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Diskutiere im Thema Abgrenzung im Forum Angehörige von Erwachsenen mit ADS/ADHS
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #1
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 30

    Abgrenzung

    Guten Morgen


    Hab die letzten Tage viel nachgedacht, zuviel, bin irgendwie an einem Punkt, der mir selbst Angst macht, möchte auf keinen Fall in eine Depression reinrutschen, davon hat keiner was und am wenigsten ich.

    Bin gerade mal wieder dabei meinem Sohn das Leben zu sortieren, wir haben gestern eine kleine Wohnung angeguckt, ich muss dort, da er ja seit April arbeitslos ist und 3 Monate gesperrt ist, mit unterschreiben, bzw. bürgen und wenn es klappt mit der Wohnung Makler und co zahlen, soweit so gut, mache ich.

    Er selbst muss sich um AA und neuen Job kümmern und vor allem was eben mein Wunsch wäre, dass er sich wieder behandeln lässt. Adressen hat er jetzt genug

    So und da sind wir an dem Punkt, wo ich mir mittlerweile sehr unsicher bin, ob die ganze Hilfe, die ich ihm biete, nicht für die Katz ist, leider oder gottseidank kann ich mich so gar nicht abgrenzen, was ich teilweise gerne würde, wir hatten uns ja gestern die kleine Wohnung angeguckt und er kam dafür mit dem Zug her, als die Besichtigung fertig war, sagte ich, guck mal wann der Zug zurückfährt.

    So er hat erwartet dass ich ihn heimfahre, ich habs verneint, ich weiß gar nicht warum, einfach um mal nein zu sagen, um einen Punkt zu machen und hatte dann aber ein schlechtes Gewissen, dieses schlechte Gewissen schafft er immer in mir vervorzubringen, ich weiß nicht ob er das bewusst macht, oder er wirklich so emotionslos ist???

    Ich hoffe ich schreibe nicht so verquer und e versteh jemand was ich meine

    Also ich will helfen und tu das auch, ABER ich möchte keinefalls in eine Ausnutzungspirale kommen, aber an dem Punkt bin ich gerade, ich hab das Gefühl, dass er sich jetzt helfen lässt, bis soweit wieder alles im Lot ist um dann wieder im NICHTS zu landen und dann kommt MUTTI wieder

    ich will das aber nicht mehr in diesem Maße und so dass es mir richtig schlecht geht.

    Uff Danke fürs Lesen, ich hätte mich doch Don Quijote nennen sollen.
    Geändert von Mutter (23.04.2015 um 11:07 Uhr)

  2. #2
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 54

    AW: Abgrenzung

    Ich glaube, das ist wirklich eine Gratwanderung. Auf der einen Seite will man ja sein Kind nicht im Stich lassen, man muss aber auch aufpassen, dass man es mit der ganzen Fürsorge nicht noch schlimmer macht.

    Mir hat mal jemand gesagt, dass es auch in dem Bereich so etwas wie eine "Co-Abhängigkeit" bei den Alkoholikern gibt. Man versucht, als Angehöriger immer, finanzielle und organisatorische Dinge zu regeln damit nicht alles im Chaos versinkt. Man bezahlt offene Rechnungen bevor der Gerichtsvollzieher kommt, ordnet die Papiere wenn sie aus allen Kartons quillen, und kehrt immer wieder die Scherben zusammen. Aber letztendlich macht man sich unbewusst auch irgendwie "mitschuldig".

    Vielleicht kannst du einen Mittelweg finden zwischen Viel-Bemuttern und Bemutterung einstellen. Für die Wohnung zu bürgen finde ich okay, vielleicht auch bei den Bewerbungen helfen wenn er dich darum bittet. Aber für ihn die Zeitungen durchforsten und Bewerbungen für ihn schreiben und wegschicken ist wohl zu viel. oder hinfahren und ihm die Wohnung saubermachen. Machen wir Mütter ja gerne mal.

    Ein schlechtes Gewissen musst du nicht haben, schließlich ist er erwachsen. Und im Notfall bist du ja für ihn da.

  3. #3
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 30

    AW: Abgrenzung

    Sammi schreibt:
    Ic

    Ein schlechtes Gewissen musst du nicht haben, schließlich ist er erwachsen. Und im Notfall bist du ja für ihn da.
    Gratwanderung, ja

    und das schlechte Gefühl/Gewissen kann mir leider keiner nehmen

    Ich glaube wenn er tatsächlich fällt und fällt und ich so gar nix machen KANN, gar nicht helfen kann, dann falle ich mit, nämlich in ein fettes Loch, will ich eigentlich nicht, ha auch noch 2 andere Kinder und 2 Enkel und einen Mann und eigentlich ein schönes Leben

    Ich kann nur hoffen, dass er irgendwann erkennt, dass es nich ohne Behandlung (wie auch immer die dann aussieht) geht, bzw. es geht immer, aber auch einen Hartz4 antrag MUSS man erstmal stellen , von alleine kommt da nix

    Soweit bin ich schon, wäre froh wenn er Hartz 4 bekäme, seine Bude bezahlt und ich meine Ruhe, das kanns doch nicht sein, aber es kann so kommen, ich weiß

  4. #4
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: Abgrenzung

    Hast du ihm das auch mal so gesagt? Also natürlich im ruhigen Ton, wenn er gerade aufnahmefähig ist? Ich finde es nicht verkehrt, wenn er nicht nur weiss, das du dir Sorgen machst, sondern auch konkret welche, und was das auch für dich für Konsequenzen hat. Aber nicht vorwerfend, sondern vielleicht eher verbunden mit dem Angebot zu helfen, wenn er aber auch wirklich ein anderes Leben will, und ein bisschen mitmacht. Vielleicht zumindest helfen ihm eine andere Hi,fw an die Hand zu geben.

