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Diskutiere im Thema Tipps für Ausbildung zum ADHS-Coach im Forum Angehörige von Erwachsenen mit ADS/ADHS
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #1
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 54

    Tipps für Ausbildung zum ADHS-Coach

    Ich denke, das Thema passt hier besser her, auch wenn ich als Angehörige ja nur Angehörigen-Bereich schreiben soll. Aber ich hoffe, für diesen speziellen Fall ist es okay.

    Ich denke schon länger darüber nach, eine Weiterbildung zum ADHS-Coach zu machen. Dabei würde ich mich auf das Themen "Ordnung in Haushalt und Büro herstellen und erhalten" konzentrieren. Also vor Ort gehen, mit den Betroffenen zusammen aufräumen und Strukturen für die jeweiligen individuelle Situation herstellen. Ich würde mich auf Erwachsene beschränken, damit es nicht so weit gefasst ist.

    Ich finde nur eigentlich keine Aubidlung, die so richtig geeignet ist. Sie müsste berufsbegleitend sein. Es gibt Fernstudiengänge z.B. als Personal Coach oder auch als Heilpraktiker Psychotherapie. Aber da kommt ADHS nur teilweise vor und das wäre hauptsächlich um überhaupt einen Titel zu haben. Deshalb meine Frage an die Leute hier, die als Coach arbeiten oder sonstwie Erfahrung damit haben: was habt ihr für eine Ausbildung gemacht oder welche Möglichkeiten gibt es?

  2. #2
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.692

    AW: Tipps für Ausbildung zum ADHS-Coach

    hallo sammi,

    guck mal hier
    http://adhs-trainerin.de/workshops-f...BCr-fachleute/

    oder auf der seite von cordula heuhaus
    Cordula Neuhaus - Seminare

    sonst mal da anrufen und nachfragen ob die evtl. noch was wissen...

    eine weiterbildung die richtig fundiert ist und dich AD(H)S-spezifiziert ausbildet , gibt es meiner recherche nach (noch) nicht.

    ich habe gehört das die fortbildungen von frau nyberg gut und empfehlenswert sein sollen, die sitzt allerdins in freiburg und in basel
    und richtet sich aber an psychologische psychotherapeutInnen/VerhaltensTherapeutInnen, bzw. angehende PP-therapeutInnen bzw. VT´ler...
    ob man da mit einer anderen profession auch drankommt weiß ich leider nicht....

    wenn du etwas konkreteres erfährst würde ich mich über infos freuen!

    liebe grüße,
    sumasu

  3. #3
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.867

    AW: Tipps für Ausbildung zum ADHS-Coach

    @ Sammi: Welche berufliche Vorbildung hast du? Hast du schon mit ADHSlern gearbeitet? Wieviel Erfahrung hast du im Coaching oder mit ADHS?

    Sammi schreibt:
    Ich denke schon länger darüber nach, eine Weiterbildung zum ADHS-Coach zu machen. Dabei würde ich mich auf das Themen "Ordnung in Haushalt und Büro herstellen und erhalten" konzentrieren. Also vor Ort gehen, mit den Betroffenen zusammen aufräumen und Strukturen für die jeweiligen individuelle Situation herstellen. Ich würde mich auf Erwachsene beschränken, damit es nicht so weit gefasst ist.
    Ehrlich gesagt, bezweifle ich, dass das eine sinnvolle Variante für ein ADHS Coaching ist. In aller Regel wissen ADHSler sehr genau, was sie tun müssten, nur hapert es an der Umsetzung. Die Probleme liegen eher im Bereich Zeitwahrnehmung, Prokrastination. Impulsivität, Ablenkbarkeit etc. Und die ziehen sich durch die einzelnen Lebensbereiche. Es macht daher meiner Meinung nach wenig Sinn einzelne Lebensbereiche coachen zu wollen, sondern man muss gemeinsam mit dem Betroffenen "Tools" gegen die Grundprobleme entwickeln (z.B. gegen Prokrastination) und diese Tools können dann auf verschiedene Lebensbereiche angewandt werden.

    Hilfreich finde ich das ADHS-Coaching, das Nancy Ratey konzipiert hat. Ich habe mich durch ihr Buch gearbeitet und dadurch gelernt mich quasi selbst zu coachen, was allerdings nicht so einfach ist. Leider lebt sie in den USA

  4. #4
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 54

    AW: Tipps für Ausbildung zum ADHS-Coach

    Fliegenpilz schreibt:
    @ Sammi: Welche berufliche Vorbildung hast du? Hast du schon mit ADHSlern gearbeitet? Wieviel Erfahrung hast du im Coaching oder mit ADHS?
    Ich habe einen kaufmännischen Beruf. Durch das Unternehmen meines Mannes, wo ich schon seit Jahr und Tag alles Kaufmännische bis hin zur Steuer-Erklärung mache, kenne ich mich mit Büro-Organisation top aus. Und ich bin sehr lange mit einem ADHS-ler verheiratet und haben mehrere Neffen, die betroffen sind. Mir macht Aufräumen Spaß, ich bin aber kein Ordnungs-Fanatiker, d.h. bei mir liegen die Bleistifte nicht in Reih und Glied . Insgesamt denke ich, bin ich ganz gut geeignet für so eine Aufgabe.

