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Diskutiere im Thema Fremdschämen im Forum Angehörige von Erwachsenen mit ADS/ADHS
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #1
    Klingonin

    Gast

    Fremdschämen

    • https://adhs-chaoten.net/images/styl...sc/unknown.gif
      Klingonin - Heute 21:24Bearbeiten Melden
      Ich bin hier nicht zugehörig, und ich kann es jetzt und heute nicht weiter erklären. Ich glaube, ich würde gut daran tun, meine ersten Eindrücke hier nicht sofort Kund zu tun und mir eine Nacht lang Zeit geben, meine Empfindungen, die hier auf mich einprasseln, zu sortieren und vielleicht zu relativieren.

      Aber mein Hirn schwappt über, und meine Gedanken verwurschteln sich zu einem sinnlosen Knäuel. Irgendwie will ich es entwirren. Oder sollte ich warten, bis der Knoten platzt? Zuviele Gefühle verstopfen meine Bahnen.....

      Nun gut....machen wir den Weg frei:
      Ich habe mich hier als Angehörige angemeldet. Aus ehrlich empfundenen Interesse ADHSlern gegenüber. Aus Neugierde an Menschen und ihren Geschichten. Ihren Erfolgen und Misserfolgen...mit der Bereitschaft, zuzulesen, mitzuverfolgen und meinen Horizont über ADHS zu erweitern, weil ich glaube, dass bisher meine eigenen Erfahrungen als Angehörige schon etwas .......speziell waren. Und ich habe gehofft, hier wirklich ein paar Tipps zu bekommen....vielleicht Ratschläge....von ADHSlern....zu lesen, was sie sich wünschen von ihren Partnern...welche Reaktionen sie vielleicht verletzen...was für sie schwierig ist....und wo sie sich Unterstützung wünschen.

      Aber ich stieß auf getrennte Lager: Hier scheint es wenig Miteinander zu geben, das war mein erster Eindruck, als ich den Bereich für Angehörige nur knapp über dem Impressum fand.
      Was mich allerdings wirklich schockierte, waren die teilweise sehr aggressiven Beiträge der Angehörigen, von denen manche nur knapp an Pöpelei vorbeigeschrammt sind, und meiner Meinung nach nichts anderes beinhalten als Partner oder Kinder verbal in den Schmutz zu ziehen. Da war wenig von Respekt und Zuneigung zu lesen. Von Liebe will ich hier gar nicht reden. Ich kann viele Gefühle von Angehörigen nachvollziehen: Sorge, Hilflosigkeit, Angst und auch Ohnmachtsgefühle....und auch Wut. All das kenne ich nur zu gut, und es liegt mir fern, diese Gefühle anderer bewerten und verurteilen zu wollen.....aber was mir da an Zorn, Verbitterung und auch Hass entgegenschlägt, hat mich für Stunden sprachlos gemacht.

      Fremdschämen nennt man das wohl. Daraus entsprang wohl das Bedürfnis, mich bei den ADHSlern hier zu entschuldigen.

      Wir sind nicht alle so.

      Klingonischer Gruß


  2. #2
    Klingonin

    Gast

    Fremdschämen

    Ich bin hier nicht zugehörig, und ich kann es jetzt und heute nicht weiter erklären. Ich glaube, ich würde gut daran tun, meine ersten Eindrücke hier nicht sofort Kund zu tun und mir eine Nacht lang Zeit geben, meine Empfindungen, die hier auf mich einprasseln, zu sortieren und vielleicht zu relativieren.

    Aber mein Hirn schwappt über, und meine Gedanken verwurschteln sich zu einem sinnlosen Knäuel. Irgendwie will ich es entwirren. Oder sollte ich warten, bis der Knoten platzt? Zuviele Gefühle verstopfen meine Bahnen.....

    Nun gut....machen wir den Weg frei:
    Ich habe mich hier als Angehörige angemeldet. Aus ehrlich empfundenen Interesse ADHSlern gegenüber. Aus Neugierde an Menschen und ihren Geschichten. Ihren Erfolgen und Misserfolgen...mit der Bereitschaft, zuzulesen, mitzuverfolgen und meinen Horizont über ADHS zu erweitern, weil ich glaube, dass bisher meine eigenen Erfahrungen als Angehörige schon etwas .......speziell waren. Und ich habe gehofft, hier wirklich ein paar Tipps zu bekommen....vielleicht Ratschläge....von ADHSlern....zu lesen, was sie sich wünschen von ihren Partnern...welche Reaktionen sie vielleicht verletzen...was für sie schwierig ist....und wo sie sich Unterstützung wünschen.

