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Diskutiere im Thema Wie kann ich meine Tochter noch unterstützen? im Forum Angehörige von Erwachsenen mit ADS/ADHS
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #41
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 466

    AW: Wie kann ich meine Tochter noch unterstützen?

    Ach Zauberelfe, ja, dass eine Mama alles erfüllen muss, ist wirklich ein Irrtum - was glaubt die Welt, was eine Mama ist - Superwoman?

    Èiniges versteh ich vieeeel zu gut.
    Ich hatte auch immer Hemmungen, nein zu sagen. Bis es mir mal so zu viel wurde, und ich MUSSTE, um nicht völlig von meiner Umwelt konfisziert zu werden. Und - welch unerwartete Überrasschung (ernsthaft) - man reagierte mit Verständnis, nicht mit Ärger wie befürchtet.
    Naja, das ist 25 Jahre her, eine super Lektion, hat mich gut weitergebracht, aber - ich arbeite immer noch dran.

    Eine Vorstufe wäre vielleicht, die Lage mal zu checken, in dem man sagt "eigentlich bin ich ganz schön fertig heute" oder "eigentlich hatte ich was anderes vor" oder so. Wie ist die Reaktion? Gnadenlos, nach dem Motto "och bitte", oder gibt es auch irgendein Verständnis oder Suche nach Kooperation wie "wenn es morgen oder übermorgen ginge, wäre auch ok"?

    "Was würdest du sagen wenn..." ist auch eine gute Art, die Lage vorsichtig abzuchecken. Darauf gibt es selten KEINE Antwort, die Frage ist ja noch nicht so "bedrohlich".
    Gehört aber scheinbar eh (instinktiv?) zu unserem Sprachgebrauch, wenn ich da an meine Tochter vor einigen Jahren denke: "Mama, was würdest du sagen, wenn ich mir die Haare lila färben wollte?"


    Tja, gerade frage ich mich, ob es überhaupt Eltern gibt, die NICHTS zu spät gemerkt haben.
    Meine Älteste hätte ich früher bremsen müssen, und allen Kindern wollte ich nicht zumuten, was ich früher alles an Hausarbeit machen musste - da hatte ich dann den Salat, in der Folge jammern sie, wenn sie nur mal den Müll runterbringen sollen, und als Teenies kann ich dann gucken, wie ich sie zu Kooperation bringen kann - und steh dabei ganz schön blöd da. (selber "schuld").

    Aber zum Glück müssen wir uns ja nicht total auf unsere Fehler festlegen, bzw die Dinge als "zu spät betrachten", dann müssen wir eben (so lapidar dahergesagt) Umwege nehmen, die zwar mehr Mühe kosten, aber auch zum Erfolg führen können.
    Soll nur heißen: nicht aufgeben!
    ;-)

    LG

    Übrigens, um zum Babysitten nein zu sagen, muss ich auch schon fast krank im Bett liegen.
    Aber mir ist klar, dass das nur eine Zeitlang hart ist, am Ende finden wir doch meistens, dass die Kleinen ganz sdhön schnell groß werden. (Wobei die Kinder schon auch nicht denken dürfen, sie bräuchten nur nach uns zu pfeifen, und es sei selbstverständlich, jederzeit einsatzbereit zu sein)
    Als Lohn für die teilweise harte Zeit mit 3x Babysitten pro Woche empfinde ich heute, dass mein Enkelchen mich sehr mag und wir ein super Verhältnis haben (sie ist erst vier).
    Als sie zwei wurde, hat sie mich -bei mir auf dem Arm - mal der ganzen bereits zum Geburstagskaffee sitzenden Familie vorgestellt mit den Worten "DAS ist meine Oma", stolz wie Oskar erklärt. (dabei war die andere Oma auch dabei samt 4 Großeltern und noch mehr Leuten) Da fühlt man sich doch gebauchpinselt ;-)

    Naja, ich kenne auch eine, die hat spät studiert und dann ihrer schwangeren Tochter gleich gesagt: "also ICH werde NICHT auf das Kind aufpassen", damit das gleich klar war.
    Aber für mich war meine Oma die beste aus einer ziemlich großen Verwandtschaft.
    Geht eben auch nicht so leicht über einen Kamm zu scheren.

    Vielleicht hilftes auch, zu wissen, dass AD(H)Sler gewöhnlich etwas hinterher hinken in der Entwicklung, es also relativ "normal" ist, wenn manche Schritte erst später erfolgen als bei Gleichaltrigen (bzgl der Selbständigkeit).

