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Diskutiere im Thema will er sich nicht "ändern"? im Forum Angehörige von Erwachsenen mit ADS/ADHS
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #11
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 12.456

    AW: will er sich nicht "ändern"?

    Hallo Trinili.

    Abschalten scheint mich nicht spezifisch ADS zu sein...

    Wegen Hilfe holen: Meine eigene erfahrung ist, dass es wenn man ADS hat, kniffig sein kann... Ja, man bekommt rasch hilfe, aber oft eben nicht hilfreich oder sogar schädlich... Ich habe oft nicht die Hilfe bekommen die ich gebraucht hatte und deswegen habe ich auch irgendwann aufgegeben und es mit mich ausgemacht.

    ADS ist nicht sehr bekannt, viele Menschen wissen nicht was hinten eine solche Verhalten nicht und sind einfach überfordert. Auf diese Forum gibt es Menge von Geschichten von Betroffenen die von Therapie zu Therapie gepilgert sind ohne grosse Verbessrung. Weil auch der Fachwelt davon nicht viel weisst und oft jemand falsch behandelt.


    Oft ist was bei nicht-Betroffenen sehr gut wirkt, kann bei ADSler im bestens Fall auch gut wirken, sonst nicht helfen, aber auch schädlich sein... Schädliche Hilfe kennen viele Erwachsene mit ADS und irgendwann will man sich schützen! Auch wenn der Diagnose da ist, kann sein dass man noch lange vorsichtig, misstraurig und verzweifelt bleibt.

    Könnte so was sein bei dein Exfreund?

    lg

  2. #12
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Alter: 36
    Forum-Beiträge: 36

    AW: will er sich nicht "ändern"?

    Das mit dem abschalten kenne ich so von anderen nicht. Hab ich noch nie gehört, das manche Menschen sowas machen

    Das er bei dem Arzt, bei dem er zur Zeit in Behandlung ist (wobei Behandlung in seinem Fall bedeutet: hinfahren, Rezept für Medikament abholen, wegfahren), nicht die Behandlung bekommt, die er vielleicht braucht, vermute ich ja schon länger. Ich weiss auch nicht, ob der Arzt ein ADHS-Spezialist ist. Wobei da dann ja auch wieder 2 zu gehören. Der behandelnde Arzt und der Patient. Aber ich vermute zumindest, das er sonst nicht weiter "beraten" wird. Andererseits redet er auch nicht darüber.
    Ich glaube, dass er durch sein geringes Selbstwertgefühl sich nicht traut sich weiter behandeln zu lassen. Er ist sooo ein toller Mensch, hat aber oft bzw viel zu oft Enttäuschungen erlebt. Und ich befürchte, dass er sich genau aus dem Grunde nicht behandeln lässt. Weil er ein geringes Selbstwertgefühl hat und in den Augen anderer als "nicht männlich" erscheint. Und das ist eben auch so schade. Aber als nicht Betroffener kann man immer schön schlau reden.... Es würde aber vieles in seinem Leben einfacher machen. Theoretisch jedenfalls. Er könnte es vielleicht besser planen und nicht andauernd zu spät kommen. Vielleicht könnte er auch mal etwas zu Ende bringen, anstatt immer nur etwas anzufangen. Und vielleicht würde dann auch eine Beziehung länger halten. Er hat ja meistens nur recht kurze Beziehungen gehabt. Und mit seinem Verhalten viele verscheucht. Inklusive mir. Wobei ich mich jetzt nicht in den Himmel loben will, aber ich bin (soweit ich weiss) leider die einzige, die sich wirklich mit ihm als Person beschäftigt hat. Und ich verstehe ja schon recht viel, was so in ihm vor geht. Und kann auch mit recht vielem leben. Doch diese Einstellung, dass er sich nicht helfen lassen will oder kann, hat selbst mich überfordert. Leider

  3. #13
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 12.456

    AW: will er sich nicht "ändern"?

