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Diskutiere im Thema Wie kann ich meine Tochter noch unterstützen? im Forum Angehörige von Erwachsenen mit ADS/ADHS
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 29

    Wie kann ich meine Tochter noch unterstützen?

    Hallo zusammen!

    Meine Tochter (20) hat ADHS und treibt mich immer noch regelmäßig in den Wahnsinn.
    Vorweg möchte ich kurz von unserem Weg bis hierhin berichten, denn ich bin der Überzeugung das dabei viel schief gegangen ist und sie daher auch heute so hilferesistent ist.

    Das etwas nicht stimmt wurde schon in der Kita erkannt, sie war total hibbelig und leider auch sehr agressiv. In der 1. Klasse hatten wir das Glück das sie eine Lehrerin bekam die sich mit ADHS auskannte und uns zum Psychologen schickte der dieses auch dann diagnostizierte. Einzeltherapien, Antiaggressionstraining und Medikinet halfen ihr etwas und so schaffte sie es bis in die 4. Klasse. Die neue Lehrerin war leider nicht mehr so toll und fand die Störungen im Unterricht auch nicht lustig und so wurde meine Tochter auch oft ausgeschlossen. Das führte dazu das sie in der Schule noch auffälliger wurde und so folgten in 2 Jahren zwei stationäre Therapien. Der Erfolg hielt auch nur kurz und die Grundschule war froh als meine Tochter in die Oberschule kam. Damals dachte ich noch das alles besser wird, leider war das Gegenteil der Fall. Sie hatte keine Lust auf Unterricht, schrieb keine Arbeiten mit (obwohl sie wirklich schlau ist) und lebte ihre Aggressivität aus. Auch eine Sonderpädagogin die ihr in einigen Stunden zur Seite gestellt wurde, konte nicht mehr viel machen und so flog meine Tochter nach etlichen Disziplinarverfahren nach der 7. Klasse von der Schule.
    Vermittelt vom Jugenamt kam sie in ein Schulprojekt für verhaltensauffällige Kinder, wo sie die 7. Klasse wiederholten musste und ja auch da gab es ne Menge Ärger und sie flog auch von dieser Schule. Nächstes Schulprojekt für die 8. Klasse, stationäre und ambulante Therapien und die Pubertät. Das war dann wohl zu viel, denn sie fing dann auch zuhause an "durchzuknallen". Selbst eine Familienhilfe vom Jugendamt schmiss nach 4 Monaten das Handtuch.
    Völlig überfordert und auch zum Schutz unserer beiden "normalen" Kinder haben wir sie dann in ein Heim gegeben. Sie kam dort auf eine normale Oberschule, wo sie die 8. Klasse schaffte. Leider fand sie im Heim die falschen Freunde, beschuldigte einen Erzieher sie angefasst zu haben und flog im hohen Bogen aus dem Heim.
    Wieder zu Hause, machte sie was sie wollte. Schwänzte die Schule (OSZ), beklaute uns, lief einfach weg und traf ihren Traumtyp (der unser Alptraum ist). Mit 17 fanden wir endlich das ideale Projekt, es war wie ein Internat wo sie ihren Schulabschluss machen sollte und wo ihr gezeigt werden sollte wie sie sich allein in ihrem Leben zurecht finden kann. Sie war gern da, hatte Zukunftspläne und war glücklich. Bis eine Schwangerschaft festgestellt wurde und schwups war sie nach 4 Monaten wieder zu Hause, denn sie wollte dieses Kind unbedingt bekommen. Der Vater des Kindes hat ebenfalls ADHS, ist um einiges älter und bekommt sein Leben auch nicht auf die Reihe....
    Das Jobcenter finanzierte ihr eine Wohnung, da sie nur noch Wochen bis zu ihrem 18. Geburtstag hatte. Chaos im Kopf und ein Baby, echt Leute ich hatte meine Zweifel, aber die kleine Maus verzauberte meine Tochter etwas und sie wurde ruhiger. Die Wohnung im Chaos, Anträge allein stellen - unmöglich und mit dem Kindsvater immer wieder handfeste Auseinandersetzungen, aber sie kam soweit zurecht. Da Verhütung eine Sache ist an die man denken muss, kam letztes Jahr Kind Nummer zwei.
    Sie versucht wirklich die Wohnung sauber zu halten, den Tag zu strukturieren und ihre Zukunft zu planen. Arzttermine macht sie in Absprache mit mir, das sie es nie schafft da auch pünktlich zu erscheinen, Anträge ausfüllen übernehme ich, da sie sonst nie beim Amt landen würden.