    Ich gehe bei meinen Überlegungen zu dem Thema natürlich erstmal von unserer eigenen Situation aus. Aufräumen ist für meinen Mann Höchststrafe und es strengt ihn unglaublich an, leider hat er trotz der enormen Anstrengung kaum Erfolg dabei wenn er es alleine macht. Das heißt, er verteilt die Sachen eigentlich nur um und es ist nachher genauso chaotisch wie vorher. Er braucht Unterstützung dabei, z.B. Sachen in sinnvolle Bereiche zu sortieren usw. Das gilt für alles in Papierform genauso wie für Gegenstände. Gerade für Selbständige mit kleinen Firmen ist es doch wichtig, ein Büro so zu organisieren dass man sich zurechtfindet. Nach meiner Einschätzung sind "normale" Bürokräfte mit einem ADHS-betroffenen Chef schnell überfordert und werfen wieder das Handtuch.

    Das geht mit Sicherheit vielen so und wenn ich die Beiträge der Betroffenen hier lese könnte ich mir vorstellen dass es Menschen gibt die eine solche Dienstleistung in Anspruch nehmen würden.

  5. #5


    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 58
    Forum-Beiträge: 6.158

    AW: Tipps für Ausbildung zum ADHS-Coach

    Sammi schreibt:
    Ich denke, das Thema passt hier besser her, auch wenn ich als Angehörige ja nur Angehörigen-Bereich schreiben soll. Aber ich hoffe, für diesen speziellen Fall ist es okay.
    Es ist nicht okay, darum habe ich diesen Thread nun in den Angehörigenbereich verschoben. Auch wenn es hier um Coaching geht.

    Obwohl ich es toll finde, Sammi, dass du dich auf diese Art engagieren willst. Aber gerade solche Aussagen wie dein letzter Beitrag können Betroffene triggern.
    Z.B dieser Satz
    Gerade für Selbständige mit kleinen Firmen ist es doch wichtig, ein Büro so zu organisieren dass man sich zurechtfindet.
    Der löst sogar bei mir ein komisches Gefühl aus.

    Das soll keine Kritik an dir sein. Aber es zeigt dir, wie heikel solche Bemerkungen sein können.
    Gerade als Coach sollte man immer davon ausgehen, dass Betroffene alles richtig machen wollen und sich auch sehr anstrengen. Aber das Ergebnis ihrer Anstrenngung entspricht oft nicht den Erwartungen. Das heisst, wir wollen, aber können nicht so wie wir wollen.

