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Diskutiere im Thema Wie kann ich meine Tochter noch unterstützen? im Forum Angehörige von Erwachsenen mit ADS/ADHS
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #21
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 29

    AW: Meine Tochter macht mich irre ;-)

    Ist das normal???

    Ich habe meine Tochter jetzt besucht und in der Wohnung hängen wirklich überall Zettel, der Wäscheberg ist geschrumpft und sie ist voller Elan.

    Klar, ich freue mich riesig das sie so motiviert ist. Aber wieso jetzt wo ich ihr von anderen "Chaoten" erzähle?

    Kennt ihr sowas auch?

  2. #22
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 5.932

    AW: Meine Tochter macht mich irre ;-)

    Ich will dich nicht ärgern oder so, aber ich denke, das ist eine Phase. So viel Motivation und Engagement wird sie auf Dauer nicht durchhalten. Du weisst ja: Das Regelmässige. Dazu kommt, dass es ihr vermutlich bald "langweilig" wird, wenn sie nicht wirklich das Hausfrauendasein geniesst. So lange etwas neu ist und interessant, so lange können wir auch am Ball bleiben. - Immerhin hat es ein Gutes, wenn sie noch eine Weile durchhält, hat sie wieder Grund drin, vielleicht wird es dann für sie leichter diesen auch zumindest ein Stück weit zu behalten.

    Sie wird vielleicht momentan daraus Energie schöpfen, dass sie nicht alleine "anders" ist. Immerhin hören wir unser Leben lang immer wieder an allen möglichen Fronten, was wir alles nicht schaffen und was für Versager wir eigentlich sind. Für Einige ist daher die Erkenntnis "Es gibt noch mehr von meiner "Art"" ein Art Befreiung. Zumal, wenn man hört, dass diese möglichst nicht nur dahinvegitieren, sondern trotz aller Schwierigkeiten auch immer wieder grosse und kleine Sachen auf die Reihe bekommen. Dazu könnte noch kommen, dass du evtl. jetzt ein bisschen anders mit ihr umgehst und nicht mehr ganz so nach ... äh sorry ... "meckern" klingst.


    PS: Matze? Wolltest du nicht den Thread-Namen ändern?
    Geändert von ChaosQueeny (28.01.2014 um 14:41 Uhr)

  3. #23
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 29

    AW: Meine Tochter macht mich irre ;-)

    Nach "meckern" klingst......ja das ist gut

    Na dann hoffe ich mal das der jetzige Zustand noch ein weilchen anhällt und ich noch was anderes finde um sie zu motivieren.

    Sie hat gebastelt....an ihrer Wand im Flur steht jetzt ganz groß: Du kannst faul sein, aber erst nach der Arbeit
    Find ich ganz witzig.

  4. #24
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 5.932

    AW: Meine Tochter macht mich irre ;-)

    Bei (eigentlich kleinen) Kindern nimmt man gerne ein Belohnungsystem zur Motivation. Damit kann man pro einer vorher deffinierten Aufgabe bei Erledingung Punkte bekommen. Diese Punkte sind dann einlösbar in Belohnungen. Je nach Plan kann man auch für grössere Sachen sparen. Normalerweise sagt man so ein Plan greift bis zur Pubertät. Für die Zeit danach kann ich leider auf keinerlei Erfahrung zurückgreifen. Allerdings ... kleine Belohnungen nehmen wir doch alle gerne an.

    Wobei sie natürlich lernen muss, sich auch selbst zu motivieren. Evtl. könnte da ein Plan zum Abhaken helfen. Wenn man am Ende des Tages das Gefühl hat, nichts geschafft zu haben (Man sieht ja die Ergebnisse nicht immer unmittelbar.), kann man auf diesem Plan sehen, dass es eben nicht so ist. Eigene Belohnungen wären z. Bsp. ein ausgiebiges Wannenbad, ein kleiner Besuch in einem Cafe, ein leckerer Nachtisch, eine gemütliche Lesestunde - halt alles, was man eigentlich mal gerne machen möchte, aber irgendwie nicht so die Zeit dafür hat, weil ja das Chaos einen auch lähmt.

