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Diskutiere im Thema ADS und HS bei Familienangehöriger im Forum Angehörige von Erwachsenen mit ADS/ADHS
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #1
    Bin hier neu, seid lieb zu mir

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 26

    ADS und HS bei Familienangehöriger

    Hallo, ich bin Gunnar, 24 Jahre alt und vermute stark bei mir ADS und HS. Da Ads ja genetisch bedingt ist, ist es sicher nicht unwahrscheinlich, dass es auch bei Familienangehörigen zumindest eine Neigung zu ADS und HS gibt. Tatsächlich ist mir meine Schwester sehr ähnlich. Sie ist sehr perfektionistisch, lebt sehr zurückgezogen, reagiert sehr empfindlich auf Kritik, wird schnell panisch, macht sich einen riesen Kopf um Klieinigkeiten, starrt gerne Löcher in die Wand usw.

    Ich habe jetzt etwas angst, dass wenn ich mich selbst oute, was ADS angeht, dass sie oder jemand anderes darauf kommt, dass sie auch ADS haben könnte. Sie möchte mit ihrem Freund bald Kinder bekommen. Wenn sie weiß dass sie auch diese "Krankheit" hat, könnte es sein dass sie oder ihr Freund keine Kinder mehr bekommen wollen, weil sie ADS nicht weiter vererben wollen.

    Andererseits könnte sie so bestimmt besser mit ihren Problemen umgehen, vielleicht würde ihr eine Therapie helfen.

    Vielleicht sind diese Gedanken jetzt etwas übertrieben, aber ich möchte nicht schuld haben wenn das nicht klappt. Was meint ihr, was ich am besten tun sollte?

    Freundliche Grüße, Gunnar

  2. #2
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: ADS und HS bei Familienangehöriger

    Mach doch erstmal die Testung bei dir durch, ob du wirklich ADHS hast.

    Da deine Schwester sich nicht um psychiatrische Hilfe bemüht, scheint sie wohl auch keinen Leidensdruck zu haben, von daher sieht sie es vllt gar nicht so schlimm. Da sie einen Freund hat, und Kinder möchte, und bestimmt sogar arbeiten geht, lebt sie ja nun auch nicht krankhaft zurückgezogen. Es kommt wirklich auf die Relationen an, was krankhaft ist, und was z.B. einfach Charaktersache ist.

  3. #3
    Bin hier neu, seid lieb zu mir

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 26

    AW: ADS und HS bei Familienangehöriger

    Naja, so kommt sie mit ihrem Leben noch ganz gut klar, aber wenn sie 2 Kinder hätte, könnte ich mir vorstellen dass sie ziemlich überfordert wäre und mit der nervlichen Belastung nur schwer klar kommen würde. Das sehen übrigens auch andere Familienmitglieder so.

    Das mit der Therapie ist ja immer so eine Sache. Es gibt bestimmt viele Menschen die eine Therapie gebrauchen könnten, aber sich nicht trauen eine zu machen, bzw. verdrängen dass sie Probleme haben.

    Ich habe mich bis jetzt auch nicht getraut eine Untersuchung zu machen.

  4. #4
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: ADS und HS bei Familienangehöriger

    Ja, aber du weißt weder ob du ADHS hast, noch deine Schwester. Warte doch erst mal ab ob und wenn ja was du für eine Diagnose bekommst, bevor du dein Umfeld auf eine Erkrankung vorbereitest.

  5. #5
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.149

    AW: ADS und HS bei Familienangehöriger

    Gunnar schreibt:
    Naja, so kommt sie mit ihrem Leben noch ganz gut klar, aber wenn sie 2 Kinder hätte, könnte ich mir vorstellen dass sie ziemlich überfordert wäre und mit der nervlichen Belastung nur schwer klar kommen würde. Das sehen übrigens auch andere Familienmitglieder so.

    Das mit der Therapie ist ja immer so eine Sache. Es gibt bestimmt viele Menschen die eine Therapie gebrauchen könnten, aber sich nicht trauen eine zu machen, bzw. verdrängen dass sie Probleme haben.

    Ich habe mich bis jetzt auch nicht getraut eine Untersuchung zu machen.
    Ich finde es ziemlich heftig, wie Du hier über Deine Schwester schreibst.

    In meinem Wertesystem haben solche Sätze einen schalen Beigeschmack!

    Hast Du selbst Kinder und weißt daher, ob es ausschießlich eine Belastung ist?

    Außerdem was soll der Spruch "ich habe den Verdacht, Betroffener zu sein, wenn ich mich aber diagnostizieren lasse, könnte sich das ja negativ auf meine Schwester auswirken".

    Willst Du Dich hier als ein besonderer Gutmensch präsentieren?

    Der, falls überhaupt vorhandene, Kinderwunsch Deiner Schwester geht Dich doch gar nichts an!

    Außerdem vererbt wird nur die genetische Anlage bzw. die Konstitution, es bedarf schon eines Auslösers, damit daraus eine behandlungsbedürftige Störung bzw. Krankheit wird. Solche Feststellungen mögen hier einige Betroffene gar nicht - was aber die Aussage als solche nicht falsch macht!

    Ich finde nicht, dass Du Dir zu viele Sorgen machst. Auf mich wirken Deine Zeilen eher übergriffig, klingen nach "fishing for compliments" und nach "besonderer Gutmensch".

    Wenn Du der Meinung bist, Du hast an dem Punkt der Aufmerksamkeit Probleme, dann suche entsprechende Fachleute auf und besprich das mit denen! Aber lass Deine Schwester als angebliche Hauptperson aus Deinen Posts raus!