    LG Pucki

  6. #6
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.867

    AW: Tipps für Ausbildung zum ADHS-Coach

    Sammi schreibt:
    Das geht mit Sicherheit vielen so und wenn ich die Beiträge der Betroffenen hier lese könnte ich mir vorstellen dass es Menschen gibt die eine solche Dienstleistung in Anspruch nehmen würden.
    Daran zweifle ich nicht. Was ich bezweifle ist, dass dein Vorhaben, so wie du es hier angesprochen hast, dauerhaft für ADHSler hilfreich ist.
    Das alleinige Einsortieren und Schaffen von Strukturen ist zwar kurzfristig eine Erleichterung für ADHSler, aber das bringt recht wenig, wenn es daran scheitert, diese Ordnung und Struktur aufrecht zu erhalten. Damit das gelingen kann, muss man eine Stufe weiter oben ansetzen und die Kernprobleme von ADHS angehen. Gerade im Coaching. Und dazu gehören meiner Meinung nach fundierte Vorkenntnisse und auch Erfahrung in den Bereichen Psychologie, Psychiatrie, Psychotherapie, Pädagogik oder Ergotherapie. Nur so kann man die komplexen Zusammenhänge, die zum "Gesamtpaket" bei erwachsenen ADHSlern gehören, verstehen.
    Ich kann auch deine Einschätzung zu "normalen" Bürokräften und ADHS nicht teilen. Wenn der Chef sein ADHS kennt und seine dadurch bedingten Stärken und Schwächen, dann kann er diese entsprechend kommunizieren und sein Umfeld an seine Bedürfnisse anpassen. Das ist Sinn und Zweck eines Coachings. Es geht nicht darum ein Büro so aufzuräumen, dass es ordentlich ist. Sondern es geht darum, dass sich der ADHSler in seinem vermeintlichen Chaos zurecht findet. Und seiner Umgebung mitteilen kann, welche Unterstützung er benötigt, um besser klar zu kommen.
    Ich war selber einige Jahre selbstständig und kenne die Situation. Nach meiner Diagnose hatte ich ein sehr konstruktives Gespräch mit "meiner" Sekretärin (die hatte ich mir in einer Bürogemeinschaft mit "Kollegen" quasi geteilt). Ich habe ihr nicht gesagt, dass ich ADHS habe, sondern habe ihr einfach meine spezielle Arbeitsweise erklärt und sie hat mir ihre beschrieben. Wir haben dann solche Dinge wie Zwischen-Dead-Lines und störungsfreie Zeiten für mich vereinbart. Wir hatten dann ein System kreirt, das für uns beide ganz gut funktioniert hat. Aber das hat auch nur daher so gut funktioniert, weil ich zu der Zeit an meinen Kernproblemen gearbeitet habe. Meiner Erfahrung nach ist es nämlich eher so, dass ADHSler vor ihrer Diagnose und entsprechender Therapie mit normalen Bürokräften nicht klar kommen, weil sie selber nur wenig kritikfähig sind. Das Problem sehe ich weniger bei den Bürokräften, sondern eher bei den ADHSlern. Als ich an mir gearbeitet habe und gelernt habe, mit Kritik besser umzugehen, hat es auf einmal auch mit meiner "normalen" Sekretärin sehr gut geklappt.

  7. #7
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 54

    AW: Tipps für Ausbildung zum ADHS-Coach

    Pucki schreibt:
    Z.B dieser Satz

    Gerade für Selbständige mit kleinen Firmen ist es doch wichtig, ein Büro so zu organisieren dass man sich zurechtfindet.

    Der löst sogar bei mir ein komisches Gefühl aus.


    Das soll keine Kritik an dir sein. Aber es zeigt dir, wie heikel solche Bemerkungen sein können.
    Gerade als Coach sollte man immer davon ausgehen, dass Betroffene alles richtig machen wollen und sich auch sehr anstrengen. Aber das Ergebnis ihrer Anstrenngung entspricht oft nicht den Erwartungen. Das heisst, wir wollen, aber können nicht so wie wir wollen.

    LG Pucki
    Wo ist jetzt genau der Trigger bei diesem Satz? Ein Selbständiger arbeitet ja nicht im luftleeren Raum, sondern er bewegt sich in Deutschland in einem sehr streng reglementierten Bereich mit Fristen, Gesetzen und Vorschriften. Dem Finanzamt ist es egal, ob jemand ADHS hat und deshalb seinen Pflichten nicht nachkommt, die schätzen einfach oder pfänden das Konto. Also ist es doch wichtig, um nicht zu sagen überlebenswichtig, .... s.o.

    Die Diskrepanz zwischen Wollen und Ergebnis ist mir durchaus bewusst, schließlich habe ich damit jeden Tag zu tun. Mein Mann ist fachlich sehr versiert, er ist engagiert und leistungsbereit und es tut mir total weh zu sehen, wie sehr er unter seinem geschäftlichen Misserfolg leidet.

    Aber ich werde mir eure Bedenken noch mal durch den Kopf gehen lassen, bisher ist es ja nur eine Idee.

  8. #8
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 22

    AW: Tipps für Ausbildung zum ADHS-Coach

    Ich war ehrlich auch gesagt etwas irritiert über die Trigger-Erklärung...

    Klar, jedes Wort, das ein Mensch spricht, kann einen anderen Menschen triggern...

    ...aber was ich eigentlich sagen wollte:

    @Sammi: Ich kann Deine Überlegungen gut verstehen eine Coach-Ausbildung machen zu wollen. Um ehrlich zu sein habe ich da auch schon drüber nachgedacht, da ich eh, um so länger ich mit meinem Freund zusammen bin, mehr und mehr das Gefühl habe, mich ohnehin als ADHS-Coach selbst auszubilden.

    Oft sind die reflektierten Menschen, die einen persönlichen Zugang zu bestimmten Themen haben, diejenigen, die besonders "effektiv und angemessen" helfen können.

    Soweit ich weiß ist "Coaching" noch kein geschützter Begriff und nahezu jeder kann sich Coach nennen. Oder hat sich das inzwischen geändert?

  9. #9


    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 58
    Forum-Beiträge: 6.158

    AW: Tipps für Ausbildung zum ADHS-Coach

    Wo ist jetzt genau der Trigger bei diesem Satz
    Tja, das genau kann ich dir nicht sagen.

