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Diskutiere im Thema Hilfe. im Forum Angehörige von Erwachsenen mit ADS/ADHS
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #21
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 5.968

    AW: Hilfe.

    Wir haben es wieder hinbekommen, ja. Aber ich bin wohl nicht nur dabei etwas "komisch" und mein Weg ist der letzte, den ich irgendwem empfehlen würde.

    Ich habe mich übrigens Anfangs auch gewehrt, wenn man mich - trotzdem ich innerlich drum gebettelt hatte - in den Arm nahm. Was allerdings kontraproduktiv ist, wenn jemand ausgeprägtes AD(H)S hat und über einen gewissen Freiheitsdrang verfügt. Also kein Tipp ohne ABER, so leid es mir tut. Viele AD(H)Sler, die gerade nicht in einem solchen "komischen" Gefühlschaos sind, meinen durchaus, wenn sie sagen, dass sie Abstand brauchen, dann auch genau das. Und die würden dir "freundlich" etwas husten, wenn du es gegen ihren Willen tun würdest.

    Da stellt sich auch die Frage, ob die Suche nach evtl. Gründen deine Aufgabe ist. An dieser Stelle wäre vielleicht mal die Frage gestattet, ob sie bezüglich des AD(H)S in Therapie ist? Depression - wie gesagt, es muss keine sein - ist durchaus eine häufige Begleiterkrankung bei AD(H)S. Schon aufgrund der Lebens- und oft Leidensgeschichte eines AD(H)Slers bietet sich da oft viel Potential für eine Depression an.

    Da mein Weg ein total untypischer war, wird dir meine Geschichte dabei nicht viel helfen. Und wie gesagt, es ist nur eine Möglichkeit von mehreren.

  2. #22
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 10

    AW: Hilfe.

    Trotzdem Danke für die Antwort! Den Idealweg gibt es also nicht
    Aber freut mich das Ihr es wieder hinbekommen habt. Das macht ein wenig Mut!!!

    Ich versuche einfach das was Sie gesagt hat: Ihr Zeit lassen und Ihr ab und zu eine SMS schicken (Zitat: Ich kann dir nicht versprechen das ich dir immer antworte, aber lesen werde ich die!)
    Und ansonsten abwarten bis Sie sich wieder treffen will.

    Sie ist / war in Therapie (Sie hat 1 Therapie genehmigt bekommen und dann nochmal verlängert bekommen, da Sie zusätzlich an einer Studie teilgenommen hat). Diese 2te Therapie läuft jetzt aus oder ist sogar schon ausgelaufen. Das weis ich jetzt nicht. Bei unserem ersten Gespräch (letzten Donnerstag) meinte Sie, Sie wolle nochmal versuchen eine erneute Therapie beantragt zu bekommen. Mein Vorschlag war, das ich dann zu einer oder mehreren Sitzungen mitkomme. Da kann ich aber noch keine Antwort zu geben ob das klappen wird.

    Mein Plan soweit ist, einfach weitermachen wie besprochen. Ihr Zeit lassen bis Sie sich treffen möchte, mich weiter über ADS informieren und meine eigenen Probleme angehen (die Sie zwischenzeitlich zusätzlich belastet haben). Und dann darauf hoffen, das sich alles wieder ordnet.

  3. #23
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 5.968

    AW: Hilfe.

    Naja, es ist wohl wie bei fast Allem. Das Ideal ist selten der richtige Weg, eben weil die Menschen so unterschiedlich sind. Und ich denke mein Weg war meilenweit vom Ideal entfernt. Damals war übrigens auch mein AD(H)S noch kein Thema, was die Sache nicht gerade leichter gemacht hat. Heute bin ich da schon ein Stück schlauer, warum die Wege der Nicht-AD(H)Sler bei mir halt nicht so klappten und ich mich auf meinen eigenen Weg machen musste.

    Ja, wenn sie eine neue Therapie bekommt, bzw. eine erneute Verlängerung, dann wäre das vielleicht zu dem Zeitpunkt nicht schlecht. Offenbar bewegt sich da was bei ihr und dann ist oft professionelle Begleitung einfach besser. Das du Begleitung angeboten hast, finde ich übrigens richtig gut. Selbst wenn sie ablehnen sollte, was schade wäre, denn ggf. könnte dir so vielleicht noch das eine oder andere verdeutlicht werden. Ich denke, dass kaum einer näher dran ist, als eben der Therapeut.

