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Diskutiere im Thema Ex von ADHSlerin im Forum Angehörige von Erwachsenen mit ADS/ADHS
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #11
    Lou


    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 254

    AW: Ex von ADHSlerin

    Und genau das erfordert eine konstruktive Diskussion, die auch mal schmerzlich sein kann...

    Wir können eh nur spekulieren und ich möchte mich auch nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, aber Menschen die bei einer konstruktiven Diskussion ausweichen und sich ablenken; dass diese Hilfe annehmen ist schon viel "verlangt".

    Und ohne weiter auf Vermutungen bzgl. bestimmter Muster/Störungen/Ausprägungen herumreiten zu wollen (ist auch etwas vom Thema weg):

    Die Art der Hilfe ist entscheidend, ich spreche jetzt von professioneller Hilfe.

    Eine Therapie lebt einerseits vom Vertrauen, andererseits kenne ich Therapeuten, die destruktive Muster verharmlosen und letztlich festigen.


    Aber nun gut, auf alle Fälle, Lancelot1, solltest du einmal schauen, wie es um deine Reserven bestellt ist - vorher.


    Wünsche dir alles Gute!

  2. #12
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 51

    AW: Ex von ADHSlerin

    Hallo,

    ich will jetzt nicht spekulieren, aber mir fallen hier ein paar Parallelen auf aus meine Frau auch AHDSlerin schwanger war. Die Ausschläge durch das "übliche Hormon Chaos" während der Schwangerschaft vielen deutlich stärker aus. Wenn ich dann Eure Situation betrachte muss ihr Wunsch nach einem Kind sehr stark gewesen sein und damit steht das Kind und die Schwangerschaft voll im Fokus und nur das, alles andere wird als Bedrohung wahrgenommen. Zudem kommt, dass die Schwangerschaft die körperliche Beweglichkeit exterm einengt vor allem im Vergleich zu früher.

    und wenn Sie sich so sehr ein Kind gewünscht hat, wird das Kind immer im Fokus stehen und wenns mit dem Kind nicht so läuft wie geplant bekommt der Partner den Frust ab. Ab und zu wenn mal alles glatt läuft, kann man dann auf für den Partner da sein. In sonstigen Situationen ist der Partner eine "Bedrohung den Fokus aus das Kind" zu stören und wird im worst case "abgewehrt".

    Leider keine so ermutigende Aussage, aber das ist das was mir dazu einfällt.

    LG
    AGHS-Partner

  3. #13
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 4

    AW: Ex von ADHSlerin

    Hallo zusammen,

    erstmal danke ich auch sehr für euer Mitdenken! Das tut gut!


    Dann will ich heute noch kurz ein paar eurer Fragen beantworten:


    - "Diagnose ADHS:"

    Sie war in Therapie, dort hat die Therapeutin auch ADHS festgestellt. Sie hat sich ein Fachbuch darüber gekauft aber es nie gelesen. Stand im Keller.
    Ich hab es dann mal nach oben geholt, versucht mir ihr drin zu lesen. Und mit ihr einen ADHS Online Test gemacht. Traf alles zu.

    War sie gut drauf, hat sie gesagt, ok, ich hab wohl ADHS. Und meine Mutter wahrscheinlich auch. Und vielleicht sind deswegen meine Beziehungen immer gescheitert.
    War sie gestresst, dann hat sie alles abgestritten. Und meinte, sie komme prima mit ihrem Leben klar...(haha)


    - "Wenn es für die Threaderstellerin infragekommt, könnte sie sich selbst auch Hilfe holen, unabhängig von der Ex-Partnerin:"

    Das mache ich. Indem ich mich über ADHS informiere, mich mit Euch austausche, mir für meine Situation jetzt Beratung in Hilfe einer Therapeutin/Heilpraktikerin geholt habe. Die zufälligerweise auch ein ADHS Kind hat und deswegen alle meine Aussagen/Erzählungen aus eigener Erfahrung kennt!


    -"Wie hab ich die schwierige Beizehung überhaupt ertragen?"

