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Diskutiere im Thema ADHS und Beziehungsprobleme im Forum Angehörige von Erwachsenen mit ADS/ADHS
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 3

    ADHS und Beziehungsprobleme

    Liebes Forum,

    ich bin seit 6 Monaten mit einem Mann zusammen, der ADHS hat. Er nimmt keine Medikamente.

    Anfangs habe ich mich gewundert über verlegte, und nicht wieder gefundene Gegenstände, versäumte Termine, Unordnung, Unruhe, Hektik, Impulsivität, wenig Schlafbedürfnis, Sportsucht, Rechtschreibschwäche, chaotischer Fahrstil, Rededurchfall, mein vergessener Geburtstag usw. usw.

    Inwischen habe ich es angenommen und kann gut damit umgehen / ihn etwas ausgleichen. (auch seit dem ich weiss, dass er ADHS hat)


    Leider gibt es allerdings Probleme, die ich bei anderen noch nie erlebt habe, und die unsere Beziehung sehr belasten. Bei diesen Problemen habe ich das Gefühl, dass ich nicht damit umgehen kann. Er war bis vor 10 Monaten 30 Jahre lang verheiratet. Seine Frau hat sich von ihm getrennt und er weiss nicht richtig wieso. Er möchte sich mit ihr auch nicht darüber unterhalten. Er sagt, er habe die Trennung überwunden (gleich ein Tag nachdem sie ausgezogen ist), was mich sehr wundert. Mir scheint auch, er hatte keine emotionale Beziehung mit ihr aufgebaut. Vielleicht kann er auch keine echten Gefühle entwickeln, was allerdings nur Vermutungen sind.


    Wenn ich ihm eine email schreibe, wird sie oft nicht gelesen oder nur in Teilen. Wenn wir uns unterhalten, fällt er mir andauernd ins Wort und weiss auch alles besser. Meist kommen wir im Laufe der Unterhaltung in einen Teufelskreis, aus dem ich fast nicht mehr herauskomme. Oft bleibt mir nur die Flucht, nach Hause zu gehen oder ähnliches. Er hält mich nie auf, zu gehen und wartet immer, bis ich selbst wieder die Initiative ergreife, den Streit zu lösen. Also könnte ich glauben, ich bin ihm völlig egal.

    Er sagt, dass seine Frau nie irgendwas an ihm gestört hat. Wenn ich ihm sage, was mir auffällt und ihm sage, dass ich nicht damit zurechtkomme (siehe unten, sein Verhalten, wenn Freunde dabei sind), dann meint er etwas wäre unharmonisch und das möchte er nicht. Er möchte Harmonie und ich soll scheinbar gar nicht erst sagen, was mich stört, sondern alles so akzeptieren, wie es ist. Er kann sich auch absolut nicht vorstellen, dass er irgendwie schwierig ist, sondern denkt, alle Probleme hängen nur mit mir zusammen, denn bei seiner Frau gab es das alles nicht.

    Er hat einen grossen Bekanntenkreis. Seine Freundschaften stehen ihm über alles, er hilft jedem bei der Hausrenovierung usw. (bei ihm dagegen wird nichts renoviert), er kocht zuhause bei anderen, repariert usw. usw. Nichts ist ihm zu viel, er springt immer sofort. Er sagt, dass er das alles tut, damit er beliebt ist.

    Wenn wir mit seinen Freunden unterwegs sind, ändert er immer sein Verhalten mir gegenüber. Er lässt mich links liegen, als wäre ich nicht da und macht den "Alleinunterhalter", redet ohne Ende usw. Ich komme mir dann immer irgendwie blöd vor und frage mich, ob es nicht besser ist, solche Begegnungen mit den Freunden zu vermeiden. Er dagegen meint, ich solle mich auch interessant machen und anderen meine Hilfe anbieten. Bitte versteht mich nicht falsch, ich helfe generell gerne, aber ich biedere mich nicht überall an. Bei solchen Abenden komme ich mir meist vor, als wäre ich im Wettbewerb mit ihm, wer denn mehr Aufmerksamkeit der Menschen auf sich ziehen kann und das scheint er von mir zu erwarten. Meist ziehe ich mich zurück und sage gar nichts mehr, weil sich keine Gelegenheit mehr ergibt oder ich das Gespräch unterbrechen müsste. Dann bekomme ich gesagt, ich würde mich nicht für andere interessieren und ich müsse selbst dafür sorgen, dass mich seine Freunde mögen usw.

    Ich bin ein eher sehr extrovertierter Mensch und habe eigentlich mit anderen keine Kommunikationsprobleme.

