Seite 2 von 2 Erste 12
Zeige Ergebnis 11 bis 17 von 17

Diskutiere im Thema Die Eltern von meinem Freund hassen ihn :-( im Forum Angehörige von Erwachsenen mit ADS/ADHS
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #11
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 10

    AW: Die Eltern von meinem Freund hassen ihn :-(

    Hallo nochmal!

    Puuh, das war eine harte Woche. Sorry, ich will nicht rumjammern, aber ... ;o)

    Ich hab jetzt mal versucht (!!) mit seinen Eltern zu reden, damit sie ihm das Geld zumindest kürzen, aber die machen total dicht. Die Mutter lässt so Sprüche vom Stapel wie "Sei doch froh, du profitierst schließlich mit von dem Geld!" Dabei hab ich das gar nicht nötig! Und dann hat er auch noch rausbekommen, dass ich mit seinen Eltern gerdet hab und es war mal wieder die Hölle los. Also, er hat jetzt nicht den Megastress gemacht, aber er ist wutentbrannt abgehauen und war dann 2 Tage unauffindbar. Unsere ganze Clique ist suchen gegangen. Am dritten Abend stand er dann vor meiner Tür. Ergebnis: Er weiß auch nicht, ist einfach so rumgefahren, musste nachdenken. Ich hab ihn dann rausgeworfen und jetzt seit 2 Tagen keinen Kontakt. Mach mir aber trotzdem Sorgen ....

    Liebe Grüße,
    Lana

  2. #12
    N o r d f r a u

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 62
    Forum-Beiträge: 8.212

    AW: Die Eltern von meinem Freund hassen ihn :-(

    Liebe Lana,

    ich wünsche dir weiter gute Nerven!

    Ich habe hier wahrscheinlich auch schon mal geschrieben, dass es auch wichtig ist, auf sich selbst zu achten.

    LG Gretchen

  3. #13
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 35

    AW: Die Eltern von meinem Freund hassen ihn :-(

    Hallo Lana,
    was du schreibst, kommt mir alles sehr bekannt vor. Hab auch seit 5 Jahren einen Freund mit ADHS. Zunächst erstmal kann ich dir das Buch "Lass mich doch verlass mich nicht" von der Neuhaus empfehlen. Ist direkt an Partner von ADHSlern gerichtet und da stehen schonmal eine ganze Menge brauchbare Verhaltensregeln drin.
    Die Eltern ins Boot holen, ist wahrscheinlich schon bei einem guten Eltern-Kind-Verhältnis keine so sehr gute Idee. Aber gerade bei eurer Konstelation läufst du echt Gefahr, dass er den Eindruck hat, du würdest dich auf deren Seite schlagen. Und das wirft er dir ja offenbar sowieso schon manchmal vor. Aber der entscheidende Unterschied zwischen dir und seinen Eltern ist, dass es bei dir die Sorge um ihn und das Interesse daran, dass es ihm gut geht, ist. Kann gut sein, dass das garnicht so leicht zu schnallen ist für ihn, wenn ihm seine Eltern jahrelang mit Medikamenten und sonstwas in den Ohren lagen, weil sie ihre Ruhe haben wollten oder was auch immer. Dann denkt er, du hast das selbe Motiv und kommt nicht drauf, dass es auch andere Gründe (nämlich Liebe und Fürsorge) geben kann. Genau da kannst du ihn vielleicht auch ködern, wenn es um die Prügelei und so geht. Für sich selbst scheint's ihm egal zu sein, aber du bist ihm sehr wahrscheinlich nicht egal und daran muss er vielleicht in so Momenten mal erinnert werden.
    Also ich denke, raus aus der Wohnung der Eltern muss er auf jeden Fall! Er kann sich ja sonst garnicht von dem negativen Selbstbild, dass ihm da vermittelt wird, distanzieren. Es wird ja immer wieder aufgefrischt. Allerdings solltet ihr nicht gleich zusammenziehen. Damit würde es für dich wahrscheinlich unendlich viel schwerer werden, auch von ihm mal auf Abstand zu gehen und dich mit ihn den Sumpf ziehen zu lassen.
    So und jetzt noch ne blutige Geschichte von mir, damit du merkst, dass du nicht allein bist: Ich hab meinen Freund mal blutverschmiert und mit noch angeschlossenem ebenfalls blutigen Infusionsbeutel unterm Arm auf nem verlassenen Bahnhof aufgesammelt. Er hatte die Nacht durchgefeiert, war dann mit dem Fahrrad verunglückt und ins Krankenhaus gekommen, von wo aus er abgehauen ist. Orientieren konnte er sich nicht, also hab ich ne halbe Stunde am Telefon versucht von ihm zu erfahren, ob in seiner Nähe ein Straßenschild ist, damit ich hinfahren und ihn suchen kann. Ist alles nochmal gutgegangen, aber das sind so Momente, wo man kurz überlegt, ob das wirklich mal der Vater der zukünftigen Kinder werden soll...