    Aber ich will versuche es dir zu erklären:

    Du musst wissen, dass wir in unserem Leben viele gute "Ratschläge" bekommen haben. Personen die uns nur helfen wollen und es gut gemeint haben.
    Da wir uns ja aber angestrengt haben, kommen wir uns in diesem Moment wieder einmal als Versager vor.

    Ich gebe mir schon ewig lang Mühe, mein Büro zu Hause so zu organsieren, dass sich das kreative Chaos in Grenzen hält.
    Zwischendurch gelingt es mir gut, besonders wenn ich emotional stabil bin. Aber wenn mein Leben dann wieder mal in eine Achterbahnfahrt gerät, habe keine Energie mehr die Ordung aufrecht zu erhalten.
    Wenn dann das Chaos wieder zu nimmt, fühle ich mich wieder als Versagerin.

    Heute kann ich viel besser damit umgehen, wie vor der Diagnose, da ich die Zusammenhänge verstehe.
    Ich fange dann halt wieder von vorn an. Aber das schlechte Gefühl habe ich trotzdem gehabt.

    Und vermutlich hat bei mir gerade der Satz diese Gefühl angeklungen.

    Ich habe die Erfahrung gemacht, dass diesen "Mechanismus" nur Betroffene nachvollziehen können. Das ist nun mal so. Und soll auch keine Kritik an die Angehörigen sein.
    Ich habe ja auch das Glück, einen Ehemann zu haben, der viel Verständnis für meine besondere Art zu leben hat und mich und auch unsere betroffenen Kinder trotztdem liebt.
    Er hat sich intensiv mit ADHS auseinander gesetzt und allein die Tatsache, dass ich wusste, dass er Verständnis hat, hat mich sehr unterstützt.
    Aber als Coach wäre er für mich niemals in Frage gekommen.

    Liebe Grüsse
    Pucki

  10. #10
    Muh!

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 6.751

    AW: Tipps für Ausbildung zum ADHS-Coach

    Antonia81 schreibt:
    Ich war ehrlich auch gesagt etwas irritiert über die Trigger-Erklärung...?
    Das große Problem im Zusammenspiel von ADHS-betroffenen und nicht Betroffenen ist die unterschiedliche Weltanschauung, Moral und Gewichtung der alltäglichen Prozesse. Ich habe oft gelesen, dass viele Konflikte auf Missverständnissen basieren.

    Der satz, den Pucki als triggernd hervorgehoben hat, lässt mich auch wachsam werden:

    dass man sich zurechtfindet.
    Was bedeutet das "man"? Wer gibt die Maßstäbe vor, wie ein Büro, Zimmer oder Haushalt aufgeräumt sein sollte? Es geht darum, wie oben bereits erwähnt, dass ich mich zurechtfinde.Die Anderen sind mir erst mal egal. Ich erziehe mein Kind auch so, dass er in der Gesellschaft klar kommen sollte, aber nicht so, wie es die Gesellschaft fordert, sondern dass er Erfolg hat. natürlich hat den den größtmöglichen Erfolg in der Gesellschaft, wenn man sich anpasst und mit den Wölfen heult. Aber das schafft ein ADHSler nicht. ich habe es, bis ich 48 Jahre alt wurde, geschafft. dann war Schluss. Diese Tragödie möchte ich meinem Kind ersparen, indem ich ihm rechtzeitig sage, wie er in der Gesellschaft aufzutreten hat. Die Ideale der Nicht-betroffenen sind nichts für uns, das schaffen wir nicht, so sehr wir uns auch anstrengen mögen. Ein ADHSler wird nie in Anzug herum dackelt und einen Kniefall vor dem Chef machen. Ich wurde insgesamt 5x gekündigt, weil ich mir den Chefs nicht klar kam. Ich kann nicht mit denen nicht so kommunizieren, dass sie mich nicht raus werfen.

    Und das ist gut so!

    Das habe ich leider nach Erhalt der ADHS-Diagnose begriffen. Ich verhalte mich nicht falsch, sondern ich verhalte mich anders. Das ist ein riesengroßer Unterschied. Leider habe ich im laufe meines Lebens sehr oft einen auf den Deckel bekommen, weil ich mutmaßte, dass ich falsch handeln würde, was zu einer Depression führte. Das unbedingte Normalsein müssen ist das, was mich fertig gemacht hat.

    Als Coach würde ich daher zuerst die Pauschalsätze, beginnend mit "dass man ...", vermeiden. Ich würde diese Sätze anders beginnen, z.B., "der Mensch mit ADHS sollte sich zurecht finden". Und wem das nicht passt, der kann ja gehen.
    Geändert von Steintor (10.05.2015 um 18:45 Uhr)

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