  6. #6
    Bin hier neu, seid lieb zu mir

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 26

    AW: ADS und HS bei Familienangehöriger

    "Ich finde es ziemlich heftig, wie Du hier über Deine Schwester schreibst.

    In meinem Wertesystem haben solche Sätze einen schalen Beigeschmack!"

    Ich habe doch keinen Namen genannt und es kann auch keiner darauf kommen wer meine Schwester ist, weil ich in Wirklichkeit auch nicht Gunnar heiße. Tut mir leid wenn das manche als gemein gegenüber meiner Schwester empfinden, so war das nicht gemeint. Ich schreibe halt gerne einfach das was ich denke, ohne vorher groß über Werte nachzudenken.

    "Hast Du selbst Kinder und weißt daher, ob es ausschießlich eine Belastung ist?"

    Nein, aber 2 Neffen und eine Nichte, mit denen ich mich auch schon viel beschäftigt habe und auch schon zeitweise auf sie aufgepasst habe. Kinder sind auf keinen Fall ausschließlich eine Belastung. Sie bringen einen auch oft zum lachen und es macht Spaß ihnen etwas beizubringen. Manche Menschen reagieren aber empfindlich auf Stress und vor allem sehr aufgeweckte Kinder können einen auch sehr nervlich belasten.

    "Außerdem was soll der Spruch "ich habe den Verdacht, Betroffener zu sein, wenn ich mich aber diagnostizieren lasse, könnte sich das ja negativ auf meine Schwester auswirken".

    Willst Du Dich hier als ein besonderer Gutmensch präsentieren?"

    Ich möchte mich hier nicht als irgend jemand präsentieren. Ich denke nur gerne vorher gründlich über etwas nach, bevor ich es tue.

    "Der, falls überhaupt vorhandene, Kinderwunsch Deiner Schwester geht Dich doch gar nichts an!"

    Ich hatte auch nicht vor ihr irgendwas vorzuschreiben, ich möchte nur nichts negativ beeinflussen.

    "Außerdem vererbt wird nur die genetische Anlage bzw. die Konstitution, es bedarf schon eines Auslösers, damit daraus eine behandlungsbedürftige Störung bzw. Krankheit wird. Solche Feststellungen mögen hier einige Betroffene gar nicht - was aber die Aussage als solche nicht falsch macht!"

    Ich würde das sowieso nicht als Krankheit beschreiben, man ist einfach in bestimmten Dingen sehr gut und dafür in anderen Dingen schlecht. Man selbst und die die andern Menschen seinem Umfeld müssen nur lernen damit umzugehen.

    "Ich finde nicht, dass Du Dir zu viele Sorgen machst. Auf mich wirken Deine Zeilen eher übergriffig, klingen nach "fishing for compliments" und nach "besonderer Gutmensch". "

    Tut mir leid, dann hast du mich wohl falsch verstanden.

    "Wenn Du der Meinung bist, Du hast an dem Punkt der Aufmerksamkeit Probleme, dann suche entsprechende Fachleute auf und besprich das mit denen! Aber lass Deine Schwester als angebliche Hauptperson aus Deinen Posts raus!"

    Ich finde dafür sind doch solche Foren da, dass man offen und anonym über alles Mögliche schreiben darf was man denkt. Aber wenn das andere als gemein empfinden, werde ich dieses Thema in Zukunft besser lassen.

  7. #7
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: ADS und HS bei Familienangehöriger

    Ich empfinde es weder als gemein noch übergriffig, ich finde nur du machst dir Sorgen um total ungelegte Eier. Natürlich kannst du hier auch eventuelle Szenarien in deiner Familie durchspielen, nur bevor irgend einer von euch eine Diagnose hat bringt es herzlich wenig, weil du ja gar nicht weißt ob du oder deine Schwester ADHS hat.

    Ich verstehe schon deinen Gedankengang, ich bin z.B. solch ein Fall, der aufgrund erblicher Erkrankungen in der Familie keine Kinder will, aber auch da kommt es auf die Person und auch auf die Erfahrungen mit der Erkrankung an. Wer sehr schlimme Sachen erlebt hat, der überlegt da mehr als jemand, der weniger eingeschränkt ist.


    Ich empfinde es nicht so, das du dich in irgend einer Art aufspielen willst, ich finde nur du überdramatisierst, wo es noch nicht mal was konkretes gibt.
    Geändert von creatrice (18.04.2015 um 19:53 Uhr)

  8. #8
    Bin hier neu, seid lieb zu mir

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 26

    AW: ADS und HS bei Familienangehöriger

    Ich könnte ja auch erstmal eine Diagnose machen lassen und dann entscheiden ob ich es erzähle oder geheim halte. Ob meine Schwester sich dann auch untersuchen lassen möchte, ist ihre Sache.

  9. #9
    Ist hier zuhause

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    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: ADS und HS bei Familienangehöriger

    Genau. Einen Schritt nach den anderen.....


    Vorher verrückt machen bringt meist nichts, außer belastete Nerven.

  10. #10
    Bin hier neu, seid lieb zu mir

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    Forum-Beiträge: 26

    AW: ADS und HS bei Familienangehöriger

    Ich finde man brauch sich mit ADS sowieso keinen Sorgen machen, dass man eine "Krankheit" vererbt, da ADSler soweit ich weiß überdurchschnittlich oft hochintelligent sind. Geistige Größe finde ich heutzutage wichtiger als körperliche Größe. Nur eine angepasste Erziehung ist dann wichtig. Man darf nicht versuchen, sie in ein Leben zu zwängen, in das sie nicht hinein passen.

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