    Er dagegen sagte mir gestern, auch er hätte mit anderen Leuten keine Kommunikationsprobleme (meine Freunde haben mir aber bestätigt, was ich bei ihm feststelle), sondern ausschliesslich mit mir. Seine Frau hätte das alles an ihm auch nicht gestört usw. Dazu muss man sagen, seine Frau ist an solchen Abenden mit Freunden, nachdem sie lt. den Erzählungen auch nichts gesagt hat, um 9 Uhr ins Bett. Das war ihm aber nicht unrecht, denn dann konnte er machen was er wollte. Sie hatte nie eigene Ideen, sondern hat immer das angenommen, was er vorgeschlagen hat oder ist ins Bett oder ist alleine zuhause geblieben, wärend er mit Freunden unterwegs war oder gemeinsam gekocht hat. Sie hatte in den letzten Jahren der Ehe verschiedene psychosomatische Beschwerden, die mit der Trennung scheinbar alle verschwunden sind. Als sie sich trennte meinte sie, dass jetzt die 30 besten Jahre ihres Lebens beginnen.

    Auch Silvester möchte er statt mit mir lieber mit einem befreundeten Ehepaar verbringen, weil er die Leute schon 30 jahre kennt und mich erst 6 Monate.

    Am Wochenende hat sich ein Freund aus Innsbruck angemeldet, also wurde mir vorhin für das WE abgesagt, obwohl ich am Samstag zum Frühstück wegen ihm bei mir zuhause auch Gäste eingeladen habe und jetzt stehe ich ganz alleine da. Außerdem benötigt er Zeit, um nachzudenken, da er momentan sehr durcheinander wäre. Außerdem könne er sich nicht für eine Beziehung mit mir verbiegen, denn das Leben kann schnell vorbei sein und er möchte es geniessen. Mir scheint eher, er möchte und kann sich nicht anpassen an die Bedürfnisse anderer Leute und möchte weiter in seinem egozentrischen Umfeld bleiben)


    Auch kommt er nicht damit zurecht, dass ich zu allem eine eigene Meinung habe und eigene Ideen. Seine Frau hatte wohl keine eigene Meinung und keine Eigeninitiative. Als wir uns kennenlernten, erklärte er mir, dass ich das wäre, was er schon immer gesucht hat, weil die Frau so träge war.

    Zuletzt hat er mit mir im August Schluss gemacht unter dem Vorwand, weil ich ihn wie einen "Bimbo" habe meine Einkaufstüten tragen lassen (er hat sich selbst angeboten) und weil ich gerne tanze und er nicht. Nachträglich habe ich herausgefunden, dass an diesem Tag sein Hochzeitstag war. Obwohl schon Mitternacht hat er mich noch 60 km nach hause fahren lassen und hatte einen "kalten" Gesichtsausdruck. Diesen kalten Gesichtsausdruck hatte er heute morgen auch (gestern abend war die Diskussion wegen seinem Verhalten im Beisein seiner Freunde)

    Sind Leute mit ADHS überhaupt Beziehungsfähig und zu Gefühlen fähig oder kann ich nur mit einem Menschen mit einer derartigen Diagnose zusammen sein, wenn ich mich total zurücknehme und immer nur den kürzeren ziehe?

    ich freue mich sehr über eure Ideen, Lösungsvorschläge und Gedanken.

    Liebe Grüsse, Feuerpferd 2

  2. #2
    salamander

    Gast

    AW: ADHS und Beziehungsprobleme

    ADHS hin oder her, meine empfehlung: mach die biege, aber hurtigst, das was du erlebst ist erst der anfang
    von was, was du ganz bestimmt nicht erleben willst.


    der ist defakto nicht beziehungsfähig, auch wieder adhs hin oder her...


    was du da beschreibst, gehört wo anders hin, und hat mit adhs vielleicht am rande zu tun, aber nicht viel.


    mehr ausrufezeichen, mit: mach die biege so schnell wie möglich

    Sie hatte in den letzten Jahren der Ehe verschiedene psychosomatische Beschwerden, die mit der Trennung scheinbar alle verschwunden sind. Als sie sich trennte meinte sie, dass jetzt die 30 besten Jahre ihres Lebens beginnen.
    kannst du nicht kriegen.


    lg
    salamander
    Geändert von salamander (31.10.2013 um 20:00 Uhr)

  3. #3
    Neues vorgestelltes Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 902

    AW: ADHS und Beziehungsprobleme

    mehr schlechter Charakter und sonstiges ,Ich-Mensch ..........