    Der Spruch gefällt mir. Ich glaube, den müsste ich mir auch mal zu Herzen nehmen. Immerhin sitze ich gerade am Chaosvernichten an meinem Schreibtisch.

  5. #25
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 29

    AW: Meine Tochter macht mich irre ;-)

    ChaosQueeny schreibt:
    Bei (eigentlich kleinen) Kindern nimmt man gerne ein Belohnungsystem zur Motivation. Damit kann man pro einer vorher deffinierten Aufgabe bei Erledingung Punkte bekommen. Diese Punkte sind dann einlösbar in Belohnungen. Je nach Plan kann man auch für grössere Sachen sparen. Normalerweise sagt man so ein Plan greift bis zur Pubertät. Für die Zeit danach kann ich leider auf keinerlei Erfahrung zurückgreifen. Allerdings ... kleine Belohnungen nehmen wir doch alle gerne an.
    Diesen Belohnungsplan hatten wir als sie klein war, denn bei den stationären Therapien haben sie damit gearbeitet und wir haben das übernommen. Leider waren ihr damals die Belohnungen schnell egal und wir haben den Plan aufgegeben. Aber vielleicht hilft es ja jetzt und als super Belohnung würde dann ein kinderfreier Tag stehen, den wünscht sie sich oft

    Für dich ChaosQueeny hoffe ich, das dein Schreibtisch schon etwas leerer ist und ein Ende in Sicht ist. SCHACKAAAAAAAAA

  6. #26
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 5.932

    AW: Meine Tochter macht mich irre ;-)

    Ich muss tatsächlich nur noch ein bisschen Kleinkram machen und vielleicht wirklich mal das CD-Fach runterholen, dann den Tisch putzen und dann bin ich fertig. Wie schnell das gehen kann, wenn man motiviert ist.


    Ja wir hatten so einen Plan früher auch und Belohnungen waren relativ schnell wurscht. Jetzt haben wir ihn wieder - allerdings für andere Aufgaben, weil für den Rest eine Hand die andere wäscht (Kann ja nicht für alles eine direkte Belohnung geben.) - momentan klappt es mal mehr und mal weniger. Diesmal hängen u. a. die Schulnoten dran, das ist natürlich schwieriger, weil die Arbeit, Zensur und dann Belohnung nicht unmittelbar zusammen hängen. Für AD(H)Sler ist da der Zusammenhang zwar oberflächlich ersichtlich, sickert aber schwer tiefer. Noch sind wir aber vor der Pubertät und haben noch ein bisschen Zeit.

    Wenn meine Mutter mal Zeit hat und mir bei langzeit Baustellen hilft, dann bekomme ich für geleistete Arbeit schon mal ein kleines Essen bestellt. Klatscht immerhin 2 Fliegen mit einer Klappe. Ich muss nicht kochen (Freude schöner Götterfunken!) und dadurch haben wir mehr Zeit für die Baustelle (Vielleicht doch lieber Kochen? ).

  7. #27
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 29

    AW: Meine Tochter macht mich irre ;-)

    Ja das mit dem Essen ist auch ne gute Idee, denn kochen tut sie auch nicht gern.

    Belohnung für Schulnoten, das klappt bei uns auch nicht wirklich. Bei unserer Jüngsten versuchen wir uns grade mit diesem Motivationsmodell, aber auch für sie als "Normalo" dauert die Zeit von der Arbeit bis zur Belohnung zu lange und so funktioniert es nur bedingt.

    Ist aber toll zu hören das der Belohnungsplan bei dir auch nicht lange gehalten hat, uns haben die Therapeuten immer weiß machen wollen das wir das alles nicht ernst genug nehmen und das Kind daher die Lust darauf verliert. In der Klinik hat es ja schließlich auch geklappt.

  8. #28
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 5.932

    AW: Meine Tochter macht mich irre ;-)

    Ja, in der Klinik war es ja auch noch neu und interessant und u. U. andere Kinder da, die sich gegenseitig angespornt hatten.

