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Diskutiere im Thema Wer in der Familie hat ADS/ADHS ? im Forum Angehörige von Erwachsenen mit ADS/ADHS
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 124

    Wer in der Familie hat ADS/ADHS ?

    Hallo Sunshine, Tibet, Selenia ,

    nun will ich es wissen: wer in der Familie hat`s ?

    Ich vermute, dass mein Partner, mit dem ich zusammenlebe betroffen ist. Gleiches vermute ich bei meinem erwachsenen Sohn aus erster Ehe. Der wohnt jedoch zur Zeit 400 km entfernt.
    Wer dort als Vorfahre was weitergegeben hat, ist mir nicht ganz klar. Mein Bruder ist ein wenig " schräg", aber auch in der Familie meiner ( Ex-) Schwiegermutter steckt entsprechendes Potential ( einige zerstreute Proffessoren).

    Mein Partner sagt, sein Vater war auch so wie er.

    Grüße von Bindi, die neugierige Nichtschwäbin

  2. #2
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf AD(H)S
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 84

    AW: Wer in der Familie hat ADS/ADHS ?

    Also Bindi, ich bin auch der festen Überzeugung, dass ADS/ADHS eine Erbkrankheit ist. Nur hat früher niemand darauf geachtet. Bei meiner Mutter wurde z.B. das etwas "schräge" Verhalten auf eine Hirnhautentzündüng in den Kinderjahren zurückgeführt. Sie war sehr vergesslich, hatte ein schlechte Rechtschreibung, war aber eine begnadete Klavier- und Orgelspielerin.
    Aber sie war auch sehr unausgeglichen, launisch und depressiv. Meine Kindheit war die Hölle. Bemerkenswert ist aber, wie mein Vater es all die Jahre mit ihr ausgehalten hat und noch aushält. Inzwischen ist sie 72 Jahre alt und demenzkrank. Viele ihrer Krankheiten sind auf die jahrelangen Depressionen zurückzuführen. Mein ältester Sohn war ein liebes, fleißiges, soziales Kind -
    bis zur Pubertät. Danach veränderte er sich stark: Freunde blieben weg, er wurde eigensinnig, rechthaberisch und aggresiv. Aber er ist immer noch sehr
    tüchtig und in seinem Beruf (er ist selbstständig) sehr erfolgreich. Nur in seinem Sozialverhalten und bei der Partnerwahl geht er recht eigenartige Wege. Manchmal, in der letzten Zeit immer öfter, habe ich das Gefühl, er ist mit sich selbst nicht mehr zufrieden. Aber es ist noch ein langer Weg bis man ihn mit ADHS konfrontieren kann - jetzt würde er daraufhin nur ausrasten. Ich glaube, dass er erst jetzt, mit 25 Jahren, aus der Pubertät herauskommt.
    Ich selber war eher das verträumte ADS-Kind, mit richtiggehend kleinen
    "Aussetzern" , die meine Lehrer während meiner Schulzeit zur Verzweiflung
    brachten. Mal so, mal so - mit der Wechselhaftigkeit meiner schulischen Leistungen bin ich selber kaum klargekommen.

  3. #3
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 61
    Forum-Beiträge: 767

    AW: Wer in der Familie hat ADS/ADHS ?

    Bei mir habe ich Sohn, Ehemann und Nichte mit einem Internettest auf ADS geprüft - keiner hat auch nur mehr als minime Punkte.
    Mein Sohn hat einen recht hohen IQ.
    Meine Mutter und Grossmutter hatten vermutlich einen recht hohen IQ.
    Mein Vater soll, sagt die Stiefmutter (extrem auffällig mit der hyperaktiven Schilddrüse) ein Egoist sein. Sie meint, dass ADS auf ihn zutreffen könnte. Aber da sie selbst verhaltensauffällig ist, haben wir uns immer über sie aufgeregt, weniger über den Vater. Ich werde ihn Ende Januar wieder sehen und einen Internettest machen lassen.

    Meine Schwester ist 4 Jahre jünger als ich, hat vermutlich den gleichen IQ wie ich, aber sicher kein ADS.
    Inzwischen merke ich, dass sie ein sehr schweres Leben mit mir gehabt haben muss. Leider hat sie das zu unendlichem Neid gebracht. Ich getraue mir kaum noch zu sagen dass ich Zahnweh habe, denn selbst das neidet sie mir vermutlich noch *smile.

    Also Vaterseite.. hm.. da ist mir sonst niemand mehr aufgefallen ausser sein Bruder. Der hat ihm (auch er war jünger) auch immer alles geneidet und später zu trinken angefangen und ist verfrüht gestorben.

  4. #4
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 867

    AW: Wer in der Familie hat ADS/ADHS ?

