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Diskutiere im Thema Absolutes Chaos im Kopf im Forum Angehörige von Erwachsenen mit ADS/ADHS
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  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 3

    Absolutes Chaos im Kopf

    Hallo,

    ich bin neu hier im Forum und kenne mich noch nicht sehr gut aus, hoffe aber das mir hier jemand weiter helfen kann.

    Ich bin 32 Jahre alt, habe einen kleinen Sohn und seit 1 Woche von meinem Partner getrennt, vor 2 Tagen ist er zu einem Freund gezogen.

    Mein Partner hatte als Kind die Diagnose ADHS, war mit den daraus resultierenden Problemen, mit 16 Jahren in der Psychatrie. In einem seiner Gutachten habe ich außerdem gelesen, dass er Ansätze einer Borderline Persönlichkeit hat.
    Seine Eltern sind gescieden, sein Vater hat ihn geschlagen, seine Mutter hat ihn ins Heim gegeben.

    Als ich ihn kennen gelernt habe war er irgendwie anders, aber ich fand ihn toll. Er hat sich sämtliche Dinge in den Kalender geschrieben, duschen, rasieren, einkaufen etc. Er hatte einen extremen Ordnungsfimmel, man durfte noch nicht einmal die fernbedingung verrücken, da hat ihn nervös gemacht, oder er wurde sauer. Er hatte durch impusives Verhalten und da er meinte die Gesetze seien nicht fr ihn geschrieben, mehrere Bewährungsstrafen aufgrund Körperverletzung, Nötigung, unter Alkoholeinfluss Auto fahren, Drogenkonsum etc.

    Wir kennen uns nun zehn Jahre, sind davon acht Jahre in einer Beziehung, hattene mehrere Wohnungen miteinander und getrennt voneinander. Er hat gefühlte 30 mal mit mir Schluß gemacht. wir haben uns z.B. eine Wohnung angeguckt und am nächsten Tag hat er zu mir gesagt, ich liebe dich nicht mehr, hau ab, irgendwann geht es mir ohne dich besser. Er muss mich auch ständig verletzen, sagt dass ich selber Schuld bin weil ich ihm hinterher gelaufen bin, er ist nicht bereit etwas für mich zu tun, irgendwann wird er etwas besseres finden etc.! Nach 1 - 2 Wochen Abstand fing er dann immer nachzudenken, was man ändern könnte und das doch eigentlich alles gar nicht so schlimm sei und meldet sich wieder.
    In Streitsituationen steht er meistens am nächsten Tag auf und erwartet, dass alles wieder in Ordnung ist, selten fast nie entschuldigt er sich.
    In Alkoholsituationen ist er schon handgreiflich gegenüber seiner Mutter geworden, weil er so emotional war.
    Seit wir in dieser Wohnung leben, macht er gar nichts mehr. Einige Dinge haben sich relativiert, er hat keine Bewährungsstrafen mahr, schreibt nicht mehr alles in den Kalender und sein Ordnungsdrang ist weg.
    Er ist jetzt das komplette Gegenteil, er hilft und macht im Haushalt gar nichts, er macht nur sein eigenes Ding. Hat seinen Motorradführerschein gemacht (allerdings wegen seiner Riskantheit schon 3 Unfälle gehabt), geht zum Sport (was ihm sehr gut tut) und sitzt ansonsten Stundenlang vor der Playstation. Er sagt, dass wrde er tun weil er so unglücklich bei mir ist.
    Er ist aber immer noch sehr aufbrausend, verletzend, schnell wütend, kann kein Mitleid, kein Mitgefühl etc. empfinden.

