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Diskutiere im Thema Ich könnte nur noch heulen im Forum Angehörige von Erwachsenen mit ADS/ADHS
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #1
    Bin hier neu, seid lieb zu mir

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 3

    Ich könnte nur noch heulen

    Ok, man sollte hier nicht nur über seinen Partner herziehen, dafür gibt es andere Möglichkeiten aber für mich ich das, was ich Momentan erlebe neu und kaum zu verarbeiten. Es sieht so aus, als hätte mein Mann ADHS. Wer meine Schwiegermutter kennt und weiß, dass diese Krankheit von Müttern auf Söhne übertragen wird, weiß auch wie chaotisch, unorganisiert, hektisch und schwierig diese Frau ist. Mein Mann galt schon als Kind als schwer erziehbar, wurde fast täglich verprügelt und hat gerade mal so seinen Hauptschulabschluss und seine Schreinerlehre gepackt. Ich habe ihn kenne gelernt, als er 24 und ich 21 war. Das sind dieses Jahr tatsächlich 30!!!!! Jahre. Meinen Eltern war er gar nicht recht. Mein Vater konnte es mit ihm nicht in einem Raum aushalten, weil er ständig an sich herumfummelte, kratze, aufsprang oder sonstwie unruhig war. Die Schlafstörungen machten selbst meiner Oma Kopfzerbrechen. Aber ich war verliebt und setzte mich über alles hinweg. Wir zogen zusammen und begannen eine gemeinsames Leben. Durch meine Ruhe und ein sehr geregeltes Leben wurde auch mein Mann viel ruhiger. Er fuhr viel Fahrrad, arbeitete viel und zu Hause war alles geregelt. 1994 wurde unsere erste Tochter geboren 1995 unsere zweite. Beim Kauf eines Hauses, wurden wir betrogen und unsere kleine heile Welt zerbrach in tausend Scherben. Stück für Stück holte ich uns zurück ins Leben, da mein Mann alle Verantwortung an mich abtrat, 1998 beging meine Mutter Selbstmord und wir gingen wieder zurück auf Anfang. 2000 haben wir dann auch noch ein Haus gebaut und sind aufs Land gezogen (ein Fehler auf Drängen meines Mannes!). Kurze Zeit später, ging es ihm schlecht und unsere Hausärztin riet zur Psychotherapie. Da wir dort als Paar begannen, hat sie uns getrennt behalten. Als Paar wären wir, seltsamer Weise, kein Problem. Allerdings sagte sie mir immer, mein Mann handle nach dem Prinzip: "Wasch mich, aber mach mich nicht nass". Was bedeutete, er wollte zwar gesund werden, aber nichts dafür tun. 2004 hatte mein Mann dann einen Zusammenbruch und kam nach Heidelberg in die Klinik für Psychosomatik. Dort wurde er nach einem viertel Jahr entlassen und es ging ihm viel besser. Die Diagnose: eine generalisierte Angststörung, mittel schwerer bis schwere Depressionen und eine Borderline Störung. Alles auf Grund einer posttraumatischen Belastungsstörung, die aus der ganz frühen Kindheit resultiert. Mein Mann war gezwungen seinen Job aufzugeben und wurde 2006 in Rente wegen voller Erwerbsminderung geschickt. Da er eine Berufsunfähigkeitsversicherun g hatte, konnten wir unser Leben zumindest finanziell weiter leben wie vorher. Unsere große Tochter hat 2013 Abitur gemacht, die Kleine hat im letzten Jahr mit dem Fachabi die Schule verlassen und macht jetzt eine Ausbildung zur Immobilienkauffrau. Die Große wird Finanzbeamtin im gehobenen Dienst. Bis zum Sommer 2013 war mein Mann ein eher ruhiger, sehr an mich anhänglicher Mann, der still und eher stumm vor sich hin litt. Bis Mitte 2012 nahm er Citalopram, Lyrica, Valdoxan und Olanzapin ein. Doch dann wollte er das nicht mehr, weil er meinte, er wisse ja gar nicht mehr, wer er eigentlich wirklich sei. In einem Buch hatte ich von der Wirkung von Omega 3 gelesen und ihm empfohlen, es doch einmal damit zu versuchen. Er ließ das Olanzapin und das Lyrica weg und nahm Omega 3 hochdosiert. Nun veränderte er sich wirklich positiv. Er hatte plötzlich wieder Antrieb und begann, in unserem Haus liegen gebliebene Dinge endlich zu erledigen. Doch seit dem Sommer 2013 veränderte er sich so stark zu seinem Nachteil, dass es mir Angst und BAnge wurde. Den Mann, den ich 28!!!!! Jahre gekannt und geliebt hatte, gab es plötzlich nicht mehr. Er war aggressiv, launisch, impulsiv uns unglaublich unruhig. Eine Heilpraktikerin, die wir besuchten, fragte mich, ob meine Mann sich in einer Manie befände. Aber für eine Bipolare Störung fehlten die Wechsel. Er