  4. #14
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 10

    AW: Die Eltern von meinem Freund hassen ihn :-(

    Hi Gretchen und Ms_Mutig,

    und tausend Dank nochmal! Ms_Mutig, danke auch für deine/eure Geschichte ... das hat mich (auch wenns blöd klingt) echt aufgebaut, weil ich manchmal nah dran bin zu denken, er hat einfach den Verstand verloren ... und an sowas sehe ich, dass auch andere Jungs/Männer mit ADHS so einen Unsinn machen wie er.

    Ich hab ihn in der Zwischenzeit überreden können, zumindest erst mal bei seinen Eltern auszuziehen. Er ist bei einem Freund untergekommen, aber das läuft alles nicht so wie es soll, denn er hängt praktisch nur bei mir rum. Er ist extrem anhänglich im Moment und ich bringe es nicht übers Herz, ihn abends, wenn ich meine Ruhe will, wegzuschicken. Dazu kommt, dass er im Moment eine totale Depriphase hat. Einmal hat er sogar gesagt, dass er am liebsten "mit mir zusammen weggehen" will. Ich weiß aber, dass "weggehen" bei ihm ein anderes Wort für "sich umbringen" ist. Er fantasiert sich da so Geschichten zusammen, dass wir beide Tabletten schlucken und dann friedlich miteinander einschlafen. Ich habe Angst, dass ich ihn nicht für immer daran hindern kann, sowas zu machen. Ich hab auch nochmal versucht, ihn zu seinen Medikamenten zu überreden. Seine Reaktion: "Wenn ich sie nicht nehme, denke ich nur über Selbstmord nach. Wenn ich sie nehme, fühle ich mich fähig, es auch durchzuziehen."

    Ich hasse es, dass es mit ihm so schlecht laufen muss. Er ist intelligent, gutaussehend, wenn es ihm gut geht, kann er sich perfekt ausdrücken und allen fällt auf, wie sympathisch er ist ... aber das kommt so selten vor und die meisten Zeit macht er sich einfach nur selbst fertig. Die letzten 3 Tage war er die ganze Zeit wach, heute kommt er nicht aus dem Bett, schon den ganzen Tag. Er isst auch seit 2 Tagen mal wieder nicht ... und dann hat er zwischendurch richtige Fressanfällt. Bei ihm stimmt einfach gar nichts und ich weiß nicht, wie lange ich "ausreiche", um ihn vom schlimmsten abzuhalten :-(

    Ratlose Grüße,
    Lana

  5. #15
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.907

    AW: Die Eltern von meinem Freund hassen ihn :-(

    Oh Lena, das klingt ja gar nicht gut und die Frage ist nicht nur, wie du schreibst, wielange du ausreichst ihm vom Schlimmsten abzuhalten, sondrn auch wie lange du das alles aushalten kannst. Pass bitte auch auf dich auf !

