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Diskutiere im Thema hallo! ich bin neu hier im Forum Angehörige von Erwachsenen mit ADS/ADHS
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #1
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 11

    hallo! ich bin neu hier

    Hallo Ihr Lieben!
    Ich bin neu hier und ich habe mich hier angemeldet weil ich Antworten suche, die Ihr mir vielleicht geben könnt.
    Ich selbst bin seit 18 Jahren mit einem adhsler zusammen und auch verheiratet. Wir haben zwei gemeinsame Kinder
    die auch an adhs leiden. Die Beziehung mit meinem Mann ist immer schon sehr schwierig gewesen und ist sie immer noch.
    Immer mit dem Gedanke sich zu quälen zusammen zu bleiben, ob sich das lohnt oder nicht.
    Er hat vor 1 1/2 Jahren seine Diagnose bekommen und nimmt auch Medikamente.
    Die Medikamente helfen zu bestimmten Situationen, wie Autofahren, Müdigkeit,...
    Jedoch ist die Partnerschaft ziemlich angeknackst, durch das fehlende Vertauen, durch diverse Frauengeschichten.
    Er sagt er liebt mich, aber das fühle ich nicht. Es ist zwar auf der einen Seite was vertrautes da und er ist auf seine Art und
    Weise da für mich. Aber bei offenen Gesprächen kommen doch provokante Äusserungen oder Impulsivität zum Vorschein.
    Ich denke mir oft, oh mein Gott, schon wieder das Adhs, oder ist es er selbst.
    Wie erlebt ihr eure Partnerschaft?? Was habt ihr schon durchgemacht. Ich lese Bücher usw. aber ich brauche Antworten die
    Ihr mir vielleicht geben könnt. Das erhoffe ich mir hier drinnen. Ich danke Euch schon mal im Vorfeld.

    Alles Liebe mama1212

  2. #2
    Muh!

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 6.859

    AW: hallo! ich bin neu hier

    Hallo Mama1212,

    einige Begriffe haben mich ein wenig nachdenklich gestimmt. Ich markiere sie mal.

    mama1212 schreibt:
    Hallo Ihr Lieben!
    Ich bin neu hier und ich habe mich hier angemeldet weil ich Antworten suche, die Ihr mir vielleicht geben könnt.
    Ich selbst bin seit 18 Jahren mit einem adhsler zusammen und auch verheiratet. Wir haben zwei gemeinsame Kinder
    die auch an adhs leiden. Die Beziehung mit meinem Mann ist immer schon sehr schwierig gewesen und ist sie immer noch.
    Immer mit dem Gedanke sich zu quälen zusammen zu bleiben, ob sich das lohnt oder nicht.
    Er hat vor 1 1/2 Jahren seine Diagnose bekommen und nimmt auch Medikamente.
    Die Medikamente helfen zu bestimmten Situationen, wie Autofahren, Müdigkeit,...
    Jedoch ist die Partnerschaft ziemlich angeknackst, durch das fehlende Vertauen, durch diverse Frauengeschichten.
    Er sagt er liebt mich, aber das fühle ich nicht. Es ist zwar auf der einen Seite was vertrautes da und er ist auf seine Art und
    Weise da für mich. Aber bei offenen Gesprächen kommen doch provokante Äusserungen oder Impulsivität zum Vorschein.
    Ich denke mir oft, oh mein Gott, schon wieder das Adhs, oder ist es er selbst.
    Wie erlebt ihr eure Partnerschaft?? Was habt ihr schon durchgemacht. Ich lese Bücher usw. aber ich brauche Antworten die
    Ihr mir vielleicht geben könnt. Das erhoffe ich mir hier drinnen. Ich danke Euch schon mal im Vorfeld.

    Alles Liebe mama1212
    Mein erstes Gefühl ist, dass Du Deine Ehe sehr negativ empfindest. In Deinem Text steht nichts Schönes. Warum hast Du ihn denn einst geheiratet? Du schreibst, dass er immer schon schwierig sei, also auch zum Zeitpunkt der Eheschließung? Was ist anders geworden? Hat er sich verändert, oder hast Du Dich gar verändert.?

