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Diskutiere im Thema Fragen zu Schlafstörungen meines Partners im Forum Angehörige von Erwachsenen mit ADS/ADHS
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #1
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 22

    Fragen zu Schlafstörungen meines Partners

    Hallo ihr Lieben!

    Erst einmal vielen Dank für die Aufnahme in diesem Forum. Da ich noch keine Vorstellung schreiben kann, stelle ich mich hier ganz kurz vor:

    Ich bin 34 Jahre alt, weiblich und seit einem guten Jahr mit einem ADHS-ler in einer chaotischen, aber liebevollen Beziehung.

    Ich lese schon seit einigen Monaten hier mit und habe nun entschieden mich hier anzumelden, da ich doch einige Male auch antworten möchte auf andere Posts oder selber Fragen stellen möchte.

    Mein Partner ist der liebste und gleichzeitig anstrengendste Mensch, den ich kenne. Wir sind eher zufällig in unsere Beziehung reingestolpert und wollten das zunächst beide gar nicht so richtig, da wir beide eine Trennung zu verarbeiten hatten und uns darüber zunächst näher kamen. Inzwischen ist aber eine sehr nahe, vertrauensvolle und liebevolle Beziehung entstanden, in der wir beide sehr echt sind, über alles reden können und auch hervorragend streiten. Ich möchte mit ihm zusammen sein und er auch mit mir. Wir haben uns richtig dolle lieb.

    Bisher leben wir in getrennten Haushalten.

    Ich kenne mich aus beruflichen Gründen (ich bin Sozialarbeiterin) ein bisschen aus mit ADHS und habe auch vor Jahren meine Abschlussarbeit im Studium über einen ADHS-Jugendlichen geschrieben. Ich kenne viele gute Seiten dieser Störung und natürlich auch viele Probleme, die ADHS (vor allem im Umfeld) auslöst.

    Wie das so ist: man erntet was man sät, hab ich nun selber einen ADHS-Partner. Kein Jugendlicher, kein Kind, kein Klient oder Patient. Nein, er ist der Mann den ich liebe. Und plötzlich fehlt mir die nötige Distanz im Alltag, um immer so gelassen und liebevoll zu sein, wie ich es eigentlich von mir erwarte. Klar, in einer Beziehung habe ich eben auch Bedürfnisse und manche davon kann er womöglich gar nicht so erfüllen, wie ich es gerne hätte.

    Es gibt viele Dinge im Alltag, wo ich mich inzwischen etwas entspanne und kleine Strategien mit ihm entwickelt habe, um bestimmten Problemen aus dem Weg zu gehen. Mein Partner ist manches Mal so vergesslich und unzuverlässig, dass ich einen gemeinsamen Kalender eingeführt habe, der bei ihm groß und unübersehbar auf dem Wohnzimmertisch liegt. Das erleichtert uns einiges und ich kriege nicht mehr ständig zu hören: "davon wusste ich nichts" oder "habe ich vergessen" ...

    Es gibt sehr unterschiedliche Phasen in unserer Beziehung. Manches Mal denke ich: Alles fein, ich brauche kein Forum... ich habe ihn lieb, so wie er ist - und er mich (ich habe kein ADHS, aber eine traumatische Kindheit und neige zu posttraumatischen Belastungsreaktionen). Und alles läuft und ich kann mit ihm über vieles Lachen und bin gar nicht so empfindlich.
    Dann sind es wieder die Kleinigkeiten, die mich vor zwei Tagen gar nicht gestört haben, die mich heute auf die Palme bringen...

    "WARUM kannst Du nicht einfach mal..." und jedes Mal sehe ich seine Überforderung mit meinen Forderungen und es tut mir leid, dass ich wieder mal an meine Grenze gestoßen bin, weil ich weiß, dass es weder ihm noch mir hilft, wenn ich Druck mache.

    Was mich aber wirklich regelmässig frustriert und stört und womit ich fast nie gut umgehen kann ist seine Rastlosigkeit, die zu erheblichen Schlafdefiziten führt. Seit dem ich ihn kenne (knapp 2 Jahre) leidet er an Schlafstörungen (also sicher schon länger, er weiß das selber immer gar nicht so genau ) und schläft im Schnitt 3-4 Stunden / Nacht. Das führt natürlich dazu, dass er immer etwas unausgeschlafen und quengelig ist.