    Aber ich stieß auf getrennte Lager: Hier scheint es wenig Miteinander zu geben, das war mein erster Eindruck, als ich den Bereich für Angehörige nur knapp über dem Impressum fand.
    Was mich allerdings wirklich schockierte, waren die teilweise sehr aggressiven Beiträge der Angehörigen, von denen manche nur knapp an Pöpelei vorbeigeschrammt sind, und meiner Meinung nach nichts anderes beinhalten als Partner oder Kinder verbal in den Schmutz zu ziehen. Da war wenig von Respekt und Zuneigung zu lesen. Von Liebe will ich hier gar nicht reden. Ich kann viele Gefühle von Angehörigen nachvollziehen: Sorge, Hilflosigkeit, Angst und auch Ohnmachtsgefühle....und auch Wut. All das kenne ich nur zu gut, und es liegt mir fern, diese Gefühle anderer bewerten und verurteilen zu wollen.....aber was mir da an Zorn, Verbitterung und auch Hass entgegenschlägt, hat mich für Stunden sprachlos gemacht.

    Fremdschämen nennt man das wohl. Daraus entsprang wohl das Bedürfnis, mich bei den ADHSlern hier zu entschuldigen.

    Wir sind nicht alle so.

    Klingonischer Gruß

  3. #3
    Lysander

    Gast

    AW: Fremdschämen

    Zumindest bist Du nicht so!

  4. #4
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: Fremdschämen

    Ich empfinde das ehrlich gesagt gar nicht so.

    Ich finde es es immerwieder toll, wenn sich Angehörige dazu durchringen sich in diesem Forum schlau zu machen. Und ich finde es gut, das sie sich nicht scheuen, sich hier auch mal ungefiltert Luft zu machen. Besser als bei den Betroffenen die aktuell meist in einer Krise stecken. Ich kenne beide Seiten sehr gut, die des Betroffenen und die des Angehörigen. Und ich verstehe auch, das man z.B. bei einem unbehandelten ADHSler vom impulsiven Typus regelrecht manchmal Hass empfindet. Hast du schonmal mit bei jemandem im Auto gesessen, der mit rechts überholen bei 230 das Leben aller gefährdet? Hast du manchmal fast täglich fürchterliche Wutausbrüche erlebt, nur weil du fragst was Derjenige zu essen haben will? Klar er ist überfordert, gereizt oder was auch immer, aber ADHS ist nicht nur lustiges Querdenken und ein bisschen Schusseligkeit. Es ist Existenzangst in ganz vielen Bereichen.

    Es kommt immer auf den Schweregrad und die Ausprägung an, wie sehr das ADHS auch die Umwelt mit beeinflusst. Der ADHSler kann nichts dafür, aber auch nicht der Angehörige, das er an seine emotionalen Grenzen kommt. Hilfesuchende Angehörige hier zu "Tätern" für die man sich schämen muss zu machen finde ich...... Da fehlen mir die Worte......


    Nachtrag: Genauso wie du "ins Forum kotzt" wenn du nochmal das Wort ST*NO hier im Forum liest, haben andere Angehörige eben auch mal zeitweise ihre Wut nicht unter Kontrolle und klingen etwas pöbelig.
    Geändert von creatrice (18.04.2015 um 00:10 Uhr)

  5. #5
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 5.926

    AW: Fremdschämen

    Ich denke wenn man hier als Angehöriger schreibt, dann steht einem selbst das Wasser schon oft bis Oberkante Unterlippe und das schlägt sich dann vielleicht auch in dem Eingangspost nieder. Immerhin melden sie sich ja hier an, was zeigt, dass sie sich sorgen und gerne auch helfen und etwas verändern möchten - viele davon auch bei sich selbst. Oft ist dieser Anmeldung aber schon viel vorraus gegangen ... und so sehe ich die viele Posts eigentlich eher als einen letzten Hilfeschrei. Oft ändert sich auch der Ton nach ein paar Postings. Du musst ja davon ausgehen, dass die, die hier schreiben, normalerweise wirklich in einer Krise stecken.