    Vielleicht schafft sie es ja noch sich dir (wieder?) zu öffnen. Wenn mit dem direkten Sprechen nicht geht, dann vielleicht über einen anderen Weg. Manchmal gehen Briefe, EMails, Telefonate ... Sicherlich nicht jetzt, aber damit du was im Hinterkopf hast, wenn es denn so weit sein sollte.

    Ich wünsche dir jedenfalls alles Gute, wohin dein Weg dich auch treibt.

  4. #24
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 10

    AW: Hilfe.

    Dann muss ich mir nochmal ein paar Gedanken machen! Habe zum Glück die nächsten Wochen viel Zeit.


    Ich wünsche dir auch alles Gute für die Zukunft!

  5. #25
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 5.968

    AW: Hilfe.

    Tu nur die selbst den Gefallen und vergiss dich dabei nicht!

  6. #26
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 51

    AW: Hilfe.

    Hallo ChaosQueeny

    Deine Ausführungen waren für mich sehr hilfreich, was mich interessieren würde, wie Du es geschafft hast bzw. wer Dir gezeigt hat, zu sagen, "das habe ich nicht geschafft" und es Dir auch einzugestehen ohne vor Hilflosigkeit auszurasten Zeugs durch die Gegend zu werfen oder Mitmenschen zu beleidigen die natürlich daran Schuld sind. (wie Medikamente Therapie oder oder??)

    Meine Einschätzung ist, dieses Denkmuster führt bei meiner Frau dazu, dass sie immer alles zu 200% erledigen muss, es ihr eigentlich keiner recht macht und dadurch zunehmend Richtung Burn Out steuert und je müder sie wird, je mehr steigert sie sich hinein. Erschwerend kommt noch hinzu, dass alle Gedanken im Kopf erst 200 prozentig abgearbeitet sein müssen, bevor sie sich eine Pause gönnen darf.
    Konsequenz daraus ist, Pause ist nie, denn es gibt ständig was zu tun. Also dreht sich die negativ Spriale nur weiter und ich bin natürlich Schuld, dass es ständig neue Gedanken gibt und sie nicht unterstüzte dass sie auch mal mit allem fertig ist.


    Gruß
    ADHS-Partner

  7. #27
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 5.968

    AW: Hilfe.

    Sagen wir, ich musste erst am Boden liegen, damit mir klar wurde, dass ich eben nicht so weiter machen kann. Mein Körper hat mir irgendwann eine heftige Auszeit verpasst und jedesmal, wenn ich auf die 200% Leistung zurück wollte, hat er mich "freundlich" nach rund 30-50% wieder ausgebremst. Ich habe getobt, ich habe geheult, ich war verzweifelt und irgendwann habe ich mehr oder weniger akzeptiert, dass ich mit weniger irgendwie leben muss. Es fällt mir immer noch schwer, zumal ich mittlerweile mehr Leistungsfähigkeit zurück habe, wenn auch bei weitem nicht so viel, wie ich hatte. Aber ich weiss, was mir blüht, wenn ich nicht aufpasse. Dazu kommt, dass mir ein paar liebe Mitstreiter hier eindeutig zu viel mehr Achtsamkeit geraten haben und damit haben sie mehr als recht. Ich übe noch ...

    Aber ich neigte auch immer eher zur Aggression gegen mich selbst als gegen andere. Also wenn mir was nicht gelingt oder nicht so gelingt, wie ich es wollte, dann zerfleische ich mich selbst. Aber auch das gehört dazu, dass man sich selbst gegenüber freundlicher gesinnt ist. Es ist schwer, wird einem doch von Aussen immer wieder eingeimpft, dass man nicht gut genug für diese Welt ist und das übernimmt man unweigerlich nach einer Weile. Aber gut zu sich sein, kann man erlernen. Noch bin ich auch da auf dem Weg ...

    Inzwischen kann ich zumindest delegieren (auch wenn meine Anweisungen manchmal noch gefürchtet sind) und oft auch hinnehmen, wenn das Ergebnis nicht so ganz mit meinem Wunsch übereinstimmt. Aber ich schaffe es - was für mich wirklich eine grosse Leistung ist - nicht mehr alle Sachen an mich zu reissen und selbst zu machen.

    Dieser Gedankenstrudel ... also wenn man den abstellen könnte, ich wäre die erste, die das sofort tun würde. Es geht leider nicht. Daher ist es ja auch mit passiver Entspannung so schwer. An "Nichts" denken, geht einfach nicht. Auch die Gedanken einfach fliessen zu lassen ist mehr als unwahrscheinlich ... Wenn ich da nichts habe, worauf ich mich konzentrieren kann (also z. B. Musik), dann klappt das überhaupt nicht, weil das Denken einfach nicht aufhört. Auch wenn ich inzwischen das etwas besser steuern kann.

    Dazu würde ich sagen, kommt dann auch noch die mangelnde Impulskontrolle, die einem ganz schnell wieder neue Sachen eingibt. Das ist beim Denken und beim Handeln dann ganz schnell wieder eine neue Baustelle.

    Die Schuldfrage versuche ich mittlerweile übrigens hinten an zu stellen. Weil es einfach das Problem nicht wirklich löst. Viel wichtiger ist mir mittlerweile, was kann ich oder mein Gegenüber tun, dass es nicht mehr dazu kommt oder zumindest beim nächsten Mal besser wird. Aber auch das war nicht immer so.

  8. #28
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 51

    AW: Hilfe.

    Hallo ChaosQueeny,

    alle Achtung, was Du da geschafft, ist schon unglabublich, das so eine Krankheit alles ausmacht. Wer hat Dich denn bei dem ganzen Prozess unterstützt, Familien, Therapeut oder warst Du in der Klink?

    Das was Du da gerade Schildert, passt 1:1 zu meiner Frau, nur sie ist noch nicht ganz unten und ihre Agressionen richten sich nicht gegen sich selber sondern vor allem gegen mich.

  9. #29
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 5.968

    AW: Hilfe.

    Ich hatte damals meine Familie, einen guten Arzt und noch ein paar Menschen, die mich unterstützt hatten. Ich hatte das Glück, ein gutes Netz zu haben, was mich auffing und mir half. Die Sache mit dem Therapeuten lief dagegen nicht besonders gut. Falscher Therapeut zur falschen Zeit mit der falschen Therapie. Da war das AD(H)S auch noch unentdeckt, was die Sache sicherlich nicht einfacher machte.

    Danach kam eine lange Odyssee bezüglich der Auszeit, die mir mein Körper verpasste. Inzwischen habe ich aber einen guten Facharzt gefunden, der mir geholfen hat, meine Leistungsfähigkeit etwas zu steigern (wie ich schon schrieb). Und wenn ich Glück habe, dann bekomme ich im nächsten Jahr irgendwann auch meine Diagnose, aber da sitze ich noch auf einer Warteliste. Es bewegt sich was, aber es dauert leider alles ... und Geduld ist jetzt nicht ganz so meine Stärke.

    Bedenke aber bitte auch, dass ich nicht deine Frau bin und sich Menschen unterscheiden. Auch was ganz ähnlich aussieht kann im Endeffekt immer noch Apfel und Birne sein. Aber wenn es wirklich so belastend - für sie aber auch für dich ist - vielleicht wäre eine Therapie nicht verkehrt. Wenn sich Therapeuten mit AD(H)S auskennen, dann kann so was nur von Vorteil sein, wenn man einen guten Therapeuten erwischt.

  10. #30
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 51

    AW: Hilfe.

    Hallo ChaosQueeny,

    sorry, komme leider erst jetzt dazu zu antworten. ChaosQueeny ich kann Dich beruhigen, ich vergleiche nicht Äpfel mit Birnen. Genau das, was Du beschreibst, hat die Therapeutin meiner Frau mir auch gesagt, es ändert sich nur etwas wenn sie vollständig am Boden liegt. Nur natürlich kannst Du Dir sicherlich vorstellen, tut man sich als Partner extrem schwer soetwas zu begreifen, bzw das auch noch zu unterstützen dass es soweit kommt. Aus Deiner Schilderung und aus dem was die Therapeutin mit gesagt hat, aber denke ich, das ist der einzige Weg. Denn an die Einsicht appeliere ich schon seit Jahren und es ändert sich nichts.

    Gruß
    ADHS-Partner

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