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Diskutiere im Thema Anhänglichkeit, Aufmerksamkeit und die Angst nicht geliebt zu werden im Forum Angehörige von Erwachsenen mit ADS/ADHS
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 39

    Anhänglichkeit, Aufmerksamkeit und die Angst nicht geliebt zu werden

    Liebes Forum,

    Mein Freund hat ADS. Vor Monaten hatte ich mich am Rande damit beschäftigt. Seine Konzentrationsstörungen in vielen Bereichen, Z. B. seine berufliche Weiterbildung oder Gesprächen aufmerksam zu verfolgen, konnte ich damit erklären.

    Zuletzt sind seine Verhaltensweise so viel ausgeprägter.
    Er möchte nur noch Zeit mit mir allein und wir verbringen fast 24 Stunden miteinander. Ich halte es für ihn aus. Er klammert und liegt ständig bei mir. Er wartet vor der Toilette auf mich und möchte nicht gemeinsam mit Freunden etwas unternehmen. Wenn ich ihm vorschlage er solle Zeit mit seinen Freunden verbringen, zweifelt er an meiner Liebe und will wissen, ob ich ihn los werden will. Ich soll überall mit hin. Zum Arzt, zu seinen Hobbys, etc.
    Ich habe ihm gesagt, dass ich das nicht "normal " finde und mir eingeengt vorkomme. Er ist dann total verletzt von mir. Zieht sich zurück, bockt mehrere Stunden, ohne dass ich ihn anfassen soll oder mit ihm sprechen darf. Dabei darf ich nicht aus dem Raum!!!!! Er bekäme angst.
    Das gleiche passiert, wenn er auf von mir gestellte Fragen, mit einem -ich weiß nicht- antwortet und ich nicht immer locker lassen kann. Wenn ich dann weiter bohre wird er aggressiv und lässt mich im schlimmsten Fall leicht verletzt liegen und fährt nach Hause.

    Dieses Verhalten ist so verletzend, habt ihr ähnliches erlebt? Ich würde ihn so gerne verstehen...
    Geändert von Valentina101 (30.12.2014 um 16:45 Uhr)

  2. #2
    Pepperpence

    Gast

    AW: Anhänglichkeit, Aufmerksamkeit und die Angst nicht geliebt zu werden

    Valentina - meines Erachtens ist das nicht ein Ausdruck von ADHS sondern schlicht und ergreifend Psychoterror

    Ich weiß nicht ob Du das Verhalten verstehen musst oder kannst -- aber für ihn aushalten musst Du es definitiv nicht.

    Das ist keine Liebe, das sind Machtspiele. Ich würde sowas keinen Tag aushalten.

  3. #3
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 279

    AW: Anhänglichkeit, Aufmerksamkeit und die Angst nicht geliebt zu werden

    Valentina, keine Krankheit der Welt kann Entschuldigung für so ein Verhalten sein. Der Kerl spinnt!

    Entschuldige meine offenen Worte, aber ich verstehe auch dich nicht. Ist das normal, dass du dich so von deinem Freund eingrenzen lässt? Findest du dein Verhalten normal? Jeder normale Mensch würde Amok laufen oder sich trennen. So, das war jetzt die Keule, die aber nicht so böse gemeint war wie ausgedrückt.

    Hör mal, du musst für dich selbst sorgen, ob der Kerl nun ADS oder sonst was hat. DAS würde ich auch nicht aushalten (wollen). Das Problem liegt nicht nur bei deinem "Freund", sondern vor allem bei dir. Kein normaler Mensch würde sich das gefallen lassen. Grenz dich ab, hau ab. Das ist Vereinnahmung und echter Terror.

  4. #4
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 179

    AW: Anhänglichkeit, Aufmerksamkeit und die Angst nicht geliebt zu werden

    Hmm... solche Verhaltensweisen kenne ich ansatzweise von mir selbst. Das waren bei mir die Begleiterscheinungen einer ausgeprägten Depression. Im Nachhinein erscheint es mir selbst befremdlich, aber zu der Zeit habe ich mich gefühlt und gehandelt wie ein kleines bockiges Kind.

  5. #5
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 39

    AW: Anhänglichkeit, Aufmerksamkeit und die Angst nicht geliebt zu werden

    Ich selbst bin in Therapie, weil ich genau weiß, dass ich meinen Teil zu dieser Beziehung beitrage.
    Ich bin ein total offener Mensch und gesellig, er hingegen ist total introvertiert und kann nicht kommunizieren innerhalb einer Gruppe, aber ich habe immer wieder den Drang andere Personen zu heilen, obwohl ich weiß, dass ich selbst erst gesund werden müsste. Deshalb kranke Beziehungen eingehe.