  6. #16
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 35

    AW: Die Eltern von meinem Freund hassen ihn :-(

    Hallo Lana,
    das mit dem Ausziehen ist doch schonmal ein toller Schritt. Auch wenn er jetzt viel bei dir rumhängt und nur zu einem Freund und nicht in eine eigene Wohnung gezogen ist, würd ich mir das nicht madig machen. Klar hätte es optimaler laufen können, aber trotzdem ist es eine wichtige Sache. Er ist weg von seinen Eltern und nicht mehr dem ständigen unterschwelligen Genörgel der beiden ausgesetzt.
    Erschreckend ist es aber, dass er angefangen hat von Selbstmord zu sprechen. Dass er das mit dir zusammen machen will, zeigt, dass du wirklich ein starker Anker für ihn bist. Nichts destotrotz ist das eine viel viel viel zu große Verantwortung für dich und ein Schuh, den du dir nicht anziehen darfst. Mit den Medikamente hat er vermutlich recht. Bei Depressionen muss der Psychiater tatsächlich immer sehr genau abwägen, ob er seinen Patienten mit den Medikamenten nicht erst zum finalen Schritt befähigt. Dass er sie deshalb nicht nehmen will, zeigt widerum, dass er echt reflektiert ist und offenbar noch nicht wirklich kurz davor ist, sich was anzutun. Das zu äußern kann aber ein Appell sein - "Ich will mich umbringen" = "Ich weiß nicht, wo ich anfangen soll mein Leben in den Griff zu kriegen, ich trau mir das nicht zu, ich brauch von irgendwoher Hilfe". Das heißt, es gibt Punkte, wo man ansetzen kann. Aber das muss auch passieren. Es wird sich nichts ändern, wenn ihr nur versucht das Ganze auszusitzen. Und du kannst ihm da allein auch nicht raushelfen und es ist auch überhauptnicht deine Aufgabe. Er MUSS in Therapie. Da geht meiner Meinung nach kein Weg dran vorbei! Wie genau reagiert er, wenn du ihn bittest darüber nachzudenken? Vielleicht hilft es, ihm deutlich zu machen, dass das alles gaaaaanz kleinschrittig geschiet. Er muss sich nicht von heut auf morgen total umkrempeln lassen. In der Therapie werden genau die Schritte gemacht, zu denen er in der Lage ist. Sollte er Scheu haben über seine Vergangenheit zu reflektieren - kein Problem: Es gibt Verhaltenstherapie, die komplett auf die Zukunft gerichtet ist und ganz klare Aufgaben und Strukturen mit dem Patienten entwickelt. Kriegst du ihn soweit mal zu überlegen, ob er lieber bei einer Frau oder einem Mann wäre? Wenn er mal drüber nachdenkt, ist das ganze eventuell ein bisschen konkreter. Was nicht konkreter werden darf, sind die Suizidgedanken! Vielleicht kannst du ihn auch mit seiner Liebe zu dir ködern. Das Ungleichgewicht an Verantwortung bei euch beiden kann auf die Dauer nicht gutgehen. Wenn ihm was an dir und der Beziehung liegt, muss die Balance wieder hergestellt werden.
    Ich wünsch dir erstmal alles Gute und die Kraft und das Geschick auch für dich einzufordern, was du brauchst!

  7. #17
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 63

    AW: Die Eltern von meinem Freund hassen ihn :-(

    hallo lana...

    ich war genauso wie dein freund... nur rumgeprügelt und war schon im knast und alles.... seit ich meine medikamente nehme bin ich ein ganz anderer mensch
    wenn du ihn wirklich liebst dann unterstütze ihn! er schafft das alleine nicht weil er nur blödsinn im kopf hat und typisch adhs..

    such dir ein spezialisten für ihn und schick ihn sofort zum arzt!
    und übrigens soll er zu dir ziehen! das wird ihm auch gut tun!
    weil ich gelesen habe das du ihn nicht helfen kannst vom anderen mitglieder hier: natürlich kannst du ihm helfen!! nur du sonst niemand!

    ohne meine partnerin wäre ich nicht so wie ich heute bin !

    stehe zu dein mann und hilf ihm! nur du kannst ihn kontrollieren.
    lg

Seite 2 von 2 Erste 12

Ähnliche Themen

  1. verdacht auf adhs bei meinem freund...
    Von preity84 im Forum Angehörige von Erwachsenen mit ADS/ADHS
    Antworten: 10
    Letzter Beitrag: 7.10.2013, 03:03
  2. wie gehe ich mit meinem Freund jetzt um?
    Von tiktak im Forum Angehörige von Erwachsenen mit ADS/ADHS
    Antworten: 11
    Letzter Beitrag: 19.01.2013, 14:48
  3. Streitsituationen mit meinem Freund
    Von feathers204 im Forum Angehörige von Erwachsenen mit ADS/ADHS
    Antworten: 4
    Letzter Beitrag: 21.06.2012, 09:16

Stichworte

Thema: Die Eltern von meinem Freund hassen ihn :-( im Forum Angehörige von Erwachsenen mit ADS/ADHS bei ADHS bei Erwachsenen Forum
©2017 ADHS bei Erwachsenen Forum