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Diskutiere im Thema ADS in der Ehe im Forum Angehörige von Erwachsenen mit ADS/ADHS
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #21
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 258

    AW: ADS in der Ehe

    Ich bin mir ja noch nicht sicher was ich genau habe, aber ich kenne das Kind in mir und da hat früher fast nur die gute Belohnung oder Bestrafung geholfen und sehr oft eben auch nicht einmal das.

    Ich erkenne den Ernst der Lage oft auch nur wenn man mich mehrmals in den Hintern tritt oder total ignoriert, erst dann habe ich gemerkt das wohl mein Verhalten die Ursache an der jeweiligen Situation war, der ich ja immer aus dem Weg gehen möchte.

    Ich bin mir oft vorher selbst nicht bewusst was es alles für Konsequenzen für mich haben kann, weil ich eben vieles wie mit den Augen eines Kindes sehe, also spielerisch, Grenzen ausloten, bis ich manchmal sehr oft und viel zu spät merke was ich da angerichtet habe.

    Aber wie geschrieben, ich kann da nur von mir reden und die Mischung von allem würde mir wohl am besten gefallen, sozusagen der vorher angedrohte spielerische Ernst, bei dem ich zumindest vorher genau weis das ich dafür etwas gutes.

    Lässt man mir eine lange Leine und ich weis das es eh keine Konsequenzen für mich hat wenn ich mich weiterhin so benehme, dann macht das die Sache nicht besser sondern dann nutze ich es auch manchmal mehr als nur aus.

    Normalerweise sollte man ja über alles auch reden können, das ist mit mir auch nicht einfach so möglich, da ist es besser wenn man mir einen Brief schreibt, dann ist die Chance auch viel größer das ich alles erkennen kann und ich sehe mich dann auch nicht so unter Druck als wenn mich jemand direkt auf etwas anspricht. Ich habe es bisher nie gelernt mit Konfrontationen richtig umzugehen, bzw konnte ich es nie oder eben nur auf die schriftliche Basis, sonst ist die Gefahr das ich es als reinen Angriff empfinde, den ich dann oft einfach aus meiner spielerischen Sicht abwehren möchte.

    Für mich hatten bisher gesagte Worte auch weniger wert als geschriebene, sagen kann man ja immer schnell mal irgendwas, geschriebenes hat für mich einen höheren Wert, obwohl ja beides eigentlich gleichwertig ist, aber mir zeigt es dann das es der andere sehr Ernst meint, weil er sich ja die Zeit für mich nimmt und einen Brief verfasst, ich schätze sowas sehr weil ich weis wie lange ich für sowas brauchen würde und ich nehme mir dann auch wenn es nötig genug ist die Zeit wenn mir die Konsequenzen deutlich genug und aufgezeigt werde. Und selbst dann denke ich oft, lasst mich doch einfach nur in Ruhe und meine das meist nicht mal böse.

    Wenn man mich begeistert mit etwas was mich sowieso selbst auch interessiert, dann den Mund schön wässrig macht und vielleicht schon ein bisschen belohnt, dann denke ich sowieso der andere spielt nur mit mir und für etwas schönes werde ich mich dann sogar "streiten" und selbst wenn ich dann merke das es doch kein Spiel war denke ich dann viel ruhiger darüber nach, als wenn man direkt und sehr ernst auf mich zu kommt, da bekomme ich ehr Angst und schaue schon mal wo hin ich am kürzesten flüchten kann.

    Wie gesagt ich kann das nur auf mich beziehen.

    Viele Grüße, grobartig

  2. #22
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 16

    AW: ADS in der Ehe

    Ich bin erst junge 22 Jahre, und gerade wieder mitten im Kampf mit meiner ADHS - und ich muss schon als junger Mann sagen, dass ich weiß wie anstrengend sein kann. Gut, dass du erkennst, dass dein Mann für die Krankheit und für viele der Symptome nichts kann. Allerdings schließ ich mich hier den anderen an - wer mit deinem Mann zusammen lebt, muss diese "Behinderung" akzeptieren, aber er muss alles machen, um die Probleme möglichst in den Griff zu bekommen. Tut er das nicht, würde ich das an deiner Stelle auch in den falschen Hals bekommen. Es ist nun mal Fakt, dass es unglaublich anstrengend ist, mit einem ADHSler zusammen zu leben und er muss sich eigentlich Mühe geben, dir das Leben nicht allzu schwer zu machen, und so, wie du die Probleme beschreibst, scheinen sie ja nicht unerheblich zu sein. Dein Partner hat Glück, dass du so treu und loyal zu ihm stehst, aber er muss definitiv was ändern, und wenn das bedeutet, dass er eine Therapie machen soll, dann muss er das machen. Von alleine wirds ja nicht besser, oder? Das solltest du ihm deutlich bewusst machen, da dass nicht ewig so weiter gehen kann.