    Es ist wirklich egal, was ich mache. Wenn wir die Nächte zusammen verbringen, dann fange ich um 20 Uhr an langsam anzukündigen, dass man ja bald mal ins Bett gehen könnte... ziehe mich um 21 Uhr um, lege schon mal ein Buch auf meine Bettseite und werde im Gespräch immer leiser, schließe die Vorhänge der Wohnung, lösche die Lichter und fange an ihn ins Bett zu locken... Die Absprache bei uns ist, dass wir spätestens um 23 Uhr im Bett liegen. In den vergangenen 12 Monaten ist es ihm 1-2 Mal gelungen... meistens ist er dann doch bis 1 Uhr Nachts wach... entweder mit mir oder ohne mich. Ich kriege ihn einfach nicht ins Bett - und er sich selber vor allen Dingen nicht... morgens kommt er natürlich nicht aus dem Bett, muss aber arbeiten... eigentlich ist er immer unausgeschlafen und übermüdet... seufz... so geht das nicht weiter.

    Tipps, Ideen, Fragen?

    Über Austausch freue ich mich sehr und bin schon sehr gespannt, welche Erfahrungen ihr gemacht habt und wie ich ihm helfen kann endlich mal wieder richtig zu schlafen und sich einen Schlafrhythmus anzugewöhnen.

    So, jetzt habe ich zwar eine Menge geschrieben, aber sicherlich fehlt noch einges... also: gerne Austausch.

    Gruß,
    Antonia

  2. #2
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 54

    AW: Fragen zu Schlafstörungen meines Partners

    Dein Text zu dem späten Einschlafen hätte auch von mir stammen können. Das ist bei uns ganz genauso. Leider habe ich auch keinen wirklichen Rat für dich. Theoretisch haben wir so eine Abmachung auch und auch in etwa die gleiche Erfolgsquote. Dabei schadet er sich damit massiv selbst und mir auch. Er muss sehr früh aufstehen, was er aber nur zum Teil alleine schafft.

    Bei uns klingelt also sein Wecker und ich stelle meinen zusätzlich auf 10 Minuten später und wecke ihn, wenn er noch nicht aufgestanden ist. Wenn es ganz schlimm ist, muss ich ihn danach noch mehrmals aufwecken. Oft bin ich dann selbst richtig wach, obwohl ich eigentlich 1,5 Stunden länger schlafen könnte.

    Ich verstehe es einfach nicht, ich selbst bin abends so müde dass ich heilfroh bin wenn ich in meinem Bett liege.

  3. #3
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 94

    AW: Fragen zu Schlafstörungen meines Partners

    Hallo Antonia,

    du hast das mit den Schlafproblemen sehr schön beschrieben.
    Ich kannte das auch von meinem (Ex-)Partner.
    Er war die ganze Nacht wach und hat am PC gesessen.
    Habe ihm dann immer Vorwürfe gemacht. Ich wusste ja nicht,
    dass er krank ist und dass er Schlafstörungen hatte.

  4. #4
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 22

    AW: Fragen zu Schlafstörungen meines Partners

    Hallo ihrs.

    Vielen Dank für eure Antworten. Ich war die letzten Tage ziemlich beschäftigt: mein Liebster hat sich ein neues Auto gekauft und das war natürlich ein Rund um die Uhr - Job, der alles andere, was so zum normalen Leben gehört, komplett verdrängt hat.


    @Sammi:

    Ehrlich gesagt bin ich erst einmal beruhigt, dass ich nicht alleine damit da stehe. Auch wenn Du keinen Rat hast, tut mir Deine Antwort gut. Ich verzweifle da manches Mal, da ich genau wie Du abends hundemüde bin und froh, wenn ich im Bett ankomme. Und daher ist es für mich unvorstellbar und kaum nachvollziehbar, dass er mich täglich "quält" mit den Aussagen "völlig übermüdet" zu sein, aber abends dann nicht ins Bett geht.
    Zumal, wenn er es dann irgendwann schafft ins Bett zu kommen, stößt er selber große Erleichterungsseufzer aus und freut sich.
    Was hindert ihn daran ins Bett zu gehen???
    Klar, ich verstehe das schon: Dies und das und jenes kommt daziwschen und nur noch schnell und mal eben und das sind keine 45min gewesen, sondern nur 5min...
    ...aber ich verstehe es auch nicht.

