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Diskutiere im Thema ads und partnerschaft? im Forum Angehörige von Erwachsenen mit ADS/ADHS
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #1
    jezzy

    Gast

    ads und partnerschaft?

    Hallo. Habe seit 2 1/2 Jahren einen Freund mit ADS. Ich weiss mittlerweile nicht mehr weiter. Ständige Gefühls Ausbrüche, beleidigungen,Aggressivitä und das schlimmste an allem ist er beendet die Beziehung immer wieder. Und nach ein paar Wochen ruft er wieder an und sagt wie Leid ihm alles tut. Und wie sehr er mich liebt. Er hält absprachen nicht ein, vergisst ständig irgendwelche Sachen.kommt grundsätzlich zu spät. Und wenn er dann mal wieder nur zu tun hat schiebt er mich ab und sagt ihm wird alles zu viel. Obwohl ich manchmal nur Frage um wie viel Uhr er bei mir ist. Kaum kritisiert man ihn wird er zum Monster. Und einen Termin bei einer Psychologin hat er erst im September. Zurzeit ist wieder so eine aus Phase und ich Frage mich wie das noch weiter gehen soll.... Hat jemand Erfahrungen damit?

  2. #2
    Neues vorgestelltes Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 274

    AW: ads und partnerschaft?

    spätestens bei Beleidigungen würds bei mir aufhören. Du bist doch nicht sein Mülleimer. Vieles was Du schreibst sehe ich überhaupt nicht als AD(H)S-typisch an.

  3. #3
    Muh!

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 6.859

    AW: ads und partnerschaft?

    jezzy schreibt:
    Und nach ein paar Wochen ruft er wieder an und sagt wie Leid ihm alles tut.
    Vergiss ihn. Auch wenn Vieles an ADHS erinnert, mit der Gewissheit, dass er es haben würde, würde die Beziehung auch nicht besser werden. Eine Beziehung, ganz gleich ob mit oder ohne ADHS, bedarf eines Fundaments. Dieses Fundament sehe ich bei euch nicht.

    Es sei denn, er ist dein Supermann.

  4. #4
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: ads und partnerschaft?

    Klingt für mich nach einem häufig überforderten, impulsiven ADHSler. Hat er denn medikamentöse und therapeutische Unterstützung? Wie sieht es mit der Arbeit aus? Überfordert die ihn? Häufig sind auch die (für andere alltäglichen) Umstände für ADHSler so überreizend und überfordernd, das neben Medikation und Therapie auch leider eine Anpassung an die Defizite in sämtlichen Bereichen nötig ist. Durch permanente Überforderung wird es leider nicht besser. Das können ganz verschiedene Dinge sein, die oft mühselig erörtert werden müssen. Meist zeigt sich dann auch eine signifikante Verbesserung der Symptomatik.

    Das mit den Trennungen kenne ich übrigens auch von mir, es sind Fluchten aus der Überforderung, die manchmal die blosse Anwesenheit des Partners ist, weil man diesen Anforderungen an Konversation, Achtung etc nicht gerecht wird.
    Die Beleidigungen kenne ich von anderen ADHSlern, ich bin da eher der ungerechte Explodiertyp. Ich finde die Aussage das das alles kein Fundament hat oder die Beziehung keinen Sinn hat etwas voreilig, denn genau das und in dem Ausmaß sind die häufigen Probleme, die ADHSler in Beziehungen haben. Das heisst nicht, das sie das selbst für gut heissen, oder das gar wollen.

    Wichtig ist, das du dir klar sein musst, das es eine Erkrankung ist, die ihre hässlichste Seite leider genau so zeigen kann. Es wird Zeiten geben in denen es besser ist, aber auch solche Zeiten (wenn auch mit Therapie und Medikation immer weniger). Er muss da ganz viel an sich arbeiten, und du müsstest ganz viel helfen, verstehen und auch leider manchmal die Rückschritte mittragen. Das ist schwierig und bedarf oft einer eigenen stabilen Persönlichkeit. Ich könnte jede Überlegung und Reaktion verstehen.
    Geändert von creatrice (28.06.2015 um 19:38 Uhr)

  5. #5
    N o r d f r a u

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 62
    Forum-Beiträge: 8.213

    AW: ads und partnerschaft?

