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Diskutiere im Thema Wie geht man mit ADHS oder ADSler um? Gibt es typische Symthome und Tipps dazu? im Forum Angehörige von Erwachsenen mit ADS/ADHS
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #1
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 21

    Wie geht man mit ADHS oder ADSler um? Gibt es typische Symthome und Tipps dazu?

    Ich habe schon so viel rumgestöbert auf Euren Seiten aber ich finde noch nicht das Richtige. Gibt es typische ADHS/ADS Symthome?

    Z.B. Unzuverlässigkeit, starke Erschöpfung bei null Einsicht, Agressionen, laute Selbstgespräche, sich selbst schlecht machen, Streit- und reizbarkeit, Wutausbrüche, übertriebene Fröhlichkeit und unangemessenes lautes Lachen, Verharmlosen von Vorfällen, kein richtiges Streiten können, Konflikten durch Weggehen aus dem Weg gehen bzw bei jeder Auseinandersetzung laut werden? Wie ist es mit Unwahrheiten? Ist Schwindeln oder Lügen für ADSler typisch?
    An die ADHSler, was wünscht Ihr Euch von Euren Angehörigen? Gibt es einen richtigen Umgang mit ADHS/ADS?
    Liebe Grüße
    Lexa

  2. #2
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 5.926

    AW: Wie geht man mit ADHS oder ADSler um? Gibt es typische Symthome und Tipps da

    Naja, falls du jetzt einen Steckbrief für DEN AD(H)Sler suchst, dann gibt es so was eher nicht.

    Auch wir sind Menschen und die Symptome sind genauso vielfältig, wie die Menschen an sich. Was beim einen augenscheinlich schwer ausgeprägt ist, macht dem anderen kaum oder gar nicht zu schaffen. - Alle von dir aufgezählten Sachen können Symptome sein, aber nicht jedes muss unbedingt vorhanden sein und die Ausprägung ist auch noch einmal unterschiedlich. Dazu können durchaus noch weitere Symptome kommen.

    Was ich mir wünsche ist leicht und doch so schwer. Nachsicht, Toleranz, Verständnis, manchmal auch Rücksicht und ganz wichtig Kommunikation.

    Wenn ich z.Bsp. sage, ich kann das nicht, dann wünsche ich mir, dass das auch so hingenommen wird. Es hat einen Grund warum ich das sage und bedeutet keinesfalls, ich will nicht. Ich möchte nicht immer - innerhalb einer Bekannt-, Freundschaft oder Beziehung - alles immer wieder erklären müssen, obwohl ich durchaus dazu bereit bin auch Erklärungen abzugeben, aber eben nicht immer. Und schon gar nicht möchte ich hören: "Warum nicht, ich kann das doch auch!" oder die Variante: "Stell dich nicht so an!"

    Aber ebenso wie es DEN AD(H)Sler nicht gibt, gibt es auch nicht DEN Umgang.

    Vermutlich nicht ganz das, was du hören wolltest, richtig?

  3. #3
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 21

    AW: Wie geht man mit ADHS oder ADSler um? Gibt es typische Symthome und Tipps da

    Hallo ChaosQueen,

    doch, ich möchte alles hören, bzw. von jedem der meint, etwas dazu sagen zu können.
    Das mit der Kommunikation ist bei uns ein riesiges Problem weil wir es ganz offensichtlich nicht hinbekommen. Ich weiß erst seit kurzer Zeit, dass mein Mann ADHS hat. Bisher konnte ich viele Verhaltensweisen einfach nicht verstehen. Jetzt möchte ich verstehen, wo ich tolerant sein sollte und Verständnis haben müsste.
    So fällt mir das Unzuverlässige so schwer zu verstehen. Es wäre so leicht, alles hinzuschmeissen aber gerade jetzt, wo viele Dinge sich nun mit der Diagnose erklären lassen?
    Also danke für Deine Zeilen,
    Lexa

  4. #4
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 5.926

    AW: Wie geht man mit ADHS oder ADSler um? Gibt es typische Symthome und Tipps da

    Naja, die Diagnose ist nur ein kleiner Teil, das Warum es so ist, die eigentlich Arbeit fängt damit aber erst an. Wie sieht es denn mit Therapie bei ihm aus?