    Bis hierhin haben wir es geschafft, doch außer von mir lässt sie sich auch von keinem helfen. Sie geht nicht mehr zum Psychologen oder lehnt eine Familienhilfe vom Jugenamt ab und das macht mich auch sauer, denn so ganz ohne Hilfe schafft sie es einfach nicht.
    Ich habe mich eine kurze zeitlang zurück gezogen, denn sie sollte allein versuchen ihren Alltag zu bewälltigen. Die Kinderärztin rief mich dann an und sagte das schon einige Termine zu den U Untersuchungen nicht wahr genommen wurden. Mein Töchterchen fand das nicht schlimm, denn sie könne ja nichts dafür wenn die Kinder so langsam essen oder sich nicht anziehen lassen wollen oder einfach auf dem Sofa einschlafen.
    Achso, vom Kindsvater hat sie sich getrennt, da sie dann doch feststellen musste das er ihr Leben nicht unbedingt einfacher macht.

    Ich will wirklich das sie es schafft, aber ich kann doch nicht auf Dauer ihren Alltag durchplanen. Ich gehe Vollzeit in Schichten arbeiten, mein Mann ist Montagearbeiter und unsere Jüngste wohnt ja auch noch bei uns. Wenn ich frei habe, steht meine Tochter oft auf der Matte und fragt ob ich ihr helfen kann oder die Kids mal einpaar Stunden nehme. Das mir das alles auch irgendwann zu viel wird sieht sie nicht wirklich.
    Geändert von Atze ( 1.02.2014 um 00:41 Uhr) Grund: Titel auf wunsch der TE geändert

  2. #2
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 10.928

    AW: Meine Tochter macht mich irre ;-)

    tja liebe zauberelfe,da habt ihr es alle nicht einfach


    nicht nur ihr als eltern,sondern auch eure tochter


    wenn man von uns adhslern liest oder hört zb wenn ich auch meiner mutter zu höre,
    könnte man denken,wir sind selbstsüchtige,gedankenlose menschen.....klar wir handeln manchmal gegen jeden verstand.....
    doch in uns top soviel......wir verzweifeln an uns und bleiben trotzdem stehen

    wir können kaum hilfe annehmen,vor allem nicht in jungen jahren ,
    da wir doch alles alleine erreichen möchten und mit kritik kommen wir kaum klar

    worte werden falsch verstanden.der kopf explodiert und der streit und die worte kreisen in der luft


    all das was ich oben schreibe ,brauchst du nicht wirklich verstehen......
    und ich mein auch nichts davon böse


    ich kann irgendwie nachvollziehen wie es dir ergeht
    diese hilflosigkeit muss schrecklich sein


    ich denke,ich verstehe,bzw kann mir vorstellen warum sie sich nur von dir helfen lässt
    dir vertraut sie
    du weißt wie du mit ihr umgehen musst
    andere scheinen ihr nur kritik entgegen zu bringen



    wenn ich lese,wie viel mühe sie sich gibt um ihren alltag auf die reihe zu bringen......ich kanns mir vorstellen
    man gibt sich ganz viel mühe.....um dann festzustellen,dass es nicht klappt

    ich selbst hab lange nicht begriffen,dass meine erklärungen dafür dass ich es nicht pack,ausreden sind
    ich konnte so manches nicht begreifen


    vielleicht ist sie für fremdhilfe offen wenn du am anfang und beim vorgespräch dabei bist
    vielleicht gibt es möglichkeiten über eine adhs selbsthilfe gruppe bei euch in der nähe nach zu fragen was man machen kann
    oder ergo therapie?



    viele grüsse

  3. #3
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 29

    AW: Meine Tochter macht mich irre ;-)

    Hallo Butterblume,

    was du oben geschrieben hast versteh ich schon, denn so hat mir meine Tochter ihr Chaos auch schon versucht zu erklären.