    Hallo trinili,

    Um mal einfach aus ein andere Seite zu schauen: Auch wenn ein Mensche sich wegen ADS behandelt lässt, hat er danach Schwierigkeiten... Es gibt auf diese Forum so vieles zu lesen: Man macht aus jemand der immer unpünktlich ist, nie eine Mensch der pünkltich ist wie eine schweizer Uhr... Es gibt ADSler, auch nach jahrelang Therapie, die immer noch mit Pünktlichkeit kämpfen...

    Ich habe auch meine Gebieten wo es schwierig ist, trotz allem, und es hilft mich manchmal mehr einfach loszulassen, annehmen dass einiges mich einfach nicht liegt und damit leben...

    Keine ADS-therapie bringt wunder, und es heilt auch nie! Es macht nur das leben etwa einfacher.
    Irgendwann ist man auch austherapiert und hat man doch noch einige problemen...

    Seit wann hat er seine Diagnose? Was hat er alles unternommen? Vielleicht, wie du sagst, kratz es an seine Männlichkeit, Hilfe zu holen... Vielleicht hat er auch aufgegeben oder sich damit irgendwie abgefunden. Naja, er darf es auch. Sich hilfe holen und etwas verbessern ist eine mögliche Weg mit Problemen umzugehen. Es gibt auch anderen und ich finde, sie dürfen auch mal sein. Manchmal ist gerade loslassen, annehmen gerade wichtig...

    Wenn ich dich lese, muss ich an eine Freundin von mich denken. Sie liebt auch seit Jahren ein ADSler. Sie macht sich auch immer wieder Sorgen um anderen, auch um mich... Manchmal fand ich sogar ihre "Hilfe" lästig, weil ich es als Druck erlebt hatte... Eigentlich will ich auch nicht besser sein, nur mich selbst... Aber mit der Zeit merkt sie schon dass ihre Partner (der zwar eine echt nette Kerl ist) einfach so ist und dass ich auch so bin. Eigentlich sehe ich auch dass sie auch ihre Problemchen hat, aber selber auch nicht immer weiss wie sich selber helfen...

    Wenn du statt noch lange dich um ihm Gedanken machst, dass du mal dich um dich kümmerst? Dass es dich alles nicht gleichgültig ist, hat es eigentlich auch ehe mit dich zu tun. Was weckt es alles? Ihm ändern, ihm helfen kannst du ehe nicht mehr... Aber dich ändern und helfen ehe schon, oder?

    Interessant ist auch dass du nur über ihm und seine Problemen geredet, ich errine mich nicht dass du deine erwähnt hatte... Manchmal kann man sich (ich kenne es auch!) in dem man an die Problemen von anderen denkt, sich von seine eigene ablenken... Was gerade bei sich, tut es noch mehr weh, als was etwa weit weg ist... Ob so was bei dich ist, kann ich nicht behaupten...

    lg

  4. #14
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Alter: 36
    Forum-Beiträge: 36

    AW: will er sich nicht "ändern"?