    Was ist denn für dich am Schlimmsten? Kanst du vielleicht eine Situation kurz umreissen? Es ist einfach leichter anhand konkreter Sachen etwas zu erkären, als so ins Blaue hinein.
    Die von dir wahrgenommene Unzuverlässigkeit kann viele Ursachen haben und sich in vielen Punkten äussern. Was stört dich? Nicht eingehaltene Absprachen? Versäumte Termine? Ständiges Vergessen und verschusseln?

    Wie sagte Fliegerlein in etwa: Der Hochstresslevel liegt bei etwa 70 %, ein normaler Mensch liegt im Schnitt um die 30 % und hat noch eine Reserve von rund 40%. Ein AD(H)Sler lebt auf einem normalen Stresslevel von etwa 50-60 %, da ist die Reserve wesentlich kleiner. Kommt nun etwas Unvorhergesehenes dazu, dann ist die Reserve schnell überschritten. Dazu kommt, dass der Akku eines AD(H)Slers gewöhnlich länger braucht um wieder aufgeladen zu werden. Diese Fähigkeit nimmt aber im Alter auch noch ab. Ein längeres über die "Möglichkeiten" leben, führt auch schnell mal zum Supergau. - Das erklärt vielleicht die starke Erschöpfung. Null Einsicht jedoch nicht.

    Es kann aber sein, dass gerade relativ frisch Diagnostizierte erst einmal Zeit brauchen, das zu verdauen. Viel haben zwar schon geahnt, dass "etwas mit ihnen nicht stimmt", aber die Bestätigung dessen ist noch mal ein ganz anderes Thema. Bei der Sache mit der Einsicht kommt dazu noch die Kommunikation. Sagt mein Gegenüber etwas, was ich schon so oft im Negativen gehört habe, kann es möglich sein, dass sofort meine Triggerwarnung angeht und ich völlig dicht mache. - Eben das, was ich oben schrieb, was ich nicht (mehr) hören möchte. In solch einem Satz schwingt ganz schnell für mich ein Vorwurf mit, den ich nicht oder nur ganz schwer verdauen kann. Je enger die Person zu mir steht, desto schlimmer ist es für mich. Allerdings könnte auch der Fall sein, dass er (noch) nicht zur Reflektion fähig ist. Es ist halt nicht nur das AD(H)S zu sehen, sondern die Person im Ganzen. Da spielen durchaus Erziehung, Kindheit, Jugend und die daraus resultierenden Erfahrungen mit rein. Bei manchen liegt auch eine traumatische Erfahrung vor ... es gibt halt viele Möglichkeiten und ich fische etwas im Dunkeln.

    Ach, die Selbstgespräche sind - für mich genommen - recht normal. So gebe ich mir einen Faden bei einer Sache, die ich mache, um dabei zu bleiben und nicht abzuschweifen. Für dich ist es vielleicht schwer das nachzuvollziehen, aber Konzentration und Ablenkung sind da die Stichworte. An diesem Faden hangel ich mich dann entlang. Blöd nur, wenn mich dann jemand stört, weil der Faden im Nu durchgeschnitten ist und ich oft nicht mehr weiss, was ich eigentlich tun wollte. Das mache ich aber nicht, um jemanden zu ärgern, sondern schlicht und ergreifend, weil meine Konzentration manchmal nicht ausreicht um den Faden hinterher wieder aufzunehmen. Aus dem gleichen Grund rede ich auch oft ins Wort und kann das partout nicht leiden, wenn das jemand bei mir macht ... Blöde und nervige Angewohnheit, ich weiss, für mich aber manchmal überlebenswichtig.

    Mir persönlich wirft man übrigens eher vor, ich wäre zu ehrlich und könnte eine Portion Diplomatie gebrauchen. Ich versuch es ja, aber oft ist der Mund so viel schneller, als das Hirn.

  5. #5
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 27
    Forum-Beiträge: 8

    AW: Wie geht man mit ADHS oder ADSler um? Gibt es typische Symthome und Tipps da

    lexa schreibt:
    Ich habe schon so viel rumgestöbert auf Euren Seiten aber ich finde noch nicht das Richtige. Gibt es typische ADHS/ADS Symthome?