    Bei uns gibts fürs Üben für die Arbeit je nach Dauer und Intensität Extrapunkte. So sind die 10 Punkte, die es für die Belohnung braucht, schneller erreicht. Alternativ gibt es auch mal ein Ü-Ei (Noch reicht es aus.) für besondere Leistungen zwischendurch. Bei 10 Punkten gibt es dann eine Kleinigkeit aus der Überraschungskiste, die nach Wunsch unseres Kindes immer wieder mal neu befüllt wird. Ein paar wenige grössere Sachen sind auch drin, falls mal mehr Punkte eingelöst werden können. (Kommt aus Ungeduld selten vor. ) - Manchmal wünschte ich, ich wäre auch mit einer Überraschungskiste zufrieden.

    Wenn ich das so lese von euch, dann bin ich froh, dass meine Mutter nichts mit Therapeuten & Co. zu tun hatte. Sie hatte ausschliesslich ihren gesunden Menschenverstand nebst ein bisschen Dickköpfigkeit gegen die Umwelt eingesetzt. Vermutlich hatte ich da enormes Glück, dass beides bei ihr so reichlich vorhanden war.

  9. #29
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 466

    AW: Meine Tochter macht mich irre ;-)

    Hallo Zauberelfe,

    Klar, ich freue mich riesig das sie so motiviert ist. Aber wieso jetzt wo ich ihr von anderen "Chaoten" erzähle?

    Vielleicht weil es vorher nur eine Idee war, und sie am Erzählen von andern Chaoten plötzlich sieht, dass es schon eine fruchtbare Sache sein und funktionieren kann.

    Von mir selber kenne ich es andrerseits sehr gut, dass Erkenntnisse da sein können, aber es muss bei mir selber "klick" machen, sonst nutzen Erkenntnisse, die aus Worten bestehen nichts.
    Es hilft nichts, etwas zu "wissen", wenn man nicht wirklich fasst, was es bedeutet.
    Beispiel: Erst als ich mir im Dezember mal genervt gedacht hab "HÖR DOCH MAL AUF, immer alles ganz schnell machen zu wollen!!" (weils ja eh immer länger bei mir dauert), habe ich kapiert, was das eigentlich bedeutet, und welche Vorteile es hat, mich ständig zur Langsamkeit zur ermahnen. All die "mach mal langsam"-Kommentare mein ganzes Leben, wie auch die "tu Dir mal was Ruhe rein" (ja ich weiß ja) konnten nicht fruchten und mir nicht zu wirklicher Einsicht verhelfen.

    Was willst Du genau wissen, darf ich ungeniert mit Ratschlägen um mich werfen?

    Lob sie, aber nicht zu ausgiebig oder betont.
    Jeder braucht Lob und Anerkennung, immer wieder, aber zu betontes Lob vermittelt das Gefühl "das hätte ich Dir gar nicht zugetraut".
    - Könntest Du Dich innerlich daruf einstellen, Dein Augenmerk auf die Dinge zu legen, die gut funktionieren, und die Dinge, die nicht gut gehen, so weit es geht zu ignorieren? Also z.B. niemals Dinge sagen wie "Du könntest ja mal ..." oder "der Wäscheberg ist aber ein bisschen arg groß".
    Das heißt, wenigstens den Anschein erwecken, dass Du ihr komplett alles zutraust (jedenfalls in mehr oder weniger ferner Zukunft) und deshalb die Betonung auf die Dinge legen, die sich positiv erntwickeln.
    Und immer schön still anerkennen, dass das ihr Verdienst ist, nie "hab ich doch gesagt oder "warum nicht gleich so", das macht unselbstständig, kann um zehn Ecken verletzen und nimmt die Motivation völlig - wie einem Luftballon die Luft.

    Z.B. wegen "kann ja nicht dafür, wenn was zwischen die Arzttermine kommt" muss ich ein bisschen an den Begriff "erlernte Hilflosigkeit" denken (ich weiß grad nicht, ob von Seligmann oder Petermann und Petermann).

