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Diskutiere im Thema Umgang mit der eigenen ADHSler Mutter? im Forum Angehörige von Erwachsenen mit ADS/ADHS
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 4

    Umgang mit der eigenen ADHSler Mutter?

    Hoffe ich bin hier richtig
    Kurz zu meiner Geschichte:

    Meine Mutter ist der Teufel in Person.


    Nach der Trennung meiner Eltern (ich damals 7) wurde ich zum Sündenbock der Nation (meckern,schreien) natürlich hab ich mich verbal gewährt,dieses typische zicken schreien meckern. Ich war schon sehr anstrengend gebe ich gerne zu, habe den Partner meine Mutter nicht gemocht, halt ein schönes Scheidungskind

    Sie hat mir an allem die Schuld gegeben (das sie meinen Vater heiraten musste und und und) ,hat mich andauernd zum Therapeuten geschickt unter dem Vorwand ich sei krank! ( bei dem ich 3 mal war und dieser mir sagte ich bin Scheidungskind habe es nicht verkraftet usw.,normaler Teeanager)

    Geborgenheit und Liebe ist ihrerseits mir gegenüber ein Fremdwort, sie macht Fehler und sucht sie bei mir, sie ist wie ein HB-Männchen von 0 auf 100 in 0,5 sek.
    Naja in Ihren Augen bin ich der Versager schlecht hin, bekomme angeblich mein Leben nicht geregelt und werde warum auch immer als Schl.... betitelt. Manchmal möchte ich sie packen schütteln und sagen :" Wach auf Mädel,du bist keine Mutter du bist ein Monster!"ich bin mittlerweile psychisch so angeschlagen, dass ich zu ihr gesagt habe erde ich noch einmal zum Sündenbock wegen nichts breche ich den Kontakt ab. Ich verzeihe, aber vergesse nicht!
    Ich habe sogar angst das ihre abneigung mir gegenüber sich auch auf mein Kind überträgt!
    Und nein sie nimmt keine Medikamente, sie macht nur Yoga und Autogenes Training. Bezweifel das sie das durchhalten wird.

    Ich bin heute 30 jahre alt, habe eine Tochter habe einen super Vollzeit Job und ich liebe mein Leben. (Zu dem Thema ich kriege nichts gebacken!)

    Wie soll ich mit ihr umgehen? Kontakt wirklich abbrechen?Nochmal versuchen?

    Ich bin am ende meinen kräften

    Dieses Thema bringt mich zum heulen, wenn ich sehe wie liebevoll sie mit meiner Schwester umgeht

    Liebe Grüße

  2. #2
    N o r d f r a u

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 62
    Forum-Beiträge: 8.212

    AW: Umgang mit der eigenen ADHSler Mutter?

    Hallo Eastre,

    es tut mir leid, dass du und deine Mutter nicht zusammen passt und ihr miteinander könnt.

    Bist du denn auf sie angewiesen (z. B. gelegentlich als Baby-Sitter)?
    Deine Schwester ist wohl jünger als du?

    Als ich so alt war wie du, war lebte ich bereits 14 Jahre nicht mehr in meinem Elternhaus
    und ich besuchte meine Eltern so alle sechs Wochen. Kontakt hielten wir übers
    Telefon oder über altmodische Briefe.

    Vielleicht solltest du die Beziehung einfach mal ein bisschen ruhen lassen und vielleicht
    Kontakt zu einer Beratungsstelle suchen, um diese ganze Sache von jemanden Neutralem
    einmal beleuchten lassen.

    Liebe Grüße
    Gretchen

  3. #3
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 4

    AW: Umgang mit der eigenen ADHSler Mutter?

    Ja meine Schwester ist jünger als ich.
    Nein ich meide meine Mutter als Babysitter,versuche es immer selbst zu managen.
    Ich bin mit 17 zu meinem Vater gezogen, da fühlte ich mich wohler!

    Vielleicht hast du recht und ich sollte die Beziehung zu Ihr ruhen lassen und vielleicht irgendwann mich versuchen wieder ranzutasten.
    Mein Bruder hat auch ADHS ist aber viel umgänglicher zumindest habe ich einen sehr guten Draht zu ihm.
    ( Er mag meine mittlerweile sehr ruhige Art )

    Das ist alles so schwer, vorallem weil man es immer mit sich rumträgt.