    @Pikdame:

    Ja, das mit den Vorwürfen kenne ich auch - in nahezu allen Lebensbereichen reißt mir manches Mal die Hutschnur. Und das, obwohl ich es besser weiß...
    In vielen Dingen bin ich allerdings auch sehr entspannt inzwischen. Ich frage einfach immer nach, bevor wir die Wohnung verlassen oder aus dem Auto steigen oder oder:
    hast Du dieses, jenes und das noch? Immer die selben Fragen - und oft die Antwort: Ach nee, stimmt... Da stört es mich auch nicht so.

    Aber so Sachen, wie das Schlafen... das mir ja auch wichtig ist ... und das ich auch brauche... da habe ich einfach manchmal nicht die Gelassenheit... weil ich mich dann auch in meinen Bedürfnissen missachtet fühle.

    Bis er im Bett liegt müssen nämlich überall alle Lichter an sein und alle Türen offen sein - und natürlich rennt er dann hier und da rum und poltert mit irgendwelchen Dingen oder macht noch mal Musik an oder oder... argh.

    Sonst könnte ich mich ja einfach ins Bett legen und schlafen. Sein Problem, wenn er es nicht ins Bett schafft und außerdem könnte ich als "Vorbild" oder besser "Anreiz" dienen... Aber bei uns wird erst geschlafen, wenn er im Bett liegt.

    Liebe Grüße,
    Antonia

  5. #5
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 94

    AW: Fragen zu Schlafstörungen meines Partners

    Antonia81 schreibt:

    @Pikdame:

    Ja, das mit den Vorwürfen kenne ich auch - in nahezu allen Lebensbereichen reißt mir manches Mal die Hutschnur. Und das, obwohl ich es besser weiß...
    In vielen Dingen bin ich allerdings auch sehr entspannt inzwischen. Ich frage einfach immer nach, bevor wir die Wohnung verlassen oder aus dem Auto steigen oder oder:
    hast Du dieses, jenes und das noch? Immer die selben Fragen - und oft die Antwort: Ach nee, stimmt... Da stört es mich auch nicht so.

    Aber so Sachen, wie das Schlafen... das mir ja auch wichtig ist ... und das ich auch brauche... da habe ich einfach manchmal nicht die Gelassenheit... weil ich mich dann auch in meinen Bedürfnissen missachtet fühle.

    Bis er im Bett liegt müssen nämlich überall alle Lichter an sein und alle Türen offen sein - und natürlich rennt er dann hier und da rum und poltert mit irgendwelchen Dingen oder macht noch mal Musik an oder oder... argh.

    Sonst könnte ich mich ja einfach ins Bett legen und schlafen. Sein Problem, wenn er es nicht ins Bett schafft und außerdem könnte ich als "Vorbild" oder besser "Anreiz" dienen... Aber bei uns wird erst geschlafen, wenn er im Bett liegt.

    Liebe Grüße,
    Antonia
    Hätte ich gewusst, dass er ADHS hat (habe ich erst nach unserer Trennung erfahren), hätte ich mich besser um ihn gekümmert und mich mehr mit dieser Krankheit befasst.

    Aber jetzt ist es zu spät.

  6. #6
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 22

    AW: Fragen zu Schlafstörungen meines Partners

    Wie hast Du das denn erfahren?
    Und was hättest Du anders gemacht?

    Warum seid ihr denn getrennt? Und gibt es ein "Zurück"?
    Möchtest Du das überhaupt?

    Liebe Grüße

  7. #7
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.871

    AW: Fragen zu Schlafstörungen meines Partners

    Antonia81 schreibt:
    Über Austausch freue ich mich sehr und bin schon sehr gespannt, welche Erfahrungen ihr gemacht habt und wie ich ihm helfen kann endlich mal wieder richtig zu schlafen und sich einen Schlafrhythmus anzugewöhnen.
    Meinst du damit, dass du ihm deinen Schlafrhythmus antrainieren willst? Für mich klingt das nämlich so.
    Er scheint ja seinen Rhythmus zu haben, wenn er relativ konstant immer gegen 1 Uhr ins Bett geht. Das ist dann die Zeit, zu der er müde genug zum Schlafen ist. Deine Zeit ist früher, aber das ist eben nicht seine Zeit.

