Oh, das ist nicht einfach so zu sagen. Da es viele Ansätze gibt, warum jemand unorganisiert ist, und viel redet usw... habe ich andere Aspekte die ich mir ansehe.

Was sehr oft in diese Richtung deutet ist ein übersteigerter Gerechtigkeitssinn. Nicht aushalten können, wenn man unfair behandelt wird. Eine schwache Impulskontrolle - also, jemand kann nichts einfach mal stehen lassen wie es ist, immer muss noch ein Wort dazu kommen, oder jemand wird von jetzt auf gleich sehr wütend - wenn der Affekt abgeklungen ist, ist es aber als wäre icht geschehen, höchstens ist es ihm oder ihr peinlich.
Viele - nicht alle - sind auch sehr offen für verschiedene Ideen, denken unkonventionell, haben wenig Grenzen, sind offen für vieles, sind kreativ...

Süchtig...das kann für sich alleine schon das Problem sein. Viel zu kiffen, macht eben auch verpeilt und ggf. auch zur Labertasche und vernebelt auch bei Erwachsenen das Hirn bei übermäßigem Gebraucht so, das das Leben schwierig wird. Nicht jeder Süchtige ist ein ADHSler der selbstmedikamentiert - darunter können unendlich viele Themen liegen, Quellen.

Grundsätzlich würde ich sagen "bekommt sein Leben nicht auf die Reihe" ist KEIN Hinweis auf ADHS. ADHSler sind Lehrer, Rechtsanwälte, Psychologen, Ärzte, Angestellte..UND auch unter unsteten Menschen mit wenig Bildung zu finden. Die erste Gruppe klangt nur weniger und man merkt es ihnen weniger an, weil sie sich ein unterstützendes Sysstem geschaffen haben, oder hineingeboren wurden.

Und ehrlich, ich kenne privat und beruflich einige ADHSler, um nicht zu sagen viele. Sie mögen in SICH zwar Stimmungsschwankungen haben, aber vielleicht sie die meisten gerade deshalb, zumindest emotional sehr treu. Viele haben ein Problem monogam zu sein, aber schnelle Trennungen "aus dem Affekt" heraus - kenne ich von ADHSlern gerade nicht. Das ist m.E. ein Mißverständnis.

Wir wissen nämlich sehr genau, das es uns 2 Stunden später unendlich leid tut.