    Ich denke, sie wissen einfach nicht mehr weiter und die Anmeldung hier ist vielleicht dann doch eine gute Sache, denn einige Sachen können andere Betroffene vielleicht in diesem Moment besser erklären als der in der Krise steckende Betroffene, um den es sich dreht. Es gibt halt unterschiedliche Ausprägungen und auch unterschiedliche Arten, wie sich AD(H)S bemerkbar macht, bzw. auch je nachdem auf welchem Stand bei der Bearbeitung der Betroffene ist.

    Aber egal ob Betroffen oder Nichtbetroffen - letztlich hat wohl jeder Mensch einen Sprung in der Schüssel nur Tiefe und Länge unterscheiden sich und im Verhältnis zueinander dann, ob man damit kann oder nicht. Das Stichwort ist wohl Kommunikation und das ist auch der Grund, warum es hier das Unterforum gibt. Dort können alle Nichtbetroffenen sich "austoben" und die Betroffenen, die sich trauen (s.u.), die lesen dort und schreiben dann ggf. auch.

    Das diese Lager etwas getrennt gehalten werden ist wohl eher dem Schutz der AD(H)Sler geschuldet um die es hier ja in erster Linie geht. Viele Nichtbetroffene haben manchmal - oft aus Unwissenheit - eine unglückliche Wortwahl, die man als AD(H)Sler einfach schon zu oft gehört hat und die einige triggert. So haben zwar alle die Möglichkeit überall zu lesen, aber die Nichtbetroffenen sind in den Schreibmöglichkeiten eingeschränkt, damit eben das nicht passiert. Unwissenheit und Unverständnis hat schon ausserhalb dieses Forums so viel bei einigen Usern angerichtet, dass man es in diesem Forum nicht fortsetzen möchte.

    Sicherlich ist das für Nichtbetroffene schwer(er) nachzuvollziehen, aber ein Trigger löst halt nicht nur ein Gefühl des Unwohlseins aus, sondern kann wirklich richtig heftige Gefühle auslösen und alte Erinnerungen wecken, so dass man nicht mehr in der realen aktuellen Situation steckt, sondern sich in die damalige Situation versetzt fühlt und wieder durchlebt. Wenn man sich hier nun ein paar Lebensgeschichten durchliest, dann kann man vielleicht nachvollziehen, dass das wirklich kein Spass oder eine harmlose Sache ist.

    Vielleicht verstehst du nun, warum diese Trennung für nötig erachtet wurde.

    Von Tätern und Opfern würde ich in diesem Zusammenhang aber nicht unbedingt sprechen, denn letztlich leiden wohl alle unter der Situation - die Betroffenen und die Angehörigen.

  6. #6
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 10.928

    AW: Fremdschämen

    hallo klingonin,
    schön dass du bei uns bist

    ich hab deinen beitrag in den bereich für angehörige verschoben

    sei so gut und schreibe bitte nur in den bereichen für angehörige
    hier wirst du von betroffenen usern antwort bekommen und sie tauschen sich auch gern mit dir aus


    alles gute für dich




    da es das gleiche thema war,hab ich es zusammen geführt
    Geändert von Butterblume (18.04.2015 um 07:51 Uhr)

  7. #7
    Klingonin

    Gast

    AW: Fremdschämen

    Nur um ganz knapp auf deine Frage zu antworten:
    Ja, das habe ich erlebt.

  8. #8
    Klingonin

    Gast

    AW: Fremdschämen

    Alles gut. ich habe das schon verstanden.

  9. #9
    Klingonin

    Gast

    AW: Fremdschämen

    Guten Morgen Butterblume,
    danke , dass du den Beitrag verschoben in den Angehörigenbereich verschoben hast, denn dort sollte er auch rein. Ich habe immer noch Schwierigkeiten, mich auf dieser Seite zu orientieren, was gestern auch meiner Müdigkeit und den immer kleiner werdenden Buchstaben auf meinem iPad geschuldet war.

    Klingonischer Gruß

  10. #10
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 10.928

    AW: Fremdschämen

    das ist kein thema klingonin, dass man am anfang schwierigkeiten hat kommt schon mal vor

    und mit ipad un co sowieso




    viel spass im forum und zurück zum thema

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