    huhu mj71,
    das es, auch nach einer Therapie, immer noch Schwierigkeiten geben kann ist mir auch durchaus bewußt. Ich habe mittlerweile so viel zu AD(H)S gelesen und dadurch auch eine große Menge gelernt. Und ich bin generell ein Mensch, der beide Seiten einer Medaille "versteht" bzw versuche ich es. Das es durchaus schwer sein kann, sich seine Schwächen einzugestehen und etwas dagegen zu unternehmen ist mir auch bewußt. Doch was ich nicht verstehe ist, wenn man schon sehr lange immer wieder auf die Nase fällt, wieso fällt es einem (in diesem Falle) AD(H)Sler so schwer auch mal Hilfe anzunehmen? Eben nicht nur das schlechte zu sehen? Das mit der Pünktlichkeit ist ja so eine Sache. Da kann man mit leben. Da muss man eben als Angehöriger sagen: "Du musst los." oder "Wir müssen los." oder " Du hast morgen einen Termin.". Da gibt es ja viele Möglichkeiten.
    Wunder erwarte ich von einer Therapie auch nicht. Dafür ist AD(H)S auch viel zu komplex. Vor allem auch mit den Komobiditäten. Aber wie Du schon selber schreibst: es macht das Leben einfacher. Und vielleicht ja auch lebenswerter?
    Die Diagnose hat er, wenn ich mich recht erinnere, seit 10 Jahren. Es hat alles mit Panikattacken angefangen. Zu der damaligen Zeit hat er auch eine Verhaltenstherapie gemacht. Da ging es aber nur um die Panikattacken. Desweiteren nimmt er ja das Venlafaxin retard. Das wars aber auch schon. Sein AD(H)S wurde in dem Sinne nie richtig behandelt. Wie geschrieben: die "Behandlung" sieht so aus, dass er zum Arzt fährt, sich das Rezept für das Venlafaxin holt und wieder wegfährt. Keine Therapie, kein Coaching, nix.
    Und ja, man darf auch aufgeben, aber dann darf derjenige sich aber nicht beschweren, dass alles so furchtbar ist. Meine Meinung. Oder wie Nora12 so schön schrieb:

    adhs ist - selbst wenn es im leben einige von der gesellschaft geforderte verhaltensweisen erschwert- kein freibrief zur stagnation.
    .

    Und was meine Probleme angeht... Wie gesagt, bis auf meine Insolvenz bin ich zum Glück recht problemfrei. Hatte in letzter Zeit viel damit zu tun, dass in meinem Betrieb auf Grund von Umstrukturierung, einige Leute entlassen werden sollten. Das ist aber alles überstanden. Und ich kümmere mich fein um mich selbst Ich sehe zu, dass meine Wohnung hübsch wird, ich fahre mit dem Fahrrad zur Arbeit anstatt mit Bus und Bahn.
    Nur Gefühle kann, ich zumindest, leider nicht einfach so abschalten. Die Liebe für ihn ist ja noch da. Auch wenn ich ihm derzeit nicht helfen kann.

  5. #15
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 12.456

    AW: will er sich nicht "ändern"?

    Hallo Trinili,

    So wie ich sehe, weisst du und verstehst du echt vieles!

    Manchmal verstehe ich auch nicht wieso Menschen weiter in ihre Mist bleiben wollen, aber ich habe aufgegeben verstehen zu wollen. Sie haben ihre Gründen und ich habe mein Leben. Ich kann mich sonst von andere mal auch abgrenzen, wenn mich etwas nicht passt.

    Und ja, man darf auch aufgeben, aber dann darf derjenige sich aber nicht beschweren, dass alles so furchtbar ist.
    Naja, niemand kannst du zu eine bestimmte Verhalten zwingen... Ich finde auch nicht so toll, nichts machen und sich beschwerden, aber ich kann niemand wirklich vorschreiben was er zu tun hat. Aber was ich machen kann, ist mich abgrenzen: So ein Mensch würde ich, wenn er sich wieder beschwert, sagen dass ich gerne mit ihm nach Lösung suchen möchte, oder ich gebe mal ein bisschen Verständnis und so bald ich genug von seine Gejammert habe, sage ich dass es mich jetzt reicht, dass ich über etwas anders reden möchte. Wie ich genau reagiere, entscheide ich mich je nach Situation oder meine Stimmung. Am Anfang bin ich vielleicht grosszügiger, aber mit der Zeit, habe ich auch weniger Geduld. Oder ich reagiere mit solche Sprüchen: "Was hast du im sinn damit umzugehen?" Wenn so was kommt wie "Es hat keine Lösung" Sage ich "Es kann wohl sein dass du sie noch nicht gefunden hat, aber wir können gemeinsam anschauen" oder auch "Vielleicht gibt es die Lösung nicht, aber ein Weg damit klarer zu werden". Was ich versuche zu vermeiden ist sofort selber Tips geben... Ein bisschen zuhören gehört dazu und dann ehe der andere dazu bewegen sein Weg zu finden.