  3. #23
    Sen


    Bin hier neu, seid lieb zu mir

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 28

    AW: ADS in der Ehe

    Danke nochmals für die erneuten Tipps. :-)

    Ich muss auch erst mal herausfinden, welches Verhalten zu seinem ADS gehört, und was ggf. nicht. Dieses "kindliche" habe ich bisher immer seinem "heranwachseden" Alter zugeschrieben. (Daher auch das Aufschieben von Nachwuchs auf 2 Jahre, bis er dann reifer wäre) Aber wenn das zum ADS gehört, wird dieses Verhalten in x Jahren auch nicht anders sein.

    Das werde ich dann nach und nach mittels Büchern und Austausch mit anderen lernen. Und auch mein Umgang mit ihm werde ich wohl ein Bisschen umkrämpeln müssen.

    Am Samstag habe ich nochmals versucht, das Thema ADS bei ihm anzusprechen. Er hat einfach nichts dazu gesagt, einfach nicht geantwortet. Dann habe ich nochmals nachgefragt, ob er denn als Kind die ADS Diagnose hatte, dazu meinte er "joa". Und ich habe ihn gefragt, wie er das sieht, ob er seiner Ansicht nach ADS hat. Darauf bekam ich auch keine Antwort.

    Nu..dann werde ich das Ganze mal schriftlich versuchen.

  4. #24
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 4

    AW: ADS in der Ehe

    Hallo Sen,

    ich bin auch in einer Beziehung (Feb. 2015) mit einem ADSler und er ist 42 Jahre. Kennen tue ich ihn schon seit 2012 und direkt zu Anfang hatte er mir gesagt, dass er ADS hat. Früher war es eine reine gute Freundschaft, aber zu Ende des Jahres hat sich mehr entwickelt. Bei ihm früher, bei mir kam es später und auch ich musste für mich überlegen, ob ich bereit für eine Beziehung zu einem ADSler bereit bin, weil ich mich vorher mit allem auseinandergesetzt hatte und quasi schon wusste, was auf mich zu kommen könnte.

    Wenn man aber jemanden liebt, ist das uninteressant und man versucht es einfach.

    Es ist alles andere als einfach, aber es ist machbar wenn man viel redet.
    Mein Freund hat auch einen ausgeprägten Sinn, dass er mir anmerkt wenn was nicht stimmt. Da kann ich noch so versuchen es runterzuspielen. Er kann allerdings nicht in meinen Kopf hineinsehen.

    Es ist ein langer Weg, aber es geht. Mit einigen Dingen muss man sich arrangieren z.B. bei meinem, er lässt gern mal nicht ausreden. Da hab ich jetzt für mich beschlossen und ihm das auch mit Ankündigung gesagt, wenn er das nicht versucht mich ausreden zu lassen, dass ich dann mit Ankündigung "ich gehe jetzt" ihn dann stehen lasse und wir das Gespräch auf den nächsten Tag vertagen. Mal sehen wenn es soweit ist, wie er mit der Situation klar kommt.

    Ich hab mir angewöhnt, wenn mir was nicht passt oder stört mit "schade..." den Satz beginne oder "ich finde es nicht gut....", kommt bei meinem besser an. Ich sehe auch, dass er sich bemüht und er das auch möchte.

    Einen positiven Effekt hat es auf mich mit ihm zusammen zu sein. Ich sehe einiges gelassener und nicht mehr so verbissen wie früher. Ich bin ruhiger geworden.

    Ich hab ihm auch gesagt, dass ich mit allem hinter ihm stehe und auch helfe, wenn er die Hilfe zulässt. Hier und da gebe ich ihm einen Denkanstoß.

    Was er schon geschafft hat und ich ihm auch hoch anrechne, er stellt sich jetzt auch mal an einem Wochenende den Wecker, dass wir uns auch mal was früher treffen können und nicht erst gegen Abend und somit auch mehr voneinander mal haben.

    Ich sehe ihn z.B. unter der Woche nur beim Training und halt mal am Wochenende. Wir wohnen auch nicht weit auseinander, aber die Umstände momentan lassen ein öfteres sehen nicht zu.

    Bisher durfte ich noch nicht zu ihm nachhause, weil er da noch "aufräumen" will, weil sie die Jahre so viel angesammelt hat und er mir sagte, dass es ihm endpeinlich ist und er mir das nicht zumuten möchte. Ich hatte ihm da auch meine Hilfe angeboten, aber er möchte das alleine machen.