    In den letzten 2 Wochen haben wir uns dann viel gestritten, weil ich ihm gesagt habe er solle mir mal das Gefühl geben dass er mich liebt. Es kam nichts und ich war so emotional dass wir uns immer weiter gestritten haben. Wir hatten diese Situationen so oft und haben so oft geredet, dass sich was ändern muss, ich habe total an mir gearbeitet und von ihm kam nichts.
    Ich habe ihm dann einen Brief geschrieben in dem stand, dass ich die Welt nicht alleine verändern, das ich total ausgelaugt bin, dass er auch mal etwas tun müsste, dass ich das Gefühl habe, dass ich ihm egal bin und er immer nur Karaft gegen und nie fr uns hat. Im Grunde das ich mir Liebe von ihm wünsche. Daraufhin ist er aufgestanden und hat gesagt, du hast Recht wir kommen immer wieder an den gleichen Punkt, er würde ausziehen, ich wäre ein netter Mensch, aber für eine Beziehung würde es nicht reichen . Für mich ist alles zusammen gebrochen, ein paar Minuten später meinte er ich solle es doch auch mal lustig sehen.... Die Trennung war ausgesprochen, aber er hat sich in der ganzen Woche dann ganz normal verhalten, es war wie immer, er lag bei mir im Bett, wir haben aber keinen körperlichen Kontakt gehabt etc. Dann bin ich Sonntags mit meinem Sohn ins Kino gegangen, er hat uns noch den Film ausgesucht und als ich wieder gekommen bin, meinte er plötzlich was jetzt wäre, ob ich hier in der Wohnung bleiben will, er hätte mich jetzt lange genug damit in Ruhe gelassen und ob ich geglaubt hätte alles wäre wieder in Ordnung. Ich hatte den totalen Zusammenbruch, wir haben beide 2 Nächte nicht geschlafen. Er hat nur gezockt, aber es war klar dann und dann zieht er aus. Er war total durch den Wind hat gesagt er würde seine Entscheidung immer wieder anzweifeln, aber das negative würde überwiegen, nur weil ich jetzt nett wäre würde er darauf nicht mehr rein fallen, er würde jetzt nur die positiven Sachen an mir sehen, aber das wäre ja normal in seiner Situation, er wsste er würde mich vermissen, aber das würde auch wieder aufhören etc.! Dann hatten wir ein emotionales Gespräch in dem er mir gesagt dass er manchmal denken wrde, dass mit ihm was nicht stimmt, dass er mir gerne sagen würde was für ein toller Mensch ich wäre, es aber nicht kann. Das wenn er was negatives sieht, gar nicht das positive sehen könnte, er hätte keine Kraft dazu aber das wäre nun mal sein naturell. Er hätte auch berlegt mit mir zur Paartherapie zu gehen, aber dafr wollte er sein Geld nicht raus werfen.
    Am nächsten Tag war er dann wieder totla abgekärt, er wäre halt nicht bereit etwas zu ändern, es würde nichts bringen, er liebt mich ja auch nicht und es würde ihm zu viel vorkommen. Dann hat er sich Nachts an mich gekuschelt, meinte aber am nächsten tag dass sei halt die Gewohnheit und er würde mich ja mögen....
    Dann gab es wieder einen Tag, wo er meinte er hätte sich das sosehr anders gewünscht, er wäre mir so dankbar. Er würde auch mit niemandem darüber reden wollen. Er sei einfach unglücklich und er galubt es liege einfah daran dass das Familienleben nichts für ihn ist, anders könnte er es sich nicht erklären.
    Das war auchso manches mal seine Begründung.
    Am Tag des Auszuges, habe ich ihn angeguckt und er hat mich plötzlich angeschnautzt und meinte ob ich jetzt erwarten würde, dass das große Geheule los geht, er ist dann angefangen zu weinen.
    Ich habe ihm gesagt, dass es nicht das ist was ich will, sondern ihn ziehen lasse, weil er glaubt dass er dann irgendwnn glücklicher ist. Er hat wieder Tränen in den Augen gehabt. Ich habe ihm gesagt, dass es das ist was er will und dass er mich nicht liebt und unglücklich ist und somit froh sein müsste zu gehen. Daraufhin meinte er eiskalt, das wäre er ja auch. Es wäre ja Sinn und Zweck der Sache, dass er glücklich wird und wenn er es nicht macht wüsste er ja nie ob es richtig ist.
    Jetzt ist er weg

    Vor 2 Wochen saß er vor mir und wollte seinen Techniker machen, hat mit mir Pläne geschmiedet.... und wenn ich ihn darauf anspreche hat er gesagt, es wäre egal was vor 2 Wochen war, dass wäre nur seine Euphorie gewesen und er hätte sich etwas vorgemacht.

    Ich habe das absolute Chaos im Kopf, so viele Fragezeichen im Kopf, ich habe nichts was ich greifen kann und ich weiß nicht mehr ob ich irgendwas falsch sehe, mit mir etwas nicht "stimmt" oder ob es wirklich er ist, vllt. kann mir jemand helfen?

    Entschuldigt den langen Text

    LG

  2. #2
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 11

    AW: Absolutes Chaos im Kopf

    Hallo...


    es hätte fast ein Text von mir sein können...Wobei mein Mann nicht so arge Gefühlsausbrüche hat..Sondern immer nur alles mit sich selber ausmacht, er versucht es zumindest... Was nur leider nicht wirklich klappt...Wenn es für ihn Gefühlsmäßig irgendwie schwierig wird, wo er sich mit etwas auseinander setzen muss...heißt es..Gefühle( die liebe zu mir) abschalten und Mauer..bei uns war nie so richtiger Streit..Immer nur reden von mir und, ja sagen von ihm... Richtig miteinander reden, klappte bei uns immer nur wenn er die Trennung ausgesprochen hatte.....Grade wohnen wir getrennt...aber sonst klappt es ganz gut....
    Selbst wenn er sozusagen seine "Mauer" hat, weiß ich das er mich doch liebt...

    Er hat mir anfangs mal gesagt, ich sei die erste Frau, bei der er so sein kann wie er ist und muss sich nicht verstellen oder Rücksicht nehmen, mit dem was er sagt, bevor er denkt..Sicher habe auch ich Momente wo ich seine Worte auf die Goldwaage gelegt habe...aber nur kurz :-)

    Ich denke, so schwer es auch vielleicht sein mag..wenn er nicht wirklich dazu bereit ist/gewesen ist...mit dir glücklich zu sein/werden....dann war die Trennung richtig...

    Du darfst nicht nur die Fehler bei dir suchen...

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