  4. #4
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Alter: 36
    Forum-Beiträge: 36

    AW: ADHS und Beziehungsprobleme

    Hallo Feuerpferd 2
    Das kenne ich auch fast alles. Nur bei meinem Exfreund hat es definitiv sehr viel mit ADS zu tun. Auch wenn ich selber im Herzen noch an ihm festhalte und hoffe, dass doch noch irgendwie alles gut wird... Jemandem zu raten: mach die Biege! ist immer so einfach gesagt. Vor allem wenn große Gefühle im Spiel sind. Aber Unrecht haben salamander und Dipsi nicht. Ich habe 2 1/2 Jahre gebraucht um zu sagen: ich kann das so nicht mehr. (Leider) geht es mir sehr gut mit dieser Entscheidung. Auch wenn ich ihn noch sehr liebe. Aber willst Du dich dauerhaft zurück nehmen? Man kann mit einem ADS-Partner durchaus glücklich werden. Aber wenn Du dich nur zurücknehmen musst? Du hast bestimmt etwas besseres verdient!

  5. #5
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 41
    Forum-Beiträge: 93

    AW: ADHS und Beziehungsprobleme

    Hallo Feuerpferd,

    ich kenne viele dieser Probleme aus eigenen vergangenen Beziehungen. Ich glaube sehrwohl das vieles mit ADHS zu tun hat. Besonders solche Gespräche über irgendein Fehlverhalten
    oder Dinge die passiert sind mit Freunden, um dieses Beispiel zu nehmen, dass er dich da links liegen lässt kannst du mit einem ADHS ler eigentlich garnicht führen wenn er "drauf" ist und das ist er ohne Medikamente fast immer. Ich hab mich in einem ähnlichen Teufelskreis befunden wie dein Freund und ich war immer davon überzeugt ich wär im Recht, ich hätte Recht, würde nicht verstanden, aber wenn ich ihr wichtig wäre und sie mich lieben würde dann würde sie mich verstehen und so weiter... ADHS ler haben einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn aber das Problem ist das es Ihre eigene ist, in ihrer Wahrnehmung , ich habe / hatte manchmal so ein Brett vorm Kopf unglaublich. Auch mit den Gefühlen ist es schwierig, ein adhs ler mit ausgeprägtem ADHS lebt in extremen, das bezieht sich auch und gerdade auf seine Gefühle und die Äußerungen dieser nach aussen. Sie sind übertrieben oder untertrieben oder garnicht da, aber selten sind sie realistisch ohne Medikamente. Meine freundin ist auch hier aktiv als Angehörige, als "Canastawomen", Sie kann davon ein Lied singen. Und ich kann das auch erst reflektieren seit ich Medikamente nehme. Ohne diese Einsicht von deinem Freund, sich helfen zu lassen mit Medikamenten und Psychotherapie, wird es nichts werden. Er kommt da alleine nicht raus. Ich würde so einen Rat , wie such schnell das weite nie geben, aber wenn er nicht offen dafür wird sich helfen zu lassen, ist es für dich sicher besser auch darüber nachzudenken. Ich selbst bin schon ein stückweit tief gefallen bis ich einsah, dass ich da alleine nicht rauskomme. Vielleicht fehlt ihm das einfach noch.

    gruß hyppie
    Geändert von Hyppie (10.11.2013 um 19:12 Uhr)

  6. #6
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 3

    AW: ADHS und Beziehungsprobleme

    Hallo zusammen,

    lieben Dank an alle, die sich mit meinem Thema beschäftigen und mir geantwortet haben.

    Ich habe am Mittwoch in der letzten Woche meine Sachen aus seinem Haus geräumt. Er selbst war wegen einer Geschäftsreise nicht da, nur sein jüngerer Sohn. Ich habe mich bestimmt eine Stunde lang mit ihm unterhalten. Sein Sohn ist erst 17 Jahre alt aber er erscheint mir deutlich reflektierter zu sein als sein Vater. Vor allem hat er Empathie. Sein Sohn hat mir gesagt, dass ich einen lieben Mann verdient hätte und nicht so einen wie sein Vater. Er hat vieles bereits erkannt und wundert sich häufig über seinen Vater. Er glaubt, dass irgendwas "im Gehirn" nicht in Ordnung wäre und meint, das könne nur Narzissmus sein. Ich habe nochmals gegoogelt und erkenne meinen Freund eigentlich in der Beschreibung, die ich im Internet dazu gefunden habe.