    Z.B. Unzuverlässigkeit, starke Erschöpfung bei null Einsicht, Agressionen, laute Selbstgespräche, sich selbst schlecht machen, Streit- und reizbarkeit, Wutausbrüche, übertriebene Fröhlichkeit und unangemessenes lautes Lachen, Verharmlosen von Vorfällen, kein richtiges Streiten können, Konflikten durch Weggehen aus dem Weg gehen bzw bei jeder Auseinandersetzung laut werden? Wie ist es mit Unwahrheiten? Ist Schwindeln oder Lügen für ADSler typisch?
    An die ADHSler, was wünscht Ihr Euch von Euren Angehörigen? Gibt es einen richtigen Umgang mit ADHS/ADS?
    Liebe Grüße
    Lexa
    Wie hier schon geschrieben wurde, sind alle Menschen unterschiedlich und es gibt nicht DEN ADHS-ler.
    Als ebenfalls männlicher, erwachsener ADHSler werde ich aber mal auf jedes Stichwort kurz eingehen.

    Unzuverlässigkeit: War als Kind ein SEHR großes Problem bei mir, mittlerweile habe ich es durch viel Disziplin ganz gut im Griff.
    starke Erschöpfung bei null Einsicht: verstehe ich nicht so ganz. Erschöpft bin ich zwar recht schnell, war aber nie wirklich ein Problem. Einsichtig bin ich. Aber den Zusammenhang verstehe ich hier nicht ganz.

    Agressionen: Eins meiner Hauptprobleme. Kann absolut plötzlich passieren und ist dann nur sehr schwer bis gar nicht zu kontrollieren.

    Selbstgespräche: inwieweit ist das ein Problem für dich?

    sich selbst schlecht machen: Mache ich nicht. ADHSler haben zweifeln aber von Hause aus oft. Wenn dann auch noch ein nicht so gutes Selbstbewusstsein hinzukommt, kann das schnell passieren. Einen richtigen Tipp für dich gibt es da nicht, daran muss dein Mann selber arbeiten.


    Streit- und reizbarkeit: Siehe "Aggressionen". Reizbarkeit ist bei mir absolut Stimmungsabhängig.

    Wutausbrüche: Siehe "Aggressionen" und "Reizbarkeit"

    übertriebene Fröhlichkeit und unangemessenes lautes Lachen: Wir empfinden eigentlich jede Emotion als intensiver als "normale" Leute. Sowohl die schönen als auch die schlechten.
    Aber wo liegt denn genau das Problem, wenn er fröhlich ist?

    Verharmlosen von Vorfällen: da kann ich jetzt nichts zu sagen. Im Erns, keine Ahnung.

    kein richtiges Streiten können: Mit einem ADHSler zu streiten ist oft wie die Wanderung auf einem Minenfeld. Hier ist Fingerspitzengefühl gefragt. Versuche AUF KEINEN FALL! Vorwürfe zu machen. Das ist genau das, was "wir" schon unser Leben lang kennen, reflexartig dicht machen und sogar richtig wütend werden können.

    Konflikten durch Weggehen aus dem Weg gehen bzw bei jeder Auseinandersetzung laut werden: Sei doch froh, wenn er dem Konflikt aus dem Weg geht, um nicht auszuflippen. Das ist gar nicht so leicht, ich versuche das gerade zu lernen. Klären kannst du es dann ja wenn er sich beruhigt hat immernoch. Dabei ganz wichtig wieder der vorangegangene Punkt.
    Reden ist wichtig. Das ist auf Dauer ermüdent, ich weiß. Aber es ist der einzige Weg zwischenmenschliche Probleme zu lösen



    An die ADHSler, was wünscht Ihr Euch von Euren Angehörigen? Gibt es einen richtigen Umgang mit ADHS/ADS?

    Auch hier gibt es kein Patentrezept. Ich wünsche mir von meinen Angehörigen:

    Ernst genommen werden, sehr direkt ABER freundlich und ohne Vorwürfe gesagt bekommen, was ihnen an mir stört, Verständnis und die Königsdisziplin wäre zu wissen, wann man mich besser in Ruhe lässt.