    Und man sieht ja das sie Dinge die sie sich vornimmt schaffen will, wie zum Beispiel die Wohnung aufräumen. Als sie noch ganz klein war, hab ich die Schränke beschriftet und ihr ein gewisses Chaos erlaubt. Nun hat sie aber zwei kleine Kinder und muss auch Ordnung halten, aber manchmal kann man einfach nur den Kopf schütteln. Aber da sagt sie nicht, das sie es nicht schafft oder kann, nein sie sagt dann das sie keine Lust hat aufzuräumen, Wäsche zu waschen oder die Spülmaschine einzuräumen. Wenn der Wäscheberg mal wieder unübersehbar hoch ist, nehm ich schon mal Sachen mit und wasche sie bei mir. Das kann es doch aber auf Dauer auch nicht sein.

    Ja sie vertraut mir und sie dankt mir auch ganz oft, was ich auch super toll finde. Aber manchmal hab ich wirklich das Gefühl mit einer Wand zu reden.
    Sie macht sich den Alltag selber schwer. Ihre Große ist grade 2 Jahre alt und auch schon sehr selbstständig, aber wenn die Maus dann mal nicht gleich weiß wo ihre Hose liegt oder nicht gleich ins Bett geht, wird meine Tochter schnell laut und steigert sich dann auch in solche Situationen rein. Zum Schluss heult die Maus und meine tochter ist mit den Nerven am Ende. Da kan ich reden wie ein Buch, es kommt nichts an.

    Das ich mit ihr mal zusammen Hilfe aufsuche, habe ich ihr schon angeboten, aber sie blockt total ab. Sie hat keine Lust drauf.

    Danke nochmal für die lieben Worte Butterblume.

    Liebe Grüße

  4. #4
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 5.925

    AW: Meine Tochter macht mich irre ;-)

    Hat sie wirklich keine Lust auf "fremde" Hilfe? Oder hat sie eher Angst davor?

    Ist die Feststellung, sie hatte keine Lust etwas zu tun der innere (verdammt grosse) Schweinehund, den es zu überwinden gilt oder konnte sie einfach nicht? Es ist unheimlich schwer zu sagen, ich kann (das) nicht! Für mich ist das immer wie ein (kleines) persönliches Versagen. Und wir reden hier nicht von Zementsäcken, die ich heben soll, sondern von ganz normalen Sachen, die eigentlich jeder können sollte. Das macht die Sache leider eher schlimmer.

    Kannst du vielleicht mit ihr ein System einrichten, dass es ihr leichter fällt Ordnung zu halten?
    Ich habe z. Bsp. ein grosses Problem damit lose Blätter in die entsprechenden Ordner zu bringen. Der Weg muss unheimlich lang sein, aber damit nicht alles, was abgeheftet werden muss, rumfliegt habe ich einen Transportkorb, der ca. 1 Jahr reicht (Okay, kommt auch auf das Jahr an. ). Dann einmal im Jahr, wenn die Steuererklärung gemacht werden muss, nehm ich mir das ganze Ding vor, sortiere und hefte. Gut, es ist nicht optimal, aber in diesem Fall die einzige Ordnung, die ich halten kann, auch wenn die Aktion dann mal 2-4 Tage dauert, aber ich müll mich nicht hemmungslos zu.

    Ich - für meinen Teil - brauche einfache Ordnungssysteme, die ich schnell erreichen kann. Schränke sind bei mir besser als Regale (Regale vermitteln mir das Gefühl von Unordnung und "Nichts geschafft" zu haben.) . Körbe besser als Fächer. Möglichst "glatte" Flächen (z. Bsp. geschlossener Bettkasten, statt offener Stauraum, da sammelt sich einfach zu viel an). Pläne helfen mir mich zu struckturieren und möglichst wenig zu vergessen (einige habe ich mir an die Tür geklebt, damit ich ständig nachsehen kann). Und unbedingt immer wieder feste Plätze.

