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Diskutiere im Thema Helfen Aminosäuren bei ADHS? im Forum Angehörige von Erwachsenen mit ADS/ADHS
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 12

    Helfen Aminosäuren bei ADHS?

    Hallo alle Zusammen!

    Ich bin neu hier.

    Mein Mann hat eine ADHS-Diagnose.
    Also er wirkt chaotisch, impulsiv, hyperaktiv und hat Probleme mit dem Einschlafen und Wachwerden.
    Er nimmt noch keine Medikamente zur Zeit.

    Heute hörte ich, dass bestimmte Aminosäuren hochdosiert helfen sollen: L-Methionin, L-Tyrosin, Taurin, Thiamin (Vitamin B1)?

    Was sagt ihr dazu?
    Hat jemand von Euch damit Erfahrung gemacht?
    Ist das als natürlicher Ersatz zu chemischen Medikamenten zu sehen oder als Ergänzung dazu?
    Oder helfen sie gar nicht so sehr, dass sich die Schwierigkeiten (z.B. Aufmerksamkeitsdefizite, Schlafprobleme) bessern?

    Meistens schaffe ich es abends ins Chaoten-Net zu schauen, ist immer viel los bei uns!

    Es grüßt neugierig, Eure Mary Poppins!

  2. #2
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 61

    AW: Helfen Aminosäuren bei ADHS?

    Es gibt soweit ich weiß keine Beweise, die einer Wissenschafftlichen überprüfung Standhalten(Wirksamkeitsnachwe iß) , das die Einnahme von Hochdosierte Aminosäuren hilft.
    Die "Chemischen" Medikamente machen nichts anderes als die Dopamin Regulation im Gehirn zu verändern. Dopamin ist ein biogenes Amin, welches aus Aminosäuren entsteht. Das Problem von Aminisäuren-Präperaten ist, das diese nicht so einfach die Blut-Hirn Schranke überwinden können, wodurch man zwar den Stoff in den Körper bekommt, aber nicht an die Stelle an der es hilft, da die Eingenommen Aminisäuren nicht ins Gehirn kommen, wo sie aber hinmüssten, falls sie Helfen sollen.
    Folge es hilft garnicht

    Es hat schon einen Grund warum man "Chemische" Medikamente Verwendet, gäbe es eine bessere Alternative würde diese verwendet werden. Gibt es aber nunmal nicht, weswegen man diese Medikamente verwendet.
    Chemisch heißt ja nicht gleich schlecht, oder Schädlich, Wasser ist beispielsweise Chemie aber vollkommen ungefährlich.
    γ-Amanitin ist eine Natürliche Aminisäure die aber sehr tötlich ist.

    PS: Alle Aminosäuren sind übrigens Chemische Verbindungen

  3. #3
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 12

    AW: Helfen Aminosäuren bei ADHS?

    Danke, Juphi!

    Ja, mit dem biochemischen Haushalt im Körper ist das so eine Sache!
    Klar, führt man dem Körper durch die Ernährung zunächst wichtige Stoffe zu, die man braucht um zu funktionieren.

    Es könnte daher wirklich ungesund/problematisch werden, wenn man dem Körper, der sowieso ein Stoffwechselproblem in der Aufnahme, Nutzung oder beim Abbauen von bestimmten Stoffen hat, von diesen Stoffen auch noch erhöhte Mengen zuführt! Das sehe ich ein!
    Also keine gute Idee/ wenig hilfreich Hm....Nahrungsmittelergänzung en...sind auch echt teuer...Pharmaindustrie-Profitgeier?...keine Lösung.

    Also wir, in unserer Familie, ernähren uns schon einmal aufgrund der Kinder dreimal am Tag regelmäßig und
    aufrgund des in unserem Land wirklich über die Maßen vielfältigen Angebots an Nahrungsmitteln, wahrscheinlich auch ausreichend gesund,
    im Vergleich zu der restlichen, ärmeren Weltbevölkerung!

    Daraus könnte ich schliessen, da es uns an Gemüse und Obst im Speiseplan nicht mangelt, dass es wirklich keiner Nahrungsergänzungen bedarf!
    Auch bei ADHS nicht.
    Defakto erklären sich gezielt wirkende Medikamente damit natürlich von selbst.

    Andererseits machen diese gezielt wirkenden Medikamente auch nichts anderes, als das betroffenen Stoffwechselproblem chemisch zu regulieren.
    Wenn man nun gezielt nahrungsergänzende Stoffe für die Dopaminregulation einnimmt und dazu einen nennen wir es mal "Transporteur", der diese Stoffe auch an die betroffenen Stelle bringt im Gehirn, könnte man Ritalin dann umgehen? Oder ist das genau dann Ritalin?
    Mal recherchieren....

    Ich melde mich wieder. Sei gegrüßt und alles Gute!
    Mary Poppins

  4. #4
    Lysander

    Gast

    AW: Helfen Aminosäuren bei ADHS?

    Ich picke mir mal L-Tyrosin heraus. Tyrosin ist zwar an der Bildung von Dopamin beteiligt, ein zu hoher Tyrosinspiegel soll aber den Dopaminspiegel senken. Wozu Tyrosin zufûhren? Sollte eine gewisse Menge an L-Tyrosin den Dopaminspiegel erhöhen, würde das meiner Ansicht nach unsinnig sein, weil ADSler ein Problem mit der zu schnellen Wiederaufnahme des Dopamins im synaptischen Spalt haben, was nach wie vor bestünde. Soweit ich das weiß, geht es eben nicht um die Menge an Dopamin, sondern um die "fehlerhafte Übertragung".

    Genau hier greift aber Methylphenidat ein. MPH sorgt dafür, dass das Dopamin nicht mehr so schnell von der aussendenden Nervenzelle zurückgenommen wird und deshalb von der empfangenden Nervenzelle in ausreichender Menge aufgenommen werden kann.
    Geändert von Lysander ( 8.08.2014 um 10:27 Uhr)

  5. #5
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 12

    AW: Helfen Aminosäuren bei ADHS?

    Gut, gut...Methyphenidat ist also ein Transporter, kurz der Stoff, der genau da wirkt, wo er im Gehirn die Neurotransmitter an den Synapsen regeln soll. Kapiert!
    Es geht also nicht um die Bildung der Neurotransmitter Dopamin und Noradrenalin, sondern um deren Steuerung im Gehirn.

    Somit scheidet eine Disskusion über Aminosäuren schlicht aus.
    Aminosäuren, also Eiweiße, bilden unter Anderem im Körper die Hirnbotenstoffe,
    und es geht uns ja nicht um eine vermehrte oder verminderte Bildung von Neurotransmittern!

    Ich nähere mich langsam vermutlich...
    Vielen Dank! Jetzt ist mir wohler!

    Grüße! Mary Poppins

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