    Wir haben am MOntag in der letzten Woche nochmals telefoniert. (2 Tage bevor ich meine Sachen ausgeräumt habe)

    Er meinte, dass einer seiner Freunde sagte, er wäre eine schillernde Persönlichkeit und daher wäre es sehr schwer, wenn jemand neben ihm bestehen wolle. Ich dagegen sei bieder, langweilig usw. (was gar nicht stimmt) und könne mich nicht über alle Themen unterhalten so wie er. Er dagegen wäre "die Rampensau", die alles bewerkstelligt und über alles Bescheid weiss.

    Wegen meinem Tanzpartner kam ihm die Idee, ein Sauerbratenessen zu veranstalten. Er hat bei seinen Freunden nachgefragt, wann die Zeit hätten und dann wurde uns (meinem Tanzpartner und mir) mitgeteilt, dass es am 09.11. stattfinden soll. Mein Tanzpartner hatte an diesem Abend bereits etwas anderes vor, was er abgesagt hat. Da ich auch sehr gerne koche, wollte ich die Vorspeise und das Dessert machen, das wollte er aber nicht. (ich koche deutlich besser als er und ich glaube, er wollte nicht, dass seine Freunde dann bei mir auch irgendwas loben würden, weil er ja immer im Mittelpunkt stehen möchte)

    Am Montag wurde mir mitgeteilt, dass wir beide aber nicht mehr zum Sauerbratenessen eingeladen sind. Begründung: seine Freunde sind alles bedeutende Persönlichkeiten und mein Tanzpartner und ich wären aus dem selben Holz geschnitzt (es ist völlig unverständlich für ihn, warum wir kein Paar wären). Auf jeden Fall passt das nicht zu seinen tollen Freunden. Er versprach mir, dass das Sauerbratenessen (ich mag gar keinen Sauerbraten) nur mit meinem Tanzpartner und mir stattfinden soll, halt eben zu einem anderen Zeitpunkt. Außerdem könne er, wenn wir beiden nicht kommen, dann noch 2 weitere Freunde (insgesamt dann 8 Leute) einladen.


    Seine Mutter hat mir lange Zeit auf meinen AB gesprochen (nach 15 Minuten hat sich das Band von alleine ausgeschaltet), dass alles ja kein Problem wäre, das Sauerbratenessen würde dann zu einem späteren Zeitpunkt mit meinem Tanzpartner stattfinden.

    Ich habe meinem Tanzpartner am Dienstag von der zurückgenommenen Einladung erzählt. Der meinte, wir kommen nur dann zum Sauerbratenessen, wenn wir ein Paar sind. (also kommen wir nie)


    Mir ist auch völlig schleierhaft, wieso hier niemand sensibel genug ist, zu merken, wenn die Gefühle anderer Leute verletzt werden.


    Alles dreht sich um die eigene Achse, im Mittelpunkt stehen wollen um jeden Preis und sogar "nach unten " treten in der Partnerschaft. (ich verdiene deutlich mehr Geld als er, kann mir mehr leisten und wohne deutlich komfortabler als er) Ich bin es gewohnt im Job (bin selbständig) aufzutreten, Vorträge zu halten, Geschäftsführern von internationalen Unternehmen Dinge zu erklären usw. usw. ich bin sicher kein biederes Frauchen, das den Mund nicht aufbekommt, so wie ich von ihm beschrieben werden. Nur ist das dann halt im Beisein seiner Freunde so, dass ich gar nicht zu Wort komme und (so wie er es macht), ihm ständig ins Wort fallen müsste, damit ich auch was sagen kann. Oder wieso eigentlich werde ich mit nach München zu einem Freund geschleppt und dort unterhält er sich mehrere Stunden am Stück über technische Dinge, bei denen ich nicht mitsprechen kann. Wieso merkt niemand, dass ich bei diesen Themen zwangsläufig nicht integriert sein KANN. Statt dessen bekomme ich mitgeteilt, dass ich halt zu blöd wäre.

    Ich habe heute abend einen Termin mit einem Paartherapeuten vereinbart. Dort möchte ich mal klären, was mich an ihm offensichtlich anzieht und wieso er sich immer wieder so verhält bzw. ich muss für mich klären, dass ich eben nicht blöd, bieder usw. bin, denn sonst hätte ich im Leben nicht so viel erreicht. Mir scheint, ich brauche professionelle Hilfe, damit ich überhaupt nochmals in der Lage bin, auf einen neuen Partner offen zuzugehen. (ohne Komplexe)


    Gestern mittag hat mir mein Exfreund eine email geschrieben, dass ihm leid tut, dass ich so leiden musste und er verrückt wird, wenn er Sachen von mir sieht. (ich habe im einige Bilder für seine Wohnung gemalt, die wohl seine Freunde am Samstag beim Sauerbratenessen bewundert haben) Er hat mir vorgeschlagen eine Paartherapie zu machen, ich frage mich aber, ob das denn Sinn machen würde.