gab Geld aus, als gäbe es kein Morgen. Er wurde eitel und streitsüchtig. Dann entdeckte ich, dass er mit einer Frau, die 25 Jahre jünger war als er, verheiratet mit 2 kleinen Kindern, über Facebook schrieb und sie tierisch anmachte. Gleichzeitig hatte er Kontakt zu einer Frau in unserem Alter, der sehr seltsam war. Plötzlich stritten wir nur noch. Wegen jeder Kleinigkeit, vor allem wegen seiner Unordnung, dem Chaos und all den Dingen, die liegen blieben. Das ging bis Anfang März diesen Jahres. Da ereigneten sich 2 Dinge zur gleichen Zeit. Ich las zufällig in einem Artikel über ADHS bei Erwachsenen. Schon beim Lesen bekam ich Gänsehaut. Dort war die genaue Charakterisierung meines Mannes nachzulesen, wie er sich seit ungefähr 1,6 Jahren darstellt.Ich war verblüfft! Bereits einige Jahre vorher, hatte ich mich schon einmal mit ADHS bei Erwachsenen befasst, weil wir Bekannte mit einem betroffenen Sohn und einer moderat betroffenen Mutter, haben. Damals konnte ich aber keine so starke Übereinstimmung feststellen. Mittlerweile aber schon. Warum? Genau diese Frage hatte ich mir mit einer guten Bekannten, die beim Psychiater meine Mannes arbeitet auch schon gestellt. Wo war der Auslöser der Veränderung? Wann und warum wurde alles so viel schlimmer? Bei meiner weiteren Internetrecherche fand ich plötzlich auch auf diese Frage eine Antwort. Mein Mann hat im April/Mai 20013 mit dem Rauchen, durch Hypnose, aufgehört. Plötzlich war mir vieles klar. Diese Krankheit war anscheinend schon immer da, nur durch Erziehung und Nikotin irgendwie überlagert. Gleichzeitig entdeckte ich aber auch, dass mich mein Mann über viele Monate belogen und mit einer anderen Frau betrogen hatte. Als ich ihn damit konfrontierte, hatte er gerade einige Tage Medikinet eingenommen. Ich hatte nämlich den Psychiater meines Mannes auf ADHS angesprochen. Seine Antwort war, dass mein Mann unter einem Zerfall der Persönlichkeit, schizophrenen Zügen, einer starken Ambivalents, einer Form des Autismus und einer Borderline Persönlichkeitsstörung leidet. ADHS wäre da wohl auch bestimmt dabei und man könne es jetzt auch mal mit Amphetaminen versuchen. BINGO! Kann sich irgend jemand vorstellen, wie ich mich gefühlt habe und immer noch fühle? Mein Mann hat ich betrogen! Er scheint aber wohl zu krank, um dafür auch noch die Verantwortung zu übernehmen. Damit konfrontiert habe ich von ihm nicht etwa eine Entschuldigung erhalte sondern nur die Aussage, dass er mal wieder erst gehandelt und dann gedacht habe AHA! das hat hat also zu reichen. Nun bin ich ja ein großes, altes Mädchen und versuche, damit irgendwie weiter umzugehen. Doch heute, war es wieder einmal so weit. Nur ein ganz kleiner, unbedachter Satz von mir hat ihn so zum Ausflippen gebracht, dass er mich fast verletzt hätte und einfach davongefahren ist. Autofahren ist übrigens das einzige, was ihm noch Spaß macht. Er fährt schnell, unglaublich riskant und so, als gäbe es kein Morgen. Mein Mann ist sehr jähzornig und niemals einsichtig. Er bekommt nichts auf die Reihe. Er ist unkonzentriert und vergisst schnell. Die Wechsel seiner launen sind so schnell, dass man kaum mitkommt. Er ist unglaublich anhänglich an mich, fast wie ein kind um mich dann sofort wieder wegzustoßen. 30 Jahre sind eine lange zeit in einer partnerschaft, die wirft man nicht so schnell weg. Aber ich bin am Ende meiner Kraft. Gestern habe ich mit einer SHG in unserer Nähe telefoniert. Mein Mann wollte nicht mit dem Ansprechpartner sprechen. Er könne nicht über seine Krankheit reden, meinte er. Also habe ich das auch wieder gemacht. Wie eigentlich immer.
    Warum ich das hier eigentlich aufschreibe? Ich weiß nicht, aber irgendwie muss ich es los werden. Vielleicht kommt es ja jemandem bekannt vor. Vielleicht versteht jemand auch auch, dass man Liebe nicht erklären kann. Vielleicht gibt es ja doch Hilfe. Der .Psychiater hat ihm sofort 40 mg Medikinet verordnet. Von 0 auf 40 ! Das war wahrscheinlich doch zuviel. Er sitzt nämlich jetzt in einer Depression fest. Nun probieren wir es mit 20 mg eventuell 2x täglich. Was kann ich noch tun. Soll ich mir immer wieder sagen, dass das ja nur die Krankheit ADHS ist, die noch nicht mal jemand wirklich feststellen will?
    Liebe Grüße
    Sabine