    Mal schauen was da passiert.

    Ich kann nur aus meiner persönlichen Erfahrung sprechen, aber es hat stellenweise geholfen auch Konsequenzen folgen zu lassen, wenn was nicht klappt.

  5. #25
    Sen


    Bin hier neu, seid lieb zu mir

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 28

    AW: ADS in der Ehe

    Und wieder darf ich mich für die Tipps bedanken. Da habe ich ja erst mal einiges zum umsetzen.

    Also, es gibt Neuigkeiten:

    Ich habe ihn nun nicht mehr beiläufig angesprochen, sondern direkt mit dem Thema konfrontiert. Nicht während dem Essen, nicht während dem Autofahren, sondern während sonst keine Ablenkung oder sonst was anderes nebenher war. Das hat dann auch viel besser funktioniert!

    Laut seiner Aussage würde die ADS Diagnose nach ein paar Jahren verfallen, sprich seine Diagnose aus der Kindheit gar nicht mehr zählen. Sondern, man müsste so eine Diagnose alle paar Jahre auffrischen/erneuern. (Stimmt das tatsächlich?)

    Und, er wäre vor ein paar Jahren bei einem Neurologe(?) gewesen, (der extra dafür "geschult"(?) sei) und dieser hätte diagnostiziert, dass mein Mann kein ADS mehr hätte. Also ich weiß nicht, worin dieser Neurologe geschult war,...aber im diagnostizieren von ADS offenbar nicht.

    Wobei ich denke zu wissen, was mein Mann meinte. Er war mal für ein paar Wochen in einer offenen psychosomatischen Klinik. Und ich meine mich zu erinnern, dass einer der Psychologen dort irgendwas gesagt hätte, dass er ADS bei meinem Mann ausschließen würde.
    Seine früher diagnostizierte Hochbgegabung haben sie ihm dort in der Klinik allerdings auch weg-diagnosiziert.

    Das Beste kam aber erst noch im Laufe unseres Gesprächs:

    Ich weiß bisher mehr über das Thema ADS als mein Mann selbst. Er hat sich nach eigener Aussage nie darüber informiert...

    Jedenfalls hat er sich bereit erklärt, sich einer neuen Diagnose zu unterziehen. (Ist die Diagnose aus der Kindheit wirklich irgendwann automatisch verfallen?) Und wäre auch bereit, mit Medikamenten und/oder Verhaltenstherapie etwas an der momentanen Situation zu verändern.

    Es kam mir zwar so vor nach dem Motto: "Wenn du davon überzeugt bist, dann mache ich das eben..." Von ihm sah ich da keine eigene Motivation dazu.
    Aber naja, immerhin ein Fortschritt.

    Achja...ich habe ihn noch diesen Thrad hier durchlesen lassen, und ihm vorgeschlagen, sich doch auch mal selbst hier anzumelden.

    Lieben Gruß, Sen.

  6. #26
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 4

    AW: ADS in der Ehe

    Das ist doch schonmal ein guter Schritt nach vorn, dass Dein Mann bereit ist an der Situation was zu verändern.

    ADS hat man oder man hat es nicht. ADS verschwindet auch nicht, es bleibt ein Leben lang und es ist auch nichts schlimmes, wenn man sich damit auseinander gesetzt und informiert hat.

    Wenn es damals als Kind bei ihm diagnostiziert wurde, dann hat er das heute auch noch. Vorausgesetzt, damals wurde es auch richtig diagnostiziert.

    Er sollte das auf jeden Fall ansprechen beim Arztbesuch.

    Mein Freund muss im August wieder hin zu seiner Ärztin und ich soll ihm eine Aufstellung machen, was mir an ihm auffällt, was ihm jetzt nicht direkt so bewußt ist.
    Evtl. muss die Dosis bei ihm nach Jahren mal angepasst werden.

    Vielleicht kannst du ihm ja auch sowas mitgeben, wenn er alleine hin möchte. Dir fallen ja auch viele Dinge an ihm auf, die ihm ja nicht so bewußt sind direkt.