    Ich finde, sich ein bisschen ausheulen oder Dampf ablassen schon ok, jeden hat mal seine Schwierigkeiten. Aber ich darf auch selber bestimmen, wieviel und was ich hören möchte und was nicht. Es darf auch mal sein dass ich solches gar nicht hören möchte, weil ich müde bin oder so... Ich darf meine Grenzen selber bestimmen.

    Und was meine Probleme angeht... Wie gesagt, bis auf meine Insolvenz bin ich zum Glück recht problemfrei. Hatte in letzter Zeit viel damit zu tun, dass in meinem Betrieb auf Grund von Umstrukturierung, einige Leute entlassen werden sollten. Das ist aber alles überstanden. Und ich kümmere mich fein um mich selbst Ich sehe zu, dass meine Wohnung hübsch wird, ich fahre mit dem Fahrrad zur Arbeit anstatt mit Bus und Bahn.
    Nur Gefühle kann, ich zumindest, leider nicht einfach so abschalten. Die Liebe für ihn ist ja noch da. Auch wenn ich ihm derzeit nicht helfen kann.
    Ich finde gut was du für dich machst! Nun, unten für sich schauen, verstehe ich noch einiges mehr dazu... Es kann auch heissen, seine Gefühlen zuzulassen (wie du sagt, ausschalten kannst du ja nicht und es ist ok), sich trösten, oder mal ablenken oder beruhigen oder...

    Es ist auch das Thema wie man mit seine Fehler umgeht: Kann man sich so annehmen (was nicht heisst, dabei sich nicht entwicklen). Steht man sich selber unten Druck, oder ist man mit sich geduldig?

    Ist auch aus sich selbst hören: Pausen machen wenn man müde ist, egal was anderen noch wollen... Seine Belastungsgrenze respektieren und nein sagen. Sich spass gönnen, bevor alles erledigt ist...

    Gesund leben und essen gehört aus meine Sicht auch dazu, aber auch manchmal sich erlauben etwas aus pure Genuss essen. Also, dabei flexibel bleiben.

    Auch sich erlauben Menschen zu treffen die einem gut tut und anderen links liegen lassen. Anderen seine Wünschen und Bedürfnissen äussern.

    Vielleicht machst du schon alles...

    lg

  6. #16
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Alter: 36
    Forum-Beiträge: 36

    AW: will er sich nicht "ändern"?

    Ich will ja niemanden zwingen, sich zu ändern! Das liegt mir völlig fern Doch wenn ich merke, dass ich meinem Partner dauerhaft mit diversen Verhaltensweisen vor den Kopf stoße oder ihn gar verletze und die vorherigen Beziehungen genauso gelaufen sind.... Sollte man dann nicht mal darüber nachdenken, sein AD(H)S inklusive aller Komorbiditäten behandeln zu lassen? Gut, ich kann da nur von mir sprechen. Und soweit ich weiß habe ich kein AD(H)S um es behandeln zu lassen. Aber hätte ich es, wäre ich durchaus irgendwann bereit zu sagen: „Ja, ich habe ein Problem! Und ich werde jetzt was dagegen tun!“ Ich kann selbstverständlich nicht beurteilen, wie es in einem ADSler aussieht. Ich habe eventuell eine klitzekleine Vorstellung davon, auf Grund der Informationen, die ich mir in letzter Zeit angeeignet habe. Aber wenn ich dauerhaft müde bin, alles Mögliche anfange, nix davon zu Ende bringe, ständig „zu spät“ zur Arbeit komme, meinen Partner durch mein Verhalten ständig verletze... Irgendwann muss doch da mal ein umdenken einsetzen? Oder nicht?