    Es gibt beim Menschen unterschiedliche Chronotypen. Manche werden früh müde, gehen früh ins Bett und stehen dementsprechend früh auf. Andere werden später müde, gehen später ins Bett und stehen später auf. ADHSler sind generell eher späte Chronotypen. Ändern kann man das nicht. Das ist genetisch festgelegt. Man kann aus einer Eule keine Lerche machen.
    Der innere Rhtyhmus wir durch Tageslicht gesteuert. Man kann versuchen durch Spaziergänge draußen bei Tageslicht den Rhythmus ein bisschen zu steuern. Ebenso kann man versuchen medikamentös mit Melatonin nachzuhelfen. Melatonin ist ein Hormon, das normalerweise vom Körper selber produziert wird und dessen körpereigene Produktion vom Licht gesteuert wird. Nachts ist die Melatoninkonzentration im Körper am höchsten. Melatonin ist in geringer Dosierung freiverkäuflich in Drogerien erhältlich.

    Wenn er tagsüber müde ist, weil er zu wenig Schlaf abbekommt, dann sollte er nach Möglichkeit schauen, dass er seine Arbeitszeiten ändern kann und später anfängt zu arbeiten. So kriegt er auch mehr Schlaf. Das ist wahrscheinlich nicht die Antwort, die du hören bzw. lesen wolltest. Nur leider ist es so, dass schlafhygienische Maßnahmen bei ADHS bzw. bei späten Chronotypen kaum helfen die Schlafenszeit nach vorne zu verlagern.
    Ich könnte nicht um 23 Uhr schon ins Bett gehen. Normalerweise gehe ich gegen 2 Uhr ins Bett, also 3 Stunden später. Wenn du 3 Stunden vor deiner Schlafenszeit, also um 20 Uhr ins Bett gehen solltest, wäre das für dich wahrscheinlich auch zu früh und du könntest nicht schlafen. Und ähnlich wird es für deinen Freund sein.

    Etwas anders ist es allerdings, wenn er dich nachts auch wach hält, weil er keine Rücksicht nimmt. Das hat mit ADHS nichts zu tun. Und dafür habe ich auch echt kein Verständnis. Ich gehe auch spät ins Bett, aber meine Mitmenschen leiden da nicht drunter. Mein Mitbewohner arbeitet in der Frühschicht, er steht um kurz nach vier auf, da bin ich manchmal erst grade ins Bett verschwunden. Aber ich bin leise und mache das Licht aus, damit ich ihn nicht wecke. Und er macht es genauso, wenn er sich für die Arbeit fertig macht. Ab und an klären wir kurz, ob wir beide nachts den anderen stören oder entschuldigen uns, wenn es dann doch mal etwas lauter geworden ist, weil irgendwas runter gefallen ist oder man doch nochmal das Licht anmachen musste, etc.

  8. #8
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 22

    AW: Fragen zu Schlafstörungen meines Partners

    Guten Morgen Fliegenpilz und ganz lieben Dank für Deine ausführliche Erklärung!

    Ja, ich verstehe das und ich könnte auch nicht um 20 Uhr schlafen gehen... nur weil das jemand von Außen möchte (gutes Beispiel, sehr nachvollziehbar für mich).
    Es ist wahrscheinlich das Widersprüchliche, was mich so irritiert und manchmal wahnsinnig macht.
    Denn es ist so, dass er, seitdem ich ihn kenne, tagsüber immer übermüdet ist und darüber auch sehr unglücklich scheint.

    Grundsätzlich hätte ich kein Problem damit, wenn er erst um 1 Uhr nachts schlafen gehen möchte und dann länger schläft - wenn das denn beruflich machbar wäre. Leider kann er in seinem Job einfach nicht später anfangen. Ansonsten hätte ich kein Problem damit, wenn er länger wach ist als ich.

    Eben, wenn er mich dann wenigstens schlafen lassen würde.

    Und am Wochenende bleibe ich auch gerne mit ihm länger wach (bin jetzt auch kein Schlafprediger und die Obernonne ) und wir können dann zusammen einschlafen.