    Liebe Grüße

  4. #4
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 750

    AW: Umgang mit der eigenen ADHSler Mutter?

    ich kann mit dir fühlen.
    ich hab unter beiden eltern gelitten.
    einer der geschlagen hat und der andere hat weggeschaut und mich gemieden.

    kein kontakt ist für mich persönlich die einzige möglichkeit mich von diesem trauma zu erholen.

  5. #5
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 57
    Forum-Beiträge: 1.910

    AW: Umgang mit der eigenen ADHSler Mutter?

    Eastre schreibt:
    Meine Mutter ist der Teufel in Person.
    Das habe(n) mein Bruder und ich auch mitmachen müssen….bin froh, daß sie tot ist.
    Hart, aber Fakt.

  6. #6
    AlteEiche

    Gast

    AW: Umgang mit der eigenen ADHSler Mutter?

    Hey Eastre!

    Offensichtlich projiziert deine Mutter ihr gescheitertes Verhältniss zu ihrem Vater auf dich. Durch kognitive Defizite und eine für viele ADSler typische Uneinsichtigkeit und fehlendes Reflektionsvermögen ist das für so Betroffene schwer. Diese Unart auf dich zu projizieren über solange Zeit deutet jedenfalls ein bischen darauf hin.

    Ich denke, wenn ich meine Mutter und ihr Verhalten heute beurteile ist ihnen manches unmöglich. Dabei ist meine Mutter noch eine liebe und umgängliche Person, aber ihre Zickanfälle sind extrem. Sie ist durch ihre Gedächtnissstörungen berüchtigt Blödsinn zu erzählen. Sie redet auch Dinge nach Gefühl, nicht nach Prüfung und ist bei Aufforderung zu prüfen nicht Einsichtsfähig. Es ist schwierig mit ihr, aber sie ist auch Opfer ihrer Krankheit und eines schwierigen Lebens. Leider verstehen das ausser mir die Anderen in der Familie nicht richtig. Irgendwie versucht jeder nur noch seinen Kopf über Wasser zu halten, ich kanns niemandem verdenken.

    So einen Hass abzubekommen von einer Person, die einen eigentlich fürsorglich und liebevoll umsorgen sollte, das ist traumatisierend.

    Du hast es ja hinter dir. Die Beziehung zu einer Mutter ist in sofern immer zu ehren, da sie einem das Leben gegeben haben.

    Ich frage mich jedoch auch Rückblickend manchmal was eine höhere Leistung ist:

    Eine perfekte Mutter die immer von Herzen alles richtig machte?
    Eine asoziale Mutter, die sich nicht um einen richtig kümmern konnte weil sie psychische oder physische Probleme hatte, die es aber trotzdem fertig brachte zu wickeln, zu kochen, ein Zimmer zu bezahlen und immer was im Kühlschrank für die kleinen "Fressmaschinchen" aka Kinder / Heranwachsende zu haben?

    Ich weiß manchmal nicht ob man dem bösen Elternteil nicht eher sogar dankbar sein muss, weil er einen doch noch ausgehalten hatte? Ich weiß nich mal ob die Überlegung nicht nen Fallstrick irgendwo hat.

    Jedenfalls verstehe ich Dich sehr gut. Ich habe auch erst im Zusammenhang mit der Erkenntniss über ADS Diagnostik den Zugang zum Verhalten meiner Mutter gefunden.

    Wenn sich meine Mutter nicht so sehr bemüht hätte und nicht an ihrer Unfähigkeit gescheitert wäre, sondern die Probleme eher in Boshaftem mißgünstigem Verhalten gelegen hätten, nun denn hätte ich den Kontakt abgebrochen.

    Es macht keinen Sinn zu Menschen, die sich wie emotionale Vampire verhalten, die mir nicht guttun, die sich für ihr Fehlverhalten nicht entschuldigen und die sich für ihre Boshaftigkeit auch noch rechtfertigen auf meine Kosten und mir die Schuld für ihr Fehlverhalten zuschieben.
    Na, so nicht. Respekt vor der Leistung dem Kriegen und Aufzucht, und Dach überm Kopf, Taschengeld etc. Ja, sicher. Postkarte zu besonderen Tagen vielleicht noch.

    Aber den Respekt einer Mutter, im Sinne einer guten Beziehungspflege kann ich nicht verschenken, wenn da keine Hingabe an die Mutterrolle vorhanden war. Das heißt ja nicht das ich mich ihr gleich machen müsste und sie hassen oder verachten. Nein. Es ist einfach nur das Resultat der falschen Handlungen einer Mutter die es nicht einsieht oder einsehen kann sich richtig zu verhalten.