    Und das mit den Lösungsvorschlägen haben wir ja alles schon durch. Ein sehr banales Beispiel: Er jammerte ständig rum, das er zu fett werden würde. Mein Exfreund ist die Schlankheit in Person..... Am Anfang fand ich es noch amüsant. Zwischendurch haben wir es „Beziehungsbäuchlein“ genannt. Und er hat wirklich jedem seinen Bauch entgegengestreckt. Schaut wie fett ich werde. Man hat dann mal vorgeschlagen, dass man öfter raus geht. Oder... oder...oder... Nein. Es hat alles nix gebracht. Am Ende hat er einem dass auch noch vorgehalten.

    Ist wirklich nur ein sehr banales Beispiel. Aber so ging es mir in allen Bereichen mit ihm. Hat man freundlich versucht Lösungswege zu finden, wurde es abgetan.
    Am Ende habe ich das Gejammer ignoriert. Auch wenn es nie aufgehört hat

    Und sich ausheulen und mal Dampf ablassen darf jeder! Das gehört zum Leben dazu!! Muss ich auch ab und an mal. Aber ständig rumjammern und nix verändern wollen (können)? Und es ist ja nun mal so, das AD(H)S sehr wohl behandelbar ist. Wo wir wieder bei der Frage wären: Will er sich nicht ändern?
    Und es gibt in seinem Freundeskreis genug Menschen, die hinter ihm stehen (würden)! Selbst wenn er sagt, dass er ein Problem hat. Aber die Männer in seinem Freundeskreis sind laut seiner Aussage ja viel männlicher als er. Und er hat Angst, dass er dann weniger männlich wirkt, wenn er seine Probleme zugibt. Aber ich finde, zuzugeben, DASS man ein Problem hat viel männlicher. Aber da kann man bei ihm noch so viel reden oder auch nicht reden. Er jammert ständig rum, dieses und jenes sei schlecht. Diese und jene Erfahrung hat ihm nicht gut getan. Der und Die haben ihm dieses und jenes angetan.. Etc... Doch auch wenn man einen voll entwickelten Charakter hat, den man nicht ändern kann, kann man sein Lebensruder doch selber in die Hand nehmen um es in ruhigere, angenehmere Gewässer zu manövrieren?!

    Und ja er setzt sich selber unter Druck, in dem er allen beweisen will (muss), was er alles kann. Er kann so viel und das wissen alle. Einige nutzen ihn deswegen aus (was ich sehr schade finde, dass er sich ausnutzen lässt), andere nehmen seine Hilfe an und geben dann im Gegenzug ihre Hilfe. Aber er muss immer allen beweisen. Um gut da zustehen. Um männlicher zu wirken. Das hat er nicht nötig! Er kümmert sich so viel (viel zu viel) um andere. Anstatt auch mal nein zu sagen und an den eigenen Baustellen (das Gästezimmer ist immer noch nicht fertig) zu arbeiten. Um für sich selber etwas zu tun. Und auch das hat unsere Beziehung belastet.

    Ich hatte ihm noch einen letzten Brief geschrieben. Und er will nochmal mit mir reden. Bin sehr gespannt, was dabei raus kommt. Vermutlich nichts. Ich mache mir da auch keine großen Hoffnungen. Ich werde mir in Ruhe anhören, was er zu sagen hat. Er ist jetzt definitiv am Zug. Ich habe meines Erachtens alles mögliche getan um die Beziehung noch zu retten. Aber wenn bei dem Gespräch nichts mehr raus kommt sag ich mir Liebe hin oder her. Wiedersehen. So Leid es mir dann auch tut.



    Ich bemühe mich zumindest alles für mich zu machen, was Du aufgezählt hast Ich rede viel mit Freunden die mir gut tun. Ich war gestern Abend sogar bei meiner „Lieblingsschwester“ Und ich merke, dass es mir gut tut. Meine Kollegin und Freundin hat auch schon gesagt, dass ich mich positiv verändert habe. Alles wird gut

  7. #17
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 12.456

    AW: will er sich nicht "ändern"?