    Also so aus der Ferne betrachtet kann da schon ADHS + Überlastung im Spiel sein.

    Wie alt seid ihr beiden denn?

    Ein bisschen "Kinderstube" sollte man natürlich ab einem gewissen Alter schon haben.
    Allerdings dauert die Pubertät (also der Umbau des Gehirns) bei ADHS-Betroffenen etwas länger,
    bei Nicht-Betroffenen sollte sie mit 25 abgeschlossen sein.

    Wenn du mit einem ADHS-Betroffenen zusammen sein willst, ist es gut Bücher zu lesen,
    z. B. "Lass mich, doch verlass mich nicht" von Cordula Neuhaus.

    Ansonsten gilt, was ich meiner Tochter sagen würde - "eine andere Mutter hat auch einen schönen Buben".

    Schön, dass du dich für's Forum interessierst, warst du früher mal Mitglied, weil du jetzt als
    Gast angezeigt wirst?

    Alles Gute in jedem Fall
    Gretchen

  6. #6
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 4

    AW: ads und partnerschaft?

    Hallo Jezzy,

    ich bin seit Februar 2015 auch mit einem ADSler zusammen. Wir kannten uns schon so ca. 2 Jahre vorher und waren nur befreundet, aber irgendwann ist mehr draus geworden.

    Ich bin immer noch dabei, mich in vielem zu belesen und will mir demnächst auch mal ein paar Bücher zulegen, denn auch das Netz ist begrenzt :-)

    Eine Partnerschaft zu einem ADSler ist zwar schwierig, aber nicht unmöglich. Ich verzweifle auch stellenweise mal hier und da, weil ich auch vieles lernen muss.

    Gefühlsausbrüche, das nicht ausreden lassen und die Bockigkeit, kenne ich zu genüge. Versprechungen werden nicht eingelöst, Termine verbummelt, zu spät kommen... ja kenne ich, könnte meiner sein :-) Allerdings ist mein Freund mir nie gegenüber beleidigend geworden, auch wenn er kaum Beziehungen vor mir hatte.

    Was mir sehr geholfen hat, wenn mir was nicht gepasst hat, dass ich angefangen habe mit "...schade das du es zeitlich nicht geschafft hast" oder auch "ich wünsche mir..." ich habe immer angefangen von "mir" aus, was ich mir wünsche. Ich versuche das "du hast aber nicht...." zu umgehen, weil das verstehen ADSler total falsch und schalten auf stur. In deren Ohren heißt es dann, dass er nicht ok wäre.

    Mein Freund bekommt seit ein paar Jahren dieses Medikinet und muss alle 4 Wochen auch zu seiner Ärztin.
    Ich würde nicht voreilig wie creatrice schon schrieb, die Flinte ins Korn werfen.

    Ich würde den Termin abwarten, aber viel mit ihm reden darüber.
    Vor allen Dingen reden, ruhig und sachlich und ohne Emotionen (ist schwer ich weiß), aber dann schalten sie meist ab, weil es zuviel Reizüberflutung ist. Ganz wichtig, ehrlich sein. Man merkt es dir an, glaub mir :-)

    Allerdings würde ich Beleidigungen auch nicht akzeptieren und einfach sagen "Ich bin gekränkt, das lasse ich mir nicht gefallen", damit bewegst du ihn ggf. zum überlegen und dann würde ich ihm auch Zeit geben zum nachdenken (auch das ist schwer, ich weiß).

    Ihnen fällt in der Situation selbst nicht sofort auf, ob das gut oder schlecht war. Das kommt immer erst später.

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