    Ich hatte ihm zuvor bereits gesagt, dass er mit seinem Verhalten jede andere Frau auch abschreckt, sein Kommentar war nur, dass es dann halt so wäre und es dann halt nicht ändern könne usw.

    Ich verstehe halt dieses Verhalten nicht, so nach dem Motto, ich bin halt so wie ich bin, und wenn es dir nicht passt.....

    Er hat mir auch letzte Woche eine email geschrieben, dass es wohl ein grosser Fehler wäre, mich zu verlassen, er hätte aber vor einer Beziehung mit mir Angst. Er glaubt, sich dann "verbiegen" zu müssen (weil ich ihn bitte sich während den Gesprächen anders, nämlich rücksichtsvoller, zu verhalten). Das sind Aussagen, die für mich überhaupt nicht nachvollziehbar sind. Er meint dagegen, ich solle mich "empathisch" in ihn hineinversetzen, dann könnte ich das doch sicher verstehen usw.


    ich kann bei vielen Dingen nur mit dem Kopf schütteln, daher bin ich froh, wenn ich heute abend die ganze Angelegenheit mal mit einem Profi besprechen kann. Ich bin nämlich jetzt an einem Punkt angekommen, bei dem ich mich selbst schützen muss.

    Liebe Grüsse,

    Feuerpferd

  7. #7
    N o r d f r a u

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 62
    Forum-Beiträge: 8.212

    AW: ADHS und Beziehungsprobleme

    Hallo Feuerpferd,
    dein Beitrag hat mich sehr beeindruckt, bin gespannt, was der Profi dazu sagt.

    Liebe Grüße
    Gretchen

  8. #8
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.625

    AW: ADHS und Beziehungsprobleme

    Hallo Feuerpferd,

    sei froh, dass du den Typen los bist. Glaub´ mir, deine Gesundheit wird es dir eines Tages danken . Mit deinem Beitrag erinnerst du mich an sämtliche Männergeschichten in meinem Leben (keine Sorge, mich triggert nichts). Das kommt mir alles sooooo bekannt vor:

    - kritisiert gerne, verträgt aber keinerlei Kritik an seiner Person
    - erwartet, dass ich alles toll finde, was er sagt und macht
    - gemeinsame Unternehmungen gibt es nur, wenn er was vorschlägt... meine Ideen werden grundsätzlich abgewiesen
    - seine Freunde sind ja ach so supertoll, über sie darf ich kein negatives Wort verlieren, aber über meine lästert er nach Belieben
    - wenn ich anderer Meinung bin als er, bin ich die Böse
    - er will, dass ich seine Bedürfnisse erfülle, aber meine Bedürfnisse interessieren ihn kein Stück
    - empathisches Verhalten des Partners wird als selbstverständlich gesehen, aber die andere Person kann nicht dasselbe von ihm erwarten... dann ist es eine unverschämte Forderung
    - es geht immer nur um ihn und seine Vorstellungen, Wünsche und Bedürfnisse... du musst für sein Glück und Wohlbefinden sorgen, während es ihm egal ist, wie du dich dabei fühlst (du bist also für zwei Menschen verantwortlich, während er es sich bequem macht und sämtliche Verantwortung von sich schiebt)

    Ich kann nur jeder Frau den Ratschlag geben, bereits in der Frühphase hin und wieder einen Vorschlag zwecks Unternehmung zu machen, eigene Bedürfnisse zu äußern, ihre Meinung auch dann zu vertreten, wenn sie von seiner abweicht und schlechtes Benehmen des Mannes oder einer Person aus seinem näheren Umfeld ganz offen anzusprechen. Wenn er daraufhin wütend wird und tobt oder die Frau mit einer längeren Schweigephase straft oder sogar den Kontakt abbricht, dann bitte so schnell wie möglich abhaken. Mit so einem Extrem-Egoisten (kann jetzt nicht alle als Narzissten über einen Kamm scheren, auch wenn das natürlich schon narzisstische Verhaltensweisen sind) wird niemand auf die Dauer glücklich. Schont eure Nerven lieber für andere Sachen.

    LG
    WeißeRose

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