  2. #2
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 54

    AW: Ich könnte nur noch heulen

    Erstmal herzlich willkommen.

    Zerfall der Persönlichkeit, schizophrene Zügen, eine starken Ambivalents, einer Form des Autismus und einer Borderline Persönlichkeitsstörung? Ach du liebe Zeit, dein Mann ist wohl unbestritten sehr krank. Kompliment, dass du trotzdem zu ihm stehst. Ich bin selbst auch schon 25 Jahre mit meinem Mann zusammen und kenne vieles, was du schreibst, z.B. den Wechsel der Launen, den Jähzorn und auch das mit dem Anhänglich-Sein und im nächsten Moment wieder völlige Ich-Bezogenheit.

    Von dem Autofahren-Problem kann ich auch ein Lied singen... Bei meinem Mann war es auch so, dass er bis Mitte Vierzig beruflich halbwegs zurechtkam, dann aber ein deutliche Verschlechterung kam. Es ist wohl so, dass es typisch für ADHS ist, dass man in jüngeren Jahren sehr viel kompensieren kann, dann aber irgendwann die Kraft dafür nicht mehr reicht und es zu so einen Einbruch kommt.

    Wenn ADHS das eigentliche Problem ist, könnte man deinem Mann ja vielleicht doch noch helfen. Ich verstehe aber auch, dass er nach den vielen Jahren Behandlung nun abblockt und keine "Experimente" mehr möchte. Bei meinem Mann haben die Medikamente damals allerdings die Aggressionen deutlich gedämpft, schon das wäre ja ein Erfolg. Das heißt, sein Arzt hat gar keine Diagnostik gemacht, sondern quasi versuchsweise Medikinet verordnet?

    Ich hoffe, du kannst deinen Mann davon überzeugen, dass er sich dem Thema ADHS doch noch stellt.

    Ob du ihm den Betrug verzeihen kannst, musst du selbst entscheiden. Da hat jeder eine andere Einstellung. Für mich persönlich stand schon immer fest, dass ich mich mit sehr vielem abfinden kann, mit dem ganzen Chaos, den finanziellen Problemen usw. aber mit genau diesen beiden Dingen nicht: Gewalt gegen mich (bei uns fliegen nur Gegenstände) oder einen Seitensprung. Aber da ist es wirklich schwer, einen Rat zu geben.

    Du hast es geschafft, dass eure Kinder trotz allem gut aufgewachsen sind und deine Bedürfnisse sicher sehr oft hinten an gestellt. Du bist an der Seite deines Mannes geblieben, in Situationen in denen die meisten das Weite gesucht hätten. Nun sind die Kinder erwachsen und du könntest selbst wieder ein bisschen leben. Ich glaube, du solltest dich selbst wieder ein bisschen in den Vordergrund stellen. Auch wenn er sehr krank ist, sollte dein Mann dir doch signalisieren, dass ihm an eurer Ehe liegt. Gibt er dir denn die Rückmeldung, dass ihm eure Beziehung wichtig ist?