    Ich denke an meinen Bruder. Der war ein Schreikind, war irrsinnig anstrengend als Kind, hatte Probleme in der Schule, die er aber Dank seiner beruflichen Ziele meisterte, zieht sich zurück, ist mittlerweile sehr still, hat Zwangsneurosen. Aber er blockt beim Thema ADS ab. Wahrscheinlich hat er Angst davor was zu haben, denn wir haben einen depressiven Vater und ich bin noch immer am Studieren. Und das könnt ihn beunruhigen. Ich vermute auch meine Mutter ist eine ADSlerin. Da gibt es viele Parallelen zwischen uns.

  5. #5
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 124

    AW: Wer in der Familie hat ADS/ADHS ?

    Selenia schreibt:
    Inzwischen merke ich, dass sie ein sehr schweres Leben mit mir gehabt haben muss. Leider hat sie das zu unendlichem Neid gebracht. Ich getraue mir kaum noch zu sagen dass ich Zahnweh habe, denn selbst das neidet sie mir vermutlich noch *smile.

    .
    Ich finde sehr interressant, wie du dich selbst aus den Augen eines Normalos siehst.
    Das ist ein ganz wichtiger Aspekt. Weil irgendwie hat man immer das Gefühl, der ADSler ist egoistisch. Er findet es zwar nicht gut an ADS zu leiden, aber da es ja nun mal so ist, müssen die anderen damit umgehen. Die können es ja.
    Häufig ist ihnen aber wohl gar nicht bewußt, wie sie auf andere wirken und wie schwer es für diese ist.
    Erst wenn ich meinem Partner sage, dass er mich kränkt oder in meinen Rechten beschneidet, merkt er, was er mir antut. In dem Moment sieht er nämlich einfach nur sich, dem es grade mal nicht so gut geht.
    LG Bindi

  6. #6
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 124

    AW: Wer in der Familie hat ADS/ADHS ?

    Interressant, interressant.........Und wie geht ihr mit diesen Mitgliedern um ? Bzw. wie gehen sie mit euch um ?

    Ein großes Problem ist bei uns der Rückzug. Wenn mein ADSler schlecht drauf ist, hat er zig Möglichkeiten des Rückzugs ( räumlich), ich jedoch keine. Er hat mittlerweile alle Zimmer mit seinen Sachen belegt, breitet sich immer mehr aus. Er hat ein eigenes Arbeitszimmer, ein Musikstudio, einen weiteren Raum, der durch sein Hobby belegt ist. Mein Laptop steht inzwischen auf dem Esstisch, aber auch dort häufen sich langsam seine Papiere an......

    Eine große Erleichterung einerseits ist für mich, dass mein Sohn so weit entfernt wohnt, andererseits müsste ich ihm zwischendurch immer mal wieder eine Streicheleinheit verpassen, ein kleines Coaching, das macht sonst keiner.

  7. #7
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 28

    AW: Wer in der Familie hat ADS/ADHS ?

    also bei mir hatte es der vater das steht zu 100% fest.....was meine mutter angeht habe ich da auch ne vermutung in der richtung da einige tendenzen da sind die dafür sprechen würden jedoch so lautet ihr argument ...würde es in ihrem alter ohnehin keine auswirkungen mehr auf ihr weiteres leben haben selbst wenn sie es wüsste weshalb sie die vermutung auf sich beruhen lassen möchte

  8. #8
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 61
    Forum-Beiträge: 767

    AW: Wer in der Familie hat ADS/ADHS ?

    @Venice
    ich bin 53 Jahre alt.. und mich interessiert es brennend... und mein Vater ist bald 80 und ich finde, es sollte ihn auch interessieren..
    Also Augen zu und so ist nicht.. aber man muss ja nicht zwingend was unternehmen.. ich finde, es erklärt nur einiges..
    Jedoch sieht man auf einmal nur noch ADSler, wenn einem selbst die Augen geöffnet werden..

  9. #9
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 28

    AW: Wer in der Familie hat ADS/ADHS ?

    ich persönlich vertrete nicht die meinung das eine diagnose in dem alter sinnfrei ist jedoch kann und will ich es ihr nicht aufzwingen es ist ihre entscheidung....möglicherweis e ist es auch nur so das sie angst davor hat betroffen zu sein und mit der gewissheit es zu haben schuldgefühle mir gegenüber aufkömmen könnten...deshalb respektiere ich es und überlasse die entscheidung ganz ohne jedlichen druck aus zu üben

  10. #10
    MoC


    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 31
    Forum-Beiträge: 365

    AW: Wer in der Familie hat ADS/ADHS ?

    huhu....


    also ich bin mir sicher dass fast meine ganze familie es hat. Da ich erst diagnostiziert wurde, bin ich gespannt ob meine mum nachdem sie es von mir erfahren hat, meine schwester auch untersuchen lassen lässt, denn sie kommt ganz nach mir, unterschiede bis auf das geschlecht gibt es nicht.
    Meine Mutter hat sich zwar nie testen lassen aber galt schon immer als sehr impulsiv, launisch und total döddelig.
    Meine Tante denke ich auch dass sie es hat, hat sich zwar nie testen lassen, aber da es meine cousine hat, denke dass sie es auch hat.
    Insgesamt sind aber nur zwei fälle bekannt

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