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Diskutiere im Thema supergau im Forum Angehörige von Erwachsenen mit ADS/ADHS
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #1
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 30

    supergau

    für mich ein Supergau, für andere evtl. nicht


    Mein Sohn 25, absoluter Chaot, und diagnostizierter ADHsler steht mal wieder vor den Trümmern

    Seine WG wird aufgelöst, eine WG in einem Kaff ohne Zuganbindung (er hat keinen FS, will er nicht hat ANgst davor) soweit so gut, er wurde aus seiner Lehre zum 31.3. geschmissen, kurz vor der Prüfung, wo ich einfach nur denke, MUSS DENN DAS sein, muste wohl

    er wurde fristlos entlassen, bedeutet also Sperre vom AA...

    All da haben wir jetzt erst erfahren, weil er sich verquatschte

    Gut wiir helfen, ich helfe bei der Wohnungsuche, ich trete ihn in den Hintern (sinngemäß) dass er zum AA geht, was mittlerweile auch getan wurde, er sagte er WILL Hilfe, er WILL wieder in unsere Nähe, er schafft es nicht alleine, er WILL jetzt Behandlung, obwohl er das immer ablehnte

    So, nun mein Dilemma

    Sollen wir helfen, oder muss er mal tief sinken, damit sich was ändert und er Behandlung will????

    Ich weiß hört sich so lieblos an, ist es aber nicht, wir möchten dass es ihm gut geht, auch wenn er ein ganz anderes Leben führt als wir, auch wenn er meinetwegen als Hartz4ler endet, aber auch DA musst du dich kümmern und das bekommt er gar nicht hin, es ist einfach so schade, dass er sein Leben in unseren Augen so wegwirft, wo doch Behandlung oder Medis?!?! einiges vereinfachen würden, oder seh ich das zu einfach, sagt mal was dazu, ich beantworte gerne Fragen

    Ich hab einfach Angst, dass er unter der Brücke landet

  2. #2
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 30

    AW: supergau

    yo

    7 mal gelesen, keine Anworten

    Gut wie gewohnt also alleine weiterkämpfen irgendwie

  3. #3
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: supergau

    7x gelesen ist nicht viel, denn nicht jeder hat eine Idee was man da machen kann, es stehen bestimmt auch andere ratlos wie ihr davor.


    Wenn en er jetzt ärztliche Unterstûtzung möchte, würde ich ihn natürlich da auch unterstützen. Genau das ist ja ein erster Schritt nach vorne.

    Es braucht oft mehrere Versuche und auch ganz schön viel Eingeständnis für eigene Unzulänglichkeiten, bis ein Jugendlicher oder junger Erwachsener seine ausweglose Situation wirklich realisiert und auch anerkennen kann. Gerade in dem Alter hadert man sehr mit eigenen Erkrankungen, denkt wenn man sie nicht wahrnimmt gibt es sie auch nicht.

    Das er euch die Dinge verschwiegen hat, zeigt ja auch eine gewisse Scham, ein schlechtes Gewissen. Ich denke schon, das er so langsam die Tragweite realisiert und wirklich an einer Behandlung interessiert ist.

  4. #4
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 30

    AW: supergau

    creatrice schreibt:
    7x gelesen ist nicht viel, denn nicht jeder hat eine Idee was man da machen kann, es stehen bestimmt auch andere ratlos wie ihr davor.


    Wenn en er jetzt ärztliche Unterstûtzung möchte, würde ich ihn natürlich da auch unterstützen. Genau das ist ja ein erster Schritt nach vorne.

    Es braucht oft mehrere Versuche und auch ganz schön viel Eingeständnis für eigene Unzulänglichkeiten, bis ein Jugendlicher oder junger Erwachsener seine ausweglose Situation wirklich realisiert und auch anerkennen kann. Gerade in dem Alter hadert man sehr mit eigenen Erkrankungen, denkt wenn man sie nicht wahrnimmt gibt es sie auch nicht.