    Mir selber hat das Buch "Die Einsamkeit in unserer Mitte" von Karsten Dietrich geholfen wie nicht anderes, zu begreifen, was da eigentlich passiert. WARUM das Aufräumen so schwer ist (nicht nur, weil man alles gleichzeitig im Blick hat oder schlecht an einer Sache bleiben kann), WARUM ein typisches übermäßiges Bedürfnis nach Autonomie aggressiv machen kann, warum Trotzphasen extrem lange dauern können, warum ich so oft in menem Leben so heftig "blockiert" war, und etliches mehr. Und es hat mir auch sehr geholfen, zu begreifen, was da bei anden warum abgeht, wodurch ich damit viel besser umgehen kann, bzw mal überhaupt Möglichkeiten sehe, damit umzugehen.

    - "Ich bin für Dich da" heißt "ich stehe zur Verfügung wenn Du mich brauchst, oder es irgendwo "brennt'", nicht "ich mache alles für Dich, was ich kann". Das ist weder Deine Aufgabe, noch Deine Pflicht (aber das weißt Du ja selber).
    Sie hat ja nicht dazu einen extrem niedrigen Intelligenzquotienten, oder?

    Vielleicht hilft es ja, den Begriff "erlernte Hilflosigkeit" mal etwas näher zu beleuchten, um ihr "heimlich" auf dem Weg zu mehr Selbstständigkeit zu helfen.
    Bei den vielen Stationen in ihrem Leben, gerade auch mit Psychologen - hat sie da nicht ganz oft vermittelt bekommen, wenigstens indirekt, dass sie ziemlich unfähig sein muss?
    Zeig ihr, dass Du sie für sehr wohl fähig hälst, z.B. eben, indem Du "Krempelecken" als für sie eben normal hinnimmst, ohne was dazu zu sagen. Oder sogar ein "nein heute kann ich nicht" kann implizieren: Du schaffst das schon ganz gut ohne mich.

    Vielleicht hat sie auch gerade so einen Schub, weil sie was gefunden hat, was funktioniert! Lass sie das auskosten, die Erfahrung wird bleiben, und sie wird sich auch in trüberen Zeiten daran erinnern können. Sag nicht "mach weiter so", das stört dabei, dass sie selber spürt, dass es sich lohnen könnte das Gelernte auszubauen.
    Und rechne damit, dass auch wieder andere Zeiten kommen, dann sag nicht "aber das hat doch gut geklappt" oder so, sondern nimm es als selbstverständlich und behalte den Blick auf den Dingen die gerade funktionieren.

    Wenn Du Dich ihr gegenüber so verhälst, als hieltest Du sie für zu allem fähig, wird sie vielleicht nach und nach feststellen, dass sie sich allmählich immer mehr auf sich selber verlassen muss.
    Und wenn ein Babysitterauftrag zum Shoppen oder Freundin besuchen ist, ist es durchaus auch in Ordnung mal zu sagen "sorry, ich bin heute zu platt", oder "ich brauch den Tag heute für mich".
    Sie kann ja nicht denken, dass Du immer und jederzeit da sein musst, und Du hälst das ja auch nicht aus.

    (nur "Du wolltest doch die Kinder" sollte man sich nie-niemals sagen lassen müssen. Das ist grausam und unfair, lieblos und ungerecht. ("Lass mich mal ein paar Tage in Ruhe" ist dagegen in Ordnung und zu verdauen, und trifft es ebenso) Der Spruch ist für mich ein ebenso großes No-Go wie der Spruch, den manche hören müssen "wärst Du nicht gewesen hätte ich blablabla machen können". Ich glaube, dass man die Momente niemals vergisst, in denen man sowas gesagt kriegt.
    Und die fernere Einstellung von manchen "nur weil Du schwanger bist, musst Du noch lange kein Kind kriegen" ist menschenverachtend gegenüber der Schwangeren, und niemand sollte runtergemacht werden (wie ich), weil er seine Kinder nicht abtreiben will - so weit sind wir heutzutage, dass das mittlerweile ganz oft selbstverständlich ist, was weiß ich wie betitelt zu werden, weil man die Kinder in seinem Bauch nicht abtreiben will.)