    Sind das Verhaltensweisen eines ADSler oder schlechte Charakterzüge.

    Momentan sind wird getrennt, bisher bin ich immer auf ihn zugegangen, habe ihn wie eine Mutter getröstet und mich für sein Verhalten entschuldigt. Er hat es beendet, weil ich schlecht drauf war, bezüglich meiner ArbeitsSituation. Er kann nicht Mentalisieren.
    Geändert von Valentina101 (30.12.2014 um 18:11 Uhr)

  6. #6
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 279

    AW: Anhänglichkeit, Aufmerksamkeit und die Angst nicht geliebt zu werden

    Valentina, hier ist für mich Ende der Diskussion.

  7. #7
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 5.925

    AW: Anhänglichkeit, Aufmerksamkeit und die Angst nicht geliebt zu werden

    Also das Verhalten hat m. E. nicht direkt etwas mit AD(H)S zu tun, könnte aber ggf. mit einer Begleiterscheinung oder einer weiteren Erkrankung erklärt werden. Evtl. ist es eine Depression oder auch ein Trauma, was dahinter steckt, da gibt es viele Möglichkeiten. Ich glaube jedoch nicht, dass reiner Psychoterror dahinter steckt. Evtl. wird das dann noch vom angeknacksten Selbstbewusstsein unterstützt, was bei AD(H)Slern ja oft so schon nicht besonders doll ausgeprägt ist.

    Allerdings hast du recht, wenn du selbst sagst, dass die Beziehung ungesund ist. Das du andere Menschen heilen möchtest, ist verständlich, denn bei anderen scheint es leichter zu sein, die Probleme zu erkennen und entsprechend zu handeln. Allerdings ist es deine Hauptaufgabe selbst gesünder zu werden und die anderen sind eher eine "willkommene Ablenkung" würde ich denken. Ich fürchte, da musst du noch viel an dir arbeiten, gerade auch, wenn ich den letzten Post lese. Du bist nicht auf der Welt, um die Welt zu heilen, so gemein das klingt, aber in erster Linie, musst du dich um dich selbst kümmern, damit du nicht vor die Hunde gehst.

    Ich denke, auch er gehört in Therapie (wenn er es noch nicht ist), denn da scheint noch einiges in ihm zu stecken, was aufgearbeitet werden sollte. Auf dieser Basis lässt sich leider keine gesunde Beziehung führen, an der beide wachsen und sich weiter entwickeln können. So leid es mir tut.

    Ich wünsche dir aber alles Gute für DEINEN Weg!

  8. #8
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 39

    AW: Anhänglichkeit, Aufmerksamkeit und die Angst nicht geliebt zu werden

    Vielen Dank. Ich bin ganz stark dabei mir helfen zu lassen.
    Er hingegen erkennt sein Problem nicht und räumt alle Fehler mir ein.
    Er hat zudem eine kindliche Entwicklungsstörung.

  9. #9
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 5.925

    AW: Anhänglichkeit, Aufmerksamkeit und die Angst nicht geliebt zu werden

    Ich denke, roll das Feld von vorne auf und fang bei dir an, das solltest du vielleicht zuerst klären.

    Er wird sich vermutlich Hilfe holen, wenn er meint sie zu brauchen. Mach ihn vielleicht auch auf das Forum aufmerksam. Ich fürchte aber, dass du ihm selbst momentan aufgrund deiner Problematik nicht unbedingt Hilfe sein kannst.

  10. #10
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Alter: 29
    Forum-Beiträge: 109

    AW: Anhänglichkeit, Aufmerksamkeit und die Angst nicht geliebt zu werden

    Das klingt wirklich sehr bitter und auch ich kenne solche Verhaltenweisen "ansatzweise" von mir. Ich benötige auch viel Zuneigung von meiner Freundin, vor allem dann, wenn ich nichts mir selber anfangen kann und dementsprechend verloren bin. Was mich aber interessiert ist der Punkt, dass die Verhaltensweisen in letzter Zeit soviel ausgeprägter sind. War es denn vorher anders?

    Ich kann mir sehr gut vorstellen, das sein Verhalten mit einem angeknacksten Selbstwertgefühl in Verbindung steht. Man zweifelt an sich und hat permanent Angst zu versagen. Und wenn ich den Punkt der Projektion richtig verstanden habe, bildet man sich ein, dass alle anderen genauso denken wie man selbst: in diesem Falle äußerst schlecht.

    Das alles ist vielleicht ein Hilferuf, andererseits vielleicht assozialer Psychoterror. man weiß es nicht. Habt ihr denn offen miteinander geredet?

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