    Des weiteren wählst Du Begriffe, wie "leiden". ADHS ist ein Zustand - es mag eine Krankheit sein -, dem man Zeit Lebens ausgesetzt ist. Daher würde ich diesen Zustand nicht als Leid betrachten, weil man sich jeden Tag dieses Leid vor Augen führen würde. Ich persönlich habe dazu kein Bock. Ich sehe ADHS als Gott gegeben an. Ich habe es und gut. Leiden möchte ich nicht.

    "Schon wieder das ADHS oder ist er das selbst" - er ist es selbst mit seinem ADHS. Es gibt nicht den Zustand ohne und mit ADHS.

    Zudem fragst Du nach dem Erleben einer Partnerschaft und bezeichnest das als "Durchmachen". Also auch wieder negativ. Eine Beziehung mit einem ADHSler muss nicht zwangsläufig negativ sein.

    Ich gebe ungern Ratschläge, weil ich zu oft mit Rat verprügelt wurde. Aber Du hast gefragt, ob wir Antworten haben. Meine Antworten sind:

    a) Ich würde mein Denken ändern. Wenn Du Deine Denken änderst, also die Beziehung nicht grundsätzlich negativ siehst, wird sie wieder schön werden. Ich habe diverse Kurse mitgemacht, um positiv zu denken. Ich habe z.B. NLP (Neuro-Linguistisches Programmieren) mitgemacht. Das ist zum besseren Denken sehr zu empfehlen, denn das ewige Negativdenken hemmt Einen sehr, gerade, wenn man ADHS hat.

    b) Ich würde sein Denken verstehen lernen. Viele Angehörige machen den Fehler und wollen den ADHSler ändern. Das geht nicht. Er ist so, wie er ist. Du wirst ihn nicht ändern können. Da Du Dich mal in ihn verliebt hast, wird da ja noch Etwas sein, was Du früher mal geliebt hast.

    Das er Dich betrügt, ist natürlich der Hammer. Ich hätte mich von ihm getrennt. Warum duldest Du das noch? Weil Du ihn liebst. Darauf würde ich nun aufbauen. Ihn als Menschen sehen, den Du liebst.

  3. #3
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 147

    AW: hallo! ich bin neu hier

    Hallo,

    auch bei uns in der Familie leben wir mit allen möglichen Begleiterscheinungen des Lebens, aber wir "leiden" nicht an AD(H)S.
    Ich habe es schon an anderer Stelle geschrieben. Nicht der Autismus, das AD(H)S, die Legasthenie, der Diabetes machen uns aus.
    Wir sind das was wir aus uns machen und wie wir miteinander umgehen.

    Impulsivität kenne ich nur zu gut - Türen knallen, Teller schmeißen, provozieren, rumbrüllen - das kann ich gut - da fühle ich mich lebendig.
    Aber alles das können Menschen ohne ADHS genauso gut.

    Ob sich zusammen bleiben lohnt oder nicht , das kannst nur du entscheiden - ich bin bei meinem Partner geblieben, weil wir uns beide geändert haben, weil wir einander nicht mehr ändern wollen, weil wir uns nur selbst ändern können.

    Die Frage ist - machen wir aus unseren Begleiterscheinungen ein Leiden.
    - Unsere Jüngste hat die Diagnose ADHS, sie ist ein lebensfroher Mensch und ich leide unter ihrem Chaos.
    - Unsere Älteste hat die Diagnose ADS , sie hat unter den Depressionen gelitten, aber nicht daran ein Träumer zu sein.
    - Unser Mittlerer ist Asperger Autist - das ist kein Leiden für ihn, sondern eine andere Art zu leben.
    -Mich habe ich oben schon etwas beschrieben, ich leide nicht unter dem ADHS, ich habe aber gelitten als Depressionen und Panikattacken hatte.
    - Mein Mann ist insulipflichtiger Diabetiker, es stört ihn nicht Diabetes zu haben, ein Problem sind Situationen in denen er sich falsch eingeschätzt hat und unterzuckert ist.

    Ob eine Beziehung sich lohnt, wenn Vertrauen fehlt - wenn ich nicht vertraue dann gehe ich.

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