  7. #27
    N o r d f r a u

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 62
    Forum-Beiträge: 8.211

    AW: ADS in der Ehe

    Hallo Sen,

    ich habe ganz übersehen, dir darauf zu antworten

    @Gretchen, je mehr desto besser. Ja wir sind noch recht jung, das stimmt. Mh, dass Hunde gut für betroffene sind, wusste ich gar nicht. Meinst du, es könnte gut sein, wenn ich ihm mehr Aufgaben bzgl. dem Hund übertrage? Zum Beispiel, dass er sich am Wochenende (Fr+Sa) komplett um die Versorgugn des Hundes kümmert? (Ich würde gleichzeitig schon noch darauf gucken, für den Fall, dass es nicht klappt oder nicht alles funktioniert)

    Lieben Gruß, Sen.
    Also, ich habe alles noch mal überflogen, was du geschrieben hast, es fällt mir etwas schwer mir ein
    Bild davon zu machen. Ob es gut ist, ihm die Versorgung des Hundes am WE zu übertragen?
    ADHS-Betroffene machen etwas mit Begeisterung, wenn sie etwas fesselt, da wachsen sie über sich hinaus.
    Ich sehe deinen Mann nicht so vor mir. Manchmal stellt sich bei ADHS-Betroffenen so was ein, was wie eine
    Depression aussieht.

    Die ADHS-Veranlagung verschwindet nicht, manchmal kann man sie besser kompensieren, manchmal schlechter.
    Deshalb habe ich mich vor etwa fünf Jahren entschlossen, Medikamente zu nehmen.

    Oft ist es gut mit jemanden mal persönlich zu sprechen oder wenigstens zu telefonieren.
    Im ADHS Deutschland gibt es auch Selbsthilfegruppen für Erwachsene und eine Telefonberatung.
    Magst mal dort schauen, ob es was in deiner Nähe gibt. Was Treffen betrifft, ist jetzt wahrscheinlich
    Sommerpause, aber bestimmt bekommst du jemanden an die Strippe.

    Ich bin seit über 40 Jahren mit einem Mann zusammen, der vielleicht auf andere Menschen seltsam wirkt,
    ich kann mich gut erinnern, er studierte, ich arbeitete, es war nicht einfach zu verknusen, dass ihn meine
    spannenden Erzählungen von meiner Arbeit überhaupt nicht interessierten. Sein Credo noch heute,
    "Routinearbeit hasse ich und auf Befehl mache ich gar nichts".

    Nun, er hat auch viele Vorzüge, technisch brilliant, kann fast alles reparieren, was ihm auch viel Spaß macht,
    auch mal Neues kreieren. Ist unglaublich treu und hilfsbereit (wenn jemand in Not ist, läuft er zu Hochform auf).

    Und er ist vor allem "kinderverrückt". Und Kinder mögen gerne mit ihm zusammen sein.
    Unser erstes Kind kam erst nach über zehn Jahren Zusammenleben zu Welt, allerdings haben wir
    uns auch sehr jung kennen gelernt, so vier Wochen nach Auszug aus dem Elternhaus, ich hätte durchaus noch
    warten können. Auch mit über 60 strahlt er immer noch etwas Jungenhaftes aus.

    Für die Struktur zu Hause bin allerdings ich zuständig (frei nach Bert Brecht "Lob des Lernens - Du musst di
    Führung übernehmen.")

    Also ich wünsche dir viel Glück mit deinem "Exemplar"!


    LG Gretchen

  8. #28
    Sen


    Bin hier neu, seid lieb zu mir

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 28

    AW: ADS in der Ehe

    Danke euch beiden.

    Vielleicht hat er ja bzgl. dass die Diagnose irgendwann verfällt, etwas missverstanden. Oder er weiß es selbst nicht. Vielleicht hatte es ihm auch dieser Psychiater oder was das war, falsch gesagt. Jedenfalls danke ich euch für die Aufklärung diesbezüglich, ich werde ihm das dann auch so weiter geben.

    Er meinte auch, dass man Ritalin als Erwachsener komplett selbst bezahlen müsste, und dass das total teuer wäre.

    Mir persönlcih macht das alles zusammen ein Bisschen den Eindruck, als ob er kein ADS haben "will" und das seine Methode ist.
    Von wegen, die Diagnose aus der Kindheit wäre ja nicht mehr gültig, und der eine Facharzt hätte ihm gesagt, dass er kein ADS mehr hätte, und Ritalin müsse man als Erwachsener selbst bezahlen, usw.

    Ich kann mich auch täuschen, aber für mich klingt das alles nach Versuchen, sich nicht eingestehen zu müssen, ADS zu haben.
    Als ob er da Thema komplett umgehen wollte. (So, wie wenn man etwas bewusst ausblendet, oder ignoriert)

    Als "von sich aus bereit etwas an der Situation zu ändern" sehe ich das leider nicht unbedingt. Momentan sehe ich nur, dass er nur nicht abgeneigt ist. Er macht das mit der Diagnostik und ggf. Medikameteneinnahme nur, weil ich es möchte. So ist zumindest aktuell mein Eindruck.