    Gut, dass Du mir noch mal erklärst, dass es eben nicht ADHS ist, wenn er mich dann mit wach hält. Wobei ich schon das Gefühl habe, dass er mich einfach gerne an seiner Seite hat und da wir nicht zusammen wohnen möchte er auch gerne die Zeit, die wir miteiander haben, mit mir verbringen. Er kommt mir dann manches Mal wie ein kleiner Junge vor, der einfach noch ein bisschen "an Mamas Rockzipfel" hängen möchte. Das meine ich überhaupt nicht böse oder so... er sagt das ja auch selber manchmal ähnlich - das er mich eben gerne hat und sich so freut, wenn ich da bin. Und das finde ich ja auch grundsätzlich schön. Er hat ja ganz viele Eigenschaften, die ich sehr an ihm schätze und von meinen vorherigen Beziehungen gar nicht so gewohnt bin. Er ist sehr spontan und lebendig und ich liebe seine verspielte Art.
    Aber es nützt nichts: wenn er später schlafen geht, dann ist das sein Problem - und wenn er dann morgens nicht aufstehen mag, weil er übermüdet ist, aber Arbeiten muss.. nun ja, dann ist das auch nicht mein Problem. Hmm... aber irgendwie dann doch, weil ich ja diejenige bin, der er seine Übermüdung immer vorhält.
    Und wenn ich dann auch noch übermüdet bin, weil ich einfach auch meinen Schlaf nicht bekommen habe, dann bin ich natürlich auch gereizter und reagiere entsprechend ungehaltener.

    Ja. Ich möchte ihn meinen Schlafrhythmus "antrainieren", aber eben eigentlich auch nicht. Das ist das Schwierige.
    Auf der einen Seite bittet er mich ihm da zu unterstützen und sagt selber immer: um 23 Uhr spätestens wird heute geschlafen...! ...kriegt es aber nicht hin und er wünscht sich von mir, dass ich ihn da unterstütze, aber er ist dann auch ungehalten, wenn ich es versuche.

    Ich werde noch mal mit ihm über diese Chronotypen reden, das ist ein schöner Aufhänger - und über die Möglichkeit tatsächlich bewusst später schlafen zu gehen und mich trotzdem früher schlafen gehen zu lassen. Wenigstens das Schlafzimmer kann dann ja dunkel sein - und ich grübel weiter nach, wie er beruflich spätere Arbeitszeiten angehen könnte.

    Mit viel Glück wird sich beruflich Ende des Jahres bei ihm einiges ändern und er wird sich womöglich selbstständig machen (ach herrje, er bittet mich schon sein Chaos in der Buchhaltung etc aufzufangen ) und da hätte er natürlich gute Möglichkeiten später zu arbeiten. Wäre mir auch sehr recht.

    Da heißt es: Daumen drücken, dass das alles so klappt, wie er sich das vorstellt - und wie ich mir das auch vorstelle.

    Einen schönen Tag Dir, Fliegenpilz.

    Antonia

  9. #9
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 4

    AW: Fragen zu Schlafstörungen meines Partners

    Hallo Antonia!

    Das mit den Schlafstörungen kenne ich von meinem Freund nur all zu gut.
    Er hat seit er klein ist Probleme mit dem Schlafen und schläft auch meist nur 4-5 Stunden.
    Als wir letztes Jahr zusammen gezogen sind, haben unsere unterschiedlichen Einstellungen zum Schlafen (Ich brauch meine 8 Stunden sonst bin ich unausstehlich)
    regelmäßig zu Streit geführt.
    Bis wir auf die Idee gekommen sind Hörbuch zu hören. Klingt vielleicht komisch, aber es hilft wirklich.
    Wir haben zusammen versucht eine Art Schlafritual einzuführen
    Das heißt wir kuscheln uns am Abend zusammen ins Bett, reden, schauen vielleicht noch einen Film und dann suchen wir uns ein Hörbuch aus, das wir die Nacht über laufen lassen.
    Es hilft ihm beim Einschlafen und falls er wirklich wach ist kann er dabei entspannen.
    Wenns gar nicht geht mit dem Schlafen bei ihm, dann haben wir abgemacht, dass er im Wohnzimmer was anschaut oder so. Damit zumindest ich meinen Schlaf bekomme.

    Aber wie gesagt, seid wir unser eigenes Schlafritual haben, fällt es ihm leichter ein und auch durchzuschlafen.

    Ach ja Melatonin hat er auch ausprobiert, das hat ein bisschen geholfen. Sowas ähnliches nämlich Agomelatin gibts beim Arzt (Valdoxan).

    Alles alles gute
    Geändert von roxanne ( 3.07.2015 um 23:31 Uhr)

  10. #10
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 5.968

    AW: Fragen zu Schlafstörungen meines Partners

    Das ist doch kein Melatonin, das ist ein AD ... Oder bin ich jetzt ganz verkehrt?

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