    Ich hoffe, ich konnte helfen!
    Geändert von Tripelpunkt (16.10.2014 um 22:09 Uhr)

  6. #6
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 5.926

    AW: Wie geht man mit ADHS oder ADSler um? Gibt es typische Symthome und Tipps da

    Tripelpunkt schreibt:
    kein richtiges Streiten können: Mit einem ADHSler zu streiten ist oft wie die Wanderung auf einem Minenfeld. Hier ist Fingerspitzengefühl gefragt. Versuche AUF KEINEN FALL! Vorwürfe zu machen. Das ist genau das, was "wir" schon unser Leben lang kennen, reflexartig dicht machen und sogar richtig wütend werden können.
    Das hast du schön beschrieben. Die "Wanderung auf einem Minenfeld" ist ein recht guter Ausdruck um es anschaulich zu machen.

  7. #7
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 21

    AW: Wie geht man mit ADHS oder ADSler um? Gibt es typische Symthome und Tipps da

    Eine Situation umreißen, hmm, es gibt so viele.
    Zum Beispiel hatte ich ihn an meinem Geburtstag gebeten, möglichst pünktlich von der Arbeit heimzukommen. Meine Gäste waren angereist, es war schönes Wetter, der Kaffeetisch war gedeckt und wir haben auf ihn gewartet. Dann rief er an, etwa 16.30, dass er jetzt losfahren würde und in einer halben Stunde da wäre. Irgendwann haben wir angefangen, er kam nicht.
    Gegen 19 Uhr habe ich angefangen mir richtig Sorgen zu machen und musste dann noch mal losfahren um etwas zu besorgen. In der Zeit hat meine Tochter meinen Mann am Handy erreicht und gefragt, wo er den bleiben würde. Er fuhr ein Blumenfeld nach dem Anderen ab um Blumen für mich mitzubringen. Er kam dann fast im Dunken heim als ich noch nicht zurück war. Es gab dann wohl eine Auseinandersetzung zwischen den beiden woraufhin er laut schimpfend über den Hof verschwand um Holz zu hacken und sich abzureagieren. Nebenbei- das Haus war voller Gäste.
    Und dann kam ich zurück und verstand mal wieder überhaupt nicht, wieso bei uns alles so verquer läuft. An dem Abend kam dann zum ersten Mal der Gedanke, ob er vielleicht ADS haben könnte.
    Die Selbstgespräche sind auch eigenlich lautes Schimpfen bei dem ich alles mitbekomme, den ganzen Frust.
    Es ist aber kein Gespräch und es hört nicht auf sondern er redet sich dann richtig in Rage. Es ist auch irgendwie peinlich weil natürlich alle um uns rum alles mitbekommen.
    Auch das ständige ins Wort fallen aber selbst ganz empfindlich sein wenn es mal umgekehrt ist passiert oft.
    Tatsächlich gelingt es uns kaum mal, über ein Problem wirklich zu reden. Er wird entweder sofort laut, geht aus dem Raum, verallgemeinert so wie ich es nie gemeint habe.
    Das mit dem Stresslevel höre ich zum ersten Mal und es macht richtig Sinn. Das erklärt natürlich, dass er bei jeder Kleinigkeit explodiert.

    Ich hab erst mal viel nachzudenken, danke.

  8. #8
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 5.926

    AW: Wie geht man mit ADHS oder ADSler um? Gibt es typische Symthome und Tipps da

    Oh, da ist aber jemand gehörig versackt bei dem Wunsch, dir eine Freude zu machen. Das tut mir leid für dich. Vermutlich würde ich eher damit beginnen, dass ich es toll finde, dass er versucht hat mir eine Freude zu machen und langsam darauf hinarbeiten, das es noch schöner gewesen wäre, wenn er einfach nur da gewesen wäre. Lange Prozedur, ich weiss.

    Ich fürchte, du steckst mitten im besagten Minenfeld ...

    Wenn es mit dem Reden nicht klappt, vielleicht klappt es besser mit Schreiben? Am Besten ist es, wenn du es aus deiner Sicht schilderst und versuchst keine Vorwürfe zu machen. Sätze eher mit "Ich" anfangen und weniger mit "Du". Das "Du" wird leicht zum (missverstandenen) Vorwurf. Und vielleicht nicht so viel auf einmal. - Die Chance ist klein, aber es ist halt eine Chance.

