nur ein bisschen informieren.

    Letztlich ist es aber eine Kosten-Nutzen-Abwägung, die leider er treffen muss. Aber da sein Leben gerade kräftig durcheinander gewirbelt wird, braucht er auch Zeit, das zu sortieren und zu verarbeiten. Und vielleicht wirst du vieles davon nicht sehen, denn sehr viel davon findet nun einmal im Kopf statt. Aber zumeist, wenn man es nicht ganz ablehnt, dann wirkt das weiter - auch wenn man nichts sieht - schliesslich ist "Gedankenkreiseln" eins der häufigsten Probleme.

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