  5. #5
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 30

    AW: Abgrenzung

    creatrice schreibt:
    Hast du ihm das auch mal so gesagt? Also natürlich im ruhigen Ton, wenn er gerade aufnahmefähig ist? Ich finde es nicht verkehrt, wenn er nicht nur weiss, das du dir Sorgen machst, sondern auch konkret welche, und was das auch für dich für Konsequenzen hat. Aber nicht vorwerfend, sondern vielleicht eher verbunden mit dem Angebot zu helfen, wenn er aber auch wirklich ein anderes Leben will, und ein bisschen mitmacht. Vielleicht zumindest helfen ihm eine andere Hi,fw an die Hand zu geben.
    Hab ich?? ich weiß das ehrlich gesagt nicht, ich glaube tatsächlich das ich direkt in so eine Vorwürflichkeit falle, wenn wir uns sehen, weil dann IMMER irgendwas wichtiges zu tun ist, ich will das eigentlich nicht, ich würde ihn so gerne mal einfach nur drücken ohne das was ist, das lässt er aber nicht zu, einfach des Kindes Kopf in den Schoß legen und streicheln und sagen, alles ist gut

    IST es aber nicht und keiner nimmt es ernst von uns Beiden

    Ich denke ich MUSS zurückrudern, ich denke ich MUSS ihm den Freiraum geben, Entscheidungen zu treffen, meine Angst ist, dass er GAR keine trifft, also NIX tut, einfach Kopf in den Sand, irgendwer rettet mich schon
    Geändert von Mutter (23.04.2015 um 22:47 Uhr)

  6. #6
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: Abgrenzung

    Und wenn du dich mal außerhalb der Termine wo etwas zu erledigen ist, mit ihm triffst? Pizzeria oder Eis oder so? Oder dabei spazieren gehen..... Eben ganz bewusst mal reden, ohne Vorwürfe oder Drängelei. Mit der bisherigen "Nummer" bist du ja seit Jahren nicht weiter gekommen, vllt funktioniert ja die emotionale Schiene. Bei mir hast damals geholfen.


    Also bei mir war das nicht irgendwer rettet mich schon, sondern wirklich nicht mehr können und weiterwissen, eine Hilfe die einen wenigstens zur Selbsthilfe oder anderen Hilfe unterstützt ist schon wichtig glaube ich. Vielleicht merkt er ja im Gespräch das du überlastet und auch hilflos bist, und die Entscheidung für weitere Hilfen fällt ihm so leichter, weil sie ihm logischer und klarer erscheint.
    Geändert von creatrice (23.04.2015 um 22:51 Uhr)

  7. #7
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 5.925

    AW: Abgrenzung

    Also rein finanziell wäre ich schon etwas hinterher, dass er das mit dem AA auf die Reihe bekommt und möglichst von dort aus gleich die Miete bezahlt wird, denn notfalls stehst du ja als Bürge im Mietvertrag und da kann sich so einiges ansammeln. Das sollte daher möglichst bald in Sack und Tüte sein. Schön wäre es auch, wenn man mit dem Vermieter vereinbaren könnte, dass er sich bei dir meldet, bevor es im Argen liegt. - Dies alles einfach auch zu deiner (finanziellen) Sicherheit.

    Ich denke du unterstützt ihn da wo es nötig ist, aber soweit ich weiss ist er komplett geboren und hat Füsse unten dran, also musst du nicht zwangsläufig Fahrdienst spielen. Wenn du es gerne machst, dann tu es, wenn es dir nicht passt, dann lass es und bitte ohne schlechtes Gewissen. Solche Sachen gehören zur Selbständigkeit dazu. Du musst auch generell keine Einkäufe oder so was für ihn erledigen, wenn du es nicht willst. Er ist jung, er ist vermutlich kräftig genug, also kann er das alleine. - Alles was du in dieser Hinsicht nicht gerne machst, lass ruhig bleiben. Wenn er wirklich ein Problem hat, muss er auch lernen zu fragen und er muss auch mal ein Nein verkraften können, denn ich denke, er hat sich über seinen 18. gefreut.