    Eine andere Frage wäre ... Das Kind ist euer gemeinsames? Du weisst, dass der Apfel gewöhnlich nicht weit vom Stamm fällt und AD(H)S vererblich ist? Es muss nicht, aber es kann halt. Nur so eine Überlegung halt. Ich meine, du schliesst es ja auch für dich nicht so ganz aus, wenn ich das richtig in Erinnerung habe.

  9. #9
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 21

    AW: Wie geht man mit ADHS oder ADSler um? Gibt es typische Symthome und Tipps da

    Hallo Tripelpunkt,

    vielen Dank.

    Tatsächlich sind es nicht eigentlich Agressionen sondern, dass er sich von einem Moment zum Anderen überhaupt nicht beherrschen kann. Es ist dann auch völlig egal ob Besuch da ist oder Nachbarn in der Nähe sind und mit Riesenrabarberohren am Zaun hängen.

    Diese komische Fröhlichkeit ist meiner Erfahrung nach völlige Erschöpfung, Er lacht dann ganz unnatürlich und ganz laut und es kann von einem Moment zum Anderen umschlagen.
    An guten Tagen isst er kurz etwas und schläft quasi direkt danach auf dem Sofa fest ein. Wenn ich ihn dann irgendwann wecke um schlafen zu gehen weil ich müde bin behauptet er,
    überhaupt nicht geschlafen zu haben, was ich überhaupt nicht verstehen kann. An schlechten Tagen ist er dann wegen einer Klitzekleinigkeit sofort auf der höchsten Palme und wir haben den feinsten Krach ohen einen echten Grund

    Konflikten aus dem Weg gehen mag manchmal ok sein aber wir lösen auf die Art kein einziges Problem. Es muss z.B. diese Tage entschieden werden, wann wir unseren Hund einschläfern lassen. Ich möchte es nicht allein entscheiden und es ist eine traurige Sache aber es muss einfach irgendwann sein.
    Leider kann man nichts klären wenn er sich beruhigt hat denn dann ist ja die Situation wieder die Gleiche.
    Und Du sprichst mir aus der Seele. Ich würde gern über unsere Probleme reden und halte es für sehr wichig. Mir kommt es vor als würde ich über einen Vulkan gehen wollen oder durch ein Tretminenfeld. Es ist einfach nicht möglich über schwierige oder unagenehme Dinge zu reden.

    Die Sache mit den Vorwürfen allerdings muss ich mir zu Herzen nehmen denn damit war ich in der letzten Zeit sehr großzügig.
    Ich finde zwar mit guten Gründen nur war es kontraproduktiv.

    Sehr direkt und freundlich sagen was mich stört und keine Vorwürfe machen- danke, das ist doch schon mal etwas, womit ich was anfangen kann.
    Lieben Gruß
    Lexa

  10. #10
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 21

    AW: Wie geht man mit ADHS oder ADSler um? Gibt es typische Symthome und Tipps da

    @ChaosQueeny

    ja, die Idee war ja wirklich ganz schön nur der Tag war dann völlig im Eimer.

    Nein, es sind meine (erwachsenen) Kinder. Ich habe drei, sie sind alle aus dem Haus. Der Mann meiner Tochter hat ADS und sie waren an meinem Geburtstag da und haben alles mitbekommen.
    Sie waren es auch, die die Möglichkeit angesprochen haben, dass er auch betroffen sein könnte.

    Ich hatte halt bei den Fragebögen (die er allein nicht ausgefüllt hätte) oft das Gefühl, ich könnte auch betroffen sein. Nur habe ich mit ganz viel Disziplin und ganz vielen selbstauferlegten Regeln mein Leben einigermassen im Griff. Ich brauch Kalender, mein Handy zum Erinnern, feste Strukturen, geregelten Schlafrhytmus. Ich habe die totale Aufschieberitis und zwinge mich ständig dazu, die richtigen Sachen zu machen. Das kostet mich enorme Kraft.
    Vielleicht gibt es auch Formen von ADS, die gemässigt sind und wo man mit dem Alltag zurecht kommt, wenn auch mit großen Anstengungen.

    Ui schon so spät.
    Lieben Gruß
    Lexa

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