    Das er euch die Dinge verschwiegen hat, zeigt ja auch eine gewisse Scham, ein schlechtes Gewissen. Ich denke schon, das er so langsam die Tragweite realisiert und wirklich an einer Behandlung interessiert ist.
    Ja das kann sein, ich danke dir für deine ANwort und es tut mir leid, dass ich so giftig reagiere, aber ich mag nicht mehr, ich gebs zu, du läufst echt geen WÄNDE, sei es bei dem betroffenen oder auch wenn du ansonsten Hilfe suchst

    Es nervt und es macht mich traurig, ich wünsche und erhoffe mir wirklich nur das ALLERbeste für dieses Kind, auch wenn es nicht in meine Vorstellung passt, aber er ist nicht glücklich und FINDE eine behandlung, fast unmöglich hier Nähe Mainz, jedenfall haben wir noch nix gefunden...danke fürs Lesen und nochmal entschuldigung für meine Ungeduld und mein Genervtsein

  5. #5
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 5.935

    AW: supergau

    Es ist einfach schwer etwas zu antworten, weil man ja auch deinen Sohn nicht kennt und nur von dem wenigen darauf schliessen kann, was du schreibst und da fällt es wirklich schwer. Ich verstehe aber deinen Zwiespalt sehr gut und auch deine Beweggründe, die dich überlegen lassen, ob du helfen sollst oder nicht.

    Erst einmal solltest du vielleicht wissen, dass AD(H)Sler zumeist entwicklungsverzögert sind und auch wenn er lt. Ausweis inzwischen 25 ist, hängt er vermutlich gerade mal so um 18 rum, also hat er bestimmte Sachen vielleicht noch nicht wirklich realisiert. Dazu kommt, dass bestimmte Verhaltensänderungen wesentlich länger brauchen um sich zu automatisieren und man in diesem Alter auch schwer aus Fehlern lernt, weil man oft im reinen hier und jetzt steckt. Da steckt keine Böswilligkeit hinter, das gehört leider zum Erkrankungsbild mit hinzu und gibt dir vielleicht einen tieferen Einblick in die Situation.

    Hilfe ist immer so eine Sache. Generell ist Hilfe zur Selbsthilfe eigentlich immer gut, aber es ist einfach so, dass Sachen, die bei euch Nichtbetroffenen funktionieren, bei AD(H)Slern leider odt so gar nicht klappen. Da kommt es also auch sehr auf die Möglichkeit zur Umsetzung an. "Mach doch mal" oder "Reiss dich doch mal zusammen" hilft da nicht weiter, obwohl einem das als Angehöriger wohl oft auf der Zunge liegt. (Bitte, bitte, aber nicht aussprechen!) Aber zumeist liegt es nicht unbedingt am Wollen, sondern das es so nicht funktioniert, also das man es so nicht kann. Das grösste Problemdabei ist einen Weg zu finden, der für einen gangbar ist. Und generell kann man sagen, dass sehr zeitnahes Loben immer besser hilft als jedes Schimpfen.

    Das er bisher geschwiegen hat, lässt vielleicht auch darauf schliessen, dass euer Verhältnis - entschuldige, wenn ich das so direkt sage - etwas verbesserungswürdig ist. Vielleicht hilft es dir, wenn du dich etwas mehr in das Thema AD(H)S einarbeitest, dass du deinen Sohn besser verstehst. Auch wenn ich deine Bedenken und Sorgen verstehen kann, so sollte er bei dir Unterstützung, Verständnis und Rückhalt finden, wenn es irgendwie geht. - Fallen lassen macht man eigentlich bei Süchtigen und das ist er ja nicht. (siehe oben - aus Fehler lernen) Wenn die Umwelt für ihn schon schwierig ist, dann sollte das Elternhaus nicht auch noch auf ihn drauf hauen ... Hört sich jetzt böse an, aber vielleicht verstehst du, was ich meine?

    Da du hauptsächlich über die Behandlung sprichst, sagst du dazu, er will jetzt Behandlung und ich denke, das wäre ein guter Ansatzpunkt. Es ist zwar nicht so, dass man dann eine Pille schluckt und dann ist alles gut, aber ggf. mit Medikamentation (evtl. nach erneuter Diagnostik) und bei begleitender Therapie, kann doch einiges bewirkt werden. Darüber würde ich an deiner Stelle ein weiteres Gespräch suchen und ihm ggf. auch zur Seite stehen, denn der Weg - gerade wenn eine erneute Diagnostik gemacht werden müsste - ist u. U. langwieriger und beschwerlicher, wenn man ihn alleine gehen muss. Es ist gut, wenn man dort Unterstützung hat.