    Bei den Anschriften für die Behandlung, würde ich ggf. noch einmal nachhaken, was rausgekommen ist und eine ehrliche Antwort erbitten. Manchmal sind es wirklich Telefonzeiten, die nur einmal in der Woche 1-2 Stunden sind zum Anmelden und das ist - trotz aller Freizeit - unheimlich schwierig. Gib ihm dann den Tipp, dass er es per E-Mail versuchen soll. Kommt er mit dem Ersttermin absolut nicht klar, dann wäre da vielleicht, wenn er wirklich Hilfe und Behandlung möchte, noch ein Schubs und etwas Hilfe nötig, aber dann sollten Folgetermine kein so grosses Problem mehr darstellen.

    Was seine Wohnung betrifft, du musst nicht dort vorbei fahren und aufräumen oder putzen. Immerhin ist es seine Wohnung. Bittet er von sich aus um Hilfe bei einzelnen Tätigkeiten, dann ist es ggf. etwas anderes, aber generell bist du seine Mutter und nicht seine Putzfrau. Schlechtes Gewissen ist da völlig fehl am Platz.

    Kleine Tipps für den Notfall:
    Sollten alle Papiere bei ihm rumfliegen, dann besorge ihm ggf. einen Einkaufsklappkorb und lass ihn dort alle Papiere reinwerfen. Besser diese "Ordnung" und alle Papiere sind zumindest in diesem Korb - wenn auch nach Suchaktion - auffindbar, als dass sie irgendwo verschwinden.
    Was bezahlt werden muss oder bearbeitet werden muss gehört sichtbar auf den Schreibtisch oder an eine andere Stelle, wo sie sichtbar sind, sonst ist es aus den Augen und aus dem Sinn. Textmarker können helfen, Ablageboxen sind eher was für Profis und für AD(H)Sler nett anzusehen, aber oft ungeeignet.
    Ein A5 oder auch A4 grosser Kalender (gerne in auffälliger Farbe und eher nicht kleiner als A5, weil der sonst verschwindet im Chaos) mit Wochenübersicht auf einer Doppelseite oder ein Monatsplaner hilft Termine in Auge zu behalten, wenn man mit Handyapps nicht klar kommt.

    Und sollte er trotzdem nicht klar kommen, dann wäre vielleicht creatrice auch noch einmal bereit Genaueres über die Einzelfallhilfe zu schreiben. Manchmal ist es auch besser, wenn man "Hilfe" abgegeben kann in kompetente Hände, dann wäre vielleicht euer Verhältnis nicht mehr so ganz belastet und ihr könntet euch einfach mal auf ein Eis treffen ...

  8. #8
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 30

    AW: Abgrenzung

    ChaosQueeny schreibt:
    A

    dann wäre vielleicht euer Verhältnis nicht mehr so ganz belastet und ihr könntet euch einfach mal auf ein Eis treffen ...
    Danke für den Beitrag, ja da will ich HIN, ich glaube er auch, das wäre toll

    Ich musste heute unbedingt seine Identifikationnummer Finka haben und sagte ihm am telefon, in dem Ordner wo du alle reinwirfst, da wars auch drinne

    Eine gewisse "Ordnung" hat er ja, durchschaut nur keiner, er leider auch nicht

    - - - - - - - - - - Beiträge zusammengeführt (< 3 Minuten Zeitunterschied) - - - - - - - - - -

    creatrice schreibt:
    U, und die Entscheidung für weitere Hilfen fällt ihm so leichter, weil sie ihm logischer und klarer erscheint.
    ja, gute Idee, aber funktioniert auch jetzt erst, wenn alles schlimme erstmal vom Teppich ist, im Moment ist einfach viel zu tun, der Mann hat KEIN Geld, bald KEINE Wohnung und keinen Job und wie gesagt zu UNS zieht er definitiv nicht mehr, das weiß er auch


    Ich danke euch erstmal allen, geh jetzt couchen

    Gute Nacht

  9. #9
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: Abgrenzung

    Ja, gönn dir ein bisschen Ruhe. Trotzdem würde ich an deiner Stelle ziemlich zeitnah einen Termin bei Sozialpsychiatrischen Dienst machen, da kannst du auch erstmal zur Not ohne ihn hin, denn egal welche Hilfe.... Die Bewilligung dauert einige Monate. Zumindest haben die dort dann schonmal eine Akte und du kannst dich genau beraten lassen.

  10. #10
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 5.925

    AW: Abgrenzung

    Wenn die Papiere bei ihm nicht verschwinden und zumindest irgendwo in einem Ordner sind, dann ist das schon eine ganze Menge.

    Auch wenn keiner wirklich die Ablage durchschaut, sie sind da und können gefunden werden. Das ist ein Anfang, den du nicht unterschätzen solltest. Gönn ihm ruhig mal ein Lob dafür, denn ja es gibt viel schlimmere Situationen. Von dort aus kann er sich, wenn er es möchte weiter entwickeln, wenn er aber so nach einer gewissen Suchzeit alles findet, dann ist das auch erst einmal okay.

    Wichtig ist erst einmal nur, dass Sachen, die bearbeitet oder bezahlt werden müssen, nicht einfach verschwinden und auch die Post überhaupt aufgemacht wird.

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Thema: Abgrenzung im Forum Angehörige von Erwachsenen mit ADS/ADHS bei ADHS bei Erwachsenen Forum
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