    Hallo Trinili,

    Klar, es ist traurig fèr dich dass du Schluss machen musste, weil du mit seine Verhalten und seine Weigerung an sich zu arbeiten nicht klar gekommen bist... Aber... Du hast vielleicht wirklich alles richtig gemacht und auch für dich geschaut. Wenn er für sich nichts machen will, finde ich es auch doof, aber es ist sein Leben. Wer an sich arbeitet wird belohnt, weil irgendwann geht es besser und wer sich da weigert bekommt ehe immer wieder die selber Themen an Gesicht geknallt von Leben, bis er es begriff... Als ADSlerin kann ich nur sagen was ich schon gesagt hatte: Manchmal ist man so tief verzweifelt dass man nicht mehr probiert... Wer die ADS-diagnose als Erwachsene bekommen hat, hat schon vieles erlebt. Vielleicht wird sich mal in sein Kopf einmal etwas passieren dass er sich verändern will.

    Es ist vielleicht schwierig für dich, aber wäre nicht mal loszulassen etwas? Die Kerl hat dich nicht verdiennt, wollte sein Job (an sich arbeiten) nicht tun und jeden geht jetzt sein weg. Ihc merke immer wieder wie du über ihm redest und was bringt es? Er ist so, verhaltet sich dumm. Aber über dich, wie es dich geht, redest du echt wenig... Dabei denke ich schon dass alles dich doch wehtut. Ich denke, es bringt dich mehr, wenn du mal dich um deine Trennungsschmerz kümmert, dich tröstet und nicht dauernd analysiert was bei ihm los ist.

    lg

  8. #18
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Alter: 36
    Forum-Beiträge: 36

    AW: will er sich nicht "ändern"?

    huhu mj71
    mir geht es wirklich gut, so wie es im Moment ist. Klar bin ich traurig. Die Trennung ist ja erst etwas über 2 Wochen her. Ich bin viel entspannter seit ich mich getrennt habe und ich "genieße" das Leben. Heute habe ich mich noch von ein paar Sachen aus meiner Wohnung getrennt. Das war auch schon eine sehr befreiende Erfahrung!

    Heute Nachmittag war ER dann da. Hat spontan gefragt ob ich was dagegen hätte, wenn er auf einen Cappuccino vorbei kommt. Er hat also tatsächlich meinen Brief (wiedererwarten ) gelesen. Und ihn sich auch scheinbar zu Herzen genommen. Wir haben ungefähr 2 Stunden geredet. Wobei er die meiste Zeit geredet hat und ich zugehört habe. Wir haben auch noch über sein ADS (und sein Helferleinsyndrom) gesprochen. Er war tatsächlich sehr zugänglich. Auf meine Aussage, das ich zwar vieles verstehe, aber das ich nicht weiß, was in seinem Kopf vorgeht, hat er gesagt, dass er es ja selber nicht wüßte. Und das er anderen immer helfen muss kann er nicht abschalten.

    Ich habe ihm vorsichtig und dem Thema angemessen nochmal den Vorschlag eines Coachings gemacht. Er meinte, das würde von der Krankenkasse ja nicht übernommen werden. Darauf hin habe ich gesagt, das sowas ja durchaus auch ein "Nichtprofessioneller" machen kann. Sei es nun der Partner oder ein guter Freund. Das hat er auf jeden Fall zur Kenntnis genommen. Und es nicht weiter abgewehrt, wie er es sonst immer getan hat. Auf die Frage, ob er nicht eine Therapie machen will, kam die Antwort, dass er dazu im Moment keine Energie hätte. Er hatte ja schon mal eine Verhaltenstherapie (Angststörungen) gemacht und wüßte, wie beschäftigt man damit ist. Ich habe dann gesagt, dass es ja erstmal Arbeit ist, aber man ja auf ein besseres Leben hinarbeitet. Das hat er auf definitiv zur Kenntnis genommen. Und auch nicht großartig abgewehrt.