    Für Schlüssel z. Bsp. habe ich einen festen Platz, seit dem suche ich wesentlich weniger.

    Aufräumen kann man trainieren. Ich fange in einer Zimmerecke an und arbeite mich dann mit oder gegen den Uhrzeigersinn durch. Sachen die in ein anderes Zimmer gehören stelle ich nur dort ab (Brauchte ich auch etwas länger für, aber die Ablenkung ist sonst böse und ich hab am Ende viele Baustellen.) und räume sie später weg. Wenn es dunkel ist, lass ich in dem Zimmer, in dem ich noch was tun muss Licht an, um mich daran zu erinnern.

    Das rumschreien könnte ein Zeichen für Überforderung und Hilflosigkeit sein. Ich habe auch oft das Gefühl, dass alles an mir kleben bleibt, obwohl es nicht ganz so schlimm ist. Mich treibt das dann auch mal kurz in einen akuten Wahnsinn. Daher trainiere ich auch mit meinem Kind die 1-Platz-Lösung. Natürlich arbeite ich auch an mir. Mal sehen, was schneller wirkt.

    Ich habe echt keine Ahnung, ob dir das weiterhilft, aber vielleicht kannst du ja was für dich und deine Tochter rausziehen.

  5. #5
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 29

    AW: Meine Tochter macht mich irre ;-)

    Nein, Angst ist es nicht, aber ich glaub auch nicht das es nur pure Lustlosigkeit ist. Aber zwingen kann ich sie ja auch nicht.

    Dein Ordnungssystem ChaosQueeny ist schon cool und ich sehe, das wir schon auf dem richtigen Weg sind. So einen Transportkorb bräuchte sie nicht, denn ihre Ordner stehen quasi vor ihrer Nase. Tja braucht sie ein Dokument ist es auf Garantie nicht im Ordner. Für ihren Schlüssel hab ich ihr in den Flur ein schickes Körbchen gestellt (reinwerfen fertig), ja auch der bleibt ungenutzt.
    Einen riesigen Kalender hatte sie im letzten Jahr und der hat es nicht mal an die Wand geschafft. Da sie wirklich alle Termine verpent, kam ich auch auf die Idee einen Zettel fertig zu machen mit den Terminen in der aktuellen Woche und an die Wohnungstür zu heften. Das machte sie ganze 2 Wochen. Aber, der Kalender für dieses Jahr hängt und das ist ja schon mal ein Fortschritt.
    Hmm Schränke hat sie auch, die sind zum größen Teil leer, denn auch Klamotten liegen mehr draußen als drinnen. Und jetzt fängt auch die kleine Maus an ihren Schrank ständig auszuräumen. Klar, bei Mama siehts ja auch so aus. Wenn ich meine Tochter gezielt auf dieses Problem anspreche ist sie genervt und räumt dann mal kurz auf.

    Ach und ja sie ist oft überfordert, aber mit 20 schon 2 kleine Kinder ist für "Normalo" schon nicht einfach. Aber sie wollte es so und da bin ich der Meinung, muss sie sich auch mal zusammen reißen.

  6. #6
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 5.925

    AW: Meine Tochter macht mich irre ;-)

    Wenn es doch mit zusammenreissen getan wäre.

    Das ist so einfach gesagt und verletzt manchmal ganz schön. Ich weiss das selbst, weil ich jeden Tag aufs neue versuche den Sieg über den (leider unheimlich grossen) Schweinehund zu erringen. Mal mit mehr, mal mit leider weniger Erfolg. (Das soll jetzt keine Kritik an dir sein, ich möchte nur, dass du das verstehst.)

    Im Prinzip hast du aber recht. Suppe einbrocken, heisst nunmal auch sie auszulöffeln.

    Deine Ansätze ihr zu helfen find ich prima. Ich glaube, bei mir hat es über ein Jahr gedauert, bis ich mich mit der Schlüsselsituation angefreundet hatte. Allerdings war auch der Auslöser, dass ich das ewige Suchen meiner Schlüssel einfach satt hatte. Man kann so viel anderes in dieser Zeit suchen.