    Wie gesagt, ich kann nur von dem wenigen ausgehen, was du geschrieben hast und es ist möglich, dass das einen falschen oder unvollständigen Eindruck vermittelt. Dazu ist das nur meine Meinung und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit oder absloute Wahrheit oder Richtigkeit.

  6. #6
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 30

    AW: supergau

    ChaosQueeny schreibt:
    E
    Das er bisher geschwiegen hat, lässt vielleicht auch darauf schliessen, dass euer Verhältnis - entschuldige, wenn ich das so direkt sage - etwas verbesserungswürdig ist. Vielleicht hilft es dir, wenn du dich etwas mehr in das Thema AD(H)S einarbeitest, dass du deinen Sohn besser verstehst.
    *lach* noch mehr????


    Das kommt jetzt hier nicht so rüber, aber ich weiß schon sehr viel über das Thema was mich schon seit über 2o Jahren begleitet und ich die Vermutung habe, dass auch mein Mann, also der Vater das hat, allerdings eher die ADS Richtung, ich musste auch da in bestimmten Themen immer mehr als hinterher sein

    Der junge Mann hat einen guten Stand innerhalb seiner Familie, er hat 2 ältere Geschwister, die die Problematik nur zU gut kennen, er hat uns, die immer hinter ihm stehen, natürlich kommen ab und zu Sprüche von uns, aber wer bekommt die nicht ab, wir sind nun ingesamt auch keine Familie die auf den Mund gefallen ist und gerne Tachele redet.

    Wir haben schon viel hinter uns, oder er hat einiges hinter sich, aber wir auch, ich weiß dass die seelische Entwicklung hinterherhinkt, ich weiß das ALLES, dennoch geht es mir auf den Senkel, das müsst auch ihr verstehen, gerade wenn eine Behandlung doch schon erfolgreich war, er ich sich aber dem dann jahrelang wiedersetzt, und da würde ich gerne wissen, warum, ist es wirklich so, dass einem die Medis dermaßen verstören können??? Und muss ich nicht irgendeinen Tod sterben, entweder mit gewissen Nebenwirkungen leben, oder doch unter der Brücke landen?

    Ich weiß es nicht

    Achso, ich will ihn unterstützen, egal um was es geht, das ist nicht die Frage, aber er muss es auch WOLLEN

  7. #7
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: supergau

    Die Medis haben natürlich auch Nebenwirkungen die einen verstören können. Eine zu hohe Medikation kann einen auch ganz schön verstören.

    Klar muss man irgendeinen Tod sterben, und genauso wie du sehe ich das auch mit den Nebenwirkungen. Aber es gibt eben auch bestimmte Nebenwirkungen die einem unter der Brücke enden gleich kommen, oder gar schlimmer sind. Depressionen werden z.B. gar nicht mal so unhäufig durch die Medikamente ausgelöst, und dieser Zustand ist nicht 2 Wochen drei Tränchen verdrücken, das ist die Hölle auf Erden, genauso wie Angst die dadurch ausgelöst werden kann. Vielleicht hat es eben bei deinem Sohn solche Nebenwirkungen gegeben.

    Ich verstehe deine Hilflosigkeit und auch Wut und Machtlosigkeit sehr sehr gut, ich habe genug Diagnostizierte in der Familie und auch einen Partner. Aber es hilft wirklich nichts wenn man sich selbst zermürbt, vieles ist nur sehr sehr langsam zu ändern, einiges sogar gar nicht. Wichtig finde ich, das man miteinander redet, das man Alternativen, aber auch reale Konsequenzen aufzeigt. Damit meine ich nicht Strafen, sondern was eben z.B. passiert wenn bestimmte Papiere nicht gemacht werden, das es aber Hilfen gibt solche Dinge zu erledigen, nur muss man die eben annehmen können. Ich finde es auch nicht verkehrt ihm zu sagen das sein Verhalten auch teilweise für euch Konsequenzen hat, die sicherlich nervlicher und auch finanzieller Natur sind. Meine Eltern haben das ganz gut ( für mich) gelöst, indem sie mir irgendwann gesagt haben, das es keine Schande ist wenn ich das nicht hinkriege, es ist aber schlimm wenn sie dann eingreifen müssen und im Endeffekt viel mehr Arbeit und auch viel mehr Geld durch Mahngebühren etc an der Backe haben. Mir hat es dann noch mal einen ganz entscheidenden Schub gegeben, als ich von meinen Eltern unabhängig durch eine Einzelfallhilfe wurde.
    Geändert von creatrice (17.04.2015 um 19:12 Uhr)