    Das mit dem Hund haben wir auch noch mal angesprochen. Er meinte, nur ab und zu würde für ihn keinen Sinn machen. Wenn, dann müsste er das regelmäßig machen. Da für ihn das Thema Hund versorgen dann abgehakt war, und er weder gesagt hat, dass er versuchen möchte sich regelmäßig zu kümmern; Und auch keinen Vorschlag gemacht hat, wie er es gerne machen würde, habe ich dann auch nicht mehr weiter nachgehakt. Dann versorge ich ihn eben weiterhin alleine.

  9. #29
    N o r d f r a u

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 62
    Forum-Beiträge: 8.211

    AW: ADS in der Ehe

    Hallo Sen,

    ist schon mühsam mit so einem Mann.

    Also Ritalin adult und Medikinet adult sind für Erwachsene zugelassen und man zahl pro Packung € 5,-- Rezeptgebühr,
    somit ist Ritalin adult etwas teurer, weil es nur 28-Stück Packungen gibt und nicht 50 Stück wie bei Medikinet.

    Wenn du 25 Jahre bist, ist dein Mann vielleicht nicht viel älter.
    Man muss bedenken, dass die Pubertät (also der große Umbau des Gehirns) erst mit 25 abgeschlossen ist, bei
    ADHS-Betroffenen dauert er noch etwas länger, also darfst du noch etwas hoffen.

  10. #30
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 5.927

    AW: ADS in der Ehe

    Suche einen kompetenten Arzt oder eine Institutsambulanz raus, damit er nicht zu einem "Wald und Wiesen"-Arzt geht. Um Medikamente zu bekommen, wird er sich vermutlich einer erneuten Diagnostik unterziehen müssen, da legen viele Ärzte Wert drauf, wenn die alte Diagnostik in der (frühen) Kindheit erfolgte. Wenn es möglich ist von dort noch Unterlagen zu bekommen, dann versuch diese zu beschaffen (Normalerweise werden die Unterlagen wohl 10 Jahre aufbewahrt, aber Versuch macht klug.) und die gleich zum neuen Diagnostiktermin mitzugeben oder alternativ mitzunehmen, wenn du mitgehst.

    Hier im Forum gibt es auch eine Liste von Alex, was zu einer guten Diagnostik dazu gehören sollte. Nicht alle Ärzte testen wirklich alles aus. Einige Sachen könnte man aber vielleicht schon vorher über den Hausarzt (ggf. mit Überweisung vom Facharzt) machen lassen.
    https://adhs-chaoten.net/ads-adhs-er...wachsenen.html


    Und dann also praktischen Tipp kann ich dir nur sagen, auch wenn du bestimmte Dinge erwartest, dass er sie macht. Lobe!!! Wenn er sie macht. AD(H)Sler reagieren wesentlich eher auf Lob, als auf Kritik und das auch nur unmittelbar. Also verteile Belohnung und Lob möglichst unmittelbar und ohne Aufschub.

    Dazu kommt, dass viele AD(H)Slern so gut wie kein Zeitgefühl haben. Sagt er also "gleich", ist das in seiner Wahrnehmung ein verflixt unbestimmtes Wort für Zeit. Dazu hat sich bei einigen Mitchaoten hier bewährt z. B. bei wiederkehrenden Aufgaben eine Erinnerung z. B. ins Handy zu schreiben. - Blöd ist nur, wenn man - wie ich z. B. - dann das Klingeln wegdrückt, sich denkt, ja das mach ich jetzt und auf dem Weg zur Tat hemmungslos vergisst, was man eigentlich machen wollte. Aber bei Mitchaoten hier hilft das wirklich und ich bin da wohl eher ein "härterer Fall".

    Und dann neige bitte nicht dazu, dass dann doch selbst zu machen ... Die Lehre daraus wäre dann nämlich vielleicht: Wenn ich es lange genug liegen lasse, dann erledigen sich die Dinge "wie von Zauberhand selbst". Versuche es vielleicht lieber mit: "Schade, ich hätte mich gefreut, wenn du ... (den Müll rausgebracht oder sonst was getan hättest), dann hätten wir jetzt Zeit gemeinsam .... zu tun." (Unmittelbare Belohnung) Alternativ könntest du es noch mit dem Nachsatz: "Magst das jetzt vielleicht schnell machen?" versuchen. Wenn er das dann tut, dann freu dich aber auch - wie angekündigt - gefälligst und lass ruhig ein Lob mit einfliessen (Toll, dass du das jetzt gemacht hast, nun können wir gemeinsam ...) - Viel Glück!

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Thema: ADS in der Ehe im Forum Angehörige von Erwachsenen mit ADS/ADHS bei ADHS bei Erwachsenen Forum
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