    Das mit dem Kalender ist gut. Vielleicht schafft sie es ja. Du solltest aber vorsichtshalber noch drüber gucken. Und ja, Wege sind manchmal unheimlich lang. Wenn ich da an mein Wäschewaschen denke .... lassen wir das besser. Du wirst lachen (okay, vielleicht auch nicht), aber meine Ordner stehen genau hinter mir und trotzdem klappt es einfach nicht. Ich bringe einfach nicht die Energie für ein einzelnes Blatt auf. Für den Korb muss ich in einen anderen Raum und mich bücken, trotzdem klappt es. Der Zeitaufwand ist vermutlich identisch, aber solche Logik greift bei mir einfach nicht. Warum auch immer? Grössere Haufen liegen mir da komischerweise besser. Also lieber einmal Feuerwehr, als kontnuierlich. Auch wenn letzters einfach wäre, fast alles Regelmässige macht mich fix und alle und ist im Prinzip schon von Anfang an zum Scheitern verurteilt.

    Naja, cool ist anders. Aber dann wäre ich ja normal und das bin ich nun leider / Gott sei Dank nicht. Ich fürchte allerdings, manchmal bin ich schon eine ziemliche Zumutung für meine Umgebung. Einen Platz zu "vermüllen", dazu brauche ich maximal 5 Minuten, zum aufräumen dann ca. eine halbe Stunde. Was soll ich sagen?

  7. #7


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    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 20.802
    Blog-Einträge: 40

    AW: Meine Tochter macht mich irre ;-)

    zauberelfe schreibt:
    und da bin ich der Meinung, muss sie sich auch mal zusammen reißen.
    Aussagen wie diese sind der Hauptgrund, weshalb ich im Normalfall nicht in diesem Bereich lese.

    In dem Fall hatte mich nur der Titel aufmerksam gemacht, da ich abklären wollte, ob es sich dabei um ein Kind handelt (was dann hier im Forum nicht gestattet wäre).

    Das ist in etwa dasselbe, als würdest du dich in einem Forum für Querschnittsgelähmte anmelden und dann dort verlangen, diese sollten mal ab sofort die Treppen benutzen, statt des Fahrstuhls.

    Klar würde diese auch irgendwann mitsamt ihrem hinterher-geschleiften Rollstuhl oben ankommen, aber das ist nicht die Lösung des Problems (nicht einmal ansatzweise).

    Es ist im Übrigen auch so, dass AD(H)S-Betroffene quasi immer auch weitere Erkrankungen wie Depressionen und Angststörungen entwickeln, die sich dann genau in diesem Alter vorzugsweise bemerkbar machen.

    Aber mit Zusammenreißen oder Ähnlichem nicht hat das eben - wie schon gesagt wurde - nicht das Geringste zu tun.




    LG,
    Alex

  8. #8
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

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    Forum-Beiträge: 29

    AW: Meine Tochter macht mich irre ;-)

    Aber ChaosQueeny, wie machst du das mit deinem Kind???? Wie schaffst du es da das alltägliche Chaos zu überwinden bzw. eine gewisse Ordnung in das Leben des Kindes zu bringen? Arzttermine, Essenszeiten, Kinderzimmer aufräumen, Termine in Kita oder Schule?

    Und das mit deinem Transportkorb find ich ganz lustig und ja total unlogisch, aber wenn es dir hilft. Vielleicht braucht meine Tochter ganz weit weg auch so ein Teil

  9. #9
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 29

    AW: Meine Tochter macht mich irre ;-)

    Alex schreibt:
    Aussagen wie diese sind der Hauptgrund, weshalb ich im Normalfall nicht in diesem Bereich lese.

    In dem Fall hatte mich nur der Titel aufmerksam gemacht, da ich abklären wollte, ob es sich dabei um ein Kind handelt (was dann hier im Forum nicht gestattet wäre).

    Das ist in etwa dasselbe, als würdest du dich in einem Forum für Querschnittsgelähmte anmelden und dann dort verlangen, diese sollten mal ab sofort die Treppen benutzen, statt des Fahrstuhls.