  2. #42
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 466

    AW: Wie kann ich meine Tochter noch unterstützen?

    grmpf, jetzt hatte ich die Beiträge später noch gar nicht gesehen.

  3. #43
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 29

    AW: Wie kann ich meine Tochter noch unterstützen?

    Ja, Mama gleich Superwomen das ist es.
    Wie gesagt, NEIN sagen gehört nicht zu meinen Stärken. Aber die Situation hat sich in den letzten Tagen eh gravierend geändert, denn meine Mama ist ein Pflegefall geworden und nun muss meine Tochter ein NEIN akzeptieren, ob sie will oder nicht.

    Manchmal hab ich wirklich das Gefühl, das sie sich auf meine Hilfe verlässt und wenn ich nicht gleich kann wird sie sauer.
    Naja nun helf ich ihr noch bei den Behörden damit ihre Große endlich in die Kita kommt und dann werden wir sehen. Irgendwann muss ich ja mal loslassen, auch wenn es schwer fällt.

    Aber gut zu wissen das andere Mamis auch immer rennen wenn die lieben kleinen-großen Kinder rufen.

    Ich dank euch

  4. #44
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 10.928

    AW: Wie kann ich meine Tochter noch unterstützen?

    zauberelfe schreibt:
    Aber die Situation hat sich in den letzten Tagen eh gravierend geändert, denn meine Mama ist ein Pflegefall geworden
    das tut mir leid für dich (euch)


    alles gute für euch als familie



    und nun muss meine Tochter ein NEIN akzeptieren, ob sie will oder nicht.

    Manchmal hab ich wirklich das Gefühl, das sie sich auf meine Hilfe verlässt und wenn ich nicht gleich kann wird sie sauer.
    das erinnert mich sehr an mich
    vielleicht nicht unbedingt bei meiner mutter mehr so generell ........

  5. #45
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 29

    AW: Wie kann ich meine Tochter noch unterstützen?

    Hallo,

    muss mich doch mal wieder hier melden und berichten .

    Alsoooo, ich habe mich in letzter Zeit sehr zurück genommen was mein Töchterchen angeht. Ich musste ihr klipp und klar sagen das ich im Moment nicht so viel Zeit habe für sie habe und auch klarstellen, das ich auch mal am Ende sein kann.
    Man, so krass hätte ich das schon viel eher machen sollen.

    Sie hält Arzttermine doch mal ein, besorgt sich mal einen anderen Babysitter und hat es sogar geschafft das ihre Große in die Kita geht. Jeden "Erfolg" hat sie mir sofort per sms mitgeteilt und jaaaaa, ich habe gelobt.

    Nun ist wieder mehr Zeit da für sie und ich genieße es auch das sie mich nicht täglich um etwas bittet.

    Das Ganze hat allerdings auch einen Hacken. Sie hat sich wieder mehr mit dem Vater der Kinder eingelassen und das ist nicht gut. Sie bekommt wegen ihm wieder Ärger mit der Polizei, beginnt wieder zu lügen, vertraut wieder den falschen Leuten. Komisch ist nur, das sie mir klar sagen kann das es falsch ist....das er ihr nicht gut tut.
    Jaaaaaa, er ist ihre erste und bis jetzt einzige große Liebe. Aber muss sie sich selber schaden???
    Hmmm, ich will mich nicht mehr zu sehr in dieses Beziehungschaos mischen, denn das hat mich in den letzten Jahren schon zu viele Nerven gekostet.

    Ach man, warum muss denn alles was gut anfängt doch immer so kompliziert werden?

  6. #46
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 5.926

    AW: Wie kann ich meine Tochter noch unterstützen?

    Schön finde ich, dass du für dich offenbar versuchst Freiräume zu schaffen. Immerhin hat ja keiner was davon, wenn du zusammen klappst.

    Und deine Tochter hat doch viel auf der Haben-Seite zu verbuchen. Finde ich klasse. Das die Benachrichtigung darüber unmittelbar erfolgt ist klar, abwarten können ist keine Stärke der AD(H)Sler. Auch ist es ein bisschen wie sich eine Belohnung abholen und das muss wohl bei uns meist ganz zeitnah erfolgen, sonst verliert es seinen Effekt. Darunter muss meine Mutter im Übrigen auch "leiden", allerdings nimmt sie es mit viel Humor, wenn ich mal wieder nicht abwarten konnte.

    Schafft sie denn noch ihren Haushalt?

    Das andere Problem ist die Sache mit dem Bauch-Herz und dem Verstand. Der eine weiss was, der andere verführt zum Gegenteil. So gemein sich das anhört, aber ich fürchte, sie muss da durch, damit sie sich dann hoffentlich irgendwann abnabeln kann. Das einzige, was du ihr dazu sagen kannst ist, dass ggf. dann auch das JA vor der Tür stehen könnte mit allen möglicherweise grässelichen Folgen. Entscheiden muss sie jedoch selbst. Blöderweise scheint es weit verbreitet zu sein, dass man durch die Hölle gehen muss, um den Himmel zu sehen. Du kannst dich wirklich nur so weit raushalten oder es zumindest versuchen und dann vermutlich irgendwann mit ihr gemeinsam die Scherben aufkehren. Ich weiss, dass das nicht leicht ist, aber es wird unmöglich sein, sie von (falschen) Entscheidungen abzuhalten, sie ist erwachsen und mündig.

    Ich drück dich mal fest so von Mama zu Mama.

  7. #47
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 29

    AW: Wie kann ich meine Tochter noch unterstützen?

    Hihi danke ChaosQueeny ich drück zurück.

    Bei dieser Schwäche alles gleich und sofort mitteilen zu müssen, leide ich auch gern. Find es ja auch schön wenn sie berichtet was mal wieder geklappt hat.
    Den Haushalt hat sie soweit im Griff, also das große Chaos besteht nicht mehr. Auch weil sie inzwischen regelmäßig Besuch vom Jugendamt bekommt.

    Die Scherben ihrer (falschen) Entscheidungen habe ich schon zu oft mit ihr aufkehren müssen, darum hab ich auch inzwischen einen richtigen Hass auf den Typen.
    Sie hat starke Verlustängste - schon immer gehabt - ich denke mal es liegt wohl daran das sie von ihm nicht los kommt.
    Und die Folgen ihres Handelns hat sie schon auf dem Schirm, also sie weiß was passiert wenn...

    Ja, ich weiß das sie erwachsen und mündig ist und in Sachen Liebe kann man ja eh nicht reinreden.
    Ich hab ihr gesagt, das wenn ich mitbekomme das die beiden wieder eine Beziehung führen, ist meine Tür zu. Ich will und könnte dieses Theater nicht mehr ertragen. Klar, ganz abschaffen ( ) kann ich ihn nicht, schon wegen der Kinder.....
    Ist einfach eine doofe Situation, denn ich weiß das sie trotz der zwei kleinen Geister doch gut bei den Männern ankommt, sich aber keiner an sie ran traut weil sie "ihn" im Schlepptau hat.

  8. #48
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 5.926

    AW: Wie kann ich meine Tochter noch unterstützen?

    Dann drücke ich ihr fest die Daumen, dass ihr bald der "Richtige" über den Weg läuft. Sich neu zu verlieben ist die schnellste Art, von den Typen, die einem nicht so gut tun, weg zu kommen.

    Wenn sie wirklich wieder mit ihm zusammen ist, könntest du ja vielleicht einen festen Oma-Enkel-Tag einführen. So dass du vielleicht die Mäuse abholen kannst, ein paar Stunden mit ihnen verbringen kannst und sie dann zurück bringst?! Muss ja nicht unbedingt von Samstag auf Sonntag sein. Aber so in der Woche vielleicht einen Tag oder am Sonntag mal Eisessen oder was anderes schönes machen. Dann verlierst du den Kontakt nicht ganz, musst ihn aber maximal kurz aushalten, wenn er dann überhaupt da ist.

  9. #49
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 29

    AW: Wie kann ich meine Tochter noch unterstützen?

    Ich glaub eigentlich nicht das sie sich traut mit ihm wieder eine Beziehung zu führen, denn noch stehe ich in ihrer Gunst über ihm. Also mich zu verlieren wäre wohl dramatischer und klar, meine Enkel können für ihre Eltern nichts und dürften natürlich jeder Zeit zu uns.

    Es macht mich eben nur wahnsinnig, das sie ihm so vertraut und so dicht an sich ran lässt, obwohl er sie belügt, beklaut und auch schon die Hand erhoben hat.

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