    Summasumarum haben wir ein sehr angenehmes Gespräch geführt. Und er hat sich scheinbar Gedanken zu meinem Brief gemacht. Er hat mir auch ein paar mal gesagt, dass er mich nach wie vor toll findet. Und durch die Blume hat er auch durchblicken lassen, dass ihm gewisse Dinge die wir zusammen gemacht haben, durchaus fehlen.

    Ich weiss natürlich nicht, ob das was er alles gesagt hat nur bloßes Gerede war oder ernst gemeint. Vielleicht auch teils teils. Ich versuche das Gespräch jetzt erstmal neutral positiv zu sehen und lasse ihn auch zappeln. Bis er sich wieder meldet
    Aber scheinbar haben meine Worte an ihn doch etwas bewirkt. Und ein kleiner Schritt kann ja auch schon ein großer sein oder?

    Ich bin gespannt wie es weiter geht. Ja, mit einem ADSler wird es tatsächlich nie langweilig Und das meine ich durchaus auch positiv!

  9. #19
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 12.456

    AW: will er sich nicht "ändern"?

    Halllo Trinili,

    WEs liest sich gut! Natèrlich, nach der Schock von die Trennung zeigt er sich schon einsichtig und es kann was geben... Aber ob es dann wirklich langfristig geht, ist ein andere Sache.

    Einiges verstehe ich auch besser: ja, Therapie braucht Zeit und Energie und es kann wohl ein Grund sein dass er es nicht gemacht hatte. Es war nun nicht seine Priorität. Bei eine ADSler ist nicht weniger eine harte Arbeit als bei nichtbetroffene... Da ich selber solches gemacht hatte, kann ich sagen, dass wenn man wegen ADS schon mit der Alltag an seine Grenzen kommt, ist mit eine Therapie am Anfang nicht besser... Es braucht echt viel Motivation! Ich bin da mehrmals an meine Grenzen gekommen, weil es manchmal alles zu viel war...

    lg

  10. #20
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Alter: 36
    Forum-Beiträge: 36

    AW: will er sich nicht "ändern"?

    Hallo mj71,
    ob es wirklich langfristig geht, kann ich so natürlich nicht vorraussehen! Deshalb bin und bleibe ich noch sehr vorsichtig! Ich bezeichne uns nicht gleich wieder als Paar. Und ich halte ihn durchaus auch etwas an der langen Leine. Er muss jetzt was tun. Es geht jetzt für mich um mich. Wenn er es wirklich will... vielleicht schafft er es. Das er nicht sofort eine Therapie macht ist mir auch bewusst. Aber vielleicht lässt er sich jetzt eher leiten, als vor der Trennung. Und ich weiss ja nicht, wie es bei ADSlern so ist, aber vielleicht hilft es ihm ja auch, es zu schaffen, wenn er die ein oder andere Person an seiner Seite hat, die ihn unterstützt. Da gäbe es definitiv nicht nur mich. Er hat zwar viele Bekannte, aber recht wenige richtige Freunde. Aber die stünden ihm definitiv auch zur Seite.
    Bezüglich einer Therapie hatte er es auch ungefähr so formuliert, dass er es "akzeptiert" hat, wie er ist. Und die anderen müssen damit leben. Das macht es für ihn aber nicht besser. Er will
    immer Recht haben und muss vielleicht auch mal einsehen, das er es eben nicht immer hat. Vielleicht lernt er es ja noch Ich lasse mich überraschen, was noch so kommen mag. Und wer weiss, vielleicht schafft er es ja doch. Und wenn es am Ende nur für ihn ist. Das ist dann ja auch schon viel wert!!
    Ich werde aber auf jeden Fall darauf achten, mich nicht aus den Augen zu verlieren

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