    Klar würde diese auch irgendwann mitsamt ihrem hinterher-geschleiften Rollstuhl oben ankommen, aber das ist nicht die Lösung des Problems (nicht einmal ansatzweise).

    Es ist im Übrigen auch so, dass AD(H)S-Betroffene quasi immer auch weitere Erkrankungen wie Depressionen und Angststörungen entwickeln, die sich dann genau in diesem Alter vorzugsweise bemerkbar machen.

    Aber mit Zusammenreißen oder Ähnlichem nicht hat das eben - wie schon gesagt wurde - nicht das Geringste zu tun.




    LG,
    Alex
    Alex, so war das auch nicht gemeint. Also nicht "du wolltest die Kinder und nun werd mal klar im Kopf".
    Aber ich bin der Meinung (und wir haben vor der ersten Geburt lange darüber geredet) das wenn man ein Kind auf die Welt bringt, sollte man auch eine gewisse Verantwortung übernehmen und wenn es eben nur die ist, sich zum aufräumen oder Wäsche waschen durchzuringen. Sich hinstellen und sagen "ich habe keine Lust, Mama wird schon helfen" ist ja auch nicht richtig. Und genau das meinte ich mit ZUSAMMENREISSEN

  10. #10
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 5.925

    AW: Meine Tochter macht mich irre ;-)

    Hab ich dir das nicht gesagt mit dem Zusammenreissen. Für viele ist das ein echter Trigger, weil sie es schon millionenmal gehört haben. Verzeih uns, aber wir sind auch nur Menschen und haben unsere Last zu tragen. Und die meisten von uns tragen echt schwer.


    Mit einem Terminkalender (Es hilft, wenn man da auch drauf schaut!), Pläne (teilweise eben an der Tür), Humor, dem ständigen Versuch und eine Menge Geduld (auch von Seiten meines Kindes). Tatsache ist, ohne Partner oder anderer Hilfe ist es wahnsinnig schwer.

    Also Essen gibt es bei uns nicht so regelmässig nach Uhrzeit. Das braucht keiner. Mein Kind bekommt Frühstück Zuhause vor der Schule. Mittag mit in die Schule. Nachmittags / Abends gibt es dann meistens noch einmal warm.

    Zum Arzt schicke ich meist meinen Mann. Die Apotheke liegt dann gleich auf dem Weg. Schultermine liegen dafür auf mir. Die sind ja gottlob nicht ganz so oft. Es kommt sogar regelmässig (!) und zu 99 % pünktlich (!) in der Schule an und wird auch wieder abgeholt.

    Das alltägliche Chaos? Reinlassen kann ich momentan auch keinen, aber das sollte eigentlich nicht der Dauerzustand werden. Ich gebe zu, auf diesem Gebiet bin ich nicht ganz so erfolgreich. Nun ja, ich arbeite dran. Ich habe mich einer Gruppe angeschlossen, das macht es mir leichter, wenn auch nicht leicht. Einen kleineren Teil der Last trägt mein Mann.

    Kinderzimmeraufräumen ist dagegen relativ leicht. Kind packt alle Stofftiere usw. aufs Bett, ich alles was sonst so rumliegt in die Mitte auf einen Haufen, Kind sortiert und räumt weg. Meist geht es, selten mal nicht. Notfalls gibt es Türen, die man schliessen kann.

    Aufräumen liegt in der Priorität eindeutig unter Dreck. Hausaufgaben vor Hausarbeit (wenn es nicht wirklich nötig ist). Zum Spielen findet sich auch noch Zeit. Dafür bleibt manchmal was liegen, aber das ist okay. Kindheit hat man nur einmal.

    Ja, meine Mutter hat auch über den Transportkorb und die Unlogik gelacht. Jetzt zuckt sie die Schultern und sagt, wenn ich das so kann, dann ist es gut. Manchmal, wenn sie Zeit hat hilft sie mir beim Heften. Zu Zweit geht das schneller, leichter, spassiger und ich bin besser motiviert.

    Manchmal ist der Schlüssel: Komm wir machen das "schnell" zusammen. In anderen Dingen wurschtel ich lieber alleine, weil mich jeder andere stören würde.

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