  3. #3
    Bin hier neu, seid lieb zu mir

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 3

    AW: Ich könnte nur noch heulen

    Hallo Sammi,
    danke für deine offene Antwort. Ja, an unserer Beziehung möchte mein Mann weiter festhalten. Allerdings ohne groß darüber zu reden. Reden ist sowieso nicht mehr so sein Ding. Zumindest, wenn es um Gefühle - meine und seine - und Gründe geht. Ansonsten kann er wie ein Wasserfall reden. Für mich ist es aber wichtig, das Reden, auch wie es weitergehen soll, jetzt unter den veränderten Vorzeichen. Ich neige immer dazu, ihn in Schutz zu nehmen und an mir selber zu arbeiten und auch die Schuld für "Ausraster" zu suchen. Das verändert sich aber gerade. Die Wechseljahre lassen grüßen und ich gerate tatsächlich immer mehr in meinen eigenen Fokus. D.h. ich erwarte auch etwas mehr Engagement von ihm. Sowohl für unsere Ehe, als auch seine Krankheit.
    Ja, du hast recht. Der Arzt hat einfach nur verschrieben um mich ruhig zu stellen. Wir müssen tatsächlich selber versuchen, die passenden Medikamente zu finden. Ich weiss leider nicht, wie lange es dauern kann, bis man eine wirkliche Veränderung bemerkt. Mir fällt auf, dass ich ihn veränderter finde, als er sich selbst. Er wird ruhiger, der Blutdruck sinkt und seine Schuppenflechte heilt ab - und das nach 20 Jahren!
    Ich finde es wirklich toll, dass ich dieses Forum gefunden habe. Ich kann eigentlich mit niemandem über meine Probleme reden. Ich höre immer nur, dass ich ihn verlassen soll. Und dass man merke, wie anstrengend er sei. Aber das kann und will ich nicht. Nächste Woche wollen wir zusammen in eine SHG hier in der Gegend fahren. Vllt hilft es ihm auch besser, seine und meine Situation zu verstehen, wenn er persönlich hört, dass es anderen ebenso ergeht. Tja, ich kann auch mit dem meisten Chaos und der Aufschieberitis leben. Sätzte wie: "Das mach mir keinen Spaß" oder "dazu habe ich aber keine Lust" fange ich schon an neu zu bewerten. Trotzdem möchte ich nicht immer nur die Pflicht im Leben haben und mein Mann die Kür. Ich hab ja auch manchmal keine Lust und mache trotzdem. Früher war er auch eher pflichtbewußt und sehr fleißig. Jetzt hat er sich halt gerade einmal gedreht. Früher hat er sich auch gerne mal ausgepowert, dazu hat er aber auch keine Lust mehr.
    Mittlerweile läuft gerade wieder einmal eine Rentenverlängerung. Bis diese durch ist, müssen wir auf alle Fälle noch mein unserem alten Psychiater bleiben. Sowie das durch ist, machen wir oder besser ich uns auf die Suche nach einem neuen Psychiater. Hoffentlich einer, der sich auch wenigsten etwas mit ADHS auskennt.
    Liebe Grüße
    Sabine

  4. #4
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 54

    AW: Ich könnte nur noch heulen

    Fimama schreibt:
    Ich höre immer nur, dass ich ihn verlassen soll. Und dass man merke, wie anstrengend er sei.
    Das geht mir auch so ähnlich. Ich spreche eher selten mit anderen darüber, weil ich allergisch auf Mitleid reagiere und kaum jemand Außenstehender überhaupt etwas von dem Thema versteht. Die Leute meinen es sicher nicht böse, aber Kommentare wie: "du musst ihm klar machen, dass dieses oder jenes nicht geht" helfen mir nicht weiter. So einfach ist es nun mal nicht. Mein Mann hat ja vor Kurzem schon wieder eine Autounfall gehabt und ich habe das an meinem Arbeitsplatz nicht erzählt, weil ich die Reaktionen mit Kopfschütteln und "Ach du Arme" nicht hätte ertragen können.

    Die Veränderung aufgrund der Medikamente sind damals mir auch deutlich mehr aufgefallen als ihm selbst.

    Das mit dem Reden ist meiner Meinung nach auch typisch. Im einen Moment keine Lust auf eine Diskussion über ein wichtiges Thema (zumindest aus meiner Sicht wichtig) und im nächsten Moment ruft jemand an und er kann blitzartig umschalten und am Telefon plaudern und Späße machen. Gehört leider auch dazu.

    Selbsthilfegruppe ist bestimmt eine gute Idee, auch wenn ich denke er sollte da eher alleine hingehen. Zumindest wenn mal der Anfang gemacht ist.