    Tja, am Anfang war alles toll. Die ersten paar Monate. Wir haben total viel unternommen, Urlaube, Freunde, Sport, Nähe gesucht etc. Irgendwann dann der erste "Wutausbruch" wegen Kleinigkeiten,
    die Eifersucht, wenn ich mal wo anders meine Zeit verbracht habe als bei ihr. Wenn ich gut mit ihren Freunden klar kam hieß es "Keiner beachtet mich, du scheinst dich ja auch toll mit meinen Freunden zu verstehen..". War ich ruhig und eher der Zuhörer, hieß es: "Was war los, warum hast du so wenig gelacht,geredet? Meine Freunde denken bestimmt du fühlst dich nicht wohl..."

    War sie wegen einer Unterleibs-OP krank, und ich war "nur" sechs von 7 Tagen bei ihr daheim, hieß es: Du bist nicht da wenn ich dich brauche....
    Kam ich für das Wochenende später als geplant zu ihr, also später im Sinne von einer Stunde vielleicht, nahm sie mir das übel. Obwohl wir jedes Wo.Ende zusammen verbracht haben!

    Als meine Schwester parallel zu ihr schwanger wurde, hieß es: Bestimmt kümmerst du dich dann nur um die Eva. Aber egal, ich krieg das auch alleine hin.

    Sowieso, sie wollte mich immer sehen und hören, aber immer wieder hörte ich: Ich krieg alles auch alleine hin, will bloß von niemandem abhängig sein. Hab in der Liebe schon so vieles erlebt.
    Irgendwann ist alles vorbei.... Ich hab sowas noch nie gehört, man hofft doch einfach, dass es klappt, will dem anderen das Gefühl vermiteln, dass man ein Team ist. Und redet nicht am Anfang schon wieder vom Schluss! Anfangs hab ich versucht das zu überhören, aber es hat mich verunsichert natürlich.

    Und trotzdem: Bei allem negativen, sie nahm ich überall mit, zu ihren Eltern, Freunden, wollte mich immer um sich rum haben, hat Urlaube 2016 geplant, mir mein Weihnachtsgeschenk schon lange gekauft (Konzert im März 2016)...war wenn gut gelaunt sehr kuschelig, fröhlich drauf, lachte viel.

    Erst in der Schwangerschaft war sie dann so dermaßen unausgeglichen, dass es echt schlimm wurde, kaum zu ertragen. Ihre Launen, ihr Leiden (Übelkeit)...Ihr Ausflippen bei Kleinigkeiten. Die großen Streits (sie war dann alles in einen Eimer und fing an alles in Frage zu stellen) die dann folgten. Sie bekam auch Hormonspritzen, vielleicht tat das sein übriges dazu.

    Ich hab gedacht - gut, das halten wir zusammen durch - und darauf gehofft, später mit Sport, sozialen Kontakten, einem normalen Leben würde sie wieder ein wenig zu sich finden.
    Und wir könnten die schlimme unausgeglichene Zeit von ihr hinter uns lassen.

    Sie meinte aber, sie müsse sich jetzt nur auf ihre Schwangerschaft konzentrieren, wolle niemanden an ihrer Seite.
    Denke aber insgeheim schon, dass sie sich bald in die nächste Beziehung stürzen wird.
    So macht sie das seit 20 Jahren, kann nicht alleine sein und sich mit sich und ADHS auseinandersetzen lehnt sie ja auch komplett ab!

    Sie ist Polizistin, nach dem Job schläft sie, geht dann ins Fitness fast jeden Tag, hat immer genau geplant was sie an welchem Tag machen will.
    Ach und noch was: Se ist immer unzufrieden irgendwie. Im Job wird sie nicht so befördert wie sie meint, dass sie es verdient, ihre Freunde macht sie abwechseln schlecht oder ist
    nicht zufrieden mit den Treffen, meint, sie investiere mehr als die anderen in die Freundschaften etc...Auch mit ihrer Familie das gleiche. Ihre Schwester hat jetzt ihr Kind und für meine Ex war es sehr anstrengend als sich in der Schwangerschaft alles nicht um sie sondern um ihre Schwester drehte...