  8. #8
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 30

    AW: supergau

    creatrice schreibt:
    Die Medis haben natürlich auch Nebenwirkungen die einen verstören können. Eine zu hohe Medikation kann einen auch ganz schön verstören.

    Klar muss man irgendeinen Tod sterben, und genauso wie du sehe ich das auch mit den Nebenwirkungen. Aber es gibt eben auch bestimmte Nebenwirkungen die einem unter der Brücke enden gleich kommen, oder gar schlimmer sind. Depressionen werden z.B. gar nicht mal so unhäufig durch die Medikamente ausgelöst, und dieser Zustand ist nicht 2 Wochen drei Tränchen verdrücken, das ist die Hölle auf Erden, genauso wie Angst die dadurch ausgelöst werden kann. Vielleicht hat es eben bei deinem Sohn solche Nebenwirkungen gegeben.

    Ich verstehe deine Hilflosigkeit und auch Wut und Machtlosigkeit sehr sehr gut, ich habe genug Diagnostizierte in der Familie und auch einen Partner. Aber es hilft wirklich nichts wenn man sich selbst zermürbt, vieles ist nur sehr sehr langsam zu ändern, einiges sogar gar nicht. Wichtig finde ich, das man miteinander redet, das man Alternativen, aber auch reale Konsequenzen aufzeigt. Damit meine ich nicht Strafen, sondern was eben z.B. passiert wenn bestimmte Papiere nicht gemacht werden, das es aber Hilfen gibt solche Dinge zu erledigen, nur muss man die eben annehmen können. Ich finde es auch nicht verkehrt ihm zu sagen das sein Verhalten auch teilweise für euch Konsequenzen hat, die sicherlich nervlicher und auch finanzieller Natur sind. Meine Eltern haben das ganz gut ( für mich) gelöst, indem sie mir irgendwann gesagt haben, das es keine Schande ist wenn ich das nicht hinkriege, es ist aber schlimm wenn sie dann eingreifen müssen und im Endeffekt viel mehr Arbeit und auch viel mehr Geld durch Mahngebühren etc an der Backe haben. Mir hat es dann noch mal einen ganz entscheidenden Schub gegeben, als ich von meinen Eltern unabhängig durch eine Einzelfallhilfe wurde.
    Yo hört sich alles sehr bekannt an, bin also doch nicht verkehrt hier

    Einzelfallhilfe wäre genau WAS??

    Denn ich glaube es wäre ihm sehr wichtig, endlich ohne uns klarzukommen irgendwie

  9. #9
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: supergau

    Eine Einzelfallhilfe hilft dabei, Dinge jeglicher Art zu erledigen. Bei mir war das z.B. Das sie mit zu Ämtern und Ärzten gegangen ist, auch mal ein Machtwort gesprochen hat, wenn ich nicht zum Arzt wollte, sie hat mir beim Briefeöffnen und beantworten geholfen, teilweise in ganz schlimmen Depriphasen diese Dinge auch übernommen, sie hat mich halt bei allem unterstûtzt wo ich Hilfe brauchte oder mich weiterentwickeln wollte. Das ist halt kein Betreuer, der einem alles abnimmt, sondern wirklich eine helfende Krücke, laufen muss man trotzdem selber. Nach und nach habe ich dann auch die Stunden runterschrauben können.

    Den Bedarf für eine Einzelfallhilfe ermittelt der Sozialpsychiatrische Dienst, bezahlt wird das entweder anteilig vom Eigenen Einkommen oder von Unterhaltspflichtigen Angehörigen, oder ganz vom Sozialamt ( Abteilung für Menschen in besonderen Hilfelagen). Der Anteil ist aber wirklich nicht hoch, den Großteil übernimmt schon das Amt.