  5. #5
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 10.916

    AW: Ich könnte nur noch heulen

    Nur mal so als tipp am Rande

    Wenn ihr wollt dass eure texte von adhslern gelest werden macht doch bitte regelmäßig Absätze
    Ohne Absätze tun die meisten von uns sich schwer
    Ich eingeschlossen
    Danke fürs Verständnis

  6. #6
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 57

    AW: Ich könnte nur noch heulen

    Hallo Fimama, ich bin mit meinem Mann jetzt 12 Jahre zusammen. Haben eine Tochter. Das was du erlebt hast und noch erlebst, habe ich auch alles durch. Inklusive Betrug.
    Nach der Diagnose Adhs, vor etwa einem Jahr bekam er Strattera und Citalopram. Bis auf kleine Streitereien, die man ja überall hat, war alles in Ordnung.
    Jetzt plötzlich ist er wieder genauso wie er vor der Einnahme der Medikamente war. Jähzornig, aggressiv, herablassend.
    Nun weis ich gar nicht was passiert ist. Entweder er hat wieder eine andere Frau im Focus oder er hat die Medikamente abgesetzt.(Er hat davon gesprochen, dass er überlegt, ob er jetzt mal aufhört damit).
    Ich habe sofort reagiert und ihn meiner Wohnung verwiesen (wir leben getrennt). Und ehrlich, das wird niemals aufhören.
    Vielleicht ist der Auslöser auch, dass ich jetzt eine Vollzeitstelle bekommen habe. Er müsste sich dann um unsere Tochter kümmern. Das ist Verantwortung! Und das ist für ihn ein Fremdwort.
    Leider muss ich auch sagen: Schau mehr auf dich. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man noch soviel tun kann, es ist verschwendete Energie. Am Ende bist du selbst kaputt.

    LG Tessa

  7. #7
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 220

    AW: Ich könnte nur noch heulen

    Ganz ehrlich, wer soll den Buchstabenteppich da lesen?

    Formatier den Text!

  8. #8
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 5.845

    AW: Ich könnte nur noch heulen

    Ich gehöre wirklich zu denen, die sich gerne auch mit Angehörigen austauschen, weil ich auch immer noch etwas dazu lernen kann und auch anderen Menschen gerne immer wieder Züge von AD(H)S erkläre oder vielleicht auch Tipps gebe - wenn ich kann. Aber leider bin ich auch begrenzt und diese Wand aus Buchstaben ... da komme ich einfach nicht durch. Tut mir sehr leid, aber da stosse ich persönlich an eine Grenze. Für mich wäre es wirklich einfacher, wenn du Absätze einfügen und dem Text damit etwas mehr Format geben könntest.

    GlG und alles Gute für dich!

  9. #9
    N o r d f r a u

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 61
    Forum-Beiträge: 8.111

    AW: Ich könnte nur noch heulen

    Hallo Fimama,

    ich habe deine Beiträge gelesen und mir fällt schon einiges dazu ein.

    Was ADHS betrifft, bin ich dreifache Angehörige, und ich wurde gerade hellhörig bei "Schuppenflechte", denn die hat mein Mann mit in die
    Ehe gebracht. ADHS ist eine sehr komplexe Sache und es hilft schon, an den verschiedenen Baustellen zu arbeiten. Es hat viel mit
    Stressverarbeitung zu tun. Tatsächlich ist eben der Hirnreifungsprozess bei ADHS völlig anders als bei Nichtbetroffenen. Man hat halt
    immer ein zusätzliches Kind.

    Ich hoffe, ihr könnt bald zu einem neuen Psychiater, der eine Ahnung hat von Medikation, Methylphenidat ist sicherlich nicht die einzige Option.

    Hast du schon Bücher über Erwachsenen-ADHS gelesen?
    Empfehlenswert ist die neue überarbeitete Ausgabe von "ADHS bei Erwachsenen" vom Ehepaar Krause.
    Schade dass Johanna Krause nicht mehr praktiziert, aber ihr Ruhestand sei ihr gegönnt.

    Sicherlich findet ihr in eurer Gegend geeigneten Ersatz.

    Ja, was wollte ich noch schreiben? Hab ich vergessen, hinter mir läuft der Fernseher.
    Ich bin sehr sehr lange mit meinem Mann zusammen, und er ist launisch, aber nicht nie jähzornig
    und ich glaube er meint, ich sei eifersüchtig, denn andere Frauen waren nie ein Thema.

    Für heute liebe Grüße
    Gretchen

  10. #10
    Zissy Stardust

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 2.565

    AW: Ich könnte nur noch heulen

    streamy schreibt:
    Ganz ehrlich, wer soll den Buchstabenteppich da lesen?

    Formatier den Text!
    ZU BEFEHL, mon general!!
    Ich bin mir sicher, dass Dein Beitrag eine wirklich große Hilfe für Fimama ist......

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