    Ich führe das so ein bischen deutlicher Aus, weil hier im urkatholischen Lande der Madonnenkult, Muttermythos ja immer noch tief in der Kultur drin steckt. Wer sich ehrlich über seine Eltern äußert und nicht an der Lobhudelei teilnimmt, macht sich da zum Aussenseiter. Schlechtes Gewissen vorprogrammiert.

    Das sind nur so überlegungen und Erfahrungen von mir. Vielleicht ist ja was für dich dabei.

    Viel Erfolg dir Eastre! Das packst du. Auch wenn wir gerne mit solchen Lebenserfahrungen gerne abschließen würden indem wir den Verlust, also die verlorene Positiv-Bindung, kitten und das uns so wichtige erhalten könnten, es hat keinen Sinn daran festzuklammern. Besser ist es, wenn man sich davon einfach befreit. Vergebung ist so gut, Vergeben und Vergessen, oder wie ich es leichter finde Verstehen, Vergeben, Vergessen, führt dazu das du vor allem dich selbst befreist und deiner eigenen Familie und deinem eigenen Leben wieder mehr zur Verfügung stehst.

    Viel Erfolg dir Eastre! Das kriegste hin, hast doch längst selbst begriffen das du stark bist

    Kopf hoch!

  7. #7
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 4

    AW: Umgang mit der eigenen ADHSler Mutter?

    Danke für diese ausführliche Beschreibung.
    Eins habe ich aus dieser Beziehung zu meiner Mutter gelernt wie man sein Leben alleine meistert.
    Sprich das ich auch ohne fremde hilfe Schule, Ausbildung und meinen jetzigen Job.
    Ich bin dankbar, dass sie mich bekommen hat! Das mache ich ihr nicht zum Vorwurf, hätte nur alles anders läufen können.

    Viele Vielen Lieben Dank.

    PS. Das lesen hier im Forum ist beruhigend denn ich weiß vielen anderen geht es genauso wie mir.

  8. #8
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 57
    Forum-Beiträge: 1.910

    AW: Umgang mit der eigenen ADHSler Mutter?

    AlteEiche schreibt:

    So einen Hass abzubekommen von einer Person, die einen eigentlich fürsorglich und liebevoll umsorgen sollte, das ist traumatisierend.
    Absolut.

    Du hast es ja hinter dir.
    Wäre schön.

    Die Beziehung zu einer Mutter ist in sofern immer zu ehren, da sie einem das Leben gegeben haben.
    Nicht unbedingt...

    Eine asoziale Mutter, die sich nicht um einen richtig kümmern konnte weil sie psychische oder physische Probleme hatte, die es aber trotzdem fertig brachte zu wickeln, zu kochen, ein Zimmer zu bezahlen und immer was im Kühlschrank für die kleinen "Fressmaschinchen" aka Kinder / Heranwachsende zu haben?
    Wenn dem so gewesen wäre...

    Ich weiß manchmal nicht ob man dem bösen Elternteil nicht eher sogar dankbar sein muss, weil er einen doch noch ausgehalten hatte?
    Öh…???

    Ich habe auch erst im Zusammenhang mit der Erkenntniss über ADS Diagnostik den Zugang zum Verhalten meiner Mutter gefunden.
    Okay - mir ist einiges klar geworden...

    Wenn sich meine Mutter nicht so sehr bemüht hätte und nicht an ihrer Unfähigkeit gescheitert wäre, sondern die Probleme eher in Boshaftem mißgünstigem Verhalten gelegen hätten, nun denn hätte ich den Kontakt abgebrochen.
    …nicht einmal das habe ich - dauerhaft - geschafft...

    Wer sich ehrlich über seine Eltern äußert und nicht an der Lobhudelei teilnimmt, macht sich da zum Aussenseiter.
    So ist es.

    Schlechtes Gewissen vorprogrammiert.
    Ohne mich.

    Verstehen, Vergeben, Vergessen, führt dazu das du vor allem dich selbst befreist
    Leider nicht immer möglich.
    Entschuldigt meinen Negativismus. In meinem Fall haben alle Bemühungen, Anstrengungen, Versuche, Diskussionen, …. nichts bewirkt.
    Gar nichts.
    Obwohl ich die Hoffnung komischerweise bis zum Schluß nie aufgegeben habe.
    Es ist wie es ist, sagt ...

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