  10. #10
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 40
    Forum-Beiträge: 1.008

    AW: supergau

    Nunja... zu einer erfolgreichen Therapie bei AD(H)S (hat man's einmal, hat man's immer) gehört in manch einem Fall mehr als nur "Pille und gut".
    Hier und da ist vielleicht mal eine begleitende Verhaltenstherapie hilfreich.
    Ebenso ratsam kann es sein, dem jungen Mann eine Lebensumgebung nahezulegen, die ihn weder über- noch unterfordert.
    Und eins von beiden letzteren Sachen scheint ja bei seiner gefloppten Lehre der Fall gewesen zu sein.

    Wenn Du ihm helfen willst, dann nur, wenn er daran mitmacht.
    Und verheimlichen ist das Gegenteil von mitmachen.

    Dummerweise kann man keinem Menschen helfen, indem man ihm jeweils sein Konzept überstülpt.
    Sowas geht zwangsläufig schief.
    Vielleicht macht er sich einfach mal ein paar konkrete Gedanken, wie er sich sein Lebensalltag so in nächter Zeit mal vorstellt.
    Soll heißen:
    - Lebensziele definieren
    - andere Ziele und Wünsche aufschreiben
    - Prioritäten setzen (SEINE halt, auch wenn sie hier und da nicht jedem gefallen)
    - sich und Euch klarmachen, was er dafür bereit ist zu tun und zu opfern
    - auf Durchführbarkeit überprüfen
    Dann prüfst Du, wo er sich die Welt zu sehr à la Pippi Langstrumpf vorstellt, und wo sich seine Vorstellungen realisierbar anhören.
    Frag Dich selbst, an welchen Stellen Du bereit bist, mit einzugreifen, und an welchen Stellen Herr Sohnemann zuviel von Dir abverlangt.
    Auch Deine Energie ist endlich.
    Und dementsprechend lautet Deine Antwort.
    Klingt einfacher, als es ist, ich weiß. Das war halt jetzt so mein Gedanke dazu...

    Wenn ein Medikament nicht die gewünschte Wirkung erzielt lohnt sich möglicherweise die Umstellung auf eine andere Dosis oder ein anderes Medikament?
    Unter Umständen kann es ja sein, daß er neu eingestellt werden muß.
    Macht keinen großen Spaß, sollte aber wenigstens teilweise helfen, wenn sein Arzt da richtig vorgeht und das auch anständig überwacht.

    Um jetzt mal von mir auszugehen:
    Ich bekomme aus meiner Sicht mein Leben auch nicht so richtig auf die Reihe.
    Bei Arbeitsagentur und Jobcenter habe ich mich recht bald mit dem Anliegen gemeldet, daß ich Hilfe brauchen werde, um aus meiner wiederholten Langzeitarbeitslosigkeit herauszukommen.
    Mittlerweile stehe ich an einer Art Scheideweg: Entweder bin ich am ersten Arbeitsmarkt adaptierbar oder ich lande eben am Zweiten.
    Und ja: das könnte unter Umständen eine Talentverschwendung sein.
    Es ist eben NICHT das ALLERbeste, aber vielleicht das bestMÖGLICHE.
    Ich weiß mittlerweile, daß ich meinen Lebensstil und meine Arbeit wohl an mein ADS anpassen muß.
    Was deswegen nicht zu mir paßt, muß ich daher aussortieren. Fällt mir nicht immer leicht, aber ich arbeite daran...

    Wenn zu Deinem Sohn zum Beipiel das Leben in einer reglementierten WG oder eine Arbeitsstelle als Maurer nicht paßt (auch wenn er sonst gern in WGs lebt oder aufm Bau schafft), dann gehört das eben nicht zu seinem Lebensweg dazu, und er muß sich eine andere Form der Unterkunft oder eine andere Arbeit auswählen.
    Arbeitsstellen sind austauschbar, auch wenn ihr Verlust wehtun kann.
    Und mit 25 ist das Leben noch nicht gelaufen...

    Edit: Hmmm... mal wieder zu langsam... ich poste es trotzdem mal unverändert.

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Thema: supergau im Forum Angehörige von Erwachsenen mit ADS/ADHS bei ADHS bei Erwachsenen Forum
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