    Einmal meinte sie, sie habe wohl hohe Erwartungen an den Partner - dass ihre Erwartungen perfektionischer Natur sind und ihre Wahrnehmung verzerrt hat sie leider nicht bemerkt oder bemerken können/wollen.

    Ich könne noch mehr schreiben aber für heute reicht es mir. Ich danke euch aber schon mal für euer Feedback.

    Könnt ihr nachvollziehen, dass es schlimm für mich ist, ihr zuzusehen, wie das ADHS ihr Leben so dermaßen beeinflusst und sie das nur immer verdrängt?
    .

  4. #14
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 4

    AW: Ex von ADHSlerin

    Noch etwas:

    Ja, sie war sehr launisch. Morgens mit Kuss und "hab dich lieb" verabschiedet, abends schlechte Laune als sei jemand gestorben und mich ignoriert.
    Wenn aber ein netter Telefonanruf einer Freundin kam oder Lob im Job dann war die Stimmung plötzlcih wieder gut.

    Eine Woche vor dem Einjährigen hieß es noch "Das Einjährige ist doch nichts besonderes. Wir schenken uns nichts!..." - diese Aussage hat mich enttäuscht.

    Eine Woche vor ihrem Schluss machen hatten wir dann eben das Einjährige. Sie kam mti roten Rosen, einer "In Liebe Postkarte" etc. Hat sich echt Mühe gegeben.
    Deswegen hatte ich ihr also zum Einjährigen "nur" ein Gedicht - und sie war wiederrum ob ihrer Mühen mit Rosen und co enttäuscht.

    Vier Wochen vor dem Schlussmachen war Ultraschall für das Baby. Danach war sie super drauf, anhänglich, Pläne gemacht, Urlaub 2016, mich als "Co-Mama" eingeplant etc...
    Beim Schluss machen hat sie alles wieder revidiert, die Urlaubspläne seien nur für sie gedacht gewesen..manchmal hat sie sich tatsächlich nicht mehr
    an ihre Aussagen erinnert. Behauptet, dass habe sie nie gesagt!

    Danke für Eure Hifle.

  5. #15
    Bin hier neu, seid lieb zu mir

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 28

    AW: Ex von ADHSlerin

    Hej,

    ich habe Dein Thema gerade gefunden. Und ich kann mich nur meinen Vorrednern anschließen: Für mich steht hier eine Persönlichkeitsstörung im Vordergrund, nicht das ADHS. Und ich spreche aus Erfahrung... Leider...
    Für mich versinken die ADHS-Symptome hier in der Persönlichkeitsstörung. Ich kenne Deine Ex nicht, bin kein Therapeut, habe nur private und berufliche Erfahrungen. Und würde daraus diesen Schluss ziehen.

    Und mir tut es leid, dass ein Kind "dazwischen" gekommen ist. Das macht das Ganze auch aus rechtlicher Perspektive nicht einfacher. Oder kannst Du Dich davon abgrenzen?

    Das schon beschriebene aufbauen und dann, wenn es alles gut ist, alles kaputt machen, kenne ich auch von meiner Ex. Und dort lag es klar in ihrer Persönlichkeitsstörung begründet.

    So hart es klingt: Schließe mit Deiner Ex ab - Bleib gesund! Das wäre meine Meinung...

  6. #16
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 4

    AW: Ex von ADHSlerin

    Ich wollte euch allen für eure Meinungen und Tipps danken.

    Ich bin nicht schnell und gut damit, Beziehungen abzuschließen und nach vorne zu schauen.
    Aber durch Euch weiß ich, dass es der einzige Weg ist und auch, dass ADHS/Persönlichkeitsstörung/Boderline, was immer es auch genau bei meiner Ex ist,
    eine Nummer zu groß für mich ist. Und langfristig keine Beziehung möglich wäre. Ich bin froh, dass ich das ganze mir bis dato
    unbekannte Verhalten nun besser verstehen kann. Es ist einfach nur schade, dass sie sich nicht hinterfragt und in die nächste Beziehung Nummer 15 rennt.
    Auch die wird scheitern. Ich versuche jetzt erstmal Abstand zu bekommen und da helfen mir auch eure "fachlichen" Hinweise. Danke nochmal!

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