    Kann sein, dass Du jetzt ganz viel widersprechen möchtest "mach ich nicht" oder "mach ich ja schon" oder "ist nicht so bei uns" - kann sein, dass ich mich die Hälfte hätte sparen können, aber ich kenne Euch ja nicht.
    Von daher schau, ob Du mit irgendwas was anfangen kannst, und klopp den Rest einfach in die Tonne ;-)

    LG
    zammel

    P.S. Als solche erscheinende "Hilferesistenz" kann durchaus das bloße typische übersteigerte Bedürfnis nach Autonomie sein, und von da seine Berechtigung beziehen.
    Damit das auch ok sein kann, muss jedes "aber Du schaffst es doch nicht" wegfallen. Soll sie es machen, wenn sie meint, sie braucht sonst keine Hilfe, auch wenn es erst erarbeitet werden muss.
    (Es besteht ja nicht die Gefahr, dass sie die Kinder abgenommen kriegt, oder?)
    Vieleicht hat sie auch einfach die Nase voll von Ämtern und dergl., weil sie bisher nie das Gefühl oder die Erfahrung hatte, dass ihr irgendwelche "öffentlichen Stellen" wirklich helfen konnten.

  10. #30
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 29

    AW: Meine Tochter macht mich irre ;-)

    ChaosQueeny:
    Also auf die vielzahl von Therapiebesuchen oder ähnlichem, hätte ich auch verzichten können, aber der Druck von dem Ämtern (Judend-und Schulamt) war gößer.

    Zammel:
    Jaaaa, du darfst mit Ratschlägen um dich werfen

    Gelernte Hilflosigkeit - oh ja das ist mir ein Begriff. Ich bin eine ziemliche Glucke (auch bei meinen zwei anderen Kiddis) und die Quittung dafür bekomme ich jetzt, wo die beiden Großen ausgezogen sind. Lerne ich daraus? Naja, ich geb mir Mühe.

    Wir mussten bei einem Therapeuten mal so einen komischen Test machen. Da war ich mit meiner Tochter, die bestimmte Aufgaben machen musste, allein in einem videoüberwachten Raum. Bei der Auswertung kam heraus, das sie mich vor jeder Aufgabe ansah (was mir so nicht auffiel) und auch zwischendurch immer wieder meine Aufmerksamkeit suchte. Am Ende hieß es sie seih zu sehr auf mich fixiert und ich könne nicht los lassen.
    NEIN sagen, ja das ist bei mir so eine Sache. Obwohl ich weiß und auch sehe das sie vieles allein schafft (ihren Kindern geht es gut und sie sind glücklich), steh ich da wie MAMA und versuche doch alles worum sie mich bittet zu erfüllen, auch wenn ich fertig und am Ende bin. Zum Glück lebe ich nicht allein und meine Jüngste und mein Mann bremsen mich da auch oft aus.

    Ich bemerke inzwischen oft das sie viele Dinge macht und gemacht hat, nur damit ich zufrieden bin. Nein ich weiß nicht wie ich es beschreiben soll. Sie will hören "hey ich bin stolz auf dich und das war super".
    Ein Beispiel was sich in einem Kopf eingebrannt hat:
    Ich durfte bei den Geburten ihrer Kinder dabei sein. Ja eine Geburt ist schon eine Ausnahmesituation für jeden. Bei der ersten Entbindung hat sie auf nichts und niemanden gehört, sie hat um sich geschlagen, geschrien und somit Hebamme und Ärztin zur Weißglut getrieben. Nichtmal als das Baby da war, wollte sie Ruhe geben.
    Die zweite Entbindung war das ganze Gegenteil. Sie war so ruhig, hat alle Ratschläge angenommen und kein Piep von sich gegeben und dann kam er, der Satz der sich bei mir einbrannte: "Mama, mach ich alles richtig? Mach ich das gut?"
    Also ich habe 3 Entbindungen hinter mir und bei keiner war ich sooooo still.

    Wenn ich das jetzt hier so schreibe, merke ich das ich vielleicht auch so einiges falsch gemacht habe. Die rosa Brille hätte ich wohl mal eher abnehmen sollen.
    Hm, muss ich erstmal sacken lassen

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