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Diskutiere im Thema (Ex-)Freund mit ADS? (vermutet da keine Diagnose) im Forum Angehörige von Erwachsenen mit ADS/ADHS
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 12

    (Ex-)Freund mit ADS? (vermutet da keine Diagnose)

    Liebe Forummitglieder, Betroffene und Angehörige,

    ich erhoffe mir hier den einen oder anderen Tipp von Euch in folgender Sache:

    Ich bin Mittedreißigerin, habe mich verliebt und bin mit meinem Traummann (etwa gleiches Alter) auch zusammengekommen. Von Anfang an fiel mir auf dass sein Verhalten anders war, z.B.
    hat er sehr sprunghaft das Thema gewechselt, dabei aber sehr viel ohne Unterbrechung geredet
    Außerdem hat er sehr viele Gefühle an einem Tag, die schnell wechseln können und von ihm sehr intensiv empfunden und ausgedrückt werden.
    Er kann unglaublich schlecht organisieren, weil er sich kaum fokussieren kann und seine Wohnung ist ein Chaos.
    Er ist unruhig, raucht wie ein Schlot, trinkt enorm viel Kaffee und sagt Kiffen hätte ihm das Leben gerettet.
    Er hat sehr viel in seinem Leben geschafft, wofür ich ihn bewundere, aber er ist auch dauernd drauf und dran alles wieder zu verlieren, weil er seinen Tag nicht schafft. Ach ja, er ist immer sehr beschäftigt, unterbricht mich aber ständig wenn ich etwas tun will. Vieles stört mich nicht so sehr.

    Er ist ein liebenswerter, kluger, lustiger, kindlicher, blitzgescheiter Kerl. Aber er hat mich oft überfordert und ich weiß nicht ob er ADS hat, es gibt keine Diagnose, aber ich kann es mir gut vorstellen. Sein bester Freund sagte z.B. ich solle ihm doch mal darum bitten wenigstens einen Satz zuende zu sprechen. Er hat im Affekt seinen Job gekündigt. Er hat tausend Projekte und verfolt keins wirklich. Er verliert dauernd seine Sachen. Er kann sich nicht merken was wir besprochen haben. Naja und noch ein paar mehr, aber ich denke Ihr habt nun einen Eindruck.

    Nun hat er mich zweimal innerhalb von zwei Wochen im Affekt verlassen (sind erst vier Monate zusammen). Ich kann mir gut vorstellen dass wir wieder zusammen finden. Aber ich möchte mich hier ein bißchen mit Eurer Hilfe vorbereiten damit die Kommunikation (wenn er das will) überhaupt gelingen kann.

    Was sagt Ihr? Was sollte ich unbedingt wissen?
    Soll ich es gleich lassen mit ihm? Oder was hättet Ihr Euch in dieser Situation von mir gewünscht?
    Wir kann ich und einen erneuten Kontakt erleichtern, bzw. ein Gespräch (wenn es dazu kommt)?
    Wie kann ich helfen dass wir beide unsere Kräfte schonen?

    Danke für jede Hilfe.
    Geändert von ZaraJ (12.11.2014 um 10:33 Uhr)

  2. #2
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 12

    AW: (Ex-)Freund mit ADS? (vermutet da keine Diagnose)

    Schade, dass es bisher keine Antworten gab.

    Eine Frage würde ich gerne noch anschließen: Soll ich ihm meinen Verdacht mitteilen und wenn ja, wie soll ich vorgehen?

    Danke für Eure Unterstützung.

  3. #3
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: (Ex-)Freund mit ADS? (vermutet da keine Diagnose)

    Ehrlich gesagt weiss ich gar nicht was ich antworten soll.........

    Du beschreibst schon Symptome die auf ADHS hindeuten können........ ADHSler haben sicherlich Besonderheiten, aber trotzdem sind wir ganz normale Menschen, die möglichst auch im zwischenmenschlichen ganz normal behandelt werden wollen und können. Erneuten Kontakt kannst du erleichtern, indem du deinem Bauchgefühl folgst, was es euch bisher leichter gemacht hat. ADHSler haben genauso wie alle anderen unterschiedlichste Persönlichkeiten, von daher gibt es eigentlich nichts allgemeines zu raten.


    Solltet ihr wieder engeren und längeren Kontakt haben, schlag ihm eine Diagnostik vor, das hilft, wenn ADHS vorliegt am besten, aber ich würde ihm auf keinen Fall das Gefühl geben, das er irgendwie falsch oder krank ist und sich deswegen diagnostizieren lassen sollte, sondern ich würde ihn fragen ob er überhaupt Leidensdruck hat, wo er den hat etc...... gibt es in seiner Wahrnehmung/Schilderung dann Übereinstimmungen mit den ADHS-Kriterien mach ihn drauf aufmerksam d es vllt etwas gibt, was genau auf ihn passt und das es Hilfe/Lösungen für diese Probleme gibt. Wenn kein Leidensdruck oder Problembewusstsein da ist, bringt eine Diagnostik eh (momentan) nichts......

  4. #4
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 12

    AW: (Ex-)Freund mit ADS? (vermutet da keine Diagnose)

    Ob Problembewusstsein vorhanden sein wird weiß ich nicht, der Leidensdruck muss aber immens sein. Er hatte z.B. schon depressive Episoden und ihm droht Sicherheiten die er im Leben erreicht hat wieder zu verlieren. Deswegen will ich ihm ja etwas sagen. Vielleicht hat er auch was anderes, ähnlich wirkendes. Aber er muss ich sehr anstrengen um sein Leben in die Reihe zu bekommen.

  5. #5
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 12

    AW: (Ex-)Freund mit ADS? (vermutet da keine Diagnose)

    huch...doppelt

  6. #6
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: (Ex-)Freund mit ADS? (vermutet da keine Diagnose)

    Ja dann sprich ihn drauf an........ aber eine Garantie für Einsicht gibt es leider nicht.

  7. #7
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 12

    AW: (Ex-)Freund mit ADS? (vermutet da keine Diagnose)

    Oje, also ich habe noch nicht mit ihm gesprochen, weil ich auf ihn zugegangen bin und wir noch keine Zeit für ein Gespräch gefunden haben. Als Vorbereitung habe ich aber "Neuhaus, Lass mich, aber verlass mich nicht" gelesen (noch nicht ganz fertig) und das was da steht trifft in großen Teilen auch auf meine Mutter zu. Sie hat immer Geschenke für mich versteckt und nie wieder gefunden, kommt immer zu früh oder zu spät, muss alles JETZT haben, aber kann selbst nicht JETZT etwas erledigen, versinkt im Chaos, liest Bücher nur quer und so weiter und sofort. Ich schreibe das zum besseren Verständnis, nicht um jemanden hier anzuprangern. Ich hatte jedenfalls ein ziemliches AHA!-Erlebnis und nun meine Frage:

    Gibt es Anzeichen die leicht mit ADS verwechselt werden können? Was kommt da noch in Frage?

    Ich habe kein gutes Verhältnis zu meiner Mutter und stelle jetzt im Erwachsenenalter fest, dass sie vermutlich eine Kombination aus "Besonderheiten" ist und vielleicht nichts für ihr Verhalten kann, bzw. nicht so wie es auf andere immer gewirkt hat. Leider wird sie sich niemals daraufhin untersuchen lassen. Für sie sind alle anderen das "Problem".

    Ich bin für Eure Hilfe sehr dankbar!

  8. #8
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 61

    AW: (Ex-)Freund mit ADS? (vermutet da keine Diagnose)

    Das Problem ist wenn man sich viel mit einer Krankheit und deren Symptome auseinandersetzt erkennt man schnell in allen und jedem Symptome wieder. Ich und vermutlich auch der Rest dieses Forums können schwer aus der Ferne ADHS diagnostizieren.
    ADHS hat sehr vielseitige Symptome und wenn man Menschen nur lange genug beobachtet kann man sicherlich bei fast jeder Person Symptome finden... Ich will damit nicht sagen das deine Mutter kein ADHS hat, ist durchaus möglich, kann aber auch andere Ursachen haben.

    Ich habe beispielsweise ADHS und bin extrem Pünktlich und Lese Bücher meist zuende Das heißt aber nicht das jeder ADHSler so sein muss, auch ADHSler unterscheiden sich untereinander und es gibt nicht den Musterfall.

    Selbst wenn deine Mutter ADHS hat, so wird das wohl nicht zwangsläufig dazu führen das du dich besser mit ihr verstehst, sie bleibt ja der gleiche Mensch, nur das du dann halt weisst warum sie so ist.
    Nur weil man den Grund für "Verhaltensmuster" eines Menschen kennt, heisst das ja nicht automatisch, das einen diese nicht mehr stören. Du musst deine Mutter akzeptieren wie sie ist oder halt nicht, ihr verhalten ist nunmal so wie es ist, und ob der Grund nun ADHS ist oder irgendwo anders liegt ist objektiv betrachtet egal.

  9. #9
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 12

    AW: (Ex-)Freund mit ADS? (vermutet da keine Diagnose)

    Das weiß ich und ich vermute nicht gleich ADS wenn jemand mal nicht weiß wie alt er ist, das passiert mir selbst auch.

    Ich habe den Eindruck in diesem Forum zu schreiben hilft mir bisher nicht weiter. Ich wollte von niemandem eine Diagnose, sondern Tipps wie ich meinen Exfreund darauf ansprechen kann und wissen, welche anderen Ursachen ähnliche Anzeichen haben wie ADS und ich dachte die Betroffenen könnten mir da vielleicht gut drauf antworten.

    Wenn noch jemand meine Fragen beantworten will bin ich sehr dankbar, aber ich möchte keinen Rat wie ich mit meiner Mutter umgehen soll oder dass ich meinen Exfreund "einfach" ansprechen soll. Das ist irgendwie keine Hilfe.

    Möchte mir noch jemand was hilfreiches sagen?

  10. #10
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: (Ex-)Freund mit ADS? (vermutet da keine Diagnose)

    creatrice schreibt:

    Solltet ihr wieder engeren und längeren Kontakt haben, schlag ihm eine Diagnostik vor, das hilft, wenn ADHS vorliegt am besten, aber ich würde ihm auf keinen Fall das Gefühl geben, das er irgendwie falsch oder krank ist und sich deswegen diagnostizieren lassen sollte, sondern ich würde ihn fragen ob er überhaupt Leidensdruck hat, wo er den hat etc...... gibt es in seiner Wahrnehmung/Schilderung dann Übereinstimmungen mit den ADHS-Kriterien mach ihn drauf aufmerksam d es vllt etwas gibt, was genau auf ihn passt und das es Hilfe/Lösungen für diese Probleme gibt. Wenn kein Leidensdruck oder Problembewusstsein da ist, bringt eine Diagnostik eh (momentan) nichts......

    Ich denke das ist zumindest ein Vorschlag...... ich glaube keiner versteht so recht, was du nun meinst mit "wie" ansprechen...... halt so, wie man jemandem versucht vorsichtig an ein Thema ranzuführen. Wie hast du ihn denn sonst am besten "erreichen" können? Das Problem ist, das ADHSler zwar ein und die selbe Erkrankung haben, aber das man jeden von uns unterschiedlich erreicht, eben wie bei anderen auch. Es gibt keine ADHS-Strategie in Sachen Kontaktaufnahme oder so. Deine Frage ist einfach zu allgemein gehalten. Ist er ein Typ der generell eher Fakten will, dann druck dir Infos über ADHS aus, ist er eher auf Abwehr bei psychischen Erkrankungen, dann wird es schwieriger.... Wir wissen doch nicht was er für ein Typ ist.


    In der Angelegenheit mit deiner Mutter kannst du mal die Differentialdiagnosen zu ADHS googlen, da stehen eine Menge, vllt passt ja davon eine auf deine Mutter. Das fängt bei psychischen Erkrankungen wie verschiedene Persönlichkeitsstörungen oder Depressionen an, und geht bis zu körperlichen Erkrankungen.

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