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Diskutiere im Thema Hilfe. im Forum Angehörige von Erwachsenen mit ADS/ADHS
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #11
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 10.928

    AW: Hilfe.

    entschuldigt wenn ich mich hier einmische


    schön dass ihr euch so freundlich austauscht
    aber in dem fall mag ich einfach mal was ganz persönliches und meine eigene meinung hier posten

    Belagos schreibt:
    was ich in 3 Jahren mit meiner Freundin gelernt habe ist einfach: Egal was ist, nimm es nicht übel. Wir sind zwar auch nur Menschen, haben auch unsere Probleme und Lasten, sollten jedoch Versuchen so gut es geht für den Partner/Freund mit ADS da sein. Es ist nicht leicht und kostet viele Nerven.
    das seh ich ein bisschen anders

    natürlich bringt es nichts,lange auf allem rumzureiten und beleidigt zu sein
    und natürlich nervt es wenn mein mann von meinem adhs genervt ist
    aber es ist doch auch verständlich dass es ihn nervt wenn ich bei ner kleinigkeit mich im ton vergreife
    und natürlich sieht er oft darüber hinweg aber manchmal nervt es auch einfach nur und das kann ich gut verstehen

    nach meiner erfahrung hilft da reden
    und vielleicht "dem adhsler" nicht alles durch gehen lassen
    auch wenn sich das für meinen geschmack liest als wären wir kinder aber schlussendlich tut es keinem gut wenn er alles darf



    und was ich persönlich wichtig finde,dass der partner nach sich schaut
    er muss darüber reden
    eventuell eine therapie machen
    denn ich kann mir nicht vorstellen ,dass man das ewige auf und ab einfach so wegsteckt

    ich merk bei meinem mann ganz genau wenn der "ofen voll ist"
    nur hin nehmen tut keinem gut (nicht mit und nicht ohne adhs)



    ich hoffe keiner versteht das jetzt falsch was ich zum ausdruck bringen will
    aber das musste ich jetzt einfach los werden



    viele grüsse

  2. #12
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 57

    AW: Hilfe.

    Hallo Butterblume, ich finde das richtig Super, dass du dich auch für den Angehörigenbereich interessierst. Ist eben nicht jeder gleich. Adhs finde ich als Störung nicht immer zwingend belastend. Ich denke da sind bei einigen noch viele andere Sachen im Spiel. Als Folge des ständigen verstellen müssens und Notlügen erfinden. Denke an Persönlichkeitsstörungen die es unmöglich machen Empathie zu empfinden.

    Mein Mann kann das nicht. Natürlich reden wir. Mit äusserster Vorsicht. Die Zeit und die Situation müssen passen, die Wortwahl, keine Vorwürfe....und zeitverzögert. Ich kann nicht sofort im Gespräch sagen was mir nicht passt. Das eskaliert dann immer. Wenn alles passt, hört er auch zu und wirkt reflektiert. Sagt auch wie er das sieht. Alles Tutti Paletti. Das bleibt bloss alles nicht lange in seinem Kopf. Das ist insgesamt alles seeeehhhr anstrengend. Da passiert das eben sehr oft, dass man zu sich selber sagt: bleib ruhig, halt die Klappe, nimm es hin, freundlich grinsen und nicken.

    Nur wenn es um unsere Tochter geht, sage ich sofort etwas. Sie versteht nicht immer, was mit ihm los ist. Da muss ich dann eingreifen und entschärfen.

    Und, ich finde es toll das du dich hier mal einmischst.

    LG Tessa

  3. #13
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 51

    AW: Hilfe.

    Hallo Butterblume,

    ich finde es super, dass sich auch ein direkt Betroffener in diese Diskussion einklinkt. Ich hoffe Du kannst nachvollziehen, wie es uns so manches mal geht, wenn wir mal wieder als das allerletzte behandlet werden.

    Was das Thema Umgang mit dem ADHS-Partner in Extremsituationen angeht, denke ich, ich habe zwischenenzeitlich viele Varianten durch.
    Der Versuch Grenzen aufzuzeigen, ist bei meiner Frau kläglich gescheitert und hat nur dazu geführt, dass sie sich noch mehr ausrastet und beleidigender wird.
    Mit jedem Ausraster wurde wieder eine imaginäre Grenze überschritten und die Spirale der Beleidigung weiter nach oben gedreht und ich bin eh an allem Schuld.

    Das einzige was hilft eine weitere Eskalation zu vermeiden ist, mich in die Rolle "Opferlamm" zu begeben und die Beleidigungen über mir auskippen zu lassen. Wenns gut läuft, ist dann am nächsten Tag alles wieder wie normal, wenn nicht folgt der apathische Zustand, der sich auch schon mal über Wochen ziehen kann. Ich hoffe immer nur, dass die "guten" Zeiten lang genug sind damit ich wieder auftanken kann, denn dann kommen bei Ihr die positiven Seiten von ADHS, motivierter, lebendsfroher Mensch zum tragen.



    gruß
    ADHS-Partner

  4. #14
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: Hilfe.

    Puuuh! Finde ich ganz schwierig, das "Opferlamm" zu spielen. Sowohl mein Vater als auch ich leiden auch an diesen aggressiven Impulsausbrüchen. Natürlich ist in der Situation selbst jede Gegenrede nur weiter eskalierend. Aber deeskalierend kann schon die Aufforderung sein, aus der Situation bewusst rauszugehen, wenn der Btreffende "Choleriker" nicht selbst drauf kommt. Und ganz ganz wichtig ist das Gespräch danach. Es ist für die eine Seite wichtig, das sie Verletzungen und Gefühle ansprechen kann, und für die andere Seite auch, das Gefühle angesprochen werden, aber auch das die evt. gesagten Worte nicht so gemeint waren. Es ist eine Reflektion für beide, wo man über andere Maßnahmen gemeinsam nachdenken kann.

    Meine Mutter hat leider auch jahrzehntelang das "Opferlamm" gespielt, dadurch verbessert sich die Situation weder für den Nicht-ADHSler, noch für den ADHSler. Eher im Gegenteil...... da es keine Konsequenzen gibt und der ADHSler nicht über die Gefühle des anderen genau bescheid weiss und es als ändernswert erachtet, wird der Partner mehr und mehr zum Stressabbau "benutzt". Die Spirale von Aggression und unbewusstem und sicherlich nicht gewolltem Abwerten der Gefühle des Anderen dreht sich aber weiter.


    Mein Partner hingegen (allerdings auch ADHSler) lässt mir solche Dinge zwar in der Situation selbst durchgehen, spricht aber nach Beruhigung mit mir darüber. So bleibe ich offen und auch wachsam auch für seine Belange und habe genug Gründe mein Verhalten mit ihm gemeinsam und in der Therapie zu verändern.

    Es ist wahrlich nicht schön, wenn das angesprochen wird, was einem ja selbst wehtut, wo man selbst Schuldgefühle hat, aber es hat nichts mit ADHS oder Achtung für den Partner zu tun, wenn man die Gefühle des Partner auch im Nachhinein nicht ernst nehmen will, und aus reinem Egoismus den eigenen Gefühlen und der Scham gegenüber mit dem wahren Opfer seiner Impulsivität nicht spricht.

  5. #15
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 5.968

    AW: Hilfe.

    Ich finde es wahrlich interessant, was ihr so auf euch nehmt. Ich frage mich aber, wo ihr dabei bleibt. (Entschuldigt, wenn ich nur die letzten Beiträge gelesen habe.)

    Ich weiss nicht, aber ich fühle mich auch selbst verpflichtet, meinem Partner möglichst nicht so viel aufzuerlegen und an mir zu arbeiten. Klar bin ich nicht perfekt, das sind Nicht-AD(H)Sler auch nicht, aber ich habe Sachen, an denen ich arbeiten kann und Sachen, bei denen ich wohl immer kläglich scheitern werde. Dennoch versuche ich Auswege zu finden - auch für mich - und nicht alles meinem Partner aufzubürden. Er ist weder mein persönlicher Fussabtreter, noch mein Mülleimer oder meine Putzkolonne. Tatsache ist, ich muss das Leben irgendwie packen und dabei möglichst wenig Schaden anrichten auf meiner Seite und auf der Seite meines Partners. Oder auch: Für mich ist AD(H)S ein Grund, aber keine Entschuldigung!

    Ich hoffe nur, euer AD(H)S-Anteil weiss zu schätzen, was er da hat und ist zumindest auf dem richtigen Weg. Generell würde ich sagen, Duldung bitte nur in einem gewissen Rahmen und so lange zumindest darüber später geredet werden kann und dann nach und nach Fortschritte zu sehen sind. Das geht sicherlich nicht immer schnell, aber keiner hat was davon, wenn ihr in der Opferrolle aufgeht und am Ende selbst "kaputt" seid. Würde mir einer alles durchgehen lassen, wäre meiner "bösen" Seite vermutlich Tür und Tor geöffnet und das ist - auch für mich selbst - das Letzte, was ich gerne möchte.

  6. #16
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 51

    AW: Hilfe.

    Hallo,

    ich finde es toll, dass sich in so kurzer Zeit so viele an dieser Diskussion beteiligen. Klar, das Leben ist nie einfach ob mit oder ohne ADHS, auf der einen Seite ist Verständnis gefordert, auf der Anderen Grenzen aufzeigen, geht allerdings auch nur, wenn der Partner darauf eingeht. Wenn im Kopf eine Haltung vorherrscht, wenn die Anderen nicht richtig auf mich eingehen, dann reagiere ich eben so; und das auf einen eingehen eben von der aktuellen (grübel)-Gedankenlage / Gefühlslage abhängt bzw gefangen ist, ist man da sehr schnell auf dem Holzweg. Gedankenlesen klappt i.d.R. nur in wenigen Fällen.

    Mich würde interessieren, wie da bei den anderen so ist.

    Gruß
    ADHS-Partner

  7. #17
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 5.968

    AW: Hilfe.

    Also wenn man mich nicht gleich mit Vorwürfen (Du hast oder hast nicht, solltest oder solltest nicht usw. usf.) zuschüttet, dann bin ich selbst durchaus bereit zuzuhören und mich auf eine Diskussion einzulassen. Zuhören tue ich übrigens auch, wenn man mit Vorwürfen kommt, auch wenn erst einmal natürlich alles auf Abwehr steht. Da ist der Weg zu einer - hoffentlich für beide Seiten - akzeptablen Lösung einfach länger.

    Allerdings habe ich mich auch lange damit schwer getan, einfach mal zu sagen: Du, das habe ich nicht geschaff! Das vor mir selbst einzugestehen war schon schlimm, aber das auch noch zum Partner zu tragen ... naja, so ein halber Weltuntergang trifft es schon ganz gut. Diese Form der Kommunikation und auch das Einbeziehen in meine Pläne, die ich oft ja aus gutem Grund nicht "öffentlich" gemacht habe, da die Deadline eben manchmal doch weiter hinten liegt als gedacht, bin ich gerade dabei zu lernen. Ich bin überrascht, wieviel Wohlwollen mir mein sonst eher tolleranzarmer Partner da entgegen bringt. Ich lerne gerade, das Erklärung und Rechtfertigung doch zwei unterschiedliche Sachen sind. Da er selbst nicht ganz so viel Ahnung von AD(H)S hat, bin ich froh, dass er so langsam versteht, dass zwischen wollen und können manchmal eine gewisse Diskrepanz herrscht, die nicht unbedingt was mit Faulheit zu tun hat.

    Gerade diese Grübelei oder wenn sich im Inneren etwas bewegt, führt das manchmal äusserlich zu einer Art Handlungsblockade. Das ist nicht unbedingt immer schlimm, zumal man dadurch ja auch immer wieder an Erfahrungen und Einsichten dazu gewinnt, aber dadurch geht halt manchmal einfach Zeit drauf, die man eigentlich für was anderes eingeplant hatte. In solch einer Zeit bin ich auch schlechter ansprechbar, weil ich einfach meinen Gedanken nachhänge und auslote, wohin mich das führt. Manchmal kommen da auch unangenehme Sachen hoch, die einer besonderen Aufmerksamkeit bedürfen, damit das irgendwann dann mal verarbeitet ruhen kann. Ggf. bin ich so dann auch auf der Suche nach etwas, wie ich ein Problem lösen oder zumindest etwas verändern kann, was dann schon mal bedeuten kann, dass ich da längere Zeit vor dem PC oder im Gespräch mit jemand anderen (vorzugsweise mit AD(H)S) verbringe.

    Wenn ich einem Gedankengang verfolge, dann ist es für mich schwer, wenn mich da einer rausholt, weil das erneute Anknüpfen für mich einfach unheimlich schwierig ist und ich ggf. weiter zurück gehen muss um dann wieder an den Punkt zu kommen. Der rote Faden ist für mich halt nicht immer ganz so sichtbar und geht schnell verloren.

    Allerdings versuche ich, wenn meinem Partner was auf der Seele brennt oder er dann wirklich (manchmal auch zurecht) sauer ist, mir Zeit für ihn zu nehmen und das mit ihm durchzusprechen. Mir selbst ist Kommunikation aber auch sehr wichtig, weil ich gerade in dieser Beziehung am Anfang wieder mal gesehen habe, wohin es führt, wenn man nicht, zu wenig oder einfach über die falschen Sachen miteinander redet. Mein Partner würde jetzt vermutlich hinzusetzen, dass ich dazu Frau bin und vermutlich meine 50.000 Worte für Heute noch nicht los geworden bin.

    Mein Partner verlangte von mir indirekt übrigens auch anfangs, dass ich Gedankenlesen beherrschen müsste, das ist also nicht unbedingt ein AD(H)S- oder Frauen-Ding. Es hat länger gedauert, bis ich ihm klar gemacht hatte, das wir den Tag unterschiedlich verbracht und erfahren hatten und ich ihm seine Probleme und Stimmungen nicht an der Stirn ablesen konnte und auch nicht wollte. Ein einfaches: "Ich hatte einen Sch...-Tag!", signalisiert mir jetzt z. B., dass ich ihn besser erst einmal in Ruhe lasse und er dann von selbst kommt, wenn er so weit ist. Ist nicht ganz einfach mit einer Impulskontrolle, die oft macht, was sie will, aber die Sicherheit, dass es nicht andauert und er dann von alleine auf mich zukommt, hilft mir da ungemein.

    Und ich denke, das ist die Krux in jeder Beziehung. Man muss gucken, was für beide funktional und emotional machbar ist, so dass beide damit wirklich gut leben können. Wenn man es jedoch schafft, diese "Rituale" dann in den Alltag zu ziehen, dann ist man schon auf einem guten Weg. Was für ein Paar geht, muss nicht der Weg eines anderen Paares sein.

    Äh? Das war jetzt mehr als du wissen wolltest, richtig?

  8. #18
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 10

    AW: Hilfe.

    Ich find es absolut klasse wie viele sich hier beteiligen. Damit hätte ich nicht gerechnet.

    Ich weis zwar nicht wie ichs besser nennen soll, aber ich sag es einfach so heraus: Hier ein Livebericht von den letzten 3 Stunden.
    Gestern schrieb Sie schon das Sie sich gerne heute mit mir treffen möchte. Sie ist dann auch direkt nach der Uni zu mir gekommen und noch kurz auf mich gewartet das ich etwas länger arbeiten musste. Hat freudestrahlend auf dem Sofa gesessen und wir haben uns unterhalten und Spaß gemacht.Ich hab schnell geduscht und Sie hat angefangen etwas zu essen zu kochen. Dabei haben wir weiter Spaß gemacht. Dann haben wir zusammen gegessen und uns unterhalten. Zum Teil über die letzten Tage und zum Teil auch etwas ernster was wir die nächsten Wochen machen wollen. Bis dahin dachte ich das alles okay ist. Haben dann auch über Rock am Ring (wollen gemeinsam hin) und unser Weihnachtsgeschenk gesprochen. Immer noch alles gut.
    Dann ging es darum wie es Ihr geht, ob der Abstand so in Ordnung ist wie er ist etc. Dabei wurde Sie immer stiller bis irgendwann der Punkt erreicht war wo Sie wieder nichts sagen wollte. Auf Fragen kam dann auch irgendwann eine Antwort. Aber es war wieder nur die alte Leier von: ich weis es nicht, ich kann es dir nicht sagen... aber auch Aussagen wie: Ich fühle mich nicht wohl, ich habe es mir anderster vorgestellt. etc. Das Angebot ob Sie vllt wieder nach Hause möchte hat Sie auch abgelehnt (ergo: gehen wollte Sie anscheinend auch nicht). Sie hätte Angst das es einfach nicht mehr so wäre wie vor unserem "Streit" und das sich ja doch nichts ändern würde. Auf meine Frage, ob Sie vllt einfach erwartet das ich alles beende kam ein sehr schockiertes: NEIN, wieso sollte ich denn das wollen? (das hört sich härter an wie es war... ich habe vorher eine knappe Stunde sehr ruhig und lieb "auf Sie eingeredet" und zum Gefühlten 100sten Male betont, wie sehr ich hinter Ihr stehe und wie gern ich Sie habe und und und...). Dann hat Sie wieder nen paar mal gelacht und normal geredet. Umarmt werden wollte Sie nicht, hat meine Hand aber nicht losgelassen, wollte dann doch in den Arm genommen werden, sagt will Heim, steht auf und bleibt stehen und schaut mich ausdruckslos an... will dann aufräumen, ich sage Ihr nett: musst du nicht! Sie geht in den Flur, zieht sich die Schuhe an und schaut mich wieder ausdruckslos an (und macht immer noch nichts). Dann spricht Sie auf einmal ganz normal mit mir und das Sie sich wieder melden will. und geht dann winkend...
    Ums kurz zu machen: Ich bin sehr verwirrt und weis im Moment nicht was ich sagen und denken soll... Für mich sehr unverständliches Verhalten.
    Und entschuldigt falls es etwas durcheinander ist... aber kanns gerade nicht besser beschreiben....

    Gruß,
    Bela

  9. #19
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 5.968

    AW: Hilfe.

    Ich weiss nicht, ich kenne das nur von mir von früher und ich bin halt nicht deine Freundin ... also alles ohne Gewähr!

    Wenn ich früher sagte ich gehe, aufstand, stehen blieb und dann ihn "komisch" (von ihm so kommentiert) angeschaut hatte, dann hatte ich eine Erwartungshaltung. Frei nach: Halte mich auf! Halte mich fest! Lass mich bleiben!

    Auch dieses nachträglich eingefügte "Aufräumen" würde als Handlungsverzögerung da mit reinpassen. Was habe ich mir alles ausgedacht, um meinem Gegenüber doch noch mehr Zeit zu geben, um zu der von mir gewünschten Handlung meines Gegenübers zu kommen.

    Und jetzt kommt das grosse ABER! Denn das war eher so in der Zeit, als ich mit Depressionen gekämpft hatte. Ich konnte mich nicht äussern, nicht sagen, was ich fühlte oder gerne wollte. Ich habe oft ambivalent gehandelt und war dann "bestätigt", wenn mein Gegenüber nicht so gehandelt hatte. Weil genau das natürlich oft passierte und das genau in die Schiene von "ich bin es nicht wert" reinpasste.

    Ich würde aber behaupten, dass da das AD(H)S eine eher untergeordnete Rolle gespielt hatte. Vielleicht solltest du ähnliches mit in Betracht ziehen?!?

    Aber wie gesagt, ich bin ich und nicht deine Freundin. Aber der Auszug, der ja nur deine Betrachtung wiederspiegelt, erinnert mich stark an mich in dieser Zeit.

  10. #20
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 10

    AW: Hilfe.

    Das habe ich nicht bedacht... und ich weis nicht ob ich die Verbindung gesehen hätte. Aber es macht Sinn. Hört sich sehr nach Ihrem Verhalten an.
    Man müsste nur wissen, was Sie möchte oder erwartet hat. Leider.

    Dann kommt man aber zu der nächsten Frage: Weswegen liegt eine Depression oder etwas anderes vor? Die Suche nach den Gründen...

    Du wirst deine Gründe damals gehabt haben die dazu führten. Nur ohne eine HInweis ihrerseits kann man nichts machen.

    Was sollte man denn deiner Meinung nach machen? Ober präziser: Was war bei dir die richtige Verhaltensweise dir gegenüber? Falls Ihr es wieder hinbekommen habt....

    Vielen, vielen Dank!!!

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