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Diskutiere im Thema Häufige Autounfälle im Forum Angehörige von Erwachsenen mit ADS/ADHS
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  1. #1
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 54

    Häufige Autounfälle

    Man denkt ja manchmal, es könnte nicht mehr schlimmer kommen, aber scheinbar geht das doch. Nun habe ich gerade einen Anruf von meinem Mann bekommen, dass er einen Auffahrunfall hatte. Zum Glück nur Blechschaden, aber unser Auto ist wahrscheinlich ganz schön lädiert.

    Wir haben ja sowieso kaum Geld und nun noch sowas. Was mir aber wirklich richtig Angst macht, ist die Häufung. Er hat in den letzten drei Jahren (mit diesem) sechs Unfälle gebaut. Das waren zum Glück immer nur Blechschäden, alles aus Unaufmerksamkeit oder Hektik. In meinem Kopf ist nur noch die Frage: wie kann man verhindern, dass mal was richtig Schlimmes passiert? Eigentlich ist das alles ja kein Wunder, ständig zu wenig Schlaf (seit ca. 4 Jahren meist nur 4-5 Stunden die Nacht), das Handy bimmelt dauert, andauernd überfordert durch die drei Jobs...

    In meiner Denkweise wäre nun ein Punkt, wo ich für mich definitiv Konsequenzen ziehen würde. Aber ich habe die Befürchtung, dass sich nichts ändert, genau wie die vorherigen Male. Vor einem Jahr ungefähr hat er tatsächlich mal unseren Hund in einem fremden Ort einfach vergessen und ist ohne ihn nach Hause gefahren. Als ich von der Arbeit gekommen bin, habe ich gemerkt dass der Hund nicht da ist und erst da ist ihm eingefallen, dass er ihn dabei hatte. Es hatte ihn zum Glück jemand gefunden und die Polizei angerufen, so haben wir ihn wieder gefunden. Damals habe ich gedacht: er muss doch jetzt eigentlich merken, dass es so nicht weiter gehen kann. Aber das ist schon wieder Monate her und die Situation ist immer noch genauso.

    Was mache ich denn nun? Die Leute in meiner Umgebung (alle ohne ADHS) werden garantiert sagen, das kann so nicht weiter gehen und ich denke das ja auch. Wenn ich meinem Kopf folge, müsste ich sagen: ich kann das so nicht mehr mittragen, weil durch die ständige Überforderung und den Schlafmangel wirklich gefährliche Situationen entstehen. Er ist ja schon einmal nachts auf der Autobahn eingeschlafen und in der Leitplanke gelandet. Damals auch auf dem Rückweg vom Kunden nach zwanzig Stunden Arbeit am Stück oder so.

    Wenn ich ihm jetzt "die Pistole auf die Brust setze" und von ihm verlange dass er (welche auch immer) Maßnahmen ergreift, provoziere ich wahrscheinlich eine Trotzreaktion (sorry für das Wort, mir fällt kein besseres ein) und er sperrt sich total. Gebt mir bitte, bitte mal einen Ratschlag wie ich jetzt am besten reagiere. Mir geht es nicht darum, meinen Willen durchzusetzen. Ich habe nur die Befürchtung, dass er sich aus eigener Kraft nicht aus dem Hamsterrad befreien kann und durch die Dauer-Übermüdung und Überlastung gar keinen Blick mehr dafür hat, dass er sich und andere gefährdet.

  2. #2
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.115

    AW: Häufige Autounfälle

    Ich lasse mal einfach hier ein Kommentar ab ohne Haftung auf Hilfe

    Ihr habt kaum Geld für Autounfälle, aber er hat 3 Job's.
    Irgendwie beißt sich da Katze in den Schwanz.

    LG

  3. #3
    Scherzkeks

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 32
    Forum-Beiträge: 293

    AW: Häufige Autounfälle

    Über die Jobs reden wir jetzt mal nicht da gibts verschiedene möglichkeiten das auch so wenig geld Vorhanden ist, Auto Unfall Reparaturen gehen ja immer gleich in die Hunderte von Euros manchmal auch in die Tausend. Bei 6 Unfällen ist das eine Ordentliche summe.

    Ich würde erstmal ein wenig Runter kommen abregen und dann mir überlegen wie man es Ihm am besten beibringt anscheinend ist noch nicht genug passiert das er es selbst rafft.

    Ich als Betroffener hatte nur einen Unfall in 10 Jahren Führerschein und da hat man mir die Vorfahrt genommen und mich schlichtweg übersehen.

    Halte Ihm vor Augen das es heute ein Blechschaden ist morgen kann er wegen sowas tot sein, das dir die ständige angst zu setzt es kann ja auch was schlimmeres mit ihm sein
    Heute vergisst er den Hund und Morgen vergisst er dich im Urlaub und er ist schon wieder zuhause. Ich weiß nicht ob ihr Kinder habt aber stell dir vor er vergisst die Kinder und dann habt ihr im Schlimmsten fall Polizei und Jugendamt auch noch am Hals.

    Meine Meinung ist da ist kurz vor 12 wenn er nicht bald den Hintern Hochbekommt und Aktiv wird, ihm ein letztes Ultimatum stellen und ihm klar machen das jetzt taten zu folgen haben da es so nicht mehr weiter geht.
    Geändert von shadowgolf (13.03.2015 um 09:21 Uhr)

  4. #4
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 54

    AW: Häufige Autounfälle

    shadowgolf schreibt:
    Ich weiß nicht ob ihr Kinder habt aber stell dir vor er vergisst die Kinder
    Die sind zum Glück erwachsen.

  5. #5
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.115

    AW: Häufige Autounfälle

    Darf ich fragen warum er das mit den drei Jobs macht?
    Also was der genaue Antrieb für die 3 Arbeitsstellen ist?

    Möglicherweise irre ich mich,aber ich habe das Gefühl
    da ist vieeeel mehr.

  6. #6
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 54

    AW: Häufige Autounfälle

    Rosaceae schreibt:
    Darf ich fragen warum er das mit den drei Jobs macht?
    Also was der genaue Antrieb für die 3 Arbeitsstellen ist?
    Ja, na klar darfst du fragen. Die Selbständigkeit gibt es ja schon lange, das ist also Job 1. Bis zu einem gewissen Punkt hat er damit auch ausreichend Geld verdient. Keine Reichtümer, aber es hat gereicht. Allerdings hat er wirklich sehr viele Stunden gearbeitet, oft 12-14 Stunden am Tag, meist auch am Wochenende, um seine Defizite zu kompensieren. Irgendwann ging das dann eben nicht mehr und er wurde wegen Burnout und Depressionen längere Zeit krankgeschrieben. Der medizinische Dienst der Krankenversicherung hat ihn dann irgendwann für gesund erklärt, obwohl er noch gar nicht arbeiten konnte. Auf jeden Fall nicht von heute auf morgen wieder Vollzeit.

    Aber das hat die nicht interessiert. Auf die Weise hatte er relativ schnell Beitragsrückstände bei der Krankenkasse und nur noch den Notfall-Versicherungsschutz. Dann hat er Job 2 angenommen. Das ist ein Teilzeitjob in den frühen Morgenstunden und er ist sozialversicherungspflichtig. Seit dem ist er darüber zumindest krankenversichert und es bringt auch ein paar Euro in die Haushaltskasse. Eigentlich sollte das nur eine Übergangslösung sein, dauert nun aber auch schon einige Jahre.

    Job 3 ist eigentlich kein Job, sondern ein Ehrenamt, für das nur eine Aufwandsentschädigung gezahlt wird. Vom Zeitaufwand her aber eigentlich auch ein "Job", deshalb habe ich es mal so genannt. Das Ehrenamt bedeutet ihm viel und es tut ihm auch gut. Natürlich sorgen